CH239087A - Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage zum Antrieb von Schiffen. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage zum Antrieb von Schiffen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B71/00—Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
- F02B71/04—Adaptations of such engines for special use; Combinations of such engines with apparatus driven thereby
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Description
Verfahren zum ]Betrieb einer Gasturbinenanlage zum .Antrieb von Schiffen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver- fahren zum Betrieb einer Gasturbinen- anlage zum .Antrieb von Schiffen, deren Nutzleistungsturbine nicht nur durch einen aus Verdichter, Gaserhitzer und Turbine be stehenden Treibgaserzeuger, sondern auch aus einem Kolbentreibgaserzeuger Arbeits mittel zugeführt werden kann.
Das Verfah ren nach der Erfindung besteht darin, dass zur Erzeugung einer niedrigen Teilleistung der Nutzleistungsturbine nur aus dem Kol- bentreibgaserzeuger und zur Erzeugung einer höheren Teilleistung und der vollen Leistung aus dem Turbinentreibgaserzeuger Arbeitsmittel von höherem Druck zugeführt wird.
Zur Erzeugung einer niedrigen Teil leistung kann Arbeitsmittel aus dem Kolben treibgaserzeuger der Anfangsstufe der Nutz leistungsturbine zugeführt werden. Zur Er zeugung einer höheren Teilleistung und der vollen Leistung empfiehlt es sich, Arbeits mittel aus dem Turbinentreibgaserzeuger der Anfangsstufe der Nutzleistuugsturbine und das Arbeitsmittel aus dem Kolbentreibgas erzeuger einer Zwischenstufe der Nutz- leistungsturbine zuzuführen. Der Kolben treibgaserzeuger kann. z.
B. als h'lugkolben- maschine ausgebildet sein; er ist zweck mässig mit _ einer Anlassvorrchtung aus gerüstet und kann zum Anlassen des Tur= binentreibgaserzeugers verwendet werden.
An Hand der Zeichnung wird das Verfahren nach der Erfindung beispielsweise erläutert. Die in der Zeichnung dargestellte Gas turbinenanlage besitzt einen Turbinen- und einen Kolbentreibgaserzeuger. Der Turbinen- treibgaserzeuger arbeitet mit einem Kreislauf eines gasförmigen Arbeitsmittels, z. B. Luft, aus welchem ständig eine Teilmenge entnom men und welchem hierfür ständig eine Er satzmenge zugeführt wird.
Das vom Ver dichter 1 verdichtete Arbeitsmittel gelangt durch die Leitung 2 in den Wärme- austauscher 3 und wird beim Durchströmen der Wärmeaustauschrohre 4 vorgewärmt. Durch die Leitung 5 strömt das Arbeits mittel weiter, bis es an der Stelle 6 in zwei Teile auegeteilt wird. Ein grösserer Teil ge langt durch die Leitung 7 in den Gas erhitzer 8 und wird beim Umströmen der Wärmeaustauschrohre 9 erhitzt und alsdann durch die Leitung 10 der Turbine 11 zu geführt.
Das in der Turbine entspannte Ar beitsmittel gelangt durch die Leitung 12 in den Wärmeaustauscher 3 und gibt hier beim Umströmen der Wärmeaustauschrohre 4 einen Teil seiner Restwärme an das durch die Rohre strömende Arbeitsmittel ab. Im anschliessenden Kühler 13 wird ein weiterer Teil der Restwärme an ein Kühlmittel ab geführt. Durch die Leitung 14 wird schliess lich das Arbeitsmittel wieder zum Verdich ter 1 zurückgeführt, wo der Kreislauf von neuem beginnt.
Aus dem beschriebenen Kreislauf des Ar beitsmittels wird an der Stelle 6 ständig eine Teilmenge entnommen und durch die Lei tung 15 als Verbrennungsluft dem Brenner 16 des Gaserhitzers 8 zugeführt. Die Ver brennungsgase strömen aus dem Brennraum 17 in die Wärmeaustauschrohre 9, in wel chem die Wärme an das die Rohre umströ mende Arbeitsmittel des Kreislaufes ab geführt wird. Hernach gelangen die Ver brennungsgase durch die Leitung 18 in die Turbine 19.
