CH242326A - Verfahren zur Herstellung von Fasern und Fäden aus Polyvinylmischacetalen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fasern und Fäden aus Polyvinylmischacetalen.

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CH242326A
CH242326A CH242326DA CH242326A CH 242326 A CH242326 A CH 242326A CH 242326D A CH242326D A CH 242326DA CH 242326 A CH242326 A CH 242326A
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Gmbh Lonza-Werke Elek Fabriken
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Lonza Werke Elektrochemische
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    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/02—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/14—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polymers of unsaturated alcohols, e.g. polyvinyl alcohol, or of their acetals or ketals

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Fasern und Fäden aus     Polyvinilmischacetalen.       Bekanntlich sind     Polyvinylacetale    wegen  ihrer guten     mechanischen    Eigenschaften und  ihres im Vergleich zu     andern        Pölyvinylver-          bindungen        verhältnismässig    hohen Schmelz  punktes gut geeignet zur Herstellung von  Formgebilden, insbesondere Fasern. Für viele       textile        Anwendungen    ist jedoch der Schmelz  punkt der     Acetale    nicht genügend hoch. So  haben z.

   B.     Polyvinylacetale,    die aus ver  seiftem     Polyvinylacetat    durch     Acetalisieren     mit     Acetaldehyd    hergestellt worden     sind,     einen Schmelzpunkt von     etwa    160 . Ausser  dem     haben    derartige     Polyvinylacetale    noch  die     unerwünschte    Eigenschaft, dass sie beim  Erhitzen mit Wasser ihren Glanz verlieren  und     brüchig    werden.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass     Misch-          acetale,    wie solche aus verseiften     Polyvinyl-          acetaten    durch     Behandlung    mit     Acetaldehyd     und     Cro@tonaldehyd        hergestellt    werden kön  nen, erheblich bessere Eigenschaften auf  weisen und infolgedessen für die Herstellung    von Formgebilden, insbesondere von Fasern,  besonders gut geeignet sind.

   Derartige     Misch-          acetale        bezw.    die aus solchen hergestellten  Erzeugnisse besitzen gegenüber den reinen       Acetaldehydacetalen    den grossen Vorteil, dass  sie beim Erhitzen mit Wasser weder ihren    Glanz verlieren noch brüchig werden. Ein  weiterer erheblicher Vorteil besteht darin,  dass der Schmelzpunkt der genannten     Misch-          acetale    erheblich, nämlich bis auf etwa 200 ,  erhöht werden kann. Schliesslich besitzen sie  den     Vorteil    besserer     Anfärbbarkeit;    sie sind  u. a: auch mit Wollfarbstoffen     anfärbbar.     



  Die Eigenschaften der     DZischacetale    sind  in     gewissen    Ausmass abhängig von der Art  ihrer Herstellung. Besonders gute und für  die     Weiterverarbeitung    auf Fasern und der  gleichen besonders geeignete     Mischacetale    er  hält man, wie gefunden wurde, dann, wenn       man    den     Crotonaldehyd    und     Acetaldehyd     nicht zusammen, sondern     äufeinanderfolgend     auf das verseifte     Polyviny        lacetat    einwirken           lässt.    Man verfährt z. $.

   derart, dass man zu  nächst den     Crotonaldehyd    einige Zeit, z.     B.     einige     Stunden,    bei unterhalb der     Koagula-          tionstemperatur    liegenden Temperaturen auf  das verseifte     Polyvinylacetat    einwirken lässt,  dann erst den     Acetaldehyd    zur Einwirkung  bringt und, nachdem dies geschehen ist, mit  Wasser, dessen Temperatur etwas über     Ko-          agulationstemperatur    gehalten     wird,    ausfällt.

    Bei gemeinschaftlicher     Einwirkung    beider  Aldehyde erhält man: Erzeugnisse, die eben  falls erhebliche     Vorteile,    z. B. mit Bezug  auf ihr Verhalten gegenüber Wasser und mit  Bezug auf gute     Anfärbbarkeit,    besitzen, wo  gegen der Schmelzpunkt derart hergestellter  Erzeugnisse niedriger liegt als der solcher       Produkte,    die durch aufeinanderfolgende       Einwirkung    der Aldehyde auf das verseifte       Polyvinylacetat    erhalten werden.  



