CH240463A - Verfahren zum Aufarbeiten von Acetalisierungsgemischen. - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten von Acetalisierungsgemischen.

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CH240463A
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polyvinyl
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Gmbh Lonza-Werke Elek Fabriken
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Lonza Werke Elektrochemische
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    • C08L29/14—Homopolymers or copolymers of acetals or ketals obtained by polymerisation of unsaturated acetals or ketals or by after-treatment of polymers of unsaturated alcohols
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description


  Verfahren zum Aufarbeiten von     Aeetalisierungsgemisehen.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zum Aufarbeiten von     Acetalisierungs-          gemischen,    die durch Einwirkung von     car-          bonylhaltigen    Verbindungen auf     wässrige     mineralsaure Lösungen von     Polyvinylverbin-          dungen    bei tiefer Temperatur erhalten worden  sind.

   Die Aufarbeitung solcher     Acetalisie-          rungsgemische    ist bisher in der Weise vor  genommen     worden,    dass die Ausscheidung der       Polyvinylacetale        bezw.        Polyvinylmischacetale     durch Temperaturerhöhung unter gleichzeiti  ger     Verdünnung        mit    Wasser erfolgte. Die       Acetalisierungsgemische    neigen aber hierbei  zur Ausscheidung sehr kompakter und gelati  nöser Massen, aus denen die überschüssigen  Reaktionsteilnehmer, z. B. überschüssige Al  dehyde oder Betone, sowie auch die Ka  talysatoren nur schlecht durch Waschen mit  Wasser entfernt werden können.

   Derartig  kompakte     Polyvinylacetalmassen    trocknen  meistens sehr schlecht und     bekommen    dabei  eine harte und hornartige Oberfläche. Dies    bedingt wiederum, dass die Zeit, die zum Lö  sen der     Acetale    in organischen     Lösungsmit-          teln    notwendig     ist,    sehr lang     wird.     



  Es wurde nun gefunden, dass man auf ein  fache Weise zu sehr feinteiligen, leicht aus  waschbaren und rasch löslichen     Polyvinyl-          acetalen    gelangen kann, wenn man die Um  setzungsprodukte während der     Ausfällung     durch Temperaturerhöhung unter intensivem  Rühren der     Acetalisierungsgemische    als feine  Pulver ausfällt, diese wäscht und trocknet.  



  In Ausübung der Erfindung verfährt man  z. B. folgendermassen:  Man lässt auf die     wässrige,    mineralsaure  Lösung von     Polyvinylalkohol        bezw.    ganz  oder teilweise verseiften     Polyvinylestern    bei  tiefer Temperatur, vorzugsweise     etwa    bei 0 ,       wä,ssrige        Lösungen    eines oder mehrere Alde  hyde     einwirken    und hält diese     Temperatur     einige Zeit,     beispielsweise    5-24     Stunden,     unter gutem Rühren aufrecht.

   Sollen     Misch-          acetale    durch Zusatz mehrerer Aldehyde oder           Ketonacetale    hergestellt werden, so ist es  zweckmässig, die verschiedenen Aldehyde und       Ketone,    je nach ihrer Reaktionsfähigkeit ge  stuft, in zeitlich voneinander verschieden be  grenzten Abständen zuzugeben. Die Tempera  tur in der Reaktionsmasse ist dabei während  der ganzen Zeit so tief zu halten, dass keine       Ausflockung    oder Ausfällung erfolgt, son  dern die     Polyvinylacetale    vollkommen gelöst  bleiben. Hierauf wird unter intensivem Rüh  ren langsam erwärmt, beispielsweise auf Tem  peraturen über 10 .

   Dabei zerrinnt die anfangs  hochviskose Lösung zu einer     Aufschlämmung     weisser, pulverförmiger Teilchen, die sich  durch Waschen mit Wasser sehr leicht von  den Mineralsäuren, überschüssigen Reaktions  teilnehmern oder etwaigen Verunreinigungen  befreien lassen.  



  Es hat sich, wie     weiter    gefunden wurde,  als vorteilhaft erwiesen, das ausgefällte     fein-          teilige        Acetal    vor dem Waschen noch einige  Zeit, z. B. etwa 20-24 Stunden, in der Reak  tionslösung stehen zu lassen. Hierdurch wird  die Ausbeute an     Polyvinylacetal    erhöht.  



  Dieses Verfahren kann überall dort an  gewendet werden, wo     Polyvinylacetale    aller  Art bei tiefen Temperaturen gebildet werden  und durch Temperaturerhöhung aus     Acetali-          sierungsgemischen    ausgeschieden werden.

