CH242886A - Verfahren zur Vorbehandlung kolloider, mindestens Eisenoxyd als metallhaltige Substanz enthaltender Schlämme zwecks ihrer weiteren Verarbeitung mindestens auf Eisen. - Google Patents

Verfahren zur Vorbehandlung kolloider, mindestens Eisenoxyd als metallhaltige Substanz enthaltender Schlämme zwecks ihrer weiteren Verarbeitung mindestens auf Eisen.

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CH242886A
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Budavideki Vasgyar R T
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating

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Description


  Verfahren zur     Vorbehandlung        kolloider,    mindestens Eisenoxyd als metallhaltige  Substanz enthaltender Schlämme zwecks ihrer weiteren Verarbeitung       mindestens    auf Eisen.    Schlämme, welche     Eisenoxyd    in kolloi  daler Form und daneben gegebenenfalls noch  andere Metallverbindungen enthalten, wie sie  z. B. bei der     Tonerdeherstellung    aus     Bauxit     in grosser Menge und mit einem Wassergehalt  von etwa     40-%    anfallen, lassen sich bekannt  lich nicht ohne     weiteres    verwerten.

   Um aus  solchen Schlämmen, die     im.    Trockenzustand  bis zu etwa     40-60%        Eisenoxyd    enthalten  können, die in ihnen vorhandene grosse Eisen  menge gewinnen zu können, hat man bisher  sehr viele Versuche ausgeführt. Es ist dabei  besonders     beachtenswert,    dass solche     Schlämme          einen    hohen Gehalt an     Vanadin    und Titan  aufweisen können, die bekanntlich wichtige  Legierungsbestandteile der Stahlindustrie  sind.  



  Die bisherigen Bemühungen führten aber       darum    zu keinem wirtschaftlichen Ergebnis,  weil man nicht. vermochte, die     kolloidartig     verteilten     Eisenhydroxyde        :im    basischen Me-         dium        wirtschaftlich    zu     entwässern    und zum  Sintern und dann zum Verhütten geeignet zu  machen. Man konnte sie auch nicht trocknen,  weil sie an der Luft nur an der Oberfläche  in einer dünnen Schicht     eintrockneten.     



  Solche     Eisenoxydschlämme    mit grossem  Wassergehalt, z. B. der     Rotschlamm,    wurden  bisher zum Verhütten so vorbereitet, dass man  sie mit der zwei- bis dreifachen Menge eines  andern, verhältnismässig trockenen Erzpul  vers     vermischte.    Das Zumischen dieser gro  ssen Menge artfremden Erzpulvers ermög  lichte aber nicht, das Titan und     Vanadin        aus     dem     Rotschlamm    in Roheisen in bedeutender  Menge zu     gewinnen.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren hebt  diese Nachteile auf und ermöglicht es,  solche schwer .     verärbeitbaren        kolloidar    .gen  Schlämme, die ausser Eisen noch andere Me  talle enthalten können, in erster     Linie    die so  genannten     Rotschlämme,        sinterbar        und        damit         zur Gewinnung ihres Eisen- und andern Me  tallgehaltes geeignet zu machen.  



  Wesentlich für die Erfindung ist die An  wendung     eines.    solchen Stoffes, der     billig    ist,  eine grosse     Wasserbindefähigkeit    aufweist  und beim     Verhütten        mindestens    nicht nach  teilig wirkt.     Als    solches     Material    wird erfin  dungsgemäss     ein    nicht gröber als feinkörniges,  mindestens<B>30e%</B>     Kalziumoxyd    enthaltendes  Material, z. B. gebrannter Kalk in einer Menge,  die     5-30,%    gebranntem Kalk in bezug auf  den     Kalziumoxydgehalt    entspricht, verwen  det. Dieses Material, z.

   B.     gebrannter    und zu  Staub vermahlener     bezw.    fein gekörnter Kalk  bindet den Wassergehalt des Eisenoxyd  schlammes derart, dass das Material sich  schon trocken anfühlt und eine solche Konsi  stenz aufweist, dass es auch in     Sinterungs-          öfen    verarbeitet werden kann.  



