Tretlager-Stufenwechselgetriebe mit Antriebskurbelumschaltung, insbesondere für Fahrräder. Die Erfindung betrifft ein Tretlager- Stufenwechselgetriebe mit Antriebskurbel umschaltung, insbesondere für Fahrräder, welches Getriebe mit zwei ständig miteinan der gekuppelten Zahnradsätzen versehen ist, wobei die Räder des "ersten" Satzes gegen einander frei drehbar auf der Antriebswelle und die Räder des "zweiten" Satzes unter einander fest verbunden auf einer Hilfswelle angeordnet sind, während die Räder des "ersten" Satzes je für sich von der Antriebs welle mittels Freilaufküpplungen angetrie ben werden können,
welche je wenigstens eine Klinke besitzen, welche Klinken drehbar mit der Antriebswelle verbunden sind und in Innenverzahnungen der Räder des ersten Satzes eingreifen können.
Ein ähnliches Wechselgetriebe ist be kannt. Diesem gegenüber ermöglicht die Er findung die Erzielung einer beträchtlich ein facheren Bauart. Gemäss der Erfindung sind die Zahnräder der Antriebs- und der Hilfswelle derart aus gebildet, dass jedes Rad der Antriebswelle beim Ausführen einer Umdrehung einem jeden der übrigen Räder dieser Welle mittels der Räder der Hilfswelle eine Drehung er teilt, die gleich ist einer Umdrehung, ver mehrt oder vermindert um ein ganzes Viel faches des der Teilung der Innenverzahnung dieses angetriebenen Rades entsprechenden Eingriffswinkels.
Bei Wechselgetrieben gemäss der Erfin dung nehmen, wenn ein beliebiges Rad der Antriebswelle in der normalen Drehrichtung angetrieben wird, die innern Verzahnungen der weiteren Räder bei derselben Lage einer Antriebskurbel, also nach einer beliebigen Anzahl vollständiger Umdrehungen, immer wieder in bezug auf das Gehäuse des Wech selgetriebes und also auch in bezug auf die Antriebswelle entsprechende Lagen ein ("ent sprechende Lagen" soll in diesem Fall heissen: es liegen an den gleichen Stellen wieder Klinkenaufnahmestellen und Zähne vor).
Dies trifft also beim Antrieb eines jeden Rades der Antriebswelle zu.
Die Erfindung kann verschiedenartig zur Anwendung kommen. Das bekannte Wech selgetriebe kann bei Ausbildung der Zahn räder (Kettenzahnräder werden im nach stehenden nicht besonders erwähnt werden, obgleich Kettenübertragung auch möglich bleibt) nach der Erfindung z.
B. in sehr ein facher Weise für Zusammenarbeit mit einer Rüektrittbremsnabe geeignet gemacht wer den, und zwar dadurch, dass eine oder mehrere Klinken für die Rückwärtsdrehrichtung ("Bremsklinken") angeordnet werden, die mit der dazu entsprechend ausgebildeten innern Verzahnung eines der Zahnräder der Antriebswelle zusammenarbeiten und die durch die Wirkung einer Feder immer das Bestreben haben, in die Arbeitslage oder in die Ruhelage zu treten, und von einer Unter brechungsvorrichtung gesteuert werden, die aus einem oder mehreren Tastern besteht,
welche sich bei der Drehung der Antriebs welle an einer mit radialen Aussparungen versehenen Scheibe entlang bewegen und unter Federdruck mit dieser Scheibe in Be rührung stehen, derart, dass die Bremsklinken bei antinormaler Drehrichtung der Antriebs kurbeln nur beim Durchlaufen bestimmter, in der Nähe der waagrechten Kurbellagen lie genden Sektoren unter der Wirkung von Federkraft oder Reibung die Arbeitslage ein zunehmen bestrebt sind, während die Klin ken die Ruhelage einzunehmen bestrebt sind, wenn die Antriebskurbeln die zwischen liegenden Sektoren ("Unterbrechungssekto ren") durchlaufen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel der Er findung sind die bekannten baulichen Mass nahmen, welche dazu dienen, das Festlaufen des Getriebes bei normaler bezw. antinorma ler Drehrichtung der Antriebswelle und ein geschalteter höherer bezw. niedrigerer Ge- sehwindigkeit als diejenige, bei der die Bremse betätigt wird, zu verhindern (näm lich Kupplung der. Bremsklinken mit den Klinken dieser höheren und/oder niedrigeren Geschwindighkit(en) oder mit dem Schalt mechanismus), fortgelassen, weil dieses Fest laufen im Falle der jeweilig eingeschalteten Geschwindigkeit nur bei bestimmten festen Lagen der Antriebskurbeln stattfinden kann.
Die Steuerung der Bremsklinken durch eine Unterbrechungsvorrichtung reicht bei dieser Ausführungsform aus, weil die Zahn räder in derartiger Weise ständig gekuppelt sind (wozu sie mit Marken versehen werden können), dass alle Antriebskurbellagen, bei denen dieses Festlaufen in den betreffenden Geschwindigkeiten stattfinden kann, inner halb der U nterbrechungssektoren fallen.
Ausserdem kann bei einer Ausführungs form der Erfindung ein besonderer Schalt mechanismus für das In- und Aussertätigkeit- schalten der Klinken für die normale Dreh- riclitung ("Antriebsklinken") vollkommen entbehrt werden, wenn diese Klinken in be- stimnmter Weise miteinander g ekuppelt werden.
