Elektrisch gesteuerter Schalter. Wenn ein elektrisch :gesteuerter Schalter eine grössere Stromstärke zu führen hat, so müssen seine Kontaktflächen und der Kon taktdruck entsprechend bemessen werden. Das hat zur Folge, dass die diese Kontakt flächen tragenden beweglichen Teile schwer werden, was die Verwendung von starken Kontaktfedern nach sich zieht:
Werden die Kontakte durch einen Elektromagneten um gelegt, so ist stets am Anfang der Bewegung, wo die gesamte Spannkraft dieser Feder überwunden werden muss, eine Anlaufkraft notwendig, .die, infolge der dann elektriaeh ungünstigen Lage der verschiedenen Teile der Magnetkerne, eine Überdimensionierung der Spule und eine grosse Umsehaltungskraft verlangt.
Mit dem Gegenstand vorliegender Erfin dung hat man den Zweck verfolgt, diese für den Betrieb des Elektromagneten ungünstigen Umstände zu vermeiden. Der vorliegende elektrisch betriebene Schalter besitzt mittels Schneiden wippbar gelagerte, bewegliche Kontaktfinger, die durch eine Feder auf der einen oder andern Seite einer Totpunktlage gehalten sind und mit Spiel in einem isolier ten Gleitstück geführt sind, das, durch einen Magnet betätigt, translatorische Bewegungen ausführt. Diesem Spiel zufolge ist es möglich,
die Anlaufstromstärke des Magneten auf ein Minimum zu reduzieren und die während dem unbelasteten Lauf in den beweglichen Teilen aufgespeicherte lebendige Arbeit zur Überwindung der in solchen Schaltern bis zur Überschreitung des toten Punktes vor handenen Federspannung auszunützen.
Die Zeichnung stellt schematisch und so weit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist, ein Ausführungsbeispiel .des elektrisch gesteuerten Schalters nach der vor liegenden Erfindung, in der Farm eines so genannten Kleinschützes, in Draufsicht dar.
Die Klemmen 1 der beweglichen Kon takte sowie die Klemmen 2 der festen Kon takte sind auf einem Isolierstück 3 fest gemacht und sind so eingerichtet, dass der Anschluss der Verbindungsdrähte für das 1NTetz von aussen geschehen kann. Die Blöcke 25 der beweglichen Kontakte sind auf La mellen 4 vernietet, welche vermittels einer Messerschneide .in Kerben 5 der unmittelbar mit den Klemmen 1 verbundenen festen La mellenteile wippen können.
Gehalten ist die ser bewegliche Teil durch eine Feder 6, welche genau in der Mittelebene der Klemme 1 festgemacht ist, so dass sie das Bestreben hat, den beweglichen Teil 4 entweder gegen den Anschlag 7 oder gegen den festen Kon taktblock 8 zu drücken. Eine Zwischenstel lung kann der bewegliche Teil nicht anneh men. Der Block 25 ist mittels eines freien Kabels 9 mit der Klemme 1 elektrisch ver bunden. Diese Kontaktbauart ist bekannt.
Die freien Enden der beweglichen Lamel len 4 ,sind je zwischen den Flanschen 10 eines Isolierstückes 11 gehalten, das auf einer durch Träger 12 gehaltenen Gleitschiene 13 eine Translationsbewegung ausführen kann.
Ungefähr in die Mitte dieses Gleitstückes greift, zwischen zwei Flanschen, ein Arm 14 an, welcher an dem Kern 15 des Magneten 16 befestigt und in einer auf dem Apparaten sockel befestigten Gleitbahn 17 geführt ist.
Der Magnetkern ist durch eine Feder 18, welche an einer Regulierschraube 19 an gehängt ist, stets aus der Spule herausgezo gen; eine Blattfeder 20 nimmt den Schlag der Endbewegung des Kernes nach innen auf.
Ist der Arm 14 sowohl vermittels des Stiftes 21 als durch die Schraube 22 in dem geschlitzten Kern gehalten, so führt er unter dem Einfluss des in der Spule 16 geführten Stromes in der einen Richtung, und unter der Wirkung der Feder 18 in der andern Richtung Translationsbewegungen aus, welche auf das Isolierstück 11 übertragen werden, um es zu veranlassen, auf der Gleitschiene 13 hin- und herzugleiten. Dem Spiel zufolge, welches zwischen den Enden der beweglichen Teile 4 und den auf diese Enden wirkenden Flanschen 10 des Gleitstückes vorgesehen ist,
läuft der unbelastete Kern 15 auch bei mässi ger Erregung der Spule 16 an. Er ist also bereits im Gang, wenn die Rückhaltekraft der Feder 6 überwunden werden muss. Ist die Kippbewegung erfolgt, so ist wiederum ein Spiel vorhanden, das den Rücklauf des Ma gnetkernes .gestattet, und zwar unter den gleichen Anlaufs- und Betriebsbedingungen, die bei der Kontaktschliessung vorhanden waren.
Es ist zu bemerken, dass die ganze dar gestellte Anordnung nebst dem Vorteil der kleinen Umschaltekräfte auch den hat, dass alle Kontakte in der Front liegen, ,so dass beim Abheben des Schalterdeckels deren Zu stand sofort geprüft bezw. die Kontakte be quem unterhalten werden können.
Die Schraube 22 kann vom Kern. weg genommen und .durch die Führung 17 hin durchgesteckt werden, um als Drehpunkt für den in diesem Fall lediglich durch den Stift 21 mit dem Kern 15 verbundenen Hebel 14 zu dienen.
In diesem Fall werden die Bewegungen des Gleitstückes 11 in entgegengesetzter Richtung wie diejenige des Ankers erfolgen. Man kann also nach Belieben mit dem glei chen Apparat, bei angezogenem Anker, ent weder geschlossene oder geöffnete Kontakte haben.