    Nach der     Erfindung    können beispielsweise       Polyvinylacetale    aufgearbeitet werden,     di-@     nur teilweise     acetalisiert    sind und noch freie       Hydroxylgruppen    enthalten: auch solche, die  infolge unvollkommener     Verseifung    der     Poly-          vinylester    noch     Estergruppen    enthalten, fer  ner solche, die mit einem grossen Überschuss  an Aldehyden     und;oder        Ketonen        acetalisiert     sind.  



  Es hat sich überraschenderweise heraus  gestellt, dass man beim verfahrensmässigen  Ausfällen der     Polyvinylacetale    lösliche Pro  dukte erhält, die in organischen     LösungSmit-          teln    hochviskoser sind als solche, die lediglich  durch Temperaturerhöhung ohne intensives  Rühren ausgefällt sind. Formgebilde, wie Fä  den, Filme und andere aus den erfindungs  gemäss hergestellten     Polyvinylacetalen    zeich  nen sich durch besonders gute mechanische    Eigenschaften, z. B. erhöhte Festigkeit und  hohen     Erweiehungspunkt,    aus.  



       Beispiele:     <I>1.</I>     Aufarbe;tung   <I>eines</I>     Acetaldehydaeefals:     30 Teile     Polyviny        lacetat    werden mit  66,5 Teilen 22 ö     iger    Salzsäure verseift und       c?as        Reaktionsgemisch    wird mit 60 Teilen  Wasser     verdünnt    und auf 0  abgekühlt.  



  Nach Verdünnung mit weiteren 90 Teilen  Wasser wird eine auf 0  abgekühlte Lösung  von 10,5 Teilen     Acetaldehyd    in 100 Teilen  Wasser zugegeben. Das Gemisch wird einige  Stunden, etwa. 3-7 Stunden, sich selbst bei  0  überlassen.  



  Dann wird die Temperatur allmählich       unter    gutem Rühren über 10  erhöht. Die Lö  sung wird zuerst viskos und zerrinnt dann.  Dabei fällt das     Acetal    als sehr feines Pulver  aus, das sich durch Waschen mit Wasser sehr  leicht von den überschüssigen Reaktionsteil  nehmern und der Mineralsäure befreien lässt.  Die Ausbeute an     Acetal    lässt sich noch da  durch erhöhen, dass man das ausgefällte       A.cetal    einige Stunden, z. B. etwa     20-40     Stunden, in der Reaktionsflüssigkeit verwei  len lässt. Danach kann das     Aeetal    in üblicher  Weise     getvaschen    und getrocknet werden.  



  <I>9.</I>     Aat.farbeitrerig        eines        Acefaldehyd-          Ci-ototralci'eirgdacetals:     30 Teile     Polyvinylacetat        werden    mit 66,5  Teilen 22      @        iger    Salzsäure verseift, und das  Gemisch wird mit 60 Teilen Wasser ver  dünnt und auf 0  abgekühlt.  



  Diesem Gemisch wird eine auf 0" ab  gekühlte Lösung von 5 Teilen     Crotonaldehvd     in 90 Teilen Wasser zugegeben. Nach einigen  Stunden,     etwa.    3-15     Stunden,    wird eine auf  0" abgekühlte Lösung von 7,5 Teilen     Acetal-          dehyd    in 100 Teilen Wasser zugegeben und  das     Reaktionsgemisch    unter Rühren 3 bis  <B>a</B> Stunden auf etwa 0  gehalten.  



  Danach wird die Temperatur des Reak  tionsgemisches unter gutem Rühren allmäh  lich über 10  erhöht. 'Unter gleichen Erschei  nungen wie in     Beispiel    1 fällt das     Acetal    als  sehr     feines,    weisses Pulver aus, das auf ähn-      liehe Weise     \veiterbehandelt    werden     kann.     Die Ausbeute lässt ebenfalls, wie in Beispiel 1,  sich durch Stehenlassen des     ausgefällten          Acetals    in der     Reaktionsflüssigkeit    ver  bessern.  



  <I>3.</I>     Aufarbeitung   <I>eines</I>     -4cetaldehyd-          $utyraldehydacetals:     30 Teile     Polyvinylacetat        werden    mit  <B>66,5</B> Teilen 22%iger Salzsäure verseift, mit  9 60 Teilen Wasser verdünnt und auf 0  ab  gekühlt.  



  Nach einer nochmaligen Verdünnung mit  90 Teilen Wasser wird eine auf 0  abgekühlte  Lösung von 7,5 Teilen     Acetaldehyd    in 10     Tei-          5        len    Wasser zugegeben. Das Gemisch wird  dann einige Stunden, etwa 3-6     Stunden,    bei  0  gerührt.  



