Einrichtung zur Verteilung von Nägeln für Nagelmaschinen, insbesondere zur Schuhherstellung. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verteilung von Nägeln für Nagelmaschinen, insbesondere zur Schuhher stellung, bei welcher die Nägel aus einem Vorratsbehälter über Nagelrutschen mit nach abwärts gerichteten Spitzem: drehbaren Um kehrscheiben zugeführt werden, welche jeden Nagel für sich so umkehren, dass er mit nach oben gerichteter Spitze zur Verwendungs stelle belangt.
Gemäss der Erfindung sind die zur Auf nahme eines Nagels vorgesehenen Nagel taschen in den Umkehrscheiben nicht wie bisher üblich in einer Reihe durch die Schei benmitte angeordnet, sondern so, dass die Längsachsen der Nageltaschen die Drehachse der Umkehrscheibe nicht schneiden. Am zweckmässigsten erweist sich dann die An ordnung je zweier zur Drehachse der Um kehrscheibe symmetrisch liegender Nagel taschen, die abwechselnd vor eine Nagel rutsche und über eine Ableitvorrichtung zu liegen kommen.
Der Hauptvorteil dieser An ordnung beruht darin, dass die Umkehr scheibe bedeutend kleiner ausgeführt werden kann als jene mit sich kreuzenden Nagel taschen, weil fast der ganze Durchmesser der Umkehrscheibe für die Aufnahme des läng sten Nagels ausgenützt werden kann.
Bei den bisher gebräuchlichen Umkehrscheiben dieser Art musste der Scheibendurchmesser um etwas grösser sein als die doppelte Länge des längsten Nagels, weil die durch die Schei benmitte verlaufenden Nageltaschen auf einem Ende den Nagel aufzunehmen hatte, während sie am andern Ende den: vorher aufgenommenen Nagel herauswarf, so dass das Aufnehmen und Abwerfen der Nägel in einer einzigen vertikalen Ebene vor sich ging.
Demgegenüber ergibt sich bei der Anordnung der Nageltäschsn, gemäss der Erfindung auch der Vorteil, -dass- die Aufnahme des Nagels in. einer andern Ebene erfolgt als das Ab werfen des Nagels. Die Anordnung zweier symmetrisch zur Drehachse verlegter Nagel taschen ergibt den weiteren Vorteil einer sehr einfachen Einstellbarkeit der Breiten der Nageltaschen für verschiedene Nagelstärken durch blosse Auswechslung von Einsatz stücken.
Es ist zweckmässig, auch alle übrigen Leit- kanäle und Nagelrutschen in ihrer Breite verstellbar auszubilden, um sie je nach der Dicke der verwendeten Nägel einstellen zu können. Ferner kann ein Einstellorgan an jedem Verteilschieber angeordnet sein, der die Änderung der einem Verteilschieber zu geführten Nägel ermöglicht. Schliesslich kön nen Sicherungselemente vorhanden sein, welche die Einrichtung gegen Beschädigung durch fehlerhafte oder nichtpassende Nägel oder andere Ursachen sichern.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine perspektive Ansicht auf eine Nagelverteilstation, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Ein richtung, Fix. 3 und 4 Einzelheiten des Antriebes, Fig. 5 einen Grundriss mit teilweisem Schnitt durch den Antrieb einer Umkehr scheibe, Fig. 6 die Anordnung des Verteilsehie- bers für die Nägel, Fig. 7 eine Ansicht des Verteilschiebers von der Seite mit teilweisem Schnitt und Fig. 8 einen Querschnitt durch den Ver- teilschieber mit der darüber befindlichen Umkehrscheibe.
Die Einrichtung zur Verteilung der Nägel kann aus einer beliebigen Anzahl nebeneinander angeordneter einzelner Statio nen bestehen, die in gleicher Weise ausge bildet sind, wobei für den gebräuchlichen Be darf meist fünf solche Stationen in Betracht kommen, von denen jede bei einem Arbeits hub der Nagelmaschine eine bestimmte, im vornherein gegebene maximale Nagelanzahl aufgehen kann, die z. B. bei der beschrie benen Einrichtung vier Nägel beträgt. Die im weiteren beschriebene Einrichtung ergibt also bei fünf Arbeitsstationen zu je vier Nägeln die maximale Anzahl von. 20 Nä geln, welche Anzahl bisher auch bei den schwersten Nagelmaschinen noch nicht über schritten wurde.