Die Freilaufkupplungen der Wechsel getriebe gemäss der Erfindung werden näm lich durch regelmässige Verzahnungen und hiermit zusammenarbeitende Klinken gebildet, so dass eine die Arbeitslage einnehmende Klinke bei antinormaler Drehrichtung der Antriebswelle in bezu- auf das betreffende Zahnrad in die Ruhelage gedrückt wird.
Die gegenseitige Kupplung der Antriebs klinken ist nun bei diesem Beispiel derart, dass, wenn sich alle Klinken in der Ruhelage befinden, jede unter dem Einfluss eines ge wissen Druckes (z. B. eines Federdrucl@es) wieder bestrebt ist, die Arbeitslage einzu nehmen, während, wenn eine beliebige Klinke sich gerade einer Aufnahmestelle gegenüber und jede der andern Antriebs1@linken sich ge rade gegenüber einem Zahn der entsprechen den innern Verzahnung befindet, die andern Antriebsklinken, dadurch,
dass die erst erwähnte Antriebsklinke sieb in die Arbeits laue bewegt., entweder in der Ruhelage ver riegelt oder einem entgegengesetzten Feder druck ausgesetzt werden, so @dass sie eben in der Ruhelage verbleiben. Eine einmal eingeschaltete Geschwindig keit bleibt also bei dieser Ausführungsform bei normaler Drehrichtung der Antriebs welle eingeschaltet und wird bei antinormaler . Drehrichtung ausgeschaltet, wonach alle An triebsklinken die Arbeitslage einzunehmen bestrebt sind, bis eine dieser Klinken einer Liegestelle gegenüber kommt und ein schnappt.
Die andern Klinken verbleiben nun in der Ruhelage, bis die in Tätigkeit getre tene Klinke wieder aus der Arbeitslage herausgedrückt wird. Dieses Spiel wieder holt sich, solange rückgetreten wird. Wird wieder vorwärtsgetreten, so bleibt diejenige Geschwindigkeit eingeschaltet, deren An triebsklinke zuletzt in Tätigkeit trat.
Bei Ausführungsbeispielen der Erfindung ist es nun möglich, von einer gewissen Ge schwindigkeit aus, eine bestimmte andere Geschwindigkeit durch Rücktreten aus einer bestimmten Lage der Antriebskurbeln um einen bestimmten Winkel einzuschalten (denn, wenn eine gewisse Geschwindigkeit eingeschaltet ist und Antrieb in der normalen Drehrichtung erfolgt, nehmen die innern Verzahnungen bei den gleichen Antriebskur bellagen immer entsprechende Lage ein).
Wie durch Schemas erläutert werden wird, sind bei den gezeigten Beispielen die Zahnräder derart gebaut und in bezug auf einander eingestellt worden (mit Hilfe von Marken), dass bei einer jeden Geschwindig keit eine oder mehrere Antriebskurbellagen vorliegen, bei denen die innern Verzahnungen derartige Lagen einnehmen, dass Einschal tung einer oder mehrerer anderer Geschwin digkeiten durch Rücktreten mit den Antriebs kurbeln aus diesen Lagen um bestimmte Winkel möglich ist.
Bevorzugte Ausfüh rungsbeispiele sind ausserdem für die An passung an eine Rücktrittbremsnabe geeignet, wobei die Vorteile des bekannten Wechsel getriebes, bestehend in einer betriebssicheren und schnellen Antriebskurbelumschaltung, bei Ausschluss jeder Gefahr der Beschädi gung durch unrichtiges Umschalten und der Möglichkeit, bei stillstehendem Fahrrad zu vor in einfacher Weise eine günstige Ge- schwindigkeit (kleine oder normale) einzu schalten, trotzdem nicht beeinträchtigt werden.
Bei einem einer Rücktrittbremsnabe an gepassten Ausführungsbeispiel mit zwei Ge schwindigkeitsstufen ist noch eine andere einfache Bauart benutzt, bei der ebenfalls ein besonderer Schaltmechanismus vermieden wird. Auch dies wird an Hand eines Schemas erläutert werden.
An Hand der zum Teil schematischen Zeichnung wird die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen des Wechselgetriebes näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt schematisch die Bauart eines Dreigeschwindigkeitswechselgetriebes ohne Schaltvoridchtung dar, mit Zahnrädern und zur Verwendung in einem Fahrrad mit einer Rücktrittbremsnabe, welches Getriebe in einem zwei- oder mehrteiligen Gehäuse 1, von dem ein oder mehrere Teile fest mit dem Rahmen verbunden werden können, unter gebracht ist.
Die Antriebswelle 2 hat einen Mittelteil von grösserem Durchmesser als die Enden. auf denen die Antriebskurbeln befestigt werden. In diesem Mittelteil sind die Antriebsklinken der Freilaufkupplungen mit ihrer Kupp- lungsvorrichtung und die Bremsklinken untergebracht.
Die Antriebsklinken können in. die zuge hörigen Innenverzahnungen der Zahnräder 3, 4 und 5 eingreifen. Von der Bremsklinke kann eines dieser Zahnräder auch ent gegen der normalen, das heisst Vorwärts- Drehrichtung angetrieben werden.
Das Zahnrad 4 ist über die Kettenrad nabe 6 fest mit dem grossen Kettenrad 7 verbunden. Wenn also dieses Zahnrad durch die Welle 2 angetrieben wird, so hat man die normale Geschwindigkeit, wobei die unter einander fest verbundenen Zahnräder 8;
9 und 10 der Hilfswelle 11 sowie die Zahn räder 3 und 5 der Antriebswelle, welche mit den Zahnrädern 9 bezw. 10 der Hilfswelle -im Eingriff stehen, unbelastet mitlaufen. Aus dem gegenseitigen Verhältnis der Durch messer der Zahnräder in Fig. 1 kann abgelei tet werden, dass in diesem Fall das Zahnrad 3 in bezug auf die Antriebswelle voreilen und das Zahnrad 5 in bezug auf diese Welle zurückbleiben wird.
