CH238904A - Regelventil, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen. - Google Patents
Regelventil, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen.Info
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Description
Regelventil, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Regelventil, mit welchem der Durchfluss einer Flüssigkeit in Abhängigkeit von einem Druck öder einer Temperatur reguliert wird und bei welchem ein auf dem Ventilgehäuse auf gebauter Druckkörper das Ventil über ein tbertragungsgestänge öffnet und schliesst, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen.
Das erfindungsgemässe Re gelventil ist überall da anwendbar, wo der Durchfluss einer Flüssigkeit in Abhängig keit von einem Druck oder einer Temperatur reguliert werden muss, wie bei Kühlanlagen, Wärmepumpen und dergleichen. Muss in Ab hängigkeit von einer Temperatur reguliert v=erden, <B>so,</B> wird diese durch einen an den Druckkörper angeschlossenen Verdampfungs- fühler in bekannter Weise in einen proportio nalen Druck umgewandelt.
Bei bekannten Regelventilen dieser Art wird das Gestänge, welches die Bewegungen eines druckbelasteten Federkörpers des Druck körpers auf den Ventilteller oder Ventilkol ben überträgt, mittels eines Metallfederbalges oder einer Metallmembrane abgedichtet. Der artige Ventile haben erfahrungsgemäss viel zu Störungen Anlass gegeben infolge Undicht- w erdens der Federbälge oder Membranen.
Diese Störungen sind auf die anhaltenden kleinen Druckschwankungen und auf die ge ringe elastische Dämpfung der Metallbälge und Membranen zurückzuführen, welche kleine :Schwingungen an der Übertragungs stange verursachen und zu einer Ermüdung des Materials führen. Die konstruktiv beding ten relativ kleinen Abmessungen bezw. die Steifheit dieser Bälge und Membranen bringt auch eine hohe mechanische Beanspruchung derselben mit sich, wodurch die Bruchgefahr vergrössert wurde.
Ein weiterer Nachteil bekannter Ventile liegt auch darin, dass die Abdichtungen der Übertragungsstange dem vollen Einlaufdruck des Ventils ausgesetzt sind, wodurch ein Un- dichtwerden derselben gefördert und im wei teren die Regelcharakteristik des Ventils un- Giinstig beeinflusst wird. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Regelventils werden die genannten Nach teile vermieden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das @,\bertragun gsg@- stänge gegenüber dem Ventilgehäuse mittels einer Gummimembrane auf der Ausflussseite des Ventils abgedichtet ist, so dass die Meni- h>rane nur dem Flüssigkeitsdruck der Aus flussseite ausgesetzt ist.
Hierbei ist es zweel,:mässig, den Durchmes ser der Membrane klein zu wählen, um den Einfluss des Flüssigkeitsdruckes auf die Re gelcharakteristik klein zu halten und die Membrane verhältnismässig dick auszubilden, zwecks Dämpfung dor Schwingungen infolge Schwankungen des Steuerdruckes und Erlan- Wing der erforderlichen mechanischen Festig keit.
Die beigefügte Zeichnung zeigt. eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes im Schnitt.
In der Zeichnung ist 1 das @'entilgeliäuse mit den Ein- und Auslaufstutzen 2 und\?' und dem Ventilsitz B. Wie aus der Zeiehnung ersichtlich ist, weist der Eintrittskanal die Form eines rechtwinklig abgebogenen Rohres 30 auf, welches in den Austrittsraum 31 des Ventils hineinragt. Der Ventilteller 4, der Führungsstift 5 und die den Schliessdruck er zeugende Schliessfeder 6 sind in einem topf- förmigen, aus Blech gezogenen und am Ven tilgehäuse 1 angeflanschten Teil 7 unter gebracht. Die Teile 4 und 6 sind in 7 geführt.
Über dem Ventilgehäuse ist auf Distan- zierbolzen 8 der mit der Druckleitung des Kompressors in Verbindung stehende Druck körper aufgebaut, welcher aus dem Federbalg 9, dem Gehäuse 10, der Grundplatte 11., der Gegendruckfeder 12, der Regulierschraube 13 und dem Druckstift 14 besteht. Je nach dem im Druckraum 15 vorhandenen Gasdruck wird die Feder 13 mehr oder weniger zu sammengedrückt und die Bewegung des Stif tes 14 mittels der in der Sehraube 13 geführ- ten Übertragungsstange 16 des Übertragungs gestänges auf den Ventilteller 4 übertragen.
