CH238835A - Verfahren zum Befestigen von Siebgeweben und zum Abdecken von Siebteilen. - Google Patents
Verfahren zum Befestigen von Siebgeweben und zum Abdecken von Siebteilen.Info
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Description
Verfahren zum Befestigen von Siebgeweben und zum Abdecken von Siebteilen. Siebgewebe werden auf ihren Unterlagen im allgemeinen dadurch befestigt, dass man sie auf grobmaschige Unterlagen aufnäht oder durch einen aufgelegten Rahmen auf der Unter lage festklemmt. Das Aufnähen ist insofern ungünstig, als dadurch die Maschinenweiten des Gewebes teilweise gestört werden; durch Festklemmen lassen sich nicht alle Gewebe teile gleichmässig festlegen und meistens auch nicht genügend stark spannen.
Bei Siebteilen, die infolge ihrer Befesti- gungs- oder Herstellungsart, z. B. bei Harfen sieben infolge der Verwendung von Quer drähten zur Sicherung des gegenseitigen Ab standes der Siebdrähte eine grössere als die vorgesehene Maschenweite aufweisen, hat man zum Abdecken bislang besondere Streifen benutzt, die mit dem Gewebe und deren Unter lagen verschraubt wurden. Diese Art der Abdeckung hat sich jedoch nicht bewährt. Die Anordnung der Streifen ist kostspielig und umständlich, und die Streifen lockern sich leicht während des Betriebes, besonders bei schnellschwingenden Sieben.
Zur Vermeidung der erwähnten Übelstände wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die Sieb gewebe auf ihren Unterlagen unter Verwen dung eines thermoplastischen Kunststoffes durch Heissluftschweissung zu befestigen. Es ist bereits an sich bekannt, derartige in der Wärme wiederholt leicht verformbare kor rosionsbeständige Stoffe, sogenannte Thermo plaste, die auch in Form von Schweissstäben verarbeitet werden, zur Verbindung von Teilen aller Art zu verwenden. So werden beispiels weise Flaschen, Gefässe, Rohre und Behälter für die verschiedensten Verwendungszwecke auf diese Weise hergestellt.
Um die Siebgewebe durch Kunststoff, sehweissung zu befestigen, ist es notwendig, die Unterlagen für das Gewebe entweder ebenfalls aus Kunststoff herzustellen oder an den für die Befestigung des Gewebes vor gesehenen Stellen mit Platten, Stäben oder Streifen aus Kunststoff zu versehen. Das Ge webe wird dann unter Spannung auf die Unterlage gebracht und aufgeschweisst, wobei der Werkstoff der Schweissstäbe unter der Einwirkung des Heissluftstromes durch die Maschen des Gewebes hindurchfliesst und sich unter Bildung einer das Gewebe der Schweiss stellen einschliessenden Raupe innig mit der Unterlage verbindet.
Wie Versuche ergeben haben, ist die Verbindung so fest, dass bei absichtlichen Überbeanspruchungen des Ge webes dieses zerreisst, wogegen die Schweiss stellen unbeeinträchtigt bleiben.
In der gleichen Weise wird beim Abdecken von Siebteilen vorgegangen, wobei unter die abzudeckenden Stellen ein Streifen oder eine Platte aus Kunststoff gelegt und wieder von oben her durch das Gewebe hindurch der flüssige Kunststoff mit der Unterlage ver bunden wird.
Auf der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele von Siebgeweben dargestellt, die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung befestigt oder teilweise abgedeckt sind.