Falls das Zahnrad 3 von der Antriebs- welle angetrieben wird, wird das Zahnrad 4 über die Zahnräder 9 und 8 angetrieben und in bezug auf diese Welle zurückbleiben. Die kleine Geschwindigkeit ist also eingeschaltet, und das Zahnrad 5 läuft unbelastet mit, bleibt aber wieder zurück in bezug auf das Zahnrad 4.
Wird das Zahnrad 5 von der Antriebs welle angetrieben, so wird das Zahnrad 4 über die Zahnräder 10 und 8 angetrieben und in bezug auf diese Welle voreilen. Die grosse Geschwindigkeit ist eingeschaltet und das Zahnrad 3 läuft unbelastet mit, läuft aber wieder schneller als das Zahnrad 4.
Wenn anstatt der direkt ineinandergrei fenden Zahnräder eine Kettenradübertragung im Wechselgetriebe angewendet wird, so kann das Kettenrad 7, das dann naturgemäss kleiner sein soll, auch fest mit der Hilfs welle 11 verbunden werden (im nachstehen den wird nur von einer Zahnradübertragung die Rede sein, obgleich immer auch eine Kettenradübertragung angewendet werden könnte).
Die Bremsklinke ist mit der Unter- brechungsvorrichtung gekuppelt, von der, schematisch, die wichtigsten Teile dargestellt sind. Die Welle 12 ist fest oder federnd mit derjenigen der Bremsklinke verbunden und trägt einen Taster 13, der auf dem Innen rand der fest mit dem Gehäuse verbundenen Unterbrechungsscheibe 14 läuft. Dieser Innen rand hat vorspringende Teile. Die Unter- brechungsvorrichtung wird durch einen Deckel 15 geschützt.
Der Mittelteil der Antriebswelle 2 mit den Klinken der Freilaufkupplungen kann verschiedenartig ausgebildet werden. In Fig. 2 sind im Mittelteil drei Nuten einge dreht, während die ausgesparten Ringe in Richtung parallel zur Achse der Welle 2 durchbohrt sind.
Die Zahnräder 5 und 3 sitzen mit ihrer Lauffläche auf dem Umfang dieser Ringe, während das Zahnrad 4 keine Lauffläche auf diesen Ringen braucht, da es mit der Kettenradnabe 6, welche z. B. mittels Ku geln, wie in Fig. 2, auf der Welle 2 gelagert ist, ein Ganzes bildet oder fest verbunden ist.
Fig. 3 ist ein Querschnitt des Mittelteils nach Fig. 2, und zwar durch die Nut, in wel cher sich ausser der Antriebsklinke 16 des be treffenden Zahnrades auch die Bremsklinke 17 befindet.
Die Antriebsklinke ist frei drehbar auf einer Welle 18 gelagert, während die Brems klinke fest auf einer Welle 19 sitzt. Diese Welle 19 kann sich in den Bohrungen der Ringe frei drehen und ist fest oder federnd mit der Welle 12 (Fig.1) der sich ausserhalb des Mittelteils befindenden Unterbrechungs vorrichtung verbunden.
Der Bolzen 20, der in die dritte Bohrung gesteckt ist, dient zur Befestigung der Blatt federn 21 und 22 für die Antriebs- bezw. die Bremsklinke.
Frei drehbar in der vierten Bohrung, hinter der Antriebsklinke, befindet sich als Teil der Kupplungsvorrichtung eine Riegel welle 231 in der über der ganzen Länge .eine parallel zur Achse verlaufende Nut vor gesehen ist, in welche Nut ein auf der hintern Seite jedes der drei Antriebsklinken befind licher Zahn eingreifen kann. Ebenso wie in Fig. 3 für die Nut, in der die Bremsklinke untergebracht ist, dargestellt ist, befindet sich also in jeder der andern Nuten der An triebswelle: eine Antriebsklinke auf der 'grelle 18, eine Blattfeder für diese Klinke, welche Feder am Bolzen 20 befestigt ist, und die Riegelwelle 23 (Fig. 4).
Wenn eine der Antriebsklinken die Ar beitslage einnimmt, wie in Fig. 3, und die Antriebsklinken der andern Geschwindigkei ten die Ruhelage einnehmen, wie in Fig. 4, so sind diese Klinken gegen Einspringen in die Arbeitslage verriegelt, solange die erst erwähnte Antriebsklinke in der Arbeitslage verbleibt.
Beim Rücktreten wird nun diese An triebsklinke durch das entsprechende Zahn- rad in die Ruhelage gedrückt, wobei die Riegelwelle 23 durch diese Klinke in bezug auf die Welle 2 nach rechts gedreht wird bis zu einer Lage, in der sie alle Antriebs klinken zum Einspringen in die Arbeitslage freilässt; welche der Antriebsklinken dies tun können, hängt von der Lage der Innen verzahnungen der Zahnräder in bezug auf die Antriebswelle in diesem Augenblick ab. Aus den vorstehenden Darlegungen erge ben sich verschiedene Bedingungen bezüglich der Form der Antriebsklinken.