Als Ersatz für die an der Stelle 6 dem Kreislauf entnommene Arbeitsmittelmenge wird durch den Verdichter 20 ständig Luft aus der Atmosphäre in den Kreislauf einge führt. Diese Ersatzmenge wird durch die Leitung 21 an einer Stelle 22 des Wärme- austauschers 3 eingeführt, an welcher das die Wärmeaustauschrohre 4 umströmende Arbeitsmittel ungefähr die gleiche Tempera tur und den gleichen Druck wie die Ersatz menge aufweist.
Die durch die im Kreislauf umströmende Arbeitsmittelmenge beaufschlagte Turbine 11 treibt die Verdichter 1 und 20. Die Turbine 11 und die Verdichter 1 und 20 sind noch mit einer elektrischen Maschine 25 gekup pelt, welche als Anlassmaschine und als Hilfsmaschine zum Ausgleich von über schüssiger oder mangelnder Leistung dient. Die Turbine 19 wird durch die im Gas erhitzer des Kreislaufes erzeugten Treibgase beaufschlagt, sie treibt als Nutzleistungs- turbine über ein Getriebe 23 den Schiffs propeller 24.
Der Propeller kann als Ver- stellpropeller ausgebildet sein, dessen Flügel je nach Fahrrichtung oder nach der Fahr geschwindigkeit mit veränderlichem Stei gungswinkel eingestellt werden können.
Als Kolbentreibgaserzeuger ist noch eine Flugkolbenmaschine 30 vorgesehen. Die mit tels eines Gestänges und eines Waage balkens im Gleichlauf gehaltenen Flug kolben 31 und 32 saugen durch die Leitun gen 33 und 34 Luft aus der Atmosphäre an und fördern diese in verdichtetem Zustand in den Behälter 35. Aus diesem Behälter gelangt die verdichtete Luft - teils zur Kühlung, teils zur Ladung - durch die Einlasskanäle 36 in den Zylinder der Flug kolbenmaschine.
Die überschüssige Spülluft und das Verbrennungsgas der Flugkolben maschine strömen durch die Auslasskanäle 37 und die Leitung 38 in den Behälter 39 und dienen dann als Treibgas für die mittels der Leitungen 40 und 41 angeschlossene Nutz leistungsturbine 19.
Gemäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung wird nun bei niedriger Belastung der Anlage der N utzleistungsturbine 19 nur vom Flugkolbentreibgaserzeuger Arbeits mittel zugeführt. Beim Antrieb mit höherer Leistung wird aus dem Gaserhitzer des Kreislaufs Arbeitsmittel mit erhöhtem Druck zugeführt.
Die Zufuhrleitung 18 aus dem Kreislauf ist an die erste Stufe der Nutzleistungs- f turbine 19 angeschlossen. Von dieser Leitung führt eine Leitung 45 unter Umgehung der Nutzleistungsturbine 19 unmittelbar in die Abgasleitung 46. In der Leitung 18 ist in Strömungsrichtung hinter der Abzweig- a stelle der Leitung 45 das Absperrorgan 47 und in der Umgehungsleitung das Absperr organ 48 angeordnet. Die Leitung 40 schliesst den Druckbehälter 39 ebenfalls an die erste Stufe der Nutzleistungsturbine 19 an, fl während die Leitung 41 den Druckbehälter mit einer Zwischenstufe der Turbine ver bindet.
In der Leitung 41 befindet sich das Absperrorgan 49 und in der Leitung 41 das Absperrorgan 50.
Zum Inbetriebsetzen der Anlage wird zu nächst der Flugkolbentreibgaserzeuger 30, z. B. mittels Druckluft, aus einer Anlass- vorrichtung angelassen. Das Absperrorgan 49 ist dann geöffnet, während die Absperr organe 47, 48 und 50 geschlossen sind. Das Treibgas der Flugkolbenmaschine gelangt aus dem Behälter 39 durch die Leitung 40 mit einem Druck von ungefähr 7 Atm in die Turbine 19.