Es zeigen: Fig. 1 die Draufsicht auf einen Teil eines Siebgewebes, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-13 in Fig. 1, Fig. 3 den gleichen Schnitt in grösserem Massstabe, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil eines Harfensiebes, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 4, Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Teil eines Siebes mit untergelegtem Tragrost,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie E-F' in Fig. 6, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie C7-11 in Fig. 6, Fig. 9 eine Draufsicht auf den von Quer drähten durchzogenen Randteil eines Ha.rfen- siebes, Fig. 10 eine zu Fig. 9 gehörige Seiten ansieht,
Fig. 11 eine im Winkel von etwa 45 gehaltene Draufsicht auf einen von Quer- dräuten durchzogenen mittleren Teil. eines Harfensiebes, und Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie J-K Bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 ist das Siebgewebe 1 mit der aus einem Kunst stoff bestelenden Randleiste 2 durch Auf schweissen unter Verwendung eines thermo plastischen Kunststoffes verbunden.
Der Kunst stoff fliesst durch die Maschen des Gewebes 1, verbindet sich innig mit der Randleiste 2 und bildet auf dem Gewebe eine Schweissraupe 3. Diese kann, falls es erforderlich oder erwünscht ist, noch im erwärmten Zustande in das Ge webe eingewalzt oder durch Abstreichen ent fernt werden. Die Haftung der Raupe mit der Randleiste lässt sich dadurch verbessern, dass an der Schwei1ästelle eine Rille oder Nut 4 (Fig. 3) für die Aufnahme des flüssigen Kunst stoffes vorgesehen wird.
Das Harfensieb 5 nach den Fig. 4 und 5 ist an seinen durch Querdrähte 6 verstärkten Rändern aufgeschweisst und an den von Quer drähten 7 zur Sicherung des Drahtabstandes durchzogenen Stellen, die eine grössere fla schenweite aufweisen, abgedeckt. Zum Ab decken ist ein Streifen 8 untergelegt, mit dem sich der flüssige Kunststoff verbindet.
Bei Verwendung eines Tragrostes 9 nach den Fig. 6 bis 8, der eben oder gewölbt aus geführt sein kann, werden mehrere Schweiss raupen 10 in Abständen voneinander zweck müssig über die geradlinig durchgehenden Teile des Rostes gelegt.
Ein Vergleich der Fig. 9, 10 mit den Fig. 11, 12 lässt erkennen, wie durch die Anord nung der bei den Harfensieben erforderlichen Querdrähte die 31aschenweite etwas grösser wird, als sie durch den Abstand der Drähte voneinander gegeben ist. Das durch das Sieb fallende Korn findet zwischen den im Bereiche der Querdrähte 11 gekröpften Längsdrähten 1.2 eine grössere DuiTlig;tngsstelle. Diese liegt etwa im Winkel von 45'-' zur Senkrechten (Fig. 12).
In Fig. 9 ist ein Kreis zwischen zwei Längsdrähten 1.3 eingezeichnet, der beider seits über die Drähte greift, während ein Kreis gleichen Durchmessers zwischen den gekröpf ten Teilen der Längsdrähte 12 (Fig. 11) und einem Querdraht 11 frei liegt. Hieraus ergibt sich, dass ein Korn von der Grösse des Kreises, das einem Überkorn entspricht, im Bereiche der Querdrähte 11 durchfallen würde. Um dies zu verhindern, findet die Abdeckung der Siebe in diesem Bereiche statt; vgl. Fig. 4, 5.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Befestigen von Siebgeweben und zum Abdecken von Siebteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebe mit einer Unterlage aus Kunststoff durch Heissluft schweissung unter Verwendung eines thermo plastischen Kunststoffes verbunden werden. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der thermoplasti- sehe Kunststoff über den zu befestigenden bezw. abzudeckenden Stellen des Gewebes durch Heissluftstrom verflüssigt wird derart, dass der Kunststoff durch das Gewebe hin durchfliesst, sich mit der Unterlage verbindet und auf dem Gewebe eine Schweissraupe bildet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoplastische Kunststoff in Form von Schweissstäben verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH238835D CH238835A (de) | 1943-04-14 | 1944-03-30 | Verfahren zum Befestigen von Siebgeweben und zum Abdecken von Siebteilen. |
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