CH242086A - Verfahren zum elektrischen Betrieb eines Fahrzeuges. - Google Patents
Verfahren zum elektrischen Betrieb eines Fahrzeuges.Info
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Description
Verfahren zum elektrischen Betrieb eines Fahrzeuges. Die Nachteile der auf elektrochemischer Grundlage arbeitenden Energiespeicher in bezug auf Lebensdauer, Gewicht, Wirkungs grad, lange Aüfladezeit und hohe Ansprüche in bezug auf Wartung sind derart, dass der elektrische Fahrzeugbetrieb mit Akkumula toren nur in ganz vereinzelten Fällen wirt schaftlich ist. Der leistungsfähige, wirt schaftliche Fahrzeugbetrieb war bis jetzt ausschliesslich an das Vorhandensein einer durchgehenden Fahrleitung gebunden. An derseits bringt eine Fahrleitung in vielen Fällen Nachteile mit sich, die störend wir ken, was insbesondere bei Anlagen mit dop pelter Fahrleitung zur Auswirkung kommt. Diese Nachteile lassen sich beheben durch Verwendung eines Fahrzeuges, das gemäss dem Gegenstand der vorliegenden Erfin dung elektrisch betrieben wird. Bei diesem Fahrzeug wird gemäss der Erfindung eine mit einer elektrischen Maschine gekuppelte Schwungmasse durch Zufuhr von elektrischer Energie aus einer ausserhalb des Fahrzeuges liegenden, stationären Kraftquelle auf Touren- zahl gebracht. Die in der Schwungmasse auf gespeicherte Rotationsenergie wird für den Antrieb des Fahrzeuges verwendet. Die in der rotierenden Schwungmasse aufgespeicherte kinetische Energie kann in der Weise für den Antrieb des Fahrzeuges zwischen den Ladestationen verwendet wer den, dass der Antriebsmotor der Schwung- masse jetzt als Generator läuft und die elek trische Energie an den Antriebsmotor des Fahrzeuges liefert. Diese Antriebsanordnung ist jedoch nur un ter Berücksichtigung einer Reihe besonderer Massnahmen durchführbar. Als erstes ist die Wahl der Umfangsgeschwindigkeiten von mehreren hundert m/sek notwendig, um eine genügende Energiemenge pro kg Schwung- masse zu speichern. 150-300 m/sek sind die mit Vorteil zu verwendenden Werte.. Zweitens muss das Schwungrad zwecks besserer Kühlung in Vakuum oder einem stark verdünnten Gas (wie z. B. Helium oder Wasserstoff) laufen, da sonst die Energie in folge Luftreibung rasch verlorengeht. Drittens muss die ganze Speicheranord nung mit vertikaler Achse im Schwerpunkt gedämpft kardanisch aufgehängt sein, um Kreiseleffekte zu vermeiden. Die Entnahme der Energie aus dem Schwungrad kann auch auf mechanischem Wege über eine Kupplung vorgenommen werden, was aber gewisse Nachteile in bezug auf die Aufhängung mit sich bringt. Werden zwei koaxial gegenlaufende Schwungräder verwendet, dann heben sich die Kreiselkräfte auf, jedoch entstehen leicht grosse Lager kräfte. Der Antriebsmotor bezw. Generator oder dessen Rotor kann ausserhalb des Vakuum gefässes oder innerhalb desselben angeordnet sein. In letzterem Falle erübrigt sich bei nicht mechanischer Energieübertragung eine vakuumdichte Stopfbüchse, was konstruktiv eine Vereinfachung bedeutet. Auch kann das Schwungrad unmittelbar als Polrad für einen Generator mit feststehender Erregerwicklung ausgebildet sein, wodurch umlaufende Wick lungen im Vakuum vermieden werden können. Unter Umständen ist es: von Vorteil, den Antriebsmotor vom Generator zu trennen und ersteren ausserhalb des Gehäuses anzuordnen, unter Verwendung einer ausrückbaren Kupp lung und einer Vakuum-Verschlussanordnung für den herausragenden Wellenzapfen, der art, dass die Stopfbüchse nur beim Aufladen wirksam sein muss. Die Stopfbüchse wird mit Vorteil in be kannter Weise als ölgefüllte Metallstopf büchse ausgeführt. Die Vakuumpumpe kann zugleich als- Ölpumpe für die Lagerschmie rung dienen. Ein Fahrzeug für die Durchführung des vorliegenden Verfahrens ist auf der beilie genden Zeichnung beispielsweise und im Prinzip dargestellt, 1 bedeutet das Schwungrad, 2 Schwung rad- und Motorengehäuse, ä die beidseitig an geordneten Antriebsmotoren, 4 die Aufhän gung, 5 die Fahrzeugmotoren, 6 den Steuer- kontroller und 7 die Kontaktvorrichtung für Energieaufnahme bei den Haltestellen. Die Motoren sind als Drehstrommotoren mit Kurzschlussanker in Vakuum liegend vorge sehen und arbeiten im Generatorbetrieb als Asynchrongeneratoren. Die Wicklungen sind hitzebeständig isoliert und werden durch Wärmeleitung und Strahlung gekühlt. So wohl die Maschinen des Speicheraggregates wie die Antriebsmotoren können polumschalt bar sein, wobei die letzteren allenfalls auch für Ausnützung der Schlüpfung mittels, Hintermotoren eingeschaltet sein können. Bei Schienenfahrzeugen mit einem effek tiven Schwungmassengewicht von ,etwa 10 % des totalen Fahrzeuggewichtes und einer Um fangsgeschwindigkeit von 2-00-250 m/sek können Fahrstrecken bis etwa 20 km zwi schen den Ladestellen erreicht werden, Bei Strassenfahrzeugen sinken diese Werte in folge des höheren Rollwiderstandes auf etwa 5-10 km je nach den Betriebsverhältnissen. Liegen Strecken mit häufigem Anhalten vor, so kann die Schwungmasse durch Zufuhr von elektrischer Energie bei den Zwischenhalte stellen wieder aufgeladen werden. Das Fahrzeug kann mit einer selbst tätigen Kontaktvorrichtung, die bei den Haltestellen die Energiezufuhr