Rollanlage. Gegenstand der Erfindung ist eine aus mindestens einer Schiene und einem auf die ser abrollenden Organ mit zwei ein abgerun detes Profil aufweisenden Flansehen be stehende Rollanlage.
Es ist bereits eine aus mindestens einem Rad und einer Schiene bestehende Rollanlage bekannt, bei welcher das Rad zwei ein ab gerundetes Profil aufweisende Flansche auf weist. Die bei dieser Anlage zur Verwen dung gelangende Schiene weist an den Be- rührungsstellenmit dem Rad ein abgerunde tes Profil auf. Das Rad selbst besitzt eine Fläche, die an der Stelle,der Berührung mit der Sehiene im Profil von der Schiene weg gebogen ist, so dass eine Zweipunkt-Abrollung erfolgt, gemäss Fig.,6.
Die den Erfindungsgegenstand bildende Rollanlage unterscheidet sieh von der be kannten Ausführungsform dadurch, dass die Krümmung der abgerundeten Profilteile der Schiene der Krümmung der abgerundeten Profilen der Flanselie des abrollenden Orga- nes entspricht, so dass das abrollende Organ mit den Flanschen in Linienberührung mit den gekrümmten Schienenteilen steht.
Auf der Zeichnung sind<B>fünf</B> Ausfüh- rungsbei,spiele des Erfindungogegenstandes dargestellt.
Das Ausfüllrungsbeispiel gemäss Fig. <B>1</B> weist ein Organ auf, das als Rolle oder Rad ausgebildet sein kann und aus zwei Flan- sehen <B>1</B> und 2 besteht, die<B>je</B> die Form einer Kugelzone aufweisen, deren Grundflächen mit dem kleiner-en Durchmesser einander zu gekehrt sind und- zwischen denen ein zylin- derförmiges Mittelstück 3, liegt.
Zur Abstüt zung und Führung dieses Organes dient eine T-Schiene 4, deren Steg zwei abgerundete Flanken<B>5</B> aufweist, deren Radius gleich ist dem Halbmesser der kugelzonenförmigen Flansche<B>1</B> und 2; des abrollenden Organes. Der Steg der Schiene 4 ist derart bemessen, dass das zylinderförmige Mittelstück<B>3</B> des abrollenden Organes, wenn letzterese auf die Schiene aufgesetzt ist, nicht mit der ebenen Schienenendfläche <B>6</B> in Berührung tritt, son dern dass zwischen dieser Fläche<B>6</B> und dem Mitteletück <B>3</B> ein gewisser Abstand vorhan den ist.
Die Teile<B>1,</B> 2 und<B>3</B> des abrollenden Or- ganes können aus einem Werk6tück gebildet sein. Das Organ kann aber auch aus drei voneinander unabhängigen und miteinander durch Lager bekannter Ausführung verbun denen Teilen bestellen, so dass sich die beiden Flansehe <B>1</B> und 2, unabhängig voneinander drehen lassen.
Diese individuelle Drehbarkeit der beiden Flansche ist besonders bei Rollan lagen mit gekrümmter Linienführung von be sonderer Bedeutung, indem der Flansch<B>1</B> schneller als der Flansch, 2 oder umgekehrt drehen kann, wenn diese Teile beim Abrollen mit verschiedenen Geschwindigkeiten auf ihren Rollflächen an der Führungssehiene laufen.
Das in Fig. 2 dargestellte Ansführungs- beispiel unterscheidet sich von der Ausfüh rungsform gemäss Fig. <B>1</B> darin, dass die Schiene 4 einen Steg mit gewölbtem Kopf<B>7</B> aufweist, -und dass <B>du</B> Mittelstück <B>8</B> des ab rollenden Organee als entsprechender Rota tionskörper ausgebildet ist, wobei sowohl der gewölbte Sehienenkopf <B>7</B> als auch die Man telfläche des Mittelstückes gleiche Krüm- mungekreise, aufweisen.
Das Mittelsstück <B>8</B> des abrollenden Organes sowie dergewölbte Sellienenkopf <B>7</B> können gegenüber der in Fig. 2 dargestellten Krümmung eine ent gegengesetzte Krümmung aufweisen.
Das Profil der Schiene 4 ist 'bei diesen Ausfüh- rungsbeiepielen in allen Teilen dem Profil der abrollenden Organe angepasst. Auch bei diesen letzteren können die drei Teile<B>1,</B> 2 und<B>8</B> aus einem einzigen Werkstüek ge formt sein, oder es können die Org-ane analog wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. <B>1</B> aus der Vereinio-uno, von drei an sich unab- C 2n hängig voneinander drehbaren Einzelteilen zn bestellen.
Das Aueführungsbeispiel nach Fig. <B>3</B> zeict eine Schiene 4 mit ähnlichem Profil wie <B>?Z</B> e Ausführungsform nach Fig. 2. Das ab rollende Organ ist aus zwei kugelzonenför- igen Flanschen<B>9</B> und<B>10</B> gebildet, zwischen denen ein Mitte16tück <B>11</B> liegt.
