CH240445A - Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Abschneiden des Zierrahmens bei Doppelmaschinen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Abschneiden des Zierrahmens bei Doppelmaschinen.

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CH240445A
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Description


  Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Abschneiden des Zierrahmens  bei Doppelmaschinen.    Doppelmaschinen mit doppelter Hakenna  del und Lochahle können durch Anordnung  eines besonderen Führungsstüekes auch zum  Annähen eines Zierrahmens oder eines soge  nannten falschen Rahmens auf Rahmenschuhe  und insbesondere auf Flexible-Schuhwerk an  gewandt werden. Nach dem Fertignähen des  ganzen Umfanges der Sohle musste dann der  Rahmen an der entsprechenden Stelle vom  zugeführten     Rahmenstreifen    abgeschnitten  werden, was bisher meist von Hand erfolgte,  weil die selbsttätigen Schneidvorrichtungen  zu diesem Zwecke nicht einwandfrei arbeiten.  



  Eine der wichtigsten Anforderungen an  das Abschneiden des Rahmens vom Rahmen  streifen mit     Rücksicht    auf     einwandfreies     Aussehen des fertigen Schuhes beruht darin,  dass der Rahmen so abgeschnitten und ange  näht wird, dass sein Ende genau an den An  fang zu liegen kommt, damit     dieVerbindungs-          stelle    des Anfanges mit dem Ende sowenig  a a ls möglich bemerkbar wird.    Diese Bedingung     kann    in bekannter Weise  am besten dann erfüllt werden, wenn die  Schneidvorrichtung den Impuls zum Ab  schneiden von dem schon angenähten Anfang  des Rahmens erhält.

   Die bekannten Vorrich  tungen dieser Art sind deshalb mit einem be  sonderen Fühler ausgestattet, der unabhängig  von dm Führungsorgan des Rahmenstreifens       angeordnet    wird und beim Auffahren auf den  Anfang des Rahmens den Hub des Schneid  messers auslöst, welches sieh dabei gegen das  Führungsorgan des Rahmens bewegt und die  sen abschneidet.

      Der Nachteil dieser bekannten Anordnung  liegt vor Allem darin, dass das von Zeit zu Zeit  erforderliche Nachschleifen des Messers sehr  umständliche Ein- und Ausbauarbeiten not  wendig macht, weil das     Messer    in     einer        be-,          sonderen    Führung     gelagert    und     genau        geführt          sein    muss.

   Auch die     nach    dem     Abschleifen          erforderliche        Nachstellung        -des    Messers in die      für den richtigen Schneidhub notwendige  Lage ist jeweils sehr umständlich.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung zum seilbsttätige n Abschneiden des       Zierrahmens    bei Doppelmaschinen, bei wel  chemder Impuls zum Abschneiden ebenfalls  von dem schon angenähten Rahmenanfang  abgeleitet wird, ermöglicht nun die Beseiti  gung der erwähnten Nachteile und beruht  darin, dass beim Auffahrendes     Führungsorga-          nes    des Rahmens auf den schon angenähten  Anfang des Rahmens ein Hub dieses     Füh-          rungsorganes    gegen ein währenddes Schneid  vorganges feststehendes     Messer    ausgelöst und  dadurch das Abschneiden des Rahmens vom       zugeführten    Rahmenstreifen herbeigeführt  wird.

   Dieses Verfahren ermöglicht somit die  Vereinigung mehren Wirkungen in einem ein  zigen Organ, und zwar dem Führungsorgan  des Rahmenstreifens selbst, das zugleich als  Fühler zum     Abtasten    des Rahmenanfanges  zwecks Auslösung seines Hubes gegen das  feststehende Messer dient und zweckmässig  auch einen Teil der Zubringevorrichtung für  das     Werkstück    bildet. Die zur Durchführung  des erfindungsgemässen Verfahrens dienende  Einrichtung kann dadurch eine bedeutende  Vereinfachung gegenüber den erwähnten bis  her bekannten Einrichtungen dieser Art er  fahren.