Diese maximale Anzahl der pro Arbeitshub lieferbaren Nägel ist aller dings nicht begrenzt, da durch weitere Ver mehrung der Anzahl der Verteilstationen eine weitere Steigerung ohne weiteres möglich ist.
In den Zeichnungen ist der Übersichtlich keit halber nur eine der Verteilstationen ver anschaulicht, die alle zweckmässig auf einem gemeinsamen Rahmen 1 untergebracht sind, der von dem nicht eingezeichneten Ständer der Nagelmaschine getragen wird. Auf Zap fen 2 (Fix. 1) des Rahmens 1 ist ein Vorrats behälter 3 für die Nägel schwingbar gela gert, dessen Boden die in Fig. 2 ersichtliche Form besitzt; und zwar ist der Boden im Teil 4, der dem 2 näher liegt, gewellt ausgeführt, während der flache Bo denteil 5 gegen >den Teil 4 nach unten abge bogen ist.
An den tiefsten Stellen der Wel lenrinnen des Bodenteils 4 sind Ausnehmun- gen 6 vorgesehen, deren Anzahl der Anzahl der Arbeitsstationen entspricht, so dass auf jede Arbeitsstation eine Ausnehmung 6 ent fällt. In jeder dieser Ausnehmungen 6 sind zwei Leisten 7 und 8 vorgesehen, von denen z. B. die Leiste 7 feststehend angeordnet; während die Leiste 8 querverschiebbar ist, wie im weiteren noch beschrieben werden wird.
Zwischen =den Leisten 7 und -8 ist- ein Spalt 9 belassen, dessen Breite durch die Querverschiebung der Leiste 8, eingestellt werden kann. In den Spalt 9 fallen nun die Nägel mit nach unten gerichteten Spitzen so ein, dass sie mit den Köpfen auf den Lei sten 7 und 8 hängenbleiben. Die schiefen Seitenflächen des gewellten Bodenteils 4 unterstützen hierbei das Einfallen der Nägel in die Spalte 9.
Aus dem Vorratsbehälter 3 gelangen die Nägel über Durchlassscheiben 10 heraus, die an ihrem Umfang mit einer Reihe von Ausschnitten 11 entsprechend der ver schiedenen Form von Nagelköpfen versehen sind und die verhindern,-- dass aus dem Be hälter ein Nagel mit grösserem Kopf heraus- gelangen kann, der eine Störung verursachen könnte. Die Durchlassscheibe 10 ist an der Vorderwand des Behälters 3 drehbar be festigt und in der jeweils gewünschten Lage mit einem entsprechenden Einschnitt 11 ober halb des Spaltes 9 durch eine Anziehsehraube 12 gesichert.
Die Schwingbewegung des Vorratsbehäl ters 3 um die Zapfen 2 wird von einer Nok- kenscheibe 13 abgeleitet, deren Form in Fig. 4 eingezeichnet ist. Diese Nockenscheibe 13 ist auf der Nockenwelle 14 aufgekeilt und beherrscht die Bewegung des Vorrats- behälters 3 über eine Laufrolle 1'5, einen um den Zapfen 17 schwingbaren Hebel 16 und eine Zugstange 18.
Während jeder Um drehung der Welle 14 vollführt also der Vor ratsbehälter 3 eine Schwingbewegung auf wärts und zurück, wobei entsprechend der Form der Nockenscheibe 13, die Bewegung nach oben nicht gleichmässig erf olgt, wie dies bisher bei derartigen Vorrichtungen der Fall war, sondern zu Beginn der Aufwärtsbewe gung bis zu einer Lage, in welcher die in den Rinnen des gewellten Bodenteils 4 vor gesehene Spale 9 etwa in die Richtung der Nagelrutschen 19 gelangen, mit beschleunig ter Bewegung und von hier aus bis zur höch sten Ausschwinglage des Behälters mit ver zögerter Bewegung vor sich geht.
