CH241893A - Verfahren zur Herstellung von Dispersionen aus Extrakten vegetabilischer Herkunft. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dispersionen aus Extrakten vegetabilischer Herkunft.

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CH241893A
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Description


      Yerfahren    zur Herstellung von     Dispersionen    aus     Extrakten        vegetabilischer        Herkunft.            Gegenstand    vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Dispersionen     aus Extrakten vegetabilischer Herkunft, das       dadurüh    gekennzeichnet ist, dass die Extrakte  durch das     Termobacterium    mobile     Lindner     bei Temperaturen zwischen 10 und 40  C ver  goren werden.  



       Das        Verf        ahren    gemäss der Erfindung kann  beispielsweise so durchgeführt werden, dass  Pflanzen- und     Fruchtextrakte        verschiedener     Floren und in verschiedenen Kombinationen  je nach dem Verwendungszweck während       \?4    Stunden auf Temperaturen von     ü0-9,0     C  erhitzt und hierauf     mittels    Zucker, z. B. Glu  cose oder Fructose, in Mengen     zwisehen     1/ bis 6 % dieser Süssstoffe gesüsst werden.

    Darnach werden diese Extrakte mit einer  Reimkultur des     Termobacterium    mobile     Lind-          ner        (Pseudomonas        Lindneri)    geimpft, und  zwar, wenn die     Flüssigkeit    bis auf     etwa    10  C  abgekühlt ist. Die in sterile Behälter abge  füllten Extrakte werden dann bei Tempe  raturen zwischen 10 und     40(1    C 12 bis  36 Stunden, wenn nötig 48 Stunden, zum  Gären gebracht.

      Diese     Dispersionen        bieten    die Möglich  keit, die verschiedensten     Stoffe,    besonders  solche, bei welchen     Dauersporenbildungen     eine Gefahr für Verderb schaffen, wie z. B.  Gras, Klee,     Luzerne,    Bier- und     Weintreber,          Obsttrester    usw., in einfachster Weise zu  präparieren, ohne dass die vorhandenen Ei  weissstoffe abgebaut werden, wie dies der  Fall ist bei der Verwendung gewisser Che  mikalien.

           Durüh    Beifügen einer solchen Dispersion  zu einer 20- bis     30%igen,    mit     Wasser    ver  dünnten     Melasselösung,    bei einer     Temperatur     von 15 bis 25  C, welche dann etwa 10     Stun-          (len    zwecks Vermehrung der Bakterien     stehen          muss    und     dainach    auf eine     schichtweise,    gut  festgestampfte     Futtermenge    aufgespritzt  wird, war     erwiesenermassen    ,

   das in     gutge-          schlossenenBehältern        enthalteneFütter    selbst  nach dreijähriger Lagerung frei von Dauer  sporen oder Buttersäure und     bildete    darnach  ein Stallfutter, besonders für Rindvieh und       Schweine,    wobei.

   das Rindvieh im Winter  dieselbe Milchmenge lieferte, wie in der'           Weidezeit.    Der Fettgehalt der Milch wurde  bis auf 4,6     70        Fett        gesteigert.    Es wurden aber  auch roh     geschnitzte    Kartoffeln auf diese       @Veise    präpariert, ohne dass der Stärkegehalt       abgebaut    wurde, und diese waren nach       I1/2    Jahren Lagerzeit ebenso frisch, wie im  Anfang, dafür derartige Futterstoffe     schäd-          lielie    Vorgänge durch die Gärung unterdrückt  wurden.  



  Langandauernde tierphysiologische und  klinische Versuche haben ergeben., dass der  Genuss des     Termobacteriums    mobile absolut  unschädlich ist, und dass     derselbe    darüber  hinaus sogar noch therapeutische Vorteile  bietet, indem es eine ausgesprochene antago  nistische Wirkung gegenüber     pathogenen     Keimen aufweist.  



  Erwiesenermassen     bewirkt    ein mit der er  findungsgemäss hergestellten Dispersion prä  pariertes Futter     eine    Immunität bei Vieh  beständen in Stallungen, welche von andern  Stallungen umgeben     waren,    wo die Maul  und Klauenseuche sehr stark herrschte. Die  Verabfolgung der Dispersion in Natura be  wirkt bei den seuchenkranken Tieren eine  Heilung innerhalb 7 bis 10 Tagen.  



  Die     obgenannten    Dispersionen haben bei  der Behandlung von     minderwertigen    Kakao  bohnen durch Vergären eine derartige Ver  besserung erzielen lassen, dass dieselben zur  Herstellung von Kakao guter Qualität Ver  wendung finden konnte. Diese Kakaobohnen  wären     ansonst    für die Kakao- und     Schoko-          ladeindustrie    unbrauchbar.  



  Durch die Verwendung der erfindungs  gemäss     hergestellten    Dispersionen ist auch die  Möglichkeit gegeben, aus Vollmilch, welche  nach einfachem Pasteurisieren mit einer     eol-          ehen    Dispersion geimpft wurde, ein     kefirähn-          liches    Getränk mit feinem     Nussgeschmack     herzustellen, welches bei Magenschwäche  sowie Darmfäulnis eine heilende -Wirkung  ausübt. Bei Impfung von Vollmilch mit grö-         sseren    Mengen dieser Dispersion entsteht ein  angenehmes, sprudelndes yoghurtartiges Pro  dukt.

   Durch eine doppelt so starke Impfung  wie beim Yoghurt, entsteht ein Weichkäse  von feinstem Geschmack, welcher für Kranke,  Kinder und Rekonvaleszenten sowie für die  jenigen, welche auf weiche Nahrung ange  wiesen sind, einen besonders bekömmlichen  Nährstoff bietet. Die sonst in der Molke  beim Käsen zurückbleibenden Eiweissstoffe  werden durch die Gärung, welche die Disper  sion hervorruft, ebenfalls aus der Molke mit  ausgeschieden und sind im Weichkäse ent  halten.  



  Obstsäfte und daraus     hergestellte    Ge  tränke, können nach einfachem Pasteurisie  ren durch Impfung mit solchen Dispersionen  haltbar     gemacht    und unter Beibehaltung des  natürlichen Geschmackes- jahrelang auf  bewahrt werden.  



  Nach Behandlung mit der Dispersion kön  nen eventuell hinzutretende Hefen in den  Getränken kaum zur     Entwicklung    kommen.       Durch.    Abstimmung der Obstsäfte auf ein  zwischen 5 und 6     liegendes        px,    wird dagegen  durch die Impfung mit der Dispersion eine  Gärung hervorgerufen,     wodurch    dann ein  Schaumwein     entsteht.    Bei beiden Verfahren  wird eine geringfügige und unauffällige Trü  bung verursacht, welche aber so minimal ist,  dass das Getränk als geschönt und geklärt  gelten kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dispersio nen aus Extrakten vegetabilischer Herkunft, dadurch gekennzeichnet, dass die Extrakte durch das Termobacterium mobile Lindner bei Temperaturen zwischen 10, und 40 C ver goren werden.
CH241893D 1943-08-27 1943-08-27 Verfahren zur Herstellung von Dispersionen aus Extrakten vegetabilischer Herkunft. CH241893A (de)

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CH241893T 1943-08-27

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