Beim Ausser- tätigkeitschalten einer Antriebsklinke soll die Antriebswelle sich in bezug auf das Zahnrad so weit drehen (in Fig. 3 nach rechts), bis der Zahn der Klinke ganz aus der Nut der Riegelwelle herausgetreten ist und diese Welle sich ungehindert zurückdrehen kann, wobei der höchste Punkt auf der An triebsseite der Klinke in Berührung mit einem Nocken zwischen zwei Aufnahme stellen oder Rasten der innern Verzahnung des Zahnrades steht. Zwischen dem Zahn und der Riegelwelle muss also in diesem Zustand ein gewisses geringes Spiel vorhanden sein.
Bei normaler Drehrichtung der Antriebswelle in bezug auf das Zahnrad, die eintritt, wenn eine kleinere Geschwindigkeit eingeschaltet wurde, und nachdem die Rückdrehung der Riegelwelle stattgefunden hat, wird der Zahn der Klinke auf der Riegelwelle zur Auflage kommen, sobald die Antriebsseite der Klinke wieder über eine Aufnahmestelle der innern Verzahnung kommt. Zufolge des von vornherein vorhandenen Spiels zwischen dem Zahn und der Riegelwelle wird der er wähnte höchste Punkt auf der Antriebs seite der Klinke also ein wenig nach aussen aus der Nut der Welle 2 heraustreten.
Um nun zu vermeiden, dass die Klinke noch gerade in die Verzahnung eingreifen wird, soll die Antriebsseite gemäss Fig. 3 und 4 ausgebildet sein, wobei also der höchste Punkt ZP der Antriebsseite der Klinke höher, das heisst weiter von der Achse der Welle entfernt liegt als der höchste Punkt Q der eigentlichen Stossfläche (Druckfläche) der Klinke, wenn letztere sich in der Ruhelage befindet.
Für die Antriebsklinke der kleinsten Ge schwindigkeit ist dies nicht notwendig, da die Welle 2 nie schneller als das Zahnrad 3 rotieren wird.
Um weiter zu verhindern, dass, wenn eine Antriebsklinke in die Arbeitslage springen soll, der Zahn dieser Klinke, nach Entriege- lung der Riegelwelle, auf dem Rande der NTUt dieser Welle hängenbleibt, z. B. wegen ungleicher Länge der Zähne der Antriebs klinken, oder wegen Spiel, z. B. der Riegel welle in ihrer Bohrung in der Welle 2, wo durch die betreffende Klinke nicht aussprin- gen würde, sollen die Zähne der Antriebs klinken auf der hintern Seite unter einem gewissen Winkel T abgeschrägt werden (Fig. 5).
Der Zahn der neuen Antriebsklinke wird hierdurch, noch bevor derjenige der alten Klinke vollkommen aus der Nut der Riegelwelle herausgetreten ist, in diese Nut hineingedrückt werden.
Bei einem auf diese Weise ausgebildeten Wechselgetriebe kann ein Bruch der Klin kenzähne oder eine Beschädigung der Riegel welle auftreten, wenn mehr als eine An triebsklinke gleichzeitig in die Arbeitslage getreten ist (was nicht durch irgendeine Ein stellung der Zahnräder in bezug aufeinander verunmöglicht werden kann), denn beim An treiben wird die Antriebsklinke der grösseren Geüchwindigkeit sich in der innern Ver zahnung des Zahnrades dieser Geschwindig keit:
festklemmen, während die Antriebs klinken) der niedrigeren Geschwindigkeiten) wieder in die Ruhelage gedrückt wird (wer den), und zwar durch das (die) nun schneller als die Antriebswelle rotierende(n) entspre chenden) Zahnrad(räder), wobei es die durch die andere Klinke arretierte Welle 23 zu drehen sucht. In Abweichung von der starren Form wird darum die Riegelwelle zweckmässig aus ebensovielen in bezug aufeinander verdreh baren Teilen zusammengesetzt, wie das Wech selgetriebe Geschwindigkeiten hat. Die Teile werden z. B. durchbohrt, dann abgedreht und mit der Nut versehen, wonach sie auf einem gemeinsamen, mehraderigen.
durch die erwähnten Bohrungen hindurch geführten Stahldraht festgelötet werden.
In Fig. 6 ist eine derartige dreiteilige Riegelwelle dargestellt, die in der dazu die nenden Bohrung des Mittelteils der Welle liegt. Die zwischen den festgelöteten Teilen des Stahldrahtes liegenden freien Teile des Drahtes, welche sich verdrehen können, sind gleich lang. Der Stahldraht ist der Klarheit halber nicht dargestellt, die gelöteten Teile jedoch wohl (schwarz in der Zeichnung).
Auch kann die Riegelwelle aus einem einzigen steifen Stück bestehen; die Nute soll dann aber an der Stelle, wo die Zähne der Antriebsklinken der verschiedenen Ge schwindigkeiten - mit Ausnahme der klein sten - in die Nut eintreten können, auf der der Achse der Antriebswelle zugekehrten Seite verbreitert werden, und zwar derart (siehe Fig.
7), dass, wenn eine der Antriebs klinken gleichzeitig mit derjenigen einer niedrigeren Geschwindigkeit in die Arbeits lage getreten ist, beim darauffolgenden An treiben der Antriebswelle die letzterwähnte Klinke durch das schneller als diese Welle sich drehende Zahnrad dieser Geschwindig keit in die Ruhelage gedrückt werden kann, wobei die Riegelwelle durch die letzt erwähnte Klinke in bezug auf die Antriebs welle soll nach rechts gedreht werden kön nen, ohne dass auf den Zahn der in der innern Verzahnung des Zahnrades der höheren Geschwindigkeit festgeklemmten Antriebs klinke durch die Riegelwelle Druck ausgeübt wird.
