CH239195A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwollgarnen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwollgarnen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwollgarnen. Es ist bereits bekanntgeworden, Zell- wollgarne dadurch herzustellen, da.ss man die Einzelfäden eines endlos gesponnenen Faden bündels beim Spinnen mit Stellen von gerin gerer Haltbarkeit versieht und dann die Ein zelfäden durch Spannen des Fadenbündels an den schwachen Stellen in kurze Fasern zerlegt.
Die schwachen Stellen dürfen natür lich nicht bei sämtlichen Einzelfäden an jeweils derselben Stelle des Fadenbündels auftreten, weil sonst beim Zerreissen des Fa denbündels die einzelnen Faserstapel aus einanderfallen würden und keine Faserlunte entstehen könnte. Man ist daher in einem Falle so vorgegangen, dass man das Faden bündel bandförmig in einer Ebene neben einanderliegend ausbreitete und dann schräg zur Fadenrichtung eine die Einzelfäden schwächende chemische Flüssigkeit auf das Fadenbündel auftrug.
Ein solches Verfahren ist indessen recht umständlich und für die Praxis kaum tragbar. In einem andern Falle hat man die schwachen. Stellen dadurch her- vorgerufen, dass man auf der Innenseite der Spinndüse einen Riegel hat umlaufen lassen, der den Austritt der Spinnflüssigkeit aus den verschiedenen Düsenöffnungen nacheinander in periodischer Folge zeitweilig verringert.
Wird die Drehzahl des Riegels so gewählt, dass sich dieser einmal unter den im greise angeordneten Düsenöffnungen gedreht hat, wenn etwa 15 cm Fadenlänge entstanden ist, so haben sämtliche Einzelfäden des Faden bündels auf dieser Länge eine schwache Stelle, die aber den übrigen schwachen Stel len gegenüber versetzt ist. Statt die Düse feststehend anzuordnen und den Riegel dreh bar zu machen, kann man auch umgekehrt den Riegel feststellen und die Düse umlaufen lassen.
Es bedarf auch hier keiner weit schweifigen Erörterungen, um darzutun, dass derartige Vorrichtung verhältnismässig ver wickelt und wenig praktisch sind.
Erfindungsgemäss wird das Problem, in den verschiedenen Einzelfäden eines Faden bündels schwache, gegeneinander versetzte Stellen hineinzubringen, dadurch gelöst,, dass man das endlose Iiunstfadenbündel im spitzen Winkel zur die Düsenlöelier auf weisenden Spinndüsenoberfläche mit perio disch schwankender Fadengeschwindigkeit abzieht, es nachbehandelt und dann in einem Streckwerk zerreisst, worauf die auf diese Weise entstandene Faserlunte an das Zer reissen sogleich anschliessend zu einem Garn zusammengedreht wird.
Die periodischen Schwankungen der Fadenabzugsgeschwindig- keit lassen sieh vorteilhaft in sehr einfacher Weise durch einen die Laufbahn des Fadens zeitweilig ausknickenden umlaufenden Nocken hervorrufen; und durch das Abziehen des Fadenbündels im spitzen Winkel zur Spinn düsenoberfläche wird erreicht, dass die ein zelnen an den Spinndüsenöffnungen ent stehenden schwachen Stellen gegeneinander versetzt sind.
An Hand der Zeichnung werden Durch führungsbeispiele des Verfahrens nach der Erfindung näher erläutert. Fig. 1 und 2 ver anschaulichen eine Spinndüse, und Fig. 3 ver anschaulicht Teile eines Ausführungsbeispiels einer ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aus einer verhältnismässig grossen Spinn düse 1 mit zahlreichen Düsenlöchern wird das Fadenbündel 2 abgezogen. Die Spinndüse 1 hat im Gegensatz zu üblichen kreisrunden Spinndüsen eine rechteckige Form. Wie die Fig. 1 zeigt, ist die Länge des Düsenbodens ein Mehrfaches der Breite desselben. Die Düsenbohrungen sind über den Düsenboden gleichmässig verteilt und dabei in neben einanderliegenden Lochreihen gegeneinander versetzt.
Von der Spinndüse 1 wird das Faden bündel 2 dem Sammelfadenführer 3 zuge führt. Die Spinndüse hat im Fällbadbehälter eine solche Lage, dass das Fadenbündel von der Spinndüse im spitzen Winkel zur Düsen- oberfläche abgezogen wird.