  Man vermischt     beispielsweise    den wässeri  gen     Eisenoxydschlamm    in einem Schnecken  mischer oder in mit     Rührvorrichtungen        ver-          sehenen    B     ehälternmit    pulverisiertem     bezw.    fein  gekörntem gebranntem Kalk, bis die Menge  des Kalks berechnet auf den wässerigen  Schlamm 5-30 % erreicht. Die Reaktion ver  läuft unter     Wärmeentwicklung    sofort und  das Material, das sich trocken anfühlt kann  in noch warmem Zustand in     Sinterungsöfen     eingegeben oder in Waggons. befördert  werden.  



  Wenn das Produkt gesintert werden soll,  so kann auch so vorgegangen werden, dass man  die zum     Sintern    nötige     Koksmenge    mit dem       KalziumoxydenthaltendenMateria1        zusammen     beimischt. Das so erhaltene trockene Material  hat den grossen Vorteil, dass es nicht nur     in          Sinterungsöfen,    sondern auch in beliebigen an  dern keramischen Ofen     sinterbar    ist.

           Ausführungsbeispiele:       1.     Rotschlamm    wird mit 5-10 % gemah  lenem gebranntem     Kalk    von weniger als 2 mm       Körnchengrösse    und mit der gleichen Menge  von     Kokspulver    vermischt. Das schlammige  Material erhärtet und     wird    nach kurzer Zeit  zur Verformung geeignet. Die geformten    Stücke werden im Ofen gebrannt und man  bekommt ohne     Zerstäubung    ein Erzeugnis,  welches zur Gewinnung     seines    Eisen- und  andern Metallgehaltes geeignet ist.  



  2. Rotschlamm     wird    mit 15-3075 fein  gekörntem, gemahlenem     gebranntem    Kalk  vermischt. Dann erhärtet das schlammige Ma  terial in kurzer Zeit, zerstäubt     und    ist in  diesem Zustand durch beliebige mit Luft  durchführung arbeitende Verfahren, z. B.  nach     Greenawalt    oder     Dwight-Lloyd,        sinter-          bar.     



  Das erhaltene Erzeugnis ist zum Ver  hütten sehr geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vorbehandlung kolloider, mindestens Eisenoxyd als. metallhaltige Sub stanz enthaltender Schlämme, zwecks ihrer weiteren Verarbeitung mindestens auf Eisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlamm rrrtit einem nicht gröber als feinkörnigen, min destens<B>30%</B> Kalziumoxyd enthaltenden Ma terial in einer Menge, die 5-30% gebrann tem Kalk in bezug auf den Kalziumoxydge- halt entspricht, vermischt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von dem bei der Tönerdeherstellung aus Bauxit anfallen den Rotschlamm ausgeht. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass man gebrannten Kalk verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch Bekenn zeichnet, dass man ausserdem noch Koks zu mischt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Mischung sintert. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Mischung sintert.
CH242886D 1942-06-16 1943-03-03 Verfahren zur Vorbehandlung kolloider, mindestens Eisenoxyd als metallhaltige Substanz enthaltender Schlämme zwecks ihrer weiteren Verarbeitung mindestens auf Eisen. CH242886A (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009210B (de) * 1954-06-22 1957-05-29 Vaw Ver Aluminium Werke Ag Verfahren zum Stueckigmachen von Rotschlamm
DE1026769B (de) * 1952-01-16 1958-03-27 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Nutzbarmachung schlammfoermiger Abfallstoffe, vorzugsweise von Rotschlamm oder diesen enthaltenden Mischungen
WO1981003499A1 (en) * 1980-06-05 1981-12-10 Ssab Division Gruvor Agglomerates,a process for producing thereof and use thereof
WO1982002061A1 (en) * 1980-12-08 1982-06-24 Olle Bostroem The manufacture of a product to be sintered from fine-grain ironoxide material

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