In der ersten Phase der Bewegung kommen die in den Spalten 9 schon vorher eingehängten Nägel zum Gleiten und gelangen über die Durchlassscheibe 10 in die Nagelrutsche 19, während die im Teil 5 angehäuften Nägel bei dieser ersten Bewegungsphase noch in Ruhe bleiben. Bei der darauffolgenden ver zögerten Bewegung des Vorratsbehälters 3 nach oben werden die Nägel aus dem Teil 5 in den gewellten Teil 4 übergeschüttet, auf dessen abgeschrägten Wandungen sie in die Spalte 9 gelangen, wo sie mit ihren Köpfen hängenbleiben.
Der grösste Teil dieser Nägel gelangt nicht mehr aus dem Vorratsbehälter heraus, weil die inzwischen auch im gewell ten Teil angehäuften Nägel ein freies Heraus gleiten verhindern. In den Spalten 9 bleiben jedoch ausreichend viele Nägel eingehängt und bei der Rückbewegung des Vorratsbe hälters, die dann gleichmässig erfolgen kann, fallen alle überschüssigen Nägel in den Teil 5 zurück, so dass die in den Spalten 9 hän gengebliebenen Nägel bei der abermaligen Ausschwingung nach oben wieder frei abglei ten können, ehe noch die über die Rinnen geschütteten Nägel den Weg versperren.
Die Nagelrutschen 19 werden von zwei Leisten 20 und 21 gebildet, von denen wieder z. B. die Leiste 20 feststehend angeordnet, während die Leiste 21 querverschiebbar ist. Die festen Leisten 20 sind am mit dem Rah men 1 fest verbundenen Träger 22 befestigt, während die verschiebbaren Leisten 21 auf einer Gleitschiene 23 befestigt sind, die unter Vermittlung eines mit einer Nageldurch messer-Skala versehenen Handrädchens 24 im feststehenden Träger 22 verschiebbar ge lagert ist. Durch Verdrehung des Rädchens 24 können also alle Nagelrutschen 19 gleich zeitig der Breite nach verstellt werden.
In gleicher Weise ist auch die Verstellbarkeit der Spalten 9 im Vorratsbehälter 3 ausge bildet; die Einzelteile hierzu sind jedoch in den Zeichnungen der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet.
Am untern Ende der Nagelrutsche 19 be findet sich die Umkehrscheibe 26, die von einer Welle 26 getragen wird, welche mit dem einen Ende in einem Querstück '27 des Rahmens 1 drehbar gelagert ist und mit dem andern Ende durch eine Hülse 2i & hindurch- tritH (Fig. 2),
welch letztere im Querstück 29 des Rahmens 1 drehbar einbesetzt und mit einem Fla nsch 30 versehen ist. Die nach aussen gekehrte Stirnfläche des Flansches 30 ist an zwei gegenüberliegenden Stellen mit Einschnitten 31 versehen, in die ein von der Feder :
34 belasteter Bolzen 33 bei jeder hal- benUmdrehung des Flansches<B>30</B> einfällt. Das über den Flansch ,3'0, herausragende Ende der Welle 26 trägt einen aufgekeilten Ring 3'2, in welchen der erwähnte Bolzen 33 ein gesetzt ist.
Dieser Bolzen 3'3 fällt mit seinem abgeschrägten Ende in die entsprechend aus- gebildeten Einschnitte 3.1 des Flansches 30 so ein, dass bei der Drehung der Hülse<B>28</B> mitsamt dem Flansch 30 in der einen Rich tung der Bolzen 31 mitgenommen wird, bei umgekehrter Drehrichtung jedoch an schief en Seitenflanken der Einschnitte abgeleitet, ohne mitgenommen zu werden. Bei der Mit nahme des Bolzens 33 wird über den Ring 3 2 auch die Welle 26 mit der Umkehrscheibe 25 mitgenommen.
Diese Mitnahme erfolgt, wie schon erwählet wurde, nur in der einen Drehrichtung der Hülse 28; zur Sicherung gegen eine Drehung in umgekehrter Rich tung wird die Welle 26 mit der Scheibe 25 von einem durch eine Feder 36 belasteten Bolzen 35 festgehalten, der im Querstück 27 eingesetzt ist und in derselben Weise wie der Bolzen 33 in abgeschrägte Einschnitte 37 auf der vordern Steinfläche der Umkehr scheibe 25 einfallen kann. Auch die Ein schnitte 37 in der Umkehrscheibe 25 liegen einander gegenüber, so dass der Bolzen 36 jeweils nach einer Umdrehung der Scheibe 25 um 180 in den gegenüberliegenden Ein schnitt einfallen kann. Die Sicherung durch den Bolzen<B>35</B> hat vor allem den Zweck, eine Verdrehung der Scheibe 25 mit der Welle 26 durch Mitnahme unter Einwirkung der Reibung zwischen der Hülse 28 und dem federbelasteten Bolzen 33 zu verhindern.