   Als weiterer Vorteil ergibt sich dar  aus die Möglichkeit, eine gute     Übersichtlieh-          keit    dder Arbeitsstelle und eine bequeme Aus  wechselbarkeit des Schneidmessers zu er  reichen.    Nachstehend ist das erfindungsgemässe  Verfahren an Hand der beigefügten Zeich  nung, welche ein     Ausführungsbeispiel    nach  der Erfindung betrifft, beispielsweise be  schrieben.  



  Fig. 1 veranschaulicht die Gesamtanord  nung der Schneideinrichtung an einer Doppel  maschine;    Fig. 2 zeigt in grösserem Massstab den zu  gehörigen Steuerungsmechanismus;    Fig. 3 ist eine Ansicht auf die Arbeits  stellewährend des normalen Nähers und    Fig. 4 ,dieselbe Ansieht im Zustand knapp  vor dem Abschneiden des Rahmens.  



  Die an sich bekannten, die Hakennadel 1  und die Lochahle 2 tragenden und antreiben  den Bestandteile der Nähvorrichtung der Dop  pelmaschine sind in der Zeichnung der Über  sichtlichkeit halber weggelassen worden.    Die Nadel 1 und die Ahle 2 vollführen  Hin- und Herbewegungen in einer kreisbo  genförmigen Bahn durch einen     Ausschnitt    3  in der gebräuchlichen Stütze 4 für das Ar  beitsstück. In unmittelbarer Nähe der Stütze  4 befindet sich das Schneidmesser 5 und ein  Daumen 6, durch dessen Öffnung 7 der eunem  nicht     eingezeichneten    Behälter entnommene  Rahmenstreifen 8 geführt wird.

   Das Messer  5 ist bogenförmig     gestaltet    und verstellbar,       indem    es mittels einer einen Schlitz durch  dringenden Schraube 9 in einem Halter 10  verankert ist, der von einer Konsole 11  ge  tragen wird. Diese Konsole 11 ist auf einem  Zapfen 12 des feststehenden Maschinenarmes  13 mitsamt allen an ihr angeordneten Be  standteilen verschiebbar gelabert. Der Füh  rungsdaumen 6 des     Rahmens    8 ist ebenfalls  auswechselbar und einstellbar in einer Füh  rung 14 des untern Armes eines zweiarmigen  Hebels 15, und zwar mittels einer Schraube  16 befestigt.

   Der     zweiarmibgge    Hebel 15 ist an  einem Zapfen 17 der     bereits    erwähnten Kon  sole 11 schwenkbar gelagert, die ausserdem  noch einen Zapfen 18 zur schwenkbaren La  gerung eines     zweiarmigen        Hebels    19 trägt.

    Am     obern    Arm dieses Hebels 19 ist ein die  Reissnadel 21 zum Einschneiden des die Naht  aufnehmenden Sohlenrisses tragender Fort  satz     9-l1    befestigt, der     ausserdem    auch einen       bgezahnten        Zubringerfuss    22 (vgl.     Fig.    3) für  den     stichweisen    Vorschub des     ZVerkstückes     trägt.     Die    Konsole 11 erhält in nicht gezeich  neter Weise :

  die übliche Hin- und     Herbewe-          gung    entlang des     Zapfens    12, zum Zwecke des  stichweisen     Vorschubes        des        Werkstückes,    wo  bei der Zubringerfuss 22 von oben und der  Daumen 6 von     untern        das        Werkstück    abwech  selnd einklemmen und freigeben.     Diese    Ar  beit     des    Führungsdaumens 6 wird somit üb-      licherweise von der Werkstückauflage 4 ge  leistet.  



  Der obere Arm des Hebels 15 trägt einen  Kugelzapfen 23 der Zugstange 24, deren ge  genüberliegendes Ende ebenfalls an einen Ku  gelzapfen 25 eingehängt ist. Dieser Kugel  zapfen 25 geht in einen zylindrischen Zapfen  26 über (vgl. Fig. 2), an dem einerseits die  Gabel 27 einer Zugstange 28, anderseits eine  Leiste 29 angreift, die ein U-Profil besitzt  und in der Ausnehmung 30 einer im Maschi  nenrahmen fest gelagerten Konsole 31 ver  schiebbar geführt ist.