Die Riegelwelle soll dabei von einer zu sätzlich vorhandenen, in der Richtung des Pfeils in Fig. 7 wirkenden Federkraft wieder zurückgedreht werden. Diese Federkraft darf nicht zu gross sein, weil das In-die-Arbeits lage-Springen einer neuen Antriebsklinke dann mit weniger grosser Sicherheit erfolgen wird (der Zahn der Klinke könnte nämlich auf dem Rande der Nute dadurch hängen bleiben, dass die Abschrägungen nach Fig. 5 zuwenig Wirkung haben, wenn die Feder kraft, welche bestrebt ist, die Riegelwelle in der Richtung des Pfeils in Fig. 7 in bezu auf die Welle 2 zu drehen, zu gross ist).
Bei Anwendung einer auf diese Weise ausgebildeten Riegelvorrichtung dürfen in keiner Lage der Zahnräder die sämtlichen vorhandenen Antriebsklinken gleichzeitig von den innern Verzahnungen dieser Räder, beim Drehen der Antriebswelle entgegen der nor malen Drehrichtung, in die Ruhelage ge drückt werden. In diesem Fall würde die unter Federkraft sich zurückdrehende Rie gelwelle sämtliche Antriebsklinken verrie geln, und es würde keins der Geschwindig keiten wieder eingeschaltet werden können.
Bei einem Wechselgetriebe mit nur zwei Geschwindigkeiten kann diese Riegelvorrich tung also keine Anwendung finden.
Bei der Ausführungsform der verdreh baren Riegelwelle nach Fig. 6 kann noch eine Verbesserung erzielt werden, wodurch die ausgeschalteten Antriebsklinken vollstän dig in die Nuten des Mittelteils der Antriebs delle gedrückt werden, so dass jegliche zu sätzliche Reibung, welche dadurch entsteht, dass die ausgeschalteten Flinken immer mit den Nocken der innern Verzahnungen der entsprechenden Zahnräder in Berührung blei ben, vermieden wird.
Die Riegelwelle kann z. B. an der von der Achse der Welle 2 abgekehrten Seite der Nut mit einer im Schnitt spiralförmig ver laufenden Fläche s (Fug. 8) versehen sein, während die Stossfläche der Antriebsklinken und die mit dieser Fläche zusammenarbei tenden Flächen der innern Verzahnungen der Zahnräder derart abgeschrägt werden sollen, dass, falls eine Antriebsklinke beim Zurück drehen der Antriebswelle nur halbwegs in die Arbeitslage eintritt, sie beim darauf folgenden Antreiben kräftig ganz in die Ar beitslage geschoben wird.
Die Riegelwelle, -elche, nachdem die Antriebsklinke halbwegs in die Arbeitslage eingesprungen ist, die Klinken, welche die Ruhelage einnehmen, bereits verriegelt hat, wobei jedes Spiel zwischen der Riegelwelle und den Zähnen dieser Klinken bereits voll kommen aufgehoben ist (Zustand nach Fig. 8), wird nun beim Antrieb durch die dabei sich ganz in die Arbeitslage schiebende Klinke mit Kraft noch weitergedreht, wo durch die verriegelten Klinken durch die spiralförmig ansteigende Fläche s mit der Antriebsseite noch etwas tiefer in die Nuten des Mittelteils der Welle 2 gedrückt werden und dauernd von den Zahnrädern frei werden.
Eine bessere Bauart für den gleichen Zweck ist in Fig. 9 dargestellt. Wenn die Klinke in die Ruhelage gedrückt wird, be rührt der Haken der an der Klinke befestig ten Blattfeder die Riegelwelle eher, als der Zahn der Klinke aus der Nut der Riegelwelle heraustritt, während auch die am Umfang der Riegelwelle vorgesehene nahezu radiale Fläche t eher am obenerwähnten Haken vor beibewegt wird, als der Zahn aus der Nut heraustritt. Ist der Zahn einmal vollkommen aus der Nut herausgetreten (Zustand nach Fig. 9) und tritt eine andere Antriebsklinke halbwegs in die Arbeitslage, so wird die Fläche gegen den Haken angepresst,
worauf beim Antreiben die Riegelwelle kräftig wei tergedreht wird und die Fläche t den Haken anzieht, so dass- die bereits in der Ruhelage verriegelte Antriebsklinke jetzt ganz ausser Berührung mit dem Nocken der entsprechen den innern Verzahnung gebracht wird.
Springt die Klinke in die Arbeitslage, so soll umgekehrt der Haken von der Riegel welle frei werden, bevor der Zahn der Klinke ganz in die Nut dieser Welle ein getreten ist und diese Welle in Drehung ver setzt Die Torsionsfederkraft zwischen den Teilen der Riegelwelle soll genügend stark sein, damit der Einfluss der Blattfedern, welche das Bestreben haben, die Klinken, wenn sie ausser Berührung mit den innern Verzahnungen sind, in die Arbeitslage zu drücken, überwunden werden kann.
Eine andere Ausführungsform der Riegel welle, bei der ebenfalls mehr als eine An triebsklinke gleichzeitig in die Arbeitslage springen kann, ohne dass Beschädigung irgendeines Teils eintreten kann, und wobei die Riegelwelle auch aus einem Stück be steht, wird dadurch erhalten, dass die von der Achse der Antriebswelle abgekehrte Seite der Nut in der Riegelwelle federnd ausge bildet wird.