  Danach wird eine auf 0  abgekühlte Lö  sung von 5 Teilen     Butyraldehyd    in 90 Teilen       D    Wasser zugegeben. Unmittelbar nach der Zu  gabe oder 2-3 Stunden nachher kann das       Acetal    durch Temperaturerhöhung,     wie    im  Beispiel 1 und 2, ausgefällt werden und auf  ähnliche Weise weiterverarbeitet werden.  



  <I>4.</I>     Aufarbeitung   <I>eines</I>     Acetaldehyd-          Crotonaldehyd-Aceton-Acetals:     30 Teile     Polyvinylacetat    werden mit  66,5 Teilen 22%iger Salzsäure verseift, mit  60 Teilen Wasser verdünnt und die Lösung  3 auf 0  abgekühlt.  



  Dem Gemisch wird eine auf 0  abgekühlte  Lösung von 5 Teilen     Crotonaldehyd    und  4 Teilen Aceton in 90 Teilen Wasser zu  gegeben. Nach etwa 3-15 Stunden wird  dann eine auf 0  abgekühlte Lösung von  7,5 Teilen     Acetaldehyd        in    100 Teilen Wasser  zugegeben und das     Reaktionsgemisch    unter  Rühren 3-5     .Stunden    auf 0  gehalten.  



  Danach kann das     Acetal    wie in den vor  herigen Beispielen durch Erhöhung der Tem  peratur über 10  ausgefällt werden, und auf  ähnliche Weise weiterverarbeitet werden.    <I>5.</I>     Aufarbeitung   <I>eines</I>     Acetaldelayd-Croton-          aldehyd-Butyraldehyd-Acetals:     30 Teile     Polyvinylacetat    werden     mit     66,5 Teilen 22%iger Salzsäure     verseift,    mit    60 Teilen Wasser verdünnt und die Lösung  auf 0      abgekühlt.     



  Dem Gemisch     wird    eine auf 0  abgekühlte  Lösung von 5 Teilen     Crotonaldehyd    in 90 Tei  len Wasser zugegeben. Nach einigen     Stunden,     etwa 3-15 Stunden, wird     eine    Lösung von  7,5 Teilen     Acetaldehyd        in    10 Teilen Wasser  zugegeben und das Reaktionsgemisch     unter     Rühren 3-5 Stunden auf 0  gehalten. Da  nach wird noch eine Lösung von 5 Teilen     Bu-          ty        raldehyd    in 90 Teilen Wasser     zugegeben.     



       Unmittelbar    nach der Zugabe, oder 2 bis  3 Stunden nachher, wird die Temperatur des       Reaktionsgemisches        unter    gutem Rühren all  mählich über 10  erhöht. Das     Acetal    fällt als  feines weisses Pulver aus, das auf dieselbe  Weise wie in den andern Beispielen weiter  verarbeitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufarbeiten von Acetalisie- rungsgemischen, die durch Einwirkung von carbonylhaltigen Verbindungen auf wässrige mineralsaure Lösungen von Polyvinylverbin- dungen bei tiefer Temperatur erhalten wor den sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzungsprodukte während der Ausfällung durch Temperaturerhöhung unter intensivem Rühren der Acetalisierungsgemische als feine Pulver ausgefällt und diese gewaschen und getrocknet werden.
    UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das ausgefällte Umsetzungsprodukt vor dem Auswaschen noch einige Zeit in der Reaktionsflüssigkeit stehengelassen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgefällte Umsetzungsprodukt vor dem Auswaschen noch 20-24 Stunden in der Reaktionsflüssigkeit stehengelassen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von durch Einwirkung von Aldehyden auf wässrige mi neralsaure Lösungen von Polyvinylverbin- dungen bei tiefer Temperatur hergestellten Acetalisierungsgemischen ausgeht. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von durch Einwirkung von Ketonen auf wässrige mine ralsaure Lösungen von Polyvinylverbindun- gen bei tiefer Temperatur hergestellten Aceta- lisierungsgemischen ausgeht. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von durch Einwirkung von carbonylhaltigen Verbin- dungen auf wässrige mineralsaure Lösungen von Polyvinylalkohol ausgeht. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von durch Einwirkung von carbonylhaltigen Verbindun gen auf wässrige mineralsaure Lösungen von verseiften Poly viny lestern ausgeht.
CH240463D 1943-03-19 1944-01-31 Verfahren zum Aufarbeiten von Acetalisierungsgemischen. CH240463A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006048132A1 (de) * 2004-11-04 2006-05-11 Wacker Polymer Systems Gmbh & Co. Kg Polyvinylacetale mit ungesättigten acetaleinheiten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006048132A1 (de) * 2004-11-04 2006-05-11 Wacker Polymer Systems Gmbh & Co. Kg Polyvinylacetale mit ungesättigten acetaleinheiten

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