Das Profil dieses Organes ist demjenigen der Schiene 4 angepasst. Zufolge der Anordnungeines Zwi- sehenraumes zwischen den Teilen<B>9</B> bezw. <B>10</B> und<B>11</B> wird erreicht, dass zwischen dem Or- ,gan und der Schiene in der in Fig. <B>3</B> darge- ,stellten Normallage drei voneinander ge trennte Auflagefläehen vorhanden sind,
ohne dass aber dadurch die Führung der Schiene praktisch eine Beeinträchtigung erfährt. Die Teile<B>9, 10</B> und<B>11</B> können starr miteinander verbunden sein oder aber es lassen sich zwi- ,sehen dem Mittelstück<B>11</B> und den beiden Flanschen<B>9</B> und<B>10</B> Zwischenlager bekann ter Ausführung zwecks Erzielung einer in dividuellen Beweglichkeit der Einzelteile an ordnen.
Daa Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 un- türscheidet sich von demjenigen gemäss Fig. <B>1</B> durch die Vertauschung der Profile von Schiene und drehbarem Organ. Die Schiene 12 weist zwei kreiebogenförmige Flansche<B>13</B> auf, zwischen denen ein Mittelstück 14 liegt. Das abrollende Organ ist auch hier aus drei Teilen<B>15, 16</B> und<B>17</B> aufgebaut, die starr oder unabhängig drehbar miteinander ver bunden sein können und deren Profile den jenigen Schienenteilen angepasst sind, mit welchen sie in Berührung treten.
Das Mittel- etück des Organes kann dabei auf dem Schie nenmittelstück 14 aufliegen oder von diesem distanziert sein. Auch kann dieses Mittel- etück <B>17</B> und das Schienenmittelstück eine te <B>,</B> bogene einander in bezug auf die Krüm niunggsverhältnisse, angepasste Form aufwei sen (Fig. 2 und<B>3).</B>
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. <B>5</B> ist ein abrollendes Organ zur Verwendung ge- <B>1</B> langt, das entsprechend dem Organ des ersten Ausführungsbeispiels aus zwei Flanschen<B>1</B> und '-) und einem Mittelstück<B>3,</B> besteht.
Die Schiene<B>18,</B> an deren Flanech eine zur Ein- füllrung eines passenden Befestigunggsmittels i dienende Au8nehmung vorgesehen ist, die auch weggelassensein kann, weist einen Füh rungssteg<B>19</B> auf, des-sen Mittelebene in bezug auf die Baeisfläche des Schienenfusses um 45' geneigt ist. Dieser Winkel kann selbst- i verständlich auch grösser oder kleiner als angegeben sein.
Die Seitenfläe-hen des Füh rungssteges sind ausgerundet und den Lauf- flätIlen der Flansche<B>1</B> und 2 angepasst. Die Achse 20 des Organes ist derart ausgebildet, dass der aus den Teilen<B>1</B> bis<B>3-</B> gebildete. Kör per eine achsiale Verschiebung naeli der einen oder andern Seite hin auszuführen in der Lage ist, wie die Pfeilrichtungen andeuten.
Eine Rollanlage mit schräg gestellten Rä dern oder Rollen eignet sieh insbesondere für solche Anlag-en mit zwei synim isch zu einer LängAachse angeordneten Schienen und Fahrzeugen, deren Radebenen sieh über die ser Symmetrieachse, der Geleiseanlage sehnei- den. Der entscheidende Vorteil bei dieser Radanordnung bestellt in der achsialen Ver schiebungsmöglichkeit der Räder, da die in der Praxis bekanntlich nicht vermeidbaren kleinen Unterschiede im Abstand zweier Schienen, das heisst in der Spürweite,
auf diese Art zwangsläufig ausgeglichen werden.
Eine Entgleisungsgefalir oder eine Ver- keilung der Räder ist bei einer solchen Lage rung praktisch ausgeschlossen.
Alle beschriebenen Ausführungobeispiele weisen ein auf einer Schiene abrollendes Organ mit mindestens zwei miteinander in Verbindung gebrachten Flanschen auf, die unter sich gleich ausgebildet sind undkreis- bogenförmige Profile aufweisen, welche auf übenfalls kreisbogenförmigen Profilen der Schiene abrollen.
Jeder Teil des Organes, der mit sieht einem mit etwa Schienenteil einem Viertel in Berührung eines Kreis- steht <B>'</B> umfanges in Linienberührung mit einem ent, sprechenden Profilstück der Schiene,
wobei beide Krümmungsteile gleiche Krümmungs- kreise aufwei-sen. Durch diese Ausbildung wird eine sichere Führung des Organes auf der Schiene erreicht.
An Stelle von kreisbogenförmigen Pro filen können auch solche, nach andern be kannten Kurven treten.
Die Rollanlage lässt sieh für Fahrzeuge, Werkbahnen, Förderungoseinriclitungen aller ,%-rt, Drahtseilanlagen, Schiebetüren und Schiebefen,ster, Schiebetore usw. verwenden.