  Wenn man verseiftes Pol     yvinylacetat    mit       Crotonaldehyd    allein     acetalisiert,    so erhält  man Produkte, die zwar höhere Schmelz  punkte als die     mit        Acetaldelhyd        hergestellten     aufweisen, aber in den gebräuchlichen Lö  sungsmitteln nicht zu lösen     sind.    Durch       Acetalisieren    mit     Crotonaldehyd    und     Acet-          aIdehyd        kann    man dagegen     Mischacetale    er  halten,

   die     in    üblichen     Lösungsmitteln,    wie  Aceton,     Methylenchlorid,    Methanol, Essig  ester,     Methylacetat    usw., gut löslich sind. Bei       Herstellung    der     Mischacetale    hat man das       Verhältnis    von     Crotonaldehyd    zu     Acet-          aldehyd    so zu wählen, dass Erzeugnisse von  guter     bezw.    ausreichender Löslichkeit gewon  nen werden.

   Die bestgeeigneten     Bedingungen     kann man von Fall zu Fall leicht -durch  einige     Vorversuche    ermitteln: Im     allgemeinen     kann- man das Verhältnis von     Crotonaldehyd     zu     Acetaldehyd    so wählen, dass     etwa          i    1-2     Mol.        Crotonaldehyd    und     $-5        Mol.          Acetaldehyd    auf 10     Mol.        Polyvinylalkohol     zur     Anwendung    gelangen.

      An Stelle von     Acetaldehyd    oder     Croton-          aldehyd    als     Repräsentanten        eines        gesättigten     und eines ungesättigten     aliphatischen    Al  dehyds können auch deren Homologe verwen  det werden.

      Es     wurde    weiterhin gefunden,     dass    man  gleichfalls zu     Mischacetalen    mit guten Eigen  schaften, insbesondere mit gegenüber ein  fachen     Acetalen        erhöhtem        Erweichungs-          punkt    gelangen kann, wenn man auf     Poly-          vinyl-Alkohol,    den man durch Verseifen von       Polyvinylacetat,    z. B. mit Salzsäure, erhal  ten hat,     aliphatische    Aldehyde, z.

   B.     Acet-          aldehyd    öder     Crotonaldehyd,    und     aliphatische     Betone, z. B. Aceton,     einwirken    lässt. Die  Menge des zuzusetzenden Betons     -so-11    50       Mol    % der angewendeten Menge Aldehyd       nicht    übersteigen. Es ist nicht zweckmässig,  grössere Mengen     Keton    zu verwenden, da  hierdurch die Eigenschaften der     Mischacetale     nicht mehr verbessert werden, unter Um  ständen sogar verschlechtert werden können.

    Der Zusatz des     Ketons    kann vor, nach oder  gleichzeitig     mit    der Zugabe des Aldehyds  erfolgen. Das     Keton    kann auch schon  während der     Verseifüng    des     Polyvin.yl-          acetates,    z. B.     mit    Salzsäure, vorhanden sein.  Man erhält     Aldehyd-geton-Mischacetale.     



  Als besonders geeignet hat sieh die Ver  wendung von etwa 3-5 Teilen     -gesättigter     und etwa 2-1 Teil     ungesättigter    Aldehyde       bezw.        etwa    3-5 Teile gesättigter Aldehyde  -und etwa 2-1 Teil     aliphatischer        Ketone    auf  je 10     Teile        Polyvinylalkohol        erwiesen.     



  Man     kann    z. B. auch so arbeiten, dass man  auf     Polyvinylalkohol    mehrere     aliphatis.che     Aldehyde und ein oder mehrere     aliphatische     Betone einwirken lässt, z. B.     Acetaldehyd,          Crotonaldehyd    und Aceton. Auch hierbei  entstehen     Mischacetale,    die ausser dem gegen  über gewöhnlichen     Acetalen    erhöhten Er  weichungspunkt den Vorteil der     Anfärbbar-          keit    mit Wollfarbstoffen besitzen.

           Beispiele:     1. 100 Teile     Polyvinylacetat    werden     mit     200 Teilen 20%iger Salzsäure bei Zimmer  temperatur etwa 12     bis    15     Stunden    gerührt,  bis     eine    klare     Lösung    entstanden ist. Hierauf  wird mit 200 Teilen Wasser verdünnt, dem  zweckmässig zur     Beseitigung    der bei der       Verseifung    entstandenen Braunfärbung etwa  0,5 bis 1,0 Teile Wasserstoffsuperoxyd zu-      gesetzt werden.