Am untern Ende der Stange 16 ist eine Scheibe 17 angewindet, welche auf zwei im Ventilgehäuse 1 geführte, lose auf dem Ven tilteller 4 aufsitzende Stifte 18 drückt, die den Ventilteller in Abhängigkeit des Kom- pressordruelzes mehr oder weniger entgegen dem Druck der Feder 6 vom Sitz abheben. Der Eintrittskanal 2 des Ventilkörpers wird von den Stiften 18 nicht durchdrungen; diese sind vielmehr seitlich in der Wandung dieses Teils geführt.
Zur Abdichtung der Übertragungsstange 16 gegenüber dem Ventilgehäuse dient die Gummimembrane 19, welche an der sie durchdringenden Stange 16 mittels der Schraubenmutter 20 und der Scheibe 17 und am Umfang mittels einer sie abdeckenden Kappe 21 und eines Ringes 22 abgedichtet ist. Die Kappe ist in das Ventilgehäuse ein geschraubt. Die Kappe 21 dient gleichzeitig als Führung für die Stange 16. Bei einem eventuellen Defektwerden der Membrane kön nen infolge dieser Anordnung keine bedeuten den Mengen der Flüssigkeit an der Dich- tungSstelle austreten, da die Stange in der Kappe dicht geführt ist.
Die Membrane 19 ist nur dem Flüssig keitsdruck auf der Austrittsseite des Ventils ansgesetzt, wodurch der Einfluss des Druckes auf die Charakteristik des Ventils, d. h. das Offnen und S'eliliessen in Abhängigkeit des Kompressordruckes niedrig und die mecha nische Beanspruchung der Membrane gering i.-t. Der Durchmesser der Membrane ist ver hältnismässig klein gewählt und der freie Durchmesser derselben entspricht ungefähr der doppelten Lichtweite des Ventils.
Die Dicke der -Membrane ist verhältnismässig gross, nämlich 1.5 min oder mehr gewählt, wodurch diese die Sch-,vingungen der Stange 1t: abdämpft, welche sonst bei raschen Schwankungen des Konipressordruclkes ent stehen würden. Gleielizeitig wird hierdurch der Menilirane eine hohe mechanische Festig keit verliehen.
Der Gasdruck, bei welchem das Ventil ge öffnet oder geschlossen wird, hängt ,von der Stärke der Federn 6 und 1 2 ab. Die letztere kann dm-eh die Sehraube 13 mehr oder weni ger gespannt und dadurch die Druck-Diirch- fluss-Charakteristik verändert werden. Es kann also hier der auf den druckbelasteten Federkörper des Druckkörpers ausgeübte Federdruck mittels der zwischen diesem Fe derkörper und dem Ventilgehäuse angeordne ten Schraube 13, die zugleich als Führung der Stange 16 dient, verändert werden.
Bei derartigen Regelventilen ist im allgemeinen eine flache Regelcharakteristik erwünscht, d. h. der Druckunterschied zwischen Beginn des Offnens und vollständig geöffnetem Ven til soll klein sein. Praktisch sind die Ver hältnisse beim beschriebenen Regelventil un gefähr so, dass dieses vom Beginn des Öffnens bis zum vollständigen Öffnen eine Druckdif ferenz von zirka 2 At. benötigt.
Arbeitet der Kompressor unter dem Normaldruck, so wird die Kühlwasserzufuhr entsprechend der ver minderten Kälteleistung gedrosselt und bei stillgesetztem Kompressor nach kurzer Zeit ganz unterbrochen, was mit Rücksicht auf sparsamen Kühlwasserverbrauch erwünscht ist. Ein- und Austrittsstutzen 2, 2' sind gleichachsig und auf verschiedenen Seiten des Ventilgehäuses angeordnet. Desgleichen sind Membrane und Ventilteller gleichachsig und auf verschiedenen Seiten des Ventilgehäuses angeordnet, wobei die den Stutzen zugeord nete Achse senkrecht auf der andern Achse steht.
Ausser der in der Zeichnung dargestellten Abdichtung der Membrane sind natürlich noch andere Ausführungen denkbar oder zweckmässig. So kann insbesondere für grössere Lichtweiten des Ventils z. B. das Ventil- gchäuse vorteilhaft mit einem Flansch aus gebildet werden, auf welchem eine ebenfalls mit Flansch versehene Kappe verschraubt ist, wobei die Membrane zwischen die beiden Flanschen eingeklemmt oder mittels Gewinde ring in der Kappe oder im Flansch des Ven tilgehäuses abgedichtet sein kann. Zur Befe stigung dieser Kappe können dann vorteilhaft die für den Anbau des Druckkörpers vorhan denen Distanzierbolzen dienen.