Auf der Hülse 28 ist ein Zahnkranz 38 fest aufgesetzt, der von einer Zahnstange 39 eine hin- und hergehende Drehbewegung er hält. Die Zahnstange 39 ist im Querstück 29 verschiebbar gelagert und wird unter dem Einfluss einer am Rahmen 1 'eingehängten Feder 40 dauernd nach unten gezogen. Die Bewegung der Zahnstange<B>39</B> nach oben er folgt durch eine Leiste 74, die von einem um den Zapfen 17 drehbaren Hebel 41 auf und abbewegt wird. Die Schwingbewegungen des Hebels 41 werden von einer auf der Welle 14 aufgesetzten Nockensicheibe 43 unter Ver mittlung einer Laufrolle 42 beherrscht. Die Leiste 74 betätigt zweckmässig die Zahn stangen 39 aller einzelnen Arbeitsstationen.
Bei der Bewegung der Zahnstange 39 nach oben dreht sich zwar die Hülse 28 entgegen gesetzt der Uhrzeigerbewegung (in Ansicht von rechtsgemäss Fig. 2), ohne jedoch hirbei den Bolzen 33 mitzunehmen; die Umkehr scheibe 25 ist hierbei ausserdem gegen diese Drehung durch den im Einschnitt 37 einge fallenen Bolzen 35 gesichert. Die Bewegung der Zahnspange 39 mach oben wird also noch nichtauf die Welle 26 mit der Umkehrscheibe 25 übertragen, sondern bewirkt nur eine Vor- spannungder Feder 40. Erst wenn der Hebel 41 in seine untere Lage zurückkehrt, kann auch die Zahnstange 39 unter dem Einfluss der Feder 40 sinken und versetzt hierbei die Hülse 28 in Drehbewegung im Sinne der Uhrzeigerbewegung.
Bei dieser Drehung werden der Bolzen 3ss mit denn Ring 32 der Welle 26 und die Umkehrscheibe 25 mitge nommen. Der Antrieb der Umkehrscheibe 25 erfolgt also lediglich durch den Zug der Fe der 40, so dass beim Auftreten irgendeines Hindernisses, z.
B. eines, verkrümmten Na gels, oder beim Anschlagen an einem An schlag, die Weiterdrehung der Umkehr- scheibe 25 -aufgehalten werden kann, ohne, dass die Antriebsvorrichtung selbst irgendwie Sehaden erleiden könnte; die Zahnstange 39 bleibt in einem solchen Falle in angehobener Lage stehen und beendet die Herabbewegung erst nach Beseifigung,des Hindernisses,.
Die Umkehrscheibe 2i5 ist auf ihrer, der Nagelrutsclhe 19 zugekehrten 'Stirnfläche mit zwei auswechselbaren Leisten 44 versehen, welche die Nageltaschen 45 aufweisen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel (ge mäss Fig. 8) liegen also zwei Nageltaschen 45 symmetrisch zur Drehachse der Umkehr- scheibe 25 und verlaufen über deren ganze Stirnfläche. Die Entfernungen der Nagel- taschen 45 von der Drehachse der :
Scheibe 25 sind so gewählt, dass im Ruhezustand der Scheibe eine Nageltasche 45 mit :der Nagel rutsche 19 zur Deckung kommt, wobei die Nageltasche eine solche Form aufweist, dass in sie gerade nur ein einziger Nagel einfal len kann, der in ihr mit dem Kopf ein gehängt verbleibt.
