CH239821A - Vorrichtung zur Entwässerung und Wärmerückgewinnung des Inhaltes von Dampfleitungen nach Absperrung derselben von der Dampfquelle. - Google Patents
Vorrichtung zur Entwässerung und Wärmerückgewinnung des Inhaltes von Dampfleitungen nach Absperrung derselben von der Dampfquelle.Info
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Description
Vorrichtung zur Entwässerung und Wärmerückgewinnung des Inhaltes von Dampfleitungen nach Absperrung derselben von der Dampfquelle. In Dampfleitungen mit intermittierendem Betrieb besteht die Schwierigkeit, dass der darin befindliche Dampf nach Abschliessen der Dampfzufuhr vom Kessel kondensiert, wodurch Wasserreste in den Rohren ver bleiben.
Gleichzeitig entsteht durch die Kondensa tion in den Leitungen ein Unterdruck, so dass durch nicht dicht schliessende Ventile oder andere undichte Stellen Luft eindringen kann, die sich in den Kondenswasserresten löst und diese dadurch gegen Eisen aggressiv und kor rodierend macht.
Es ergeben sich dann Anfressungen der Rohrleitung und Rostrückstände, die bei der Wiederinbetriebnahme der Dampfleitung mit dem strömenden Dampf fortgeführt werden. Häufig entstehen auch hierdurch Schädigun gen in der Fabrikation, indem bei manchen Arbeitsvorgängen, wie z. B. bei Färbereien, wo Dampf zur Erwärmung der Farbflotten eingeblasen wird, diese Rostrückstände zu Flecken führen, oder bei der Herstellung von destilliertem Wasser die absolute Reinheit dieses Wassers gefährden.
Die bisher üblichen Wasserrückstände er schweren auch das Wiederanstellen der Dampfleitungen, da sie zu Wasserschlägen führen, weshalb bei der Wiederinbetriebset zung gewöhnlich die Dampfleitungen ausge blasen werden müssen, was einen entsprechen den Wärmeaufwand erfordert.
Die in den Rohrleitungen befindliche Dampfmenge sowie die Wärme der Rohrlei tungen und Isolierungen gehen verloren, wo durch ein weiterer Wärmeverlust entsteht.
Bei. Verwendung einer Vorrichtung gemäss der Erfindung lassen sich diese Mängel und Verluste beseitigen, indem der in den Rohr leitungen enthaltene Dampf in Form von Warmwasser niedergeschlagen wird, welches alsdann als Gebrauchswarmwasser oder zur Kesselspeisung verwendet werden kann.
Die Vorrichtung nach der Erfindung weist einen an' die Dampfleitung anschliessba.ren Mischkondensator auf, der dazu bestimmt ist, nach Abschaltung der Dampfquelle von der Dampfleitung den in dieser Leitung enthal tenen Dampf durch Inbetriebsetzung des Kon densators niederzuschlagen. Infolge des Un terdruckes im Kondensator strömt der Dampf aus der Leitung nach; dieser wird in ihm lau fend kondensiert. bis die Leitung praktisch dampffrei ist.
Das Einspritzwasser des Kondensators wärmt sich durch die Kondensation des Dampfes auf und steht. nachher als Warm wasser für Gebrauchszwecke zur Verfügung.
Versuche haben ergeben, dass nicht nur der Dampf abgesogen wird. sondern auch zu einem erheblichen Teil die Wärme des Rohr leitungsmaterials dadurch ausgenutzt wird. dass die fast stets in Dampfleitungen befind lichen Wasserreste, die durch Abkühlung ent stehen oder durch die Strömung mitgerisse n werden, unter dem Einfluss des Unterdruckes durch die Eigenwärme der Rohrleitung ver dampft werden.
In der beigefügten Zeichnung ist in Fig. 1 die erfindungsgemässe Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Der Dampfkessel 1, der mit. einem Abschluss- organ ? versehen ist. liefert in das Dampf- verteil-Rohrnetz 3 den Verbrauchsdampf. Am Netz sind die Da.mpfverbrauchei, 4 ange schlossen, jeder derselben in üblicher Weise mit einem Absperrorgan 14 vom Dampfnetz abschaltbar.
Ausserdem ist am Netz mit Lei tung 5 der Mischkondensator 6 angescblossen, und zwar abspcrrba-r vom Netz mit einem Ab- schlussorgan 7. Am Kondensator angeschlos sen ist ferner eine Wassereinspritzleitung 8 mit Absperrorgan 9, eine Verbindungsleitung mit der freien Atmosphäre 10 mit.
Rück schlagventil 11, das nach der Atmosphäre zii öffnet, ferner ein barometrisches Fallrohr I? zum Abführen des Warmwassers in ein Wa.rmwassersammelgefäss 13, welches Rolir unterhalb des Wasserspiegels in das Sann ziel- gefäss mündet.