ermöglicht, versehen sein, z. B. in Form von Bügeln. Kontaktschienen oder dergleichen. Auch kann für das Anfahren Energie aus dem Netz direkt bezogen werden. Eine Kombination mit Oberleitung für einzelne Strecken erlaubt das Aufladen wäh rend des Fahrens und die Bezwingung ener gieverbrauchender Steigungen bei herabge setzten Netzstromspitzen. Die Art der Energieübertragung und Drehzahlregelung ist nach bekannten Grund sätzen vorzunehmen, wobei jedoch die Ener gie vorzugsweise einem Drehstromnetz ent nommen wird. Von Bedeutung ist, dass bei einmal angelassenem Energiespeichermotor auch die Zufuhr einphasiger Energie zum Aufladen und Fahren genügt, da bekannt lich ein laufender Drehstrommotor, wie er für die .Schwungmasse vorgesehen ist, bei Zufuhr von Einphasenstrom als Einphasen motor arbeitet und gleichzeitig Drehstrom energie an die Fahrmotoren abgeben kann, indem er als Einphasenstrom-Drehstrom-Um former (Arno-Umformer) arbeitet. Für die Abbremsung kann mit Vorteil Rekuperation verwendet werden. Im Notfall kann das Schwungrad durch Hineinlassen von Luft oder durch elektrische Abbremsung zum Stillstand gebracht werden. Die Erfindung ist auch anwendbar bei Wasser-, eventuell sogar Luftfahrzeugen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum elektrischen Betrieb eines Fahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer elektrischen Maschine gekuppelte Schwungmasse durch Zufuhr von elektrischer Energie aus einer ausserhalb des Fahrzeuges liegenden, stationären Kraftquelle auf Tou renzahl gebracht und die in der Schwung masse aufgespeicherte Rotationsenergie für den Antrieb des Fahrzeuges verwendet wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Antriebs- motor der Schwungmasse als Generator Ener gie an den Fahrzeugmotor abgeben lässt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Schwung- masse in einem geschlossenen Behälter mit reduziertem Druck laufen lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Schwung- massenanordnung mit vertikaler Rotations achse eine kardanische Aufhängung verwen det wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die elektrische Energie der Schwungmasse des Fahrzeuges an den Haltestellen zugeführt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug mit selbsttätigen Kontaktanordnungen ausgerü stet wird. 6. 'Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für das Anfahren und für die Überwindung von Steigungen Energie mittels Fahrleitung zugeführt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aufladung während des Fahrens auf mit Fahrleitung versehenen Teilstrecken erfolgt. B. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Abbremsen der Schwungmasse im Notfall durch Hinein lassen von Luft erfolgt.9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Abbremsen der Schwungmasse elektromagnetisch erfolgt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man sowohl den Antriebsmotor als auch den Generator im Va kuum laufen lässt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man für den oder die Antriebsmotoren des Speicheraggregates polumschaltbare Kurzschlussanker-Drehstrom motoren verwendet, die im Generatorbetrieb mittels. Erregervorrichtungen vom Stator aus erregt werden und als Asynchrongeneratoren arbeiten. 12.Verfahren nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass man die im Va kuum liegenden Wicklungen und Isolationen hitzebeständig macht und durch Leitung und Strahlung kühlt. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Schwung rad in einem Gas leichter als. Luft laufen lässt. 14.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei laufender Schwungmasse ihrem als Einphasenstrom- ; Drehstrom-Umformer arbeitenden Motor Ein phasenstrom zugeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH242086T | 1944-07-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH242086A true CH242086A (de) | 1946-04-15 |
Family
ID=4462770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH242086D CH242086A (de) | 1944-07-19 | 1944-07-19 | Verfahren zum elektrischen Betrieb eines Fahrzeuges. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH242086A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2626673A (en) * | 1949-11-28 | 1953-01-27 | Oerlikon Maschf | Arrangement for the safety grounding of vehicles with rotating mass drive |
| DE3235107A1 (de) * | 1981-09-25 | 1983-04-14 | Mitsubishi Denki K.K., Tokyo | Energiespeichersystem fuer elektrische schienenfahrzeuge oder eisenbahnen |
| DE4200824A1 (de) * | 1992-01-15 | 1993-07-22 | Bayerische Motoren Werke Ag | Dynamoelektrischer schwungradspeicher |
-
1944
- 1944-07-19 CH CH242086D patent/CH242086A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2626673A (en) * | 1949-11-28 | 1953-01-27 | Oerlikon Maschf | Arrangement for the safety grounding of vehicles with rotating mass drive |
| DE3235107A1 (de) * | 1981-09-25 | 1983-04-14 | Mitsubishi Denki K.K., Tokyo | Energiespeichersystem fuer elektrische schienenfahrzeuge oder eisenbahnen |
| DE4200824A1 (de) * | 1992-01-15 | 1993-07-22 | Bayerische Motoren Werke Ag | Dynamoelektrischer schwungradspeicher |
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