Je nach Grösse der ver wendeten Nägel werden die Leisten 44 mit den entsprechend bemessenen Nageltaschen 45 ausgewechselt. Damit der mit dem Kopf nach oben eingehängte Nägel bei der nach- folgenden Drehung der Scheibe 25 aus der Nageltasche 45 nicht herausfallen kann, ist auf einer Seite eine Abdeckung 46 (Fig. 5) vorgesehen, die z. B. von der feststehenden Leiste 20, der Nagelrutsche getragen wird. Durch die Mitte der Scheibe 25, parallel zu den Leisten 45, ist ein Bolzen 47 hindurch geführt, der an beiden Seiten aus der Scheibe 25 herausragt; der Zweck dieses Bolzens 47 wird noch später erläutert.
Wie schon erwähnt wurde, vollführt die Umkehrscheibe 25 ihre Arbeitsbewegung durch Verdrehung jeweils um 180 , so dass jeder Nagel, der aus der Nagelrutsche 19 in die entsprechende Nageltasehe 45 mit nach abwärts gerichteter Spitze aufgenommen wurde, nach der Verdrehung eine Lage mit nach aufwärts gerichteter Spitze erhält. In dieser Lage fällt der Nagel aus der Nagel tusche 45 in die gerade unterhalb befindliche Öffnung 48 eines Verteilschiebers 49 herab. Dieser Verteilschieber 49 besteht aus einem prismatischen Körper, der eine Reihe durch gehender Öffnungen besitzt und z. B. in einer Führung 50 (Fig. 2) im untern Teil des Ge häusekörpers 1 geführt ist.
Die Bewegung des Verteilschiebers wird von einer Steuer scheibe 51 unter Vermittlung einer Lauf rolle 52 (Fig. 3), eines Hebels 53 und einer Stange 57 beherrscht, die im untern Teil des Rahmenkörpers 1 verschiebbar gelagert ist. Der Hebel 53 ist zweckmässig über einen Zapfen 54 mit einem um den Zapfen 17 drehbaren Hebel 55 verbunden. Zur gemein samen Beherrschung aller Verteilstationen betätigt das herausragende Ende der Stange 57 eine Querstange 5e (Fig. 6), die für jeden einzelnen Verteilschieber 49 mit einer Feder klemme 59 versehen ist, die einen am Schie berkörper befestigten Bolzen 60 umfasst. Diese nachgiebige Klemmverbindung hat den Zweck, im Falle des Auftretens eines Hinder nisses, z.
B. wenn sich zwischen die Um kehrscheibe 25 und den Verteilschieber 59 ein Nagel verklemmt, eine Beschädigung der Antriebsvorrichtung zu vermeiden, indem der Antrieb des aufgehaltenen Schiebers einfach unterbrochen wird und dieser steheiibleiben kann, während sich die Klemmbacken 29 öffnen und den Bolzen loslassen.
Die Öffnungen 48 im Verteilschieber 49 sind unten von einem Plättchen 61 abgedeckt, das eine Reihe gleicher Öffnungen 62 besitzt, die dieselben Durchmesser und auch dieselbe Teilung aufweisen wie die Öffnungen 48 im Boden des Schieberkörpers 49. Das Plätt chen 6,1 ist um die Hälfte einer Teilung ihrer Öffnungen länger als der Schieberkörper 49 selbst und an beiden Enden mit Vorsprüngen 63 versehen. Das Plättchen 61 steht unter dem Einfluss einer am Schieberkörper 49 be festigten Feder 64 (Fig. 2 und 7), die das Plättchen 61 dauernd nach rechts drückt und in der in Fig. 2 eingezeichneten Lage zu hätten trachtet.
In dieser Lage decken sich die Öffnungen 62 des Plättchens 61 nicht mit den Öffnungen 48 im Schieberkörper 49, so dass die letzteren nach unten geschlossen sind und die gegebenenfalls in ,die Öffnungen 48 von oben eingefallenen Nägel nicht hin durchfallen können. Erst wenn der Schieber körper 49 in seine rechte Randlage gelangt, stösst das herausragende Ende 63 des Plätt chens 61 gegen die am Ende der Führung 54 befestigte Leiste 65, so dass das Plättchen 61 aufgehalten wird, während sich der Schie- berkörper 49 noch um eine halbe Lochteilung der Öffnungen 62 verschiebt.
Dadurch kom men schliesslich die Öffnungen 48 des Schie- berkörpers 49 mit den Öffnungen 62 des Plätt chens 61 zur Deckung und die in den Boh rungen 4'8! befindlichen Nägel gelangen durch .die Öffnungen 62 in die Führungsröhrchen 66- zu einem nicht dargestellten Aufnehmer, von dem sie dann in bekannter Weise in die eigentliche Nagelvorrichtung gebracht wer den.