Hinter dem Sammelfadenführer 3 sind beispielsweise zwei Röllchen 4a und 4b an geordnet, und zwischen. diesen beiden Röll- chen läuft ein das Fadenbündel nur zeit- i@-eilig berührender Nocken 5 ein. Dieser Nocken dreht sich mit verhältnismässig grosser Geschwindigkeit und hat die Aufgabe, das Fadenbündel in periodischer Folge aus der ausgezogen Laufrichtung 6 in die gestrichelt gezeichnete Bahn 7 auszuknicken. Dadurch wird plötzlich und ruckartig die Faden strecke verlängert,
und die Fadenabzugs- geschwindigkeit schwankt periodisch, was sich an der Spinndüse 1 in der Entstehung von schwachen Stellen in den verschiedenen Einzelfädchen des Fadenbündels auswirkt. Es ist zweckmässig, durch Einschalten einer Fadenbremse oder dergleichen Vorsorge dahin gehend zu treffen, dass sich die Fadenver- hingerungen nur nach unten zur Spinndüse hin, oder nicht nach oben hin geltend machen können.
Durch die Sehrä.glage der Spinndüse 1 in bezug auf die Laufrichtung des Fadenbün dels 2 wird erreicht, dass die in periodischer Folge an der Spinndüse entstehenden Titer- schwankungen der Einzelfädchen im zusam mengerafften Fadenbündel gegeneinander versetzt sind, und zwar derart versetzt, dass die an den schwachen Stellen später in einem Zerreissstreckwerk in kleine Faserstücke zer legten Einzelfäden nicht auseinanderfallen, sondern durch das dachziegelartige Überein andergreifen der Stapelenden ihren Zusam menhalt bewahren.
Die Schräglage der Spinn düse wird natürlich der jeweils gewünschten Stapellänge unter Berücksichtigung der Ab zugsgeschwindigkeit und der Nockendrehzahl angepasst.
Das dem Fällbad entsteigende Faden bündel wird sodann in der üblichen Weise na.ehbehandelt und gegebenenfalls auch ge trocknet. Schliesslich wird das Fadenbündel in an sich bekannter -\Ueise durch ein Zer- reissstreckwerk in kurze Faserstapel zerlegt und dann im unmittelbaren Anschluss an das Zerreissen zu einem Garn zusammengedreht.
Es empfiehlt sich, die schräg gestellte, rechteckige Spinndüse, die Vorrichtung zur Erzeugung periodisch auftretender schwacher Fadenstellen, die Vorrichtung zum Nach.- behandeln des Fadenbündels (bezw. der Fadenbündel), die Vorrichtung zum Zerreissen des Fadenbündels in Stapel und die Vorrich- tung zum Zusammendrehen der durch das Zerreissen entstandenen Faserlunte sowie zum Aufwickeln des fertigen Zellwollgarnes in einer Maschine zu vereinigen.
Statt des Nassspinnens kann auch ein Trockenspinnen vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von Zell- wollgarnen, dadurch gekennzeichnet, dass man das endlose gunstfadenbündel im spitzen Winkel zur die Düsenlöcher auf weisenden Spinndüsenoberfläche mit perio disch schwankender Fadengeschwindigkeit abzieht, es nachbehandelt und dann in einem Streckwerk zerreisst, worauf die auf diese Weise entstandene Faserlunte an das Zer- reissen sogleich anschliessend zu einem Garn zusammengedreht wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine schräg zum Fadenlauf ge stellte Spinndüse, deren Länge ein Mehr faches ihrer Breite ist. UNTERAINTSPRUCH:Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Spinndüse, die Vorrichtung zur Erzeugung der periodisch schwankenden Abzugsgeschwindigkeit, die Vorrichtung zum Nachbehandeln des Faden bündels, das Zerreissstreckwerk und die Vor- richtung zum Zusammendrehen der Faser lunte und Aufwickeln des Zollwollgarnes in einer Maschine vereinigt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE239195X | 1942-11-09 |
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| CH239195A true CH239195A (de) | 1945-09-30 |
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ID=5903782
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH239195D CH239195A (de) | 1942-11-09 | 1943-11-05 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwollgarnen. |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2910725A (en) * | 1955-02-23 | 1959-11-03 | Spinnfaser Ag | Spinning head for spinning synthetic threads |
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1943
- 1943-11-05 CH CH239195D patent/CH239195A/de unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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