Fig. 10 stellt ein Beispiel einer auf diese Weise ausgebildeten Riegelwelle dar. Anstatt einer Nut über der ganzen Länge sind an den Stellen, wo die Zähne der Klinken die Riegelwelle berühren, tiefe Abflachungen vorgesehen. Die obenerwähnte federnde Seite der ursprünglichen Nut wird von einem sehr steifen Blattfederchen gebildet, das eventuell durchgehen kann (wie mit einer unterbroche nen Linie angegeben ist), worauf der vom Federchen eingeschlossene Raum noch mit einem nachgiebigen, ölbeständigen Mrerkstoff (z. B. eine synthetische Gummiart) ausge: füllt werden kann.
Die Wirkung entspricht derjenigen der Riegelwelle gemäss Fig. 8 und 4, mit dem Unterschied, dass jetzt überdies eine Antriebs klinke in die Ruhelage gedrückt werden kann, ohne dass dabei die Riegelwelle. sich in bezug auf die Welle 2 dreht. Nach dem Ein drücken des Federchens kommt dann die An triebsklinke in die mit der unterbrochenen Linie angegebene Lage, wobei das umgebo gene Federende die gleiche Wirkung wie die Fläche s in Fig. 8 ausübt, zwecks weiterer Aufhebung jeglicher Berührung der Klinke mit den Nocken der entsprechenden innern Verzahnung.
Weiter hat in Fig. 10 der Mittelteil der Welle 2 anstatt eingedrückter Nuten einge fräste Abflachungen, eine Bearbeitung, welche auch bei den im vorstehenden -beschrie benen Riegelvorrichtungen angewendet wer den kann.
Bei einer andern Ausführungsform haben die Antriebsklinken zwischen ihrer Arbeits und ihrer Ruhelage eine durch die Kraft der Feder 24 geschaffene labile Gleich- gewichtslage, wodurch also eine Antriebs klinke in der Ruhelage nicht verriegelt zu werden braucht. Weiter fehlen die Riegel welle sowie die Zähne auf der hintern Seite der Klinken, während die Punkte P und Q (Fig. 4) keine massgebende Rolle mehr spie len, so dass die Herstellung der Klinken sehr vereinfacht werden kann.
Hierbei ergibt sich, da die Antriebs klinkenzähne in Wegfall kommen, die Mög lichkeit, auch die Welle 18 in Wegfall kom men zu lassen und die Vollklinken nach Art eines Tangentialkeils zwischen der Antriebs welle und einer Aufnahmestelle (Rast) der innern Verzahnung des entsprechenden Zahn rades arbeiten zu lassen. Da eine Klinke sich in bezug auf die Antriebswelle um eine zu deren Drehachse parallele Drehachse muss drehen können, ist die Druckfläche zwischen Klinke und Antriebswelle in Fig. 11 eine Zylinderfläche. In dieser Figur ist auch an gegeben, wie der Mittelteil der Antriebswelle mittels eines Profilfräswerkzeuges mit einer breiten Nut der richtigen Form versehen werden kann, in der alle Antriebsklinken nebeneinander aufgenommen werden können (das Fräswerkzeug und seine Achse sind schematisch angegeben).
Fig. 12 zeigt ein Beispiel einer Ausfüh rungsform einer Antriebsklinke, welche es ermöglicht, mehrere Klinken neben- und an einander anschliessen zu lassen. Die ange drehten Zapfen a stecken dabei in Löchern b der angedrehten Büchsen der angrenzenden Klinken. Die Fläche auf der hintern Seite der Klinke ist zylindrisch geschliffen. In jeder Büchse ist aussen eine Einkerbung c vorgesehen, in welcher sich eine gebogene Blattfeder 24 abstützt. Das andere Ende dieser Feder stützt sich in einer in der ge genüberliegenden Fläche der eingefrästen Nut des Mittelteils der Antriebswelle vor gesehenen Einkerbung d ab, und die Feder erhält etwas Spannung.
Dadurch ist in sehr einfacher Weise die erforderliche labile Gleichgewichtslage zwischen der Arbeits- und der Ruhelage der Klinke erzielt. Vor ausgesetzt, dass diese Einkerbungen an der richtigen Stelle vorgesehen werden (Fig. 13), hat die Klinke immer das Bestreben, aus einer Zwischenlage entweder in die Arbeits- oder die Ruhelage einzuschnappen. Die Blattfedern sorgen dafür, dass die Klinken in Anlage an der Schrägfläche e der Antriebswelle gedrückt bleiben (siehe Fig. 13).
Nur bei derjenigen der zwei äusser sten Antriebsklinken, deren Zapfen a nicht in der Büchse einer angrenzenden Klinke steckt, ist es erwünscht, für diesen Zapfen eine zusätzliche Stütze vorzusehen, z. B. eine Büchse, welche an der richtigen Stelle am Ende der im Mittelteil vorgesehenen Nut festgelötet ist (Fig. 14).
In Fig. 14 ist weiterhin eine zweite schmalere und tiefere Nut im Mittelteile der Antriebswelle gefräst. In dieser Nut, unter halb der Antriebsklinke, ist ein Hebelsystem untergebracht, das derart ausgebildet ist, dass, wenn eine Antriebsklinke, gleichgültig welche, in die Arbeitslage tritt, die andern Antriebsklinken nicht mehr aus der Ruhe lage heraustreten können, während, wenn sich alle Klinken in der Ruhelage befinden, auf jede von ihnen eine Kraft ausgeübt wird, welche bestrebt ist, die Klinke in die Ar beitslage zu bewegen.