An einer Seitenfläche des Schieberkörpers 49 ist z. B. auf einer T-Führung 67 (F'ig. 6 und 8) ein Einstellorgan -6,8 verschiebbar angebracht, das mit einem Vorsprung @69 ent lang der obern Fläche des Schieberkörpem 49 gleitet. An der Unterseite dieses Vor sprunges 69> sind Vertiefungen 70, vorgesehen, ,die dieselbe Teilung besitzen wie die Bährun- gen 48, jedoch deren Anzahl um eine Ver- tiefung 70 übersteigen.
In diese Vertiefun gen 70 kommt je nach der Verschiebung des Organes 68 ein von einer Feder 73 belasteter Bolzen 72 zum Einfallen, wodurch die jeweils eingestellte Lage des Einstellorganes 68 gesichert wird. Dieses Einstellorgan ist von aussen leicht zugänglich und kann vom Arbeiter von Hand aus je nach Wunsch ein gestellt werden. Je nach der Einstellung des Organes 68 wird bestimmt, wieviel Nägel die Umkehrscheibe 25 in die Bohrungen 48 nach einander liefert. Das Einstellorgan 68 ver hindert nämlich mit seinem Vorsprung 69 eine Drehung der Umkehrscheibe 25, sobald eines der vorstehenden Enden des Bolzens 47 mit dem Vorsprung 69 beim absatzweisen Vor- söhub das Verteilschiebers 49 in Berührung kommt (Fig. 8).
Bei dieser Berührung tritt der bereits erwähnte Fall ein, dass die Um- kehrgcheibe 25 mit der Welle 26 infolge des aufgetretenen Hindernisses ihre Verdre hung nicht ausführen kann und somit keinen Nagel liefert; die Zahnstange 39 bleibt also unter Beibehaltung der Verspannung der Feder 40 in ihrer obern Lage stehen. Wenn nun das Einstellorgan 68 so eingestellt ist, dass der federbelastete Bolzest 72 in die äusserste rechte Vertiefung 70 (Fig. 6) ein fällt, kommt der Vorsprung 69 mit dem Bol zen 47 der Umkehrscheibe 25 überhaupt nicht in Berührung und diese kann alle ihre Verdrehbewegungen bis zur Füllung aller Balirungen 48 mit Nägeln ausführen.
Wenn dagegen der Bolzen 72 in die äusserste linke Vertiefung 70, eingestellt wird, verhindert der Vorsprung 69 schon in der Ausgang lüge jede Verdrehung der Umkehrscheibe 25 und bleibt dem Bolzen 47 auch in allen nach folgenden absatzweisen Vorschubbewegungen des Verteilschiebers 49 nach rechts im Wege, so dass eine Verdrehung der Umkehrscheibe 25 nicht eintreten kann und überhaupt keine Bohrung 48 gefüllt wird. Durch Einstellung des Organes 68 in eine Zwischenlage kann dann die jeweils gewünschte Zahl der zu liefernden Nägel eingestellt werden.
Aus dem Angeführten ist ersichtlich, dass hei jeder einzelnen Verteilstation durch Ein- Stellung des Einstellorganes 68 die Anzahl der zu liefernden Nägel unabhängig von den Einstellungen der übrigen Verteilstationen eingestellt werden kann. Es ist also möglich, bei der beschriebenen Einrichtung in ein fachster Weise eine Änderung der zu lie fernden Nägel in den Grenzen von null bis zwanzig zu erzielen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Der Vorratsbehälter 3 wird im nach unten gebogenen Teil 5 mit Nägeln gefüllt und die Nockenwelle 14 in Gang gesetzt. Bei der erstmaligen Füllung ist es zweck mässig, den Vorratsbehälter von Hand aus einige Male auszuschwingen, damit in die Spalte 9 eine Anzahl von Nägeln gelangen. Beim Anheben des Vorratsbehälters 3 glei ten dann die Nägel aus den Spalten 9 über die Durohlassscheibe 10 in die Nagelrutschen 19;
die Anzahl der Nägel, die aus dem Vor ratsbehälter in die Nagelrutschen 19 gelan gen, ist hierbei immer grösser als die maxi male Anzahl, die von der Nagelmaschine selbst verbraucht werden kann, so dass schon nach einigen Arbeitshüben die Nagelrutschen 19 von unten bis oben mit Nägeln gefüllt sind. Der unterste Nagel in der Nagelrutsche 19 fällt in die Nageltasche 45 der Umkehr scheibe 25, in welcher er mit dem Kopf nach oben hängenbleibt. Wenn nun das Zubrin gen eines Nagels erfolgen Soll, vollführt die Umkehrscheibe 25 eine Verdrehung um 180 , so dass die Nageltasche 45 mit dem Nabel über den Verteilschieber 49 gelangt und der so umgekehrte Nagel mit dem Kopf nach unten in eine Bohrung 48 des Schieberkör pers 49 herabfällt.