   Im untern Teil, der     Aus-          nehmung    30 der Konsole 31 ist ein schräger  Einschnitt 32 vorgesehen, in den eine von  einer Feder 34 gegen die schmälere Seite des  Einschnittes gedrückte Walze 33 eingelegt  ist, von welcher also die Leiste 29 in der     Aus-          nehmung    30 eingeklemmt wird, die Lösung  dieses Gesperres 32, 33, 34 erfolgt durch  Druck auf die Walze 33 mittels, eines Bolzens  35 gegen den Einfloss der Feder 34.

   Dieser  Bolzen 35 wird von dem Fortsatz 36 eines  zweiarmigen Hebels 37     beherrscht,    der auf  einem Zapfen 38 der Konsole 31     schwenkbar     gelagert ist     und    unter Vermittlung einer Rolle  39 von einer auf der Hauptwelle 41 der Ma  schine vorgesehenen Nockenscheibe 40 betä  tigt wird. Die Teile 42 und 43 der Bahn der  Nockenscheibe 40 entsprechen der gesperrten  Lage der     Walze    33,     während    der Vorsprung  44 die Lösung des Gesperres 32, 33, 34 be  wirkt.  



  Neben der Nockenscheibe 40 ist eine wei  tere Nockenscheibe 45 vorgesehen, die eine  tiefe Ausnehmung 46 und einen Vorsprung  47 aufweist. Diese Nockenscheibe 45 wirkt  auf die Rolle 48 eines dreiarmigen Hebels 49,  der um einen im Maschinenrahmen fest ge  lagerten Zapfen 50 (Fig. 1) schwenkbar ist.  Die Rolle 48 wird von einer am untern Arm  des Hebels 49 eingehängten Feder 51 mit der  Nockenscheibe 45 in Eingriff gehalten. Am  obern Arm 53 des Hebels 49 ist ein Zapfen  54 befestigt, in den die Zugstange 28 mit  einem Längsausschnitt 55 eingehängt ist.  Die Zugstange 28 wird von einer einerseits  am Zapfen 26, anderseits am Zapfen 54 ein-    gehängten Feder 52 dauernd nach rechts  (Fig. 1) gezogen, wobei der Längsausschnitt  55 die selbsttätige Anpassung des Führungs  daumens 6 (Fig. 3 und 4) an die jeweilige  Stärke des Rahmens 8 ermöglicht.

   Die höchste  Lage des Führungsdaumens ist hierbei duroh  den Anschlag eines Bolzens 73 gegen das Ende  einer Nut 74 in der Konsole 31 bestimmt  (Fig. 2). Damit das Gesperre 32, 33, 34 der  Leiste 29 unabhängig von der Stellung der  Nockenscheibe 40 bezw.deren Vorsprunges  44 in gelöster Lagegehalten werden kann  aus einem noch später zu erläuternden Grund  -, ist vor dem Bolzen 35 bezw. dem Fort  satz 36 des Hebels 37 ein mit einer Sperrnase  56 ausgestatteter Winkelhebel 57 angebracht,  der um den Zapfen 58 einer an der Konsole  31 befestigten Tragplatte 59 schwenkbar ist.  Der obere Armdes Winkelhebels 57 ist als  Gabel 60 ausgebildet, in die ein verstellbarer  Bolzen 61 (Fig.1) der Zug tange 24 eingreift.  



  Um die Schneideintrichtung an der     Doppel-          maechine    auf beliebig lange Zeit ganz ausser  Tätigkeit setzen zu können, ist der untere  Arm des dreiarmigen Hebels 49 mit einem  Anschlag 62 (Fig. 1) versehen, dem eine  Klinke 63 zugeordnet ist, dieeine Ausschwin  gung des Hebels 49 unter dem Einfluss der  Feder 51 verhindert.

   Die Klinke 63 ist auf  einem im nicht gezeichneten Maschinenrah  men gelagerten Zapfen 64 schwenkbar     sufge-          setzt    und wird unter Vermittlung eines He  belgestänges 65, 66, 67, 68, 69 und 70 von       einem.        Bügel    71 aus     verstellt,    welch letzterer       zum        Beispiel    von     einem        Knie    der     die        Ma-          sohine        bedienenden        Person        beherrscht    werden  kann.