Fig. 15 ist ein Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 14 mit in der Nut angeordne tem Hebelsystem für ein Wechselgetriebe mit zwei Geschwindigkeiten, und Fig. 16 das selbe für ein Wechselgetriebe mit drei Ge schwindigkeiten.
Der Stift 25 wird, nachdem das Hebel system in die Nut (Fig. 14) eingeführt ist, in den vor der Nut liegenden Teil der dazu dienenden Bohrung und darauf durch die Löcher der umgebogenen Zungen des betref fenden Hebelchens (Fig. 15 und 16) in den hinter der Nut liegenden Teil der Bohrung geführt. Die 13ebelchen sind aus steifem Blattfederwerkstoff hergestellt, so dass auch sämtliche Klinken gleichzeitig in die Ruhe lage gedrückt werden können, wobei auf jede Klinke ein gewisser Druck ausgeübt wird, der verschwindet, sobald eine der Klinken in die Arbeitslage tritt.
Die gegen die Antriebsklinken drückenden Hebelenden sind mit eingepressten, kugelförmigen Druck flächen versehen. Wenn weiter eine Bremsklinke im Mittel teil der Welle 2 untergebracht werden soll, kann die dazu nötige Aufliegestelle besser in anderer Weise als mittels des Fräswerk- zeuges nach Fig. 11 hergestellt werden, da der Auslauf des Fräswerkzeuges einen grösseren Teil der Lauffläche(n) für das (die) angrenzende(n) Zahnradräder) aus dem Mit telteil wegnehmen wird.
In Fig. 17 ist dargestellt, wie mit einem Profilscheibenfräswerkzeug I die zylin drische Druckfläche der Antriebswelle und die die Zylinderfläche tangierende Schräg fläche (vergleiche e in Fig. 13) eingefräst werden kann. Die gebildete Nut soll bis zur linken Seite des Mittelteils der Welle 2, wo sich die Unterbrechungsvorrichtung für die Bremsklinke befindet (siehe Fig. 1), durch laufen zum Durchlassen der Welle 12, welche die Bremsklinkenwelle 19 mit dieser Vor richtung verbindet.
Die Aufnahmestelle für die Bremsklinke kann weiterhin mittels des Fräswerkzeuges II eingefräst werden, dessen Achse parallel zu derjenigen der Welle 2 verläuft.
Bei Ausbildung des Hebelsystems gemäss dem Beispiel nach Fig. 18 (Wechselgetriebe mit drei Geschwindigkeiten mit einfachem Hebel mit Drehpunkt an verschiebbarem Stift, der mit einer gegenüberliegenden An triebsklinke zusammenarbeitet) kann an der freigewordenen Stelle zwischen zwei An griffsklinken eine Bremsklinke vorgesehen werden.
Die Nut, welche mittels des Fräswerk- zeuges I in Fig. 17 hergestellt wurde, soll jetzt an zwei Stellen vorgesehen werden, und zwar in der in Fig. 19 dargestellten Weise (Fug. 18 ist als ein Schnitt nach der Linie Y-Y in Fig. 19 zu betrachten). Die untere Nut braucht aber jetzt nicht mehr bis zur Unterbrechungsvorrichtung durchzulau fen, die obere hingegen soll durchlaufen.
Bei einem Getriebe mit zwei Geschwin digkeiten kann bei Anwendung .eines Druck stiftes der Hebel in Wegfall kommen, wenn die Bohrung für diesen Stift schräg durch den Mittelteil vorgesehen wird, und zwar von der einen Antriebsklinke zur schräg gegen überliegenden andern Klinke, während der Druckstift jetzt federnd sein soll, z. B. be stehend aus zwei Teilen mit einer dazwischen liegenden Druckfeder, damit auch die beiden Klinken gleichzeitig in die Ruhelage ge drückt werden können.
Die Antriebsklinken können ausser mecha nisch auch hydraulisch gekuppelt werden. Membrane sind dazu aber wegen der unver- meid'lichen Undichtheiten bei Kolben, welche durch Flüssigkeitsdruck betätigt werden oder auf die Flüssigkeit Druck ausüben sollen, notwendig.
Fig. 20 zeigt ein Beispiel einer Ausfüh rungsform, bei der die aus sehr dünnem ge welltem Stahlblech bestehenden Membranen mittels Dichtungsringen und eines durch bohrten, unten ausgesparten, mit äusserem Schraubengewinde versehenen Stopfens je in einem erweiterten und ebenfalls mit Schrau bengewinde versehenen Teil der Bohrung unterhalb jeder Antriebsklinke eingespannt sind. Diese Bohrungen münden in einen Ver bindungskanal, der parallel zur Achse der Welle 2 im Mittelteil ausgebohrt und dann am Beginn abgesperrt ist.
In der Bohrung eines jeden Stopfens be findet sich ein Stift, der die Bewegung der Klinke auf die Membran überträgt oder um gekehrt. Der Raum unterhalb der Membran wird fast ganz mit Flüssigkeit gefüllt. Eine Luftblase soll aber vorhanden sein, um zu ermöglichen, dass alle Antriebsklinken gleich zeitig in die Ruhelage gedrückt werden kön nen. Die Flüssigkeit kann sogar völlig in Wegfall kommen, so dass man dann eine pneumatische Vorrichtung hat, vorausgesetzt, dass das totale Volumen der Verbindungs kanäle im Mittelteil genügend gering ist.