Die Turbine 19 wird dann eine Leistung aufbringen, die einen. Bruchteil, etwa einen Fünftel der vollen Leistung der Gesamtanlage darstellt. Für höhere Leistungen und. insbesondere für volle Leistung werden auch die Turbine 11 und die Verdichter 1 und 20 mit Hilfe der elektrischen Maschine 25 in Betrieb ge setzt. Zunächst bleibt das Absperrorgan 47 geschlossen, während das Absperrorgan 48 geöffnet ist. Die Treibgase strömen dann in die Abfuhrleitung 46.
Sobald der Druck des Treibgases im Kreislauf ungefähr die gleiche Höhe wie der Druck im Behälter 39 erreicht hat, wird das Absperrorgan 48 langsam ge schlossen und gleichzeitig das Absperrorgan 47 langsam geöffnet. Der Turbine strömt dann zu gleicher Zeit aus den Leitungen 18 und 40 Treibmittel zu. Anschliessend wird das Absperrorgan 49 langsam geschlossen und das Absperrorgan 50 geöffnet. Gleich zeitig wird der Druck des im Kreislauf er zeugten Treibgases langsam gesteigert.
Der Anfangsstufe der Turbine 19 strömt dann aus dem Kreislauf Treibgas mit höherem Druck und einer Zwischenstufe Treibgas aus der Flugkolbenmaschine mit niedrigerem Druck zu. Je nach Einstellung der Drücke kann so eine erhöhte Teilleistung oder die volle Leistung für beschleunigte Fahrt des Schiffes erzeugt werden. Der Druck des aus dem Kreislauf entnommenen Treibgases kann, je nach der notwendigen Leistung, bis auf 20 Atm und darüber gesteigert werden.
Zum Anlassen des Xreislauftreibgaser- zeugers kann auch Treibgas oder Druckluft der Flugkolbenmaschine verwendet werden. Als Kolbentreibgaserzeuger kann anstatt eine Flugkolbenmaschine auch eine mit Kurbelwelle und Schwungmasse ausgerüstete Kolbenmaschine benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb einer Gasturbi- nenanlage zum Antrieb von Schiffen, deren Nutzleistungsturbine nicht nur durch einen aus Verdichter, Gaserhitzer und Turbine be stehenden Treibgaserzeuger, sondern auch aus einem Kolbentreibgaserzeuger Arbeits- mittel zugeführt werden kann, dadurch ge- kennzeichnet,dass zur Erzeugung einer niedrigen Teilleistung der Nutzleistungs- turbine nur aus dem Kolbentreibgaserzeuger und zur Erzeugung einer höheren Teil leistung und der vollen Leistung aus dem Turbinentreibgaserzeuger Arbeitsmittel von höherem Druck zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung einer niedrigen Teilleistung Arbeitsmittel aus dem golbentreibgaserzeuger der An- fangsstufe der Nutzleistungsturbine zu geführt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung einer höheren Teilleistung und der vollen Leistung Arbeitsmittel aus dem Turbinen treibgaserzeuger der Anfangsstufe der Nutz- leistungsturbine zugefühit wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung.einer höheren Teilleistung und der vollen Leistung das Arbeitsmittel aus dem Kolben treibgaserzeuger einer Zwischenstufe der Nutzleistungsturbine zugeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kolbentreib- gaserzeuger als Flugkolbenmaschine aus gebildet ist.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kolbentreib- gaserzeuger mit einer Anlassvorrichtitng aus gerüstet ist. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der Kolbentreib- gaserzeuger zum Anlassen des Turbinen treibgaserzeugers verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH239087T | 1943-12-31 |
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| CH239087A true CH239087A (de) | 1945-09-15 |
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ID=4461017
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| CH239087D CH239087A (de) | 1943-12-31 | 1943-12-31 | Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage zum Antrieb von Schiffen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH239087A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968371C (de) * | 1952-11-14 | 1958-02-06 | Siemens Ag | Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen mit offenem Kreislauf |
-
1943
- 1943-12-31 CH CH239087D patent/CH239087A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968371C (de) * | 1952-11-14 | 1958-02-06 | Siemens Ag | Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen mit offenem Kreislauf |
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