Die zweite symmetrisch zur Drehachse liegende Nageltasche 45, die in der gleichen Weise bei der vorangehenden halben Umdrehung den Nagel abgeworfen hat; kommt nun wieder von neuem vor die Nagelrutsehe-19 zu liegen und ein weiterer Nagel fällt wieder ein:
Bei der-weiteren hal ben Umdrehung der Umkehrsolheibe-25- voll führt gleichzeitig der Verteilschieber 49 eine Vorschubbewegung nach rechts- (gemäss Fig: 2), und zwar-um eine Teilung der Boh- rungen 48, so dass nach Beendigung der hal ben Umdrehung der Umkehrscheibe 25 ein weiterer Nagel in die nächstfolgende Boh rung 48 des Verteilschiebers 49 einfällt.
Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Umdrehung der Nockenwelle 14, das heisst bei einem Arbeitshub der ganzen Verteilein- riehtung, so oft als eine Verteilstation maxi mal Nägel liefern kann, das heisst bei der beschriebenen Vorrichtung viermal. Aus dem Angeführten geht schon klar hervor, dass die Vorschubbewegungen des Verteilsehiebers 49 nicht davon abhängig sind, ob sich die Um kehrscheibe 25 dreht, das heisst ob Nägel geliefert werden oder nicht.
Bevor der Ver- teilschieber 49 seine rechte Endlage erreicht, bleiben die Bohrungen 48 von unten durch das Plättchen 61 abgeschlossen und die in diese Bohrungen eingebrachten Nägel können dieselben erst verlassen, wenn der Verteil schieber 49 seine rechte Endlage erreicht hat.
Die Erreichung dieser rechten Endlage hat eine Verschiebung des Plättchens 61 in bezug zum Verteilschieber 49 und dadurch ein Öffnen der Bohrungen 48 zur Folge, Was in den Augenblick zustande kommt, in wel chem sich die Bohrungen 48 des Verteilschie- bers 49 gerade über dem Führungsröhrchen 66 befinden, in die dann die Nägel aus den Bohrungen 48 hindurchfallen. Durch die Röhrchen 66 gelangen die Nägel in einen Aufnehmer bekannter Art, von dem sie in bekannter Weise zu der eigentlichen Nagel vorrichtung gefördert werden.
Die Veränderung der zu liefernden An zahl von Nägeln erfolgt, wie beschrieben wurde, durch Einstellung der Stellkörper 68. Diese beeinflussen lediglich die Drehung der Umkehrscheiben 25, ohne die Wirkungsweise der Verteilschieber 49 selbst zu ändern.
Will man bei der beschriebenen Einrich tung Nägel anderer Stärke verwenden, so sind lediglich die Spalte 9 in den Rinnen des Vorratsbehälters sowie die Leisten der Na gelrutschen 19 in der oben angegebenen Weise zu verstellen und ferner die Einsatz stücke 44 in den Umkehrscheiben 25 auszu wechseln. Wenn gleichzeitig mit zwei ver- schiedenen Nagellängen gearbeitet werden soll, genügt es für jene Verteilstation oder -stationen, die Nägel anderer Länge liefern sollen, im Vorratsbehälter 3 den zugehörigen Spalt von den übrigen Spalten durch eine Zwischenwand abzutrennen, die dann den Behälter 3 in zwei Räume teilt, von denen jeder mit andern Nägeln gefüllt werden kann.