Die Membrane kann sowohl aus Natur- @s ie auch aus Kunstgummi oder einem gummi- ,; hnlichen Kunststoff bestehen. An Stelle eines gewöhnlichen Ventiltel lers nach Zeichnung könnte .insbesondere für grössere Lichtweiten auch mit Vorteil ein Differentialkolben bekannter Art verwendet werden, durch welchen plötzliche Änderun gen der Durchflussöffnung vermieden werden.
Diese sind bekanntlich so beschaffen, dass der Ventilteller als Kolben ausgebildet und in einem Zylinder geführt ist, aus welchem beim Öffnen eine gewisse Flüssigkeitsmenge zu erst verdrängt und beim Schliessen eingeführt werden muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Regelventil, mit welchem der Durchfluss einer Flüssigkeit in Abhängigkeit .von einem Druck oder einer Temperatur reguliert wird und bei welchem ein auf dem Ventilgehäuse aufgebauter Druckkörper das Ventil über ein Übertragungsgestänge öffnet und schliesst, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen, dadurch gekennzeichnet., dass das Übertragungsgestänge gegenüber dem Ventilgehäuse mittels einer Gummimem- brane auf der Ausflussseite des Ventils abge dichtet ist, so dass die Membrane nur dem Flüssigkeitsdruck der Ausflussseite aus gesetzt ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Regelventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der freie Durch messer der Membrane ungefähr der doppelten Lichtweite des Ventils entspricht. 2. Regelventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Dicke der Membrane wenigstens 1,5 mm beträgt. 3. Regelventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Membrane von der Übertragungsstange des Übertragungs gestänges durchdrungen ist. 4.Regelventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane durch eine in das Ventil gehäuse eingewindete Kappe abgedeckt und am Umfang abgedichtet ist, in welcher Kappe die Gbertragungsstange dicht geführt ist, da mit bei einem Defektwerden der Membrane nur geringe Mengen Flüssigkeit austreten können. 5.Regelventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse einen Flansch aufweist, auf welchem der Druckkörper mittels Distanzbolzen befestigt ist und dass eine Kappe vorgesehen ist, die einen Flansch aufweist, mit dem sie auf dem erstgenannten Flansch aufgesetzt ist, -wobei die Membrane zwischen den zwei Flanschen eingeklemmt ist. 6.Regelventil nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass einerseits Ein- und Austrittsstutzen und anderseits lVlem- brane und Ventilteller gleichachsig und auf verschiedenen Seiten des Ventilgehäuses an geordnet sind und dass die den Stutzen zuge ordnete Achse senkrecht auf der andern Achse steht. 7. Regelventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintrittskanal der Flüssigkeit in der Form eines rechtwinklig abgebogenen Rohres in den Austrittsraum des Ventils hineinragt. B.Regelventil nach Patentanspruch und Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ventilteller und die Schliess- feder in einem topfförmigen, aus Blech gezo genen Teil untergebracht und geführt sind, welcher am Ventilgehäuse befestigt ist. 9. Regelventil nach Patentanspruch und L ntera.nspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung auf den Ventilteller über im Ventilgehäuse geführte, lose am Ventil teller aufsitzende Stifte übertragen wird, wobei der Ventilteller entgegen dem Drucke einer Feder vom Ventilsitz abgehoben wird.10. Regelventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der auf den druckbelasteten Federkörper des Druckkörpers ausgeübte Federdruck mit tels einer zwischen diesem Federkörper und dem Ventilgehäuse angeordneten, zugleich als Führung der Übertragungsstange ausge bildeten Schraube verändert -werden kann. 11. Regelventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Ventil vom Beginn des l)ffnens bis zum vollständigen Öffnen eine Druckdifferenz von zirka 2 At. benötigt.12). Regelventil nach Patentanspruch und Untera.nsprüehen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ventilteller als Differential kolben ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH238904T | 1944-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH238904A true CH238904A (de) | 1945-08-31 |
Family
ID=4460905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH238904D CH238904A (de) | 1944-01-15 | 1944-01-15 | Regelventil, insbesondere zur Regelung des Kühlwassers von Kälteanlagen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH238904A (de) |
| FR (1) | FR940586A (de) |
-
1944
- 1944-01-15 CH CH238904D patent/CH238904A/de unknown
-
1945
- 1945-03-20 FR FR940586D patent/FR940586A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR940586A (fr) | 1948-12-16 |
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