   Dieses     ganze        Hebelgestänge    steht unter  dem Einfloss einer Feder 72, derart, dass so  lange auf den Kniebügel 71 keine Kraft von  aussen     ausgeübt        wird,        die        Klinke    63 mit dem       Anschlag    62 im     Einba'riff        steht    und die       Sehneideinriehtung    somit ausser Tätigkeit ist.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen       Einrichtung    ist     folgende:     Die     Noekenscheibe    40 erhält beim Nähen  eine     Drehbewegung    in der Richtung       (Fig.    1), wobei die Nadel. 1 und die Ahle 2       .die        normalen.    Arbeitsbewegungen     ausführen         und ,den,     Rahmen    8 mit dem     Oberteil    und der  Sohle des zu verarbeitenden Schuhes zusam  mennähen. Den stichweisen Vorschub des  Werkstückes in der Richtung S2 (Fig. 1, 3  und 4) besorgt der Zubringer 22 im Zusam  menwirken mit dem Führungsdaumen 6, der  also als Werkstückauflage wirkt.

   Die hierzu  erforderliche Seitenbewegung des den Zubrin  gerfuss 22 tragenden Fortsatzes 20 und des  Daumens 6 erfolgt unter     Vermittlung    der  Konsole 11, auf die diese Bewegung in üb  licher Weise von der Nockenwelle über eine  nicht eingezeichnete Vorrichtung übertragen  wird.  



  Vom Beginn des Nähvorganges an einem  Werkstück bis knapp vor Beendigung des  Nähens über den ganzen Umfang des Schuhes  bleibt die Schneideinrichtung des Rahmen  streifensdadurch ausser Tätigkeit gesetzt, dass  die Klinke 63 sieh gegen den Anschlag 62  stützt, wie bereits früher beschrieben wurde.

         Wenn    nun der     Nähvorgang    zu     Ende    geht,  drückt der Arbeiter den Kniebügel 71 nach  rechts (gemäss Fig. 1), wodurch unter     Ver-          mittlung        des     65-70 die  Klinke 63 aus dem Eingriff mit dem An  schlag 62 gebracht wird und nunmehr alle  Voraussetzungen für das Abschneiden des  Rahmens im richtigen Augenblick, das heisst  beim Auffahren des Daumens 6 auf den schon  angenähten Rahmenanfang, gegeben sind.  



  Der Abschneidevorgang geht nun wie  folgt vor sich:  Bei jeder Umdrehung der Noclkenwelle 41,  die einem Stich entspricht, bewirkt der Vor  sprung 44 der Nockenscheibe 40 eine     Lö-          sungdes    Gesperres 32, 33, 34 der Leiste 29  dadurch, dass über die Rolle 39 der Fortsatz  36 des zweiarmigen Hebels 37 in der Rich  tung S3 (Fig. 2) und somit auch der Bolzen  35 gegen die Sperrwalze 33 gedrückt wird.  Diese wird also gegen dem Einfluss der Feder  34 zurückgeschoben und die Leiste 29 frei  begeben.

   Wenn in, diesem Augenblick der  Daumen 6     aber    nicht     zugleich    nach unten her  abgedrückt ist,     das    heisst, wenn er die in  Fit'g. 3 eingezeichnete Lage einnimmt, gelangt    der Fortsatz 36 des Hebels 37 sofort nach demn  Vorbeidrehen des Vorsprunges 44 an der  Rolle 39 wieder in seine Ausgangslabge zu  rück und die Walze 33 sperrt von neuem die  Verschiebungsbewegung der Leiste 29 nach  links (Fig. 2 und 3). Es kann in diesem Falle  also auch bei entsicherter Klinke 63 die  Rolle 48 des Hebels 49 der Bahn der     Noeken-          scheibe    45 in die Ausnehmung 46 nicht fol  gen, weil der Hebel 49 infolge der festge  bremsten Leiste 29 nicht ausschwingen kann.