DerVorgang zum Entwässern und Dampf freimachen des Dampfleitungsnetzes, bei spielsweise einer Fabrik nach Arbeitsschluss. vollzieht sich nun wie folgt: DaHaupta.bsperrorgan \? des Dampfver- teilnetzes 3 wird geschlossen, so dass die Dampflieferung vom Kessel an das Netz auf hört. Hierauf wird das Absperrorgan 7 in der Verbindungsleitung 5 vom Dampfnetz zum Mischkondensator geöffnet, so da.ss in letzte rem Dampf einströmt.
Die im Apparat befind- liehe Luft wird durch die Ausgleichsleitung I.0 über das Riickschlabgventil 11 ins Freie ge drückt. Sobald aus dieser Leitung Dampf aus tritt, wird durch die Kaltwassereinspritzlei- tung 8 mit Absperrorgan 9 Kaltwasser in den Kondensator 6 eingeführt. Dieses kalte Was ser schlägt nun den Dampf im Apparat 6 nie der; durch diese Kondensation sinkt der Druck im Kondensator, so dass aus dem ge samten Dainpfverteilnetz der in diesen Rohren befindliche Dampf vom Kondensator 6 ange saugt und in letzterem niedergeschlagen wird.
Mit dem Dampf werden auch etwaige im Netz befindlicheKondensatmengen mitgerissen und dein Kondensator zugeführt. Durch die Kon densation des Dampfes im Kondensator 6 sinkt der Druck in letzterem unter Atmosphä rendruck. Das Rückschlagventil Il in der Ausblaseleitung 10 schliesst sich also. Das dem Kondensator 6 durch Leitung 8 zufliessende Kaltwasser wird, wie oben erwähnt, durch den kondensierenden Dampf aufgeheizt.
Zur Kon- stantlialtung der Temperatur des ablaufenden Warmwassers ist in die Leitung 8 noch ein Regelorgan 15 eingebaut. das die Einspritz- wassermenge so regelt, dass das aufgebeizte M'asser mit konstanter, einstellbarer Tempe ratur abläuft, womit gleichzeitig die Höhe des 1Tnterdruckes festgelegt werden kann. Dieses Wasser läuft aus dem Kondensator über das Fallrohr 19 ab und gelangt in das Sammel gefäss 13.
Der Kondensator 6 inuss in bezug auf das Sammelgefäss 13 mindestens so hoch gelagert werden. dass aneh beim tiefsten Unterdruck im Kondensator 6 das aufgeheizte> Warmwasser noch abfliessen kann.
In Fig. '? ist, ini Prinzip dieselbi. Anlage dargestellt, nur ist hier statt der Warmwas- serabfuhr aus dem Kondensator 6 mittels barometrischen Fallrohres eine Fördereinrich tung 16 vorgesehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Entwässerung und Wärmerückgewinnung des Inhaltes von Dampfleitungen nach Absperrung derselben von der Dampfquelle, dadurch gekennzeich net, dass dieselbe einen an die Dampfleitung anschliessbaren Mischkondensator aufweist, der dazu bestimmt ist, nach Abschaltung der Dampfquelle von der Dampfleitung den in dieser Leitung enthaltenen Dampf durch Inbetriebsetzung des Kondensators nieder zuschlagen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mischkonden sator eine Rohrverbindung mit der freien Atmosphäre besitzt, damit die anfänglich im Mischkondensator vorhandene Luft ins Freie entweichen kann. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Rohrverbindung vom Mischkonden sator zur freien Atmosphäre ein Rückschlag ventil eingebaut ist, damit bei der Konden sation des Dampfes und dem dadurch entste- henden Unterdruck das Zuströmen von Au ssenluft verhindert wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Abführen des aufgeheizten Wassers aus dem Mischkondensator ein baro metrisches Fallrohr angeordnet ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Abführen des aufgeheizten Wassers aus dem Mischkondensator eine För dereinrichtung angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in der Kühlwasserzufuhrleitung zum Mischkondensator ein Regelorgan einge baut ist, das die durchfliessende Kühlwasser menge so regelt, dass das aufgeheizte Kühl wasser mit konstanter Temperatur abläuft. . 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekenr.- zeichnet, dass in der Kühlwasserzufuhrleitung zum Mischkondensator ein Regelorgan einge baut ist, das die durchfliessende Kühlwasser menge so regelt, dass das aufgeheizte Kühl wasser mit konstanter Temperatur abläuft.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH239821D CH239821A (de) | 1943-10-19 | 1943-10-19 | Vorrichtung zur Entwässerung und Wärmerückgewinnung des Inhaltes von Dampfleitungen nach Absperrung derselben von der Dampfquelle. |
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1943
- 1943-10-19 CH CH239821D patent/CH239821A/de unknown
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