Druel@gasselialter mit Absehaltwiderstand. Das Hauptpatent bezieht sich auf einen DruclLgasschalter mit Abschaltwiderstand und einer einen beweglichen Hauptkontakt, einen beweglichen Gegenkontakt und eine feststehende Hilfselektrode enthaltenden Schaltkammer,
in welcher der Hauptkontakt und der Gegenkontakt bei einem AbschaIt- vorgang in zueinander entgegengesetzten Richtungen in ihre Offenstellung bewegt und die beiden Kontakte wie auch die Hilfselek trode hierbei mit in die Schaltkammer ein geführtem Druckgas beblasen werden. Der Hauptkontakt kehrt dabei nacherfolgter Ab schaltung wieder in seine Schliessstellung zurück.
Ferner ist die Hilfselektrode in der Schaltkammer derart angeordnet, -dass bei ge öffnetem Gegenkontakt der Abschaltwi.der- stand durch den Hauptkontakt überbrückt ist, wenn sich der letztere in seiner Schliessstel lung befindet, während in der Offenstellung des Hauptkontaktes diese Überbrückung des Abschaltwiderstandes aufgehoben ist und die Hilfselektrode zwischen den beiden Kontalz:- ten liegt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Weiterentwicklung eines Druck- gassehalters mit Abschaltwiderstand nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes und bezweckt eine besondere Ausführungsform der Überbrückung des Abschältwiderstandes durch en Hauptkontakt. Man kann diese Überbrückung dadurch erzielen, dass man den Hauptkontakt in seiner Schliessstellung und bei geöffnetem Gegenkontakt unmittelbar mit der Hilfselektrode in Berührung kommen lässt und damit den Abschaltwiderstand kurzschliesst.
Nach der vorliegenden Erfin dung wird nun angestrebt, diese Überbrük- kung ohne unmittelbares Kurzschliessen des Abschaltwiderstandes herbeizuführen. Da durch lassen sich bauliche Vorteile erzielen, welche eine billigere Herstellung erlauben und eine grössere Freiheit in der Ausbildung der Kontakte des Schalters ermöglichen.
Dies wird nach der vorliegenden Erfindung bei einem Druckgasschalter mit Abschaltwider- stand nach dem Patentanspruch des Haupt patentes dadurch erreicht, dass die Hilfs- elektrode den Haupt- und den-Gegenkontakt nicht berührt und derart angeordnet ist, dass in jeder Öffnungsstellung :
des Gegenkontak tes die Überschlagsspannung zwischen Hilfs elektrode und Gegenkontakt bei vollständig geöffnetem Hauptkontakt kleiner und bei vollständig geschlossenem Hauptkontakt grö sser ist als die Überschlagsspannung zwischen Hauptkontakt und Gegenkontakt.
Bei dem in, der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel der vorlie genden Erfindung ist der obere Schalterpol 2 mit dem als Schnellkontakt 1 ausgebildeten Hauptkontakt versehen. Der Schnellkontakt 1 wird durch eine Feder 5 in der dargestellten Schliessstellung gehalten, wobei der Anschlag 16 diese Schliessstellung auch bei .geöffnetem Gegenkontakt 3 fixiert. Die mit dem Ab- schaItwiderstand 10 verbundene Hilfselek trode 6 ist mittels Rippen 7 an dem Ring 8 befestigt, welcher von den beiden Schalter polen 2, 4 durch die Isolierzylinder 9, 11 distanziert ist.
Die Hilfselektrode 6 'besitzt vorzugsweise eine ringförmige Gestalt und umgibt den vordern Teil des Schnellkontaktes 1, ohne ihn zu berühren. Liegt der Schnell kontakt am Anschlag 16 an, so wird die Hilfselektrode so angeordnet, dass der Schnell kontakt 1 ihr gegenüber in der Richtung auf den Gegenkontakt 3 hin vorsteht. In der Offenstellung nimmt :der Schnellkontakt die gestrichelte Lage 1' ein, während beim Öff nen des Gegenkontaktes 3 nacheinander die Öffnungsstellungen 3', 3", 3"' erreicht werden.
In der Stellung 3"' ist die Entfernung des Gegenkontaktes so gross, dass er die Span- nungsisolation. des Schalters übernimmt. Aus der Zeichnung ist nun ersichtlich, dass bei der angegebenen Lage und Ausbildung der Hilfs elektrode 6 dieselbe bei geöffneten Kontakten 3, 1 im erweiterten Sinne zwischen denselben liegt. Ferner ist offenbar die Überschlags spannung zwischen Hilfselektrode 6 und Ge genkontakt 3 bei jeder der Stellungen 3', 3", 3"' bei vollständig geschlossenem Schnell kontakt 1 grösser als zwischen dem Schnell kontakt 1 und dem Gegenkontakt 3.