    Derselbe Vorgang wiederholt sich bei jedem  Stich, solange der Daumen 6 bei den Rück  wärtsbewegungen der Zubringe vorrichtung       entlang   <I>der vom</I> Rahmenstreifen 8 noch un  bedeckten Oberfläche des Werkstrickes glei  tet, wie dies der Fig. 3 entspricht.  



  Vor der Beendigung des  tritt nun schliesslich der Augenblick ein, wo  der Daumen 6 auf den Anfang des schon an  genähten Rahmens 8 auffährt; diesen Augen  blick zeit die Fig. 4. Nachdem die Stellung  der Nockenscheibe so gewählt ist, dass der  Daumen 6 seine Riückwärtsbewegung gegen  über dem Werkstück zu einer Zeit ausführt,  in welcher die Leiste 29 gerade unter Einwir  kung des Vorsprunges 44 der Nockenscheibe  40 freigegeben ist, wird Beim Herabdrücken  des Daumens 6 infolge seines     Auffahrens    auf  den aufgenähten Rahmenanfang die Zug  stange 24 mit der     Leiste    29 und der Zug  stange 28 gegen den Zug der Feder 52 etwas  nach links (Fig.

   1) verschoben, wobei der  Längsausschnitt 55 der Zugstange 28 am Zap  fen 54 des     Hebelarmes    53 gleitet und der Zap  fen 61 der     Zugstange    24 die     Gabel    60 in die  in     Fi.g.    2 mit vollen Linien     eingezeichnete     Lage     verstellt,        1n    dieser     Lage    stützt sich .die  Nase 56     gegen    den     Forts < atz    36, der sieh<B>ge-</B>  rade in einer     das        GTesperre    (32, 33.

   34) der       Leiste    29     entsMiernd@en        Stellung        befindet.     Nachdem     inzwischen    der Daumen 6 auf dem  Rahmenanfang voll     aufgefahren    ist, verbleibt       .der        Zapfen    61 und mit ihm auch die     Gabel    60  in der in     Fig.    2     ausgezogen        eingezeichneten     Lage, auch wenn der     Vorsprung    44 der     Nok-          kenscheibe    40 an der Rolle 39     vorbeigelaufen     ist,

   so dass die Rolle 39 auch     ihre    angehobene      Lage beibehält und ausser Berührung mit der  Nockenscheibe 40 gelangt.  



  Erst in diesem Zustande der freien Be  weglichkeit der Leiste 29 und der mit ihr zu  sammenhängenden Bestandteile kann also die  Rolle 48 des dreiarmigen Hebels 49 der     Nok-          kenscheibenausnehmung    46 folgen, so dass  nun der Hebel 49 gemeinsam mit dem Ge  stänge 28, 24 nach links ausschwingen und  den am zweiarmigen Hebel 15 befeetigten  Führungsdaumen 6 in die in Fig. 4 punktiert  eingezeichnete Lage nach unten verschieben  kann, allerdings unter der Voraussetzung, dass  auch die Klinke 68 gelöst ist. Bei dieser Aus  schwingung erfolgt das Abschneiden des Rah  mens vom Rahmenstreifen 8, weil dieser von  dem Daumen 6 zwangläufig gegen die Schneide  des stillstehenden Messers 5 gesenkt wird. Der  Augenblick des Abschneidens, ist hierbei ge  nau denn bereits angenähten Rahmenanfang  angepasst.

   Die Bedienungsperson kann dann  die restlichen Stiche zu Ende nähen und nach  Abheben des Zubringeransatzes 20 das Werk  stück von der Maschine abnehmen.  



  Der Daumen 6 wird nach dem Abschnei  den des Rahmens vom Rahmenstreifen 8 von  der Nockenseheibe 45 wieder antgehoben, so  dass die Zugstangen 24 und 28 in ihre Aus  gangslage zurückkehren, wobei der Zapfen 61  der Zugstange 24 die Gabel 60 ebenfalls in  die in Fig. 2 strichliert einbezeichnete     Aus-          gangslage        zurückstellt,    vorausgesetzt, dass das  Werkstück ausser Bereich des Daumens 6 ge  bracht worden ist. Der     Fortsatz    36 wird also  freigegeben und kann unter der Einwirkung  der Feder 34 wieder nach links (Fis. 2) ver  stellt werden, so dass das Gesperre 32, 33, 34  wieder in Tätigkeit tritt, sobald die Rolle 39  den Vorsprung 44 der Nockenseheibe 40 ver  lässt.