   Die     Lösung    wird auf etwa  0 bis 5  gekühlt, unter Rühren 100 Teile  Wasser     mit    8 Teilen     Cro@tonaldehyd    zugefügt  und unter Aufrechterhaltung der Tempera  tur von etwa 0 bis 5  12 bis 15 Stunden  stehengelassen. Alsdann werden etwa 25  Teile     Acetaldehyd,    die mit etwa der gleichen  Menge Wasser verdünnt sind, unter Rühren       lind        Kühlung    zugegeben, wobei die Tempe  ratur zwecks Vermeidung von     Gelatinierung     nicht über etwa 10  ansteigen soll.  



  Die erhaltene Lösung wird unmittelbar  in Formgebilde übergeführt, z. B. derart, dass  man durch     Eingiessen    derselben in Wasser  von etwa 20  die     Mischacetale    ausfällt und  das so erhaltene Erzeugnis gegebenenfalls  nach Waschen     mit    Wasser und     Trocknen.     nach üblichen Methoden     weiterverarbeitet.     Dies kann z.

   B. derart geschehen, dass man  die     Mischacetale        mit        Hilfe    von     Lösungs-          mitteln,    wie Aceton,     Methylenchlorid,    Me  thanol usw.,     in        eine    für Spinnzwecke ge  eignete Lösung überführt und diese nach  dem     Trockenspinnverfahren    verspinnt.  



  2. 100 Teile     Polyvinylaeetat    werden mit  200     Teilen        20%iger    Salzsäure bei Zimmer  temperatur     verseift,    bis eine klare Lösung       entstanden    ist. Diese Lösung wird mit 100  Teilen W     asser        verdünnt,    dem 10     Teile    Aceton  zugesetzt sind und auf 0-5  gekühlt.

   Hier  auf werden 25     Teile        Acetaldehyd,    die mit  der gleichen Menge Wasser verdünnt sind,  unter Rühren zugesetzt und nach     15-20-          stündigem        Stehen    bei 0--5  mit Wasser von       25-30     das gebildete     Mischacetal    ausgefällt.  Im übrigen wird wie bei Beispiel 1     verfahren..     



  Der Zusatz des Acetons kann auch gleich  zeitig mit dem     Acetaldehyd    erfolgen.  



  3. Es wird verfahren wie bei Beispiel 1,  jedoch werden vor dem     Acetaldehyd    noch  100 Teile Wasser mit 8     Teilen        Crotonaldehyd     zugefügt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Fasern und Fäden aus Polyvinylmischacetalen durch Einwirkung aliphatischer Oxoverbindungen auf Polyvinylalkohol, dadurch gekennzeich net, dass man auf Polyvinylalkohol min destens zwei voneinander verschiedene Oxo- verbindungen in solchen Verhältnissen ein wirken lässt,
    dass in organischen Lösungs mitteln lösliche Polyvinylmischacetale erhal ten werden und die die Mischacetale enthal tende Lösung verformt. UNTERANSPRüCEE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, däss man als Oxo- verbindungen gesättigte und ungesättigte ali- phatische Aldehyde verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als gesättigten Aldehyd Acet- aldehyd und als ungesättigten Aldehyd Cro- tonaldehyd verwendet. 3..
    Verfahren nach Patentanspruch, caa- durch gekennzeichnet, dass man als Oxo- verbindungen aliphatische Aldehyde und ali- phatische Betone verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Oxo- verbindungen gleichzeitig auf Polyviny 1- alkohole einwirken lässt.
    5. Verfahren: nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Oxo- verbindungen nacheinander auf Polyvinyl- alkohol einwirken lässt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf 10 Teile Polyvinylalkchol etwa 3-5 Teile gesättigte Aldehyde und etwa 2-1 Teil ungesättigte Aldehyde einwirken lässt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf 10 Teile Polyvinylalkohol etwa 3-5 Teile gesättigte Aldehyde und etwa 2-1 Teil aliphatische Ketone einwirken lässt.
CH242326D 1942-04-04 1942-12-18 Verfahren zur Herstellung von Fasern und Fäden aus Polyvinylmischacetalen. CH242326A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195900B (de) * 1957-12-23 1965-07-01 Mitsubishi Rayon Co Verfahren zur Herstellung von in heissem Wasser bestaendigen Polyvinylalkoholfaeden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1195900B (de) * 1957-12-23 1965-07-01 Mitsubishi Rayon Co Verfahren zur Herstellung von in heissem Wasser bestaendigen Polyvinylalkoholfaeden

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