CH242445A - Verfahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators, in dem mindestens eine Elek trode mit einer dielektrischen, kristallini schen Oxydhaut und- einer amorphen Oxyd haut überzogen ist.
Für verschiedene Anwendungen ist es empfehlenswert, die dielektrische Oxydhaut unter einer amorphen, porösen Oxydschicht anzubringen. Diese Schicht besitzt die Egen- schaft, die Durchschlagsspannung und die Korrosionsbeständigkeit der dielektrischen Haut zu vergrössern, was besonders, wichtig ist für Wechselstromkondensatoren,
in denen mindestens zwei solcher Elektroden vorhan den sind. Sie kann ferner infolge ihrer Poro= sität eine Elektrolytmenge aufnehmen, so dass sieh ein besonderes absorbierendes Material, wie Papier, erübrigt. Es hat .sich jedoch er geben, dass die Anwendung einer amorphen Oxydhaut den Übelstand mit sich bringt, dass der Reihenwiderstand eines mit einer der artigen Elektrode ausgerüsteten Kondensa- tors wesentlich erhöht wird.
Dies ist be sonders störend bei Anwendung solcher Elek troden in Wechselstromkondensatoren.
Die Erfindung hat nun den Zweck, unter Beibehaltung der Vorteile, welche die An wendung einer amorphen Haut mit sich bringt, den obenerwähnten Übelstand der Er- b.öhung des Reihenwiderstandes zu vermeiden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeich net, dass die Elektrode, nachdem die Oxyd häute hergestellt sind, derart erhitzt wird, dass die in der amorphen Haut vorhandenen engen Poren erweitert werden.
Vorteilhaft erfolgt die Erhitzung bei etwa 450 C. Die Zeitdauer der Erhitzung beträgt vorzugsweise annähernd 30 Minuten.
Ein Ausführungsbeispiel der Herstellung eines elektrolytischen Wechselstromkonden- sators gemäss der Erfindung wird nach stehend beschrieben.
Es wird von zwei Aluminiumstreifen mit einer Stärke von zirka 200 Mikron ausgegan gen, deren Oberflächen der gewünschten Ka- pazität entsprechen, für den vorliegenden Fall 35 X 5 cm'. Nachdem sie gereinigt wor den ,sind, werden die Streifen gegebenenfalls in ein Itzbad eingeführt, wodurch die wirksame Oberfläche vergrössert wird.
Nach dieser Behandlung wird die amorphe Haut auf die folgende Weise gebildet: Die Elektrodenstreifen werden in ein Bad der Zusammensetzung 100 g Chromoxyd (Cr03) 100 cm' Schwefelsäure und 4 Liter destilliertes Wasser getaucht, woiauf durch jeden Streifen ein Gleichstrom von 4 Amp. geschickt wird. Diese Behand lung dauert etwa 20 Minuten. Die dadurch entstandene Haut hat eine Stärke von an nähernd 4 Mikron.
Nachdem die amorphe Oxydhaut herge stellt ist, wird die dielektrische, kristallinische Haut auf die bekannte Weise in einem wässe rigen Boratelektrolyten formiert, bis die ge wünschte Spannung und der gewünschte Leckström erreicht worden sind.
Auf diese Behandlung folgt während etwa einer hal ben Stunde die Erhitzung gemäss der Erfin dung in einem Ofen, in' dem eine Tempera tur von 450 C herrscht. Dann werden die Streifen in einen Elektrolyten gesetzt, wor auf noch nachfoxmiert wird, um den infolge der Erhitzung vergrösserten Leckstrom wie der auf einen geringeren Wert herabzusetzen.
Falls die Elektroden zu einem Wickelkon densator vereinigt werden, werden sie unter Zwischenfügung eines Streifens aus porö sem Material aufgewickelt, worauf der Wik- kel mit dem Betriebselektrolyten imprägniert wird.
Der Vorteil des erfindungsgemässen Ver fahrens ergibt sich aus den folgenden zah lenmässigen Werten: Bei einem elektrolyti- scheu Wechselstromkondensator des obener- wähnten Typs, dessen Elektroden nicht nach erhitzt worden waren, betrug der Reihen- widerstand 20 Ohm. Bei einem ähnlichen Kondensator, dessen Elektroden einer Er hitzung gemäss der Erfindung unterworfen worden waren, betrug der Reihenwiderstand 10 Ohm.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines elek trolytischen Kondensators, in dem mindestens eine Elektrode mit einer porösen, amorphen Oxydhaüt und einer dielektrischen, kristalli nischen Oxydhaut überzogen ist, insbesondere eines .Wechselstromkonderisators mit minde- stens zwei solcher E'le'ktroden, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektrode, nachdem die Oxydhäute hergestellt ,sind, derart er hitzt wird,dass die in der amorphen Haut vorhandenen engen Poren erweitert werden. II. Elektrolytischer Kondensator, herge stellt nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I. . UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung bei etwa 450 C erfolgt. ' 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch, 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung während annähernd 30 Minuten durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL242445X | 1943-01-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH242445A true CH242445A (de) | 1946-05-15 |
Family
ID=19780646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH242445D CH242445A (de) | 1943-01-27 | 1944-01-25 | Verfahren zur Herstellung eines elektrolytischen Kondensators. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH242445A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116822B (de) * | 1957-08-09 | 1961-11-09 | Siemens Ag | Verfahren zur Verbesserung der mit einer formierten Oxydschicht versehenen anodischen Elektrode fuer einen Elektrolytkondensator |
-
1944
- 1944-01-25 CH CH242445D patent/CH242445A/de unknown
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1116822B (de) * | 1957-08-09 | 1961-11-09 | Siemens Ag | Verfahren zur Verbesserung der mit einer formierten Oxydschicht versehenen anodischen Elektrode fuer einen Elektrolytkondensator |
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