   Der  ist     dann    beendet  und kann sich beim nächsten Werkstück in  denselben Weise wiederholen.  



  Beim boschriebenen Verfahren wird somit  durch den vom schon angenähten Rahmen  anfang abgeleiteten Impuls ein zwangläufiger  Hub des Führungsorganes 6 des Rahmens  gegen ein währenddes Sehneidvorganges fest  stehendes Messer herbeigeführt. Ein Haupt-         kennzeichen        der        beschriebenen     ist darin zu erblicken, dass der Führungsdau  men 6 eine ganze Reihe von Aufgaben er  füllt; er dient als Führungsorgan für den  Rahmenstreifen, als Hilfsorgan der     Zubrin-          gervorriehtung    der Doppelmaschine und  schliesslich als Fühler zur Abtastung des Rah  menanfanges und zur Auslösung des Schneid  vorganges.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum selbsttätigen Abschneiden des Zierrahmens bei Doppelmaschinen, bei welchem der Impuls zum Abschneiden von denn schon angenähten Rahmenanfang abge leitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auffahren des Führungsorganes des Rah- mene auf den Rahmenanfang ein Hub dieses Führungsorganes gegen ein während des Schneidvorganges feststehendes Messer wird, wodurch das Abschneiden des Rahmens vom zugeführten Rahmenstreifen erf olgt. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Führungs organ des Rahmens zusammen mit der Zu bringevorrichtung des Werkstückes hin und her bewegt wird. PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eiu Führungsorgan (6) für den Rahmen (8), welches zugleich als ein Teil der Zubringevorrichtung des Werkstückes ausge bildet ist und mit einer Stevervorriehtung in solcher Verbindung steht,
    dass bei. seinem Auffahren auf den sehrnn angenähten Rah menanfang der Schneidhub gegen das wäh rend des Schneidvorgangges feststehende Mes ser (5) selbsttätig ausgelöst wird. UNTERANSPRü CHE 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungs organ (6) für den Rahmen, das Messer (5) sowie auch der Träger (20) des Zubringer- fusses auf einer hin und her bewegten Kon sole (11) gelagert sind. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungs organ (6) für den Rahmen mit einer Öff nung (7) für den Durchtritt des Rahmen streifens (8) versehen ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneid hub des Führungsorganes (6) für den Rah men mit Hilfe einer Nockenscheibe (45) un ter Vermittlung eines Gestänges (24, 28, 49) erfolgt. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass in das Gestänge (24, 28) des Führungsorganes (6) ein Ge- sperre (32, 33, 34) eingeschaltet ist, das eine Bewegungsübertragung auf das Führungs organ (6) abwechslungsweise gestattet und verhindert. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass das Gesperre (32, 33, 34) von einer Nockenscheibe (40) im Ein- klang mit der die Schneidbewegung des Füh- rungsorganes (6) bewirkenden Nockenscheibe (45) derart beherrscht wird, dass die Phase der Freigabe des Gesperres (32, 33, 34) vor der Phase, während welcher der Schneidhub des Führungsorganes (6) möglich ist, beendet ist. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, ge kennzeichnet. durch eine Blockiervorrichtung (56, 57. 58, 60, 61). die beim Auffahren des Führungsorganes (6) auf den Rahmenan fang in Tätigkeit gesetzt wird und das Ge <B>n</B> (32, 33, 34) in gelöster Lage hält. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Klinkenwerkes (62, 63<B>)</B>, das von der Bedie nungsperson der Doppelmaschine beherrsch bar ist und die Ausführung des selbsttätigen Schneidvorganges erst nach Freigabe durch die Bedienungsperson ermöglicht.
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