Beim Einschalten des Schalters kann folglich der Abschaltwiderstand 10 nicht belastet wer den, da ein Überschlag stets zwischen dem Gegenkontakt 3 und dem Schnellkontakt 1 stattfindet. Umgekehrt ist bei geöffnetem Schnellkontakt 1 (Lage l.') die Überschlags spannung zwischen Hilfselektrode 6 und Ge genkontakt 3 in jeder der Stellungen 3', 3", 3"' geringer als die Übersehlagsspannung zwischen dem Schnellkontakt 1 und dem Gegenkontakt 3.
Hat demnach der anfänglich zwischen den Kontakten 1, 3 gezündete Lei stungslichtbogen gelöscht und der Schnell kontakt 1 dementsprechend die Lage 1' ein genommen, so kann eine Wiederzündung des Lichtbogens nur zwischen der Hilfselektrode 6 und dem Gegenkontakt 3 stattfinden. Der Abschaltwiderstand 10 wird daher mit Sicher heit in den Stromkreis eingeschaltet, so dass die endgültige Löschung dieses zweiten Licht bogens keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Es ist klar ersichtlich, dass diese Bedin gungen nur bei der Anwendung eines Schnell kontaktes 1 überhaupt erfüllt werden können.
Die beschriebene Anordnung einer die Kon takte 1, 3 nicht berührenden Hilfselektrode 6 erlaubt nun, die Kontakte 1, 3 bei hohen Spannungen oder Stromstärken genau so aus zubilden, wie das bei Schaltern ohne Ab schaltwi:derstand üblich isst. Insbesondere kann man vorzugsweise am Gegenkontakt 3 Kontaktfinger anbringen, welche in der Schliessstellung beider Kontakte den Schnell kontakt 1 umfassen, um einen geringen Übergangswiderstand sicherzustellen.
Bei Schaltern für geringere Stromstärke und höhere Spannungen genügt es jedoch häufig, die Kontakte in der Schliessstellung des Schalters mit einem gewissen Minimaldruck aneinanderzupressen. Der Schnellkontakt übernimmt dann beim Einschalten gleich zeitig die Wirkung einer Stossdämpfung, so dass der Gegenkontakt mit grosser Geschwin digkeit eingeschaltet werden kann, wie dies bei der selbsttätigen Kurzschlussfortschaltung erwünscht ist.
In der Schliessstellung beider Kontakte darf bei dem in :der Zeichnung an gegebenen Ausführungsbeispiel der Kontakt- druck sogar so :gross sein, dass der Schnell kontakt 1 durch den Gegenkontakt 3 vom Anschlag 16 etwas abgehoben wird und der Gegenkontakt 3 bis fast zur ringförmigen Hilfselektrode 6 vordringt. Beim Ausschalten wird dann der Schnellkontakt 1 zunächst dem Gegenkontakt 3 bis zum Anschlag 16 folgen und erst mit der einsetzenden Druck- gasbeblasung in die Öffnungsstellung 1' ge führt.
Bestehen sowohl der Schnellkontakt 1 wie auch der Gegenkontakt 3 aus einem Hohlkontakt, durch welchen die Schaltgase in der Richtung der eingezeichneten Pfeile abströmen, so müssen noch besondere Mass nahmen ergriffen werden, welche verhüten, dass der zwischen. der Hilfselektrode 6 und dem Gegenkontakt 3 gezogene Lichtbogen. durch den Druckgasstrom auf den geöffneten Schnellkontakt 1 geblasen wird.
Diese Mass nahmen bestehen vorzugsweise aus Mitteln, welche das Druckgas der Unterbrechungs stelle ausschliesslich aus dem-Raum zwischen der Hilfselektrode 6 und dem Hauptkontakt 1 bezw. dem obern Schalterpol 2 zuführen. Zu diesem Zweck kann ein Isolierzylinder 13 vorgesehen sein, wenn das Druckgas am untern Schalterpol 4 in die Schaltkammer einströmt.
Solche besonderen Mittel für die Führung des Druckgasstromes sind jedoch nicht not wendig, wenn der Schnellkontakt 1 ein Stift- oder Klotzkontakt und nur der Gegenkontakt 3 ein Hohlkontakt ist. Weil in diesem Fäll die Schaltgase ausschliesslich durch den hoh len Gegenkontakt 3 abströmen, besteht keine Gefahr, dass,der zwischen dem Gegenkontakt 3 und der Hilfselektrode 6 brennende Licht bogen ,auf den geöffneten Schnellkontakt 1 geblasen wird.
Der Stift- oder Klotzkontakt erhält hierbei an seinem dem Gegenkontakt 3 zugewendeten Ende eine Abbrenuspitze, die vorzugsweise aus einem schwer veTdampf- baren Material besteht. Das Druckgas kann bei einer solchen Ausführung sowohl am Schalterpol 4 wie auch am Schalterpol 2 in die Schaltkammer eingeführt werden.