Die Unterbrechungsvorrichtung kann z. B. gemäss Fig. 21 ausgebildet werden. Dabei steht die Bremsklinke unter Wirkung einer Feder, die immer bestrebt ist, sie in die Ar beitslage zu bringen (wie in Fig. $). Die Unterbrechung findet statt, wenn die Rolle des Tasters 13, der unter Federdruck mit der Scheibe 14 in Berührung steht, sich aus einer der Aussparungen der Unterbrechungsscheibe 14 herausbewegt, wobei die Rolle sich in der Richtung gegen die Drehachse der Welle 2 bewegt.
Der Taster 13 ist auf der einen Seite an einen fest mit der Welle 2 verbundenen Punkt aasgelenkt, während er durch eine Feder mit der mit der Bremsklinkenwelle 19 aus einem Stück bestehenden Welle 12 ver bunden ist.
Der Arm 13 kann nicht fest mit der Welle 12 verbunden werden, da beim Brem sen die Bremsklinke sich in der innern Ver zahnung des entsprechenden Zahnrades fest klemmt, während dabei bisweilen die Rolle des Armes 13 sich bereits wieder aus einer Aussparung der Scheibe 14 herausbewegt.
Es könnte aber auch die Welle 12 federnd mit der Bremsklinkenwelle 19 verbunden sein, oder es könnte die Scheibe 14 mit An sätzen versehen sein, die federnd ausweichen können.
Der Unterbrechungsarm 13 kann auch symmetrisch in bezug auf die in Fig. 21 dargestellte Lage vorgesehen werden, wobei die Symmetrielinie durch die Achsen der Welle 2 und der Welle 12 geht. Der Taster 13 wird nun, wenn die Rolle sich nicht in einer Aussparung der Scheibe 14 befindet, bestrebt sein, die Bremsklinke in die Arbeits lage zu drücken, so dass bei dieser Ausfüh rungsform eine Federkraft nötig ist, welche immer bestrebt ist, die Bremsklinke in ihre andere Endlabe, also in die Ruhelage zu bringen. Eine solche Feder kann z. B. die Form einer Schraubenfeder haben, welche auf der Welle 12 angebracht wird, wie aus Fig. 22 ersichtlich ist.
Die federnde Verbindung zwischen dem Taster 13 und der Welle 12 soll bei dieser Bauart ebenfalls vorgesehen sein, da die Bremsklinke nicht immer sofort in eine Auf nahmestelle der innern Verzahnung, mit der sie zusammenarbeitet, eintreten kann.
Fig. 22 stellt eine sehr einfache Ausfüh rungsform dar, bei der die Bremsklinke durch eine Reibungskraft betätigt wird. Der Taster besteht hier aus zwei Blattfedern 13, die mit einem Zwischenring fest an der Welle 12 befestigt sind, die wieder mit der Bremsklinkenwelle 19 aus einem Stück be steht. Die Blattfedern sind mit eingepressten kugeligen Flächen versehen, mit denen sie an der Vor der- und Hinterseite der Unter brechungsscheibe 14 entlanggleiten.
Diese Scheibe, die aus verschleissfestem Werkstoff (z. B. Fiber) hergestellt ist und, ebenso wie in Fig. 21, mit einem Paar Schlitze zur Einstellung in die richtige Lage versehen ist, hat wieder zwei radiale Aus sparungen, bei denen die Federn 13 die Scheibe nicht mehr berühren und über dem zwischenliegenden Ring in Anlage springen. Bei normaler, das heisst Vorwärtsdrehrich- tung (siehe den Pfeil in Fig. 22) bleibt die Bremsklinke, im Gegensatz zur Bauart nach Fig. 21, immer in der Ruhelage, weil die Feder, die gemäss Fig. 3 bestrebt ist,
die Bremsklinke in die Arbeitslage zu drücken, hier durch eine Schraubenfeder ersetzt ist, die bestrebt ist, die Bremsklinke in der Ruhe lage zu halten. Diese Schraubenfeder, die zwischen der hintersten Blattfeder 13 und dem mittleren Teil der Welle 2 gespannt ist, sorgt dafür, da.ss die Bremsklinke in der Ruhelage verbleibt (bei normaler Drehrich tung der Welle 2), oder in die Ruhelage ein tritt (bei der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung der Welle 2), wenn die Federn 13 sich in den radialen Aussparungen der LTnterbrechungsscheibe 14 befinden und also von dieser Scheibe frei sind.
Nach Übergang von der normalen in die entgegengesetzte Drehrichtung wird, wenn die Federn 13 sich nicht in einer der Aus sparungen der Scheibe 14 befinden und also gegen diese Scheibe aasgeklemmt werden, die Welle 12 bestrebt sein, sich zu drehen, was sofort stattfinden wird, sobald die Brems klinke in eine Aufnahmestelle der entspre chenden innern Verzahnung eintreten kann, vorausgesetzt, dass das erzeugte Reibungs moment, das bestrebt ist, die Welle 12 zu drehen, die Federkraft der erwähnten Schraubenfeder in genügendem Masse über steigt.
Vorteilhaft erfolgt bei jeder Bauart zum periodischen In- und Aussertätigkeitsetzen der Bremsklinke sowohl das In- wie das Aussertätigkeitsetzen dieser Klinke durch Fe derkraft oder Reibungskraft, das heisst durch eine nachgiebige Kraft.
Die Stossfläche der Bremsklinke und die entsprechende Fläche der entsprechenden Verzahnung soll vorzugsweise, zwecks Ver meidung eines nur halben Eingriffes, in ähnlicher Weise wie im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 für die Antriebsklinken beschrieben wurde, abgeschrägt werden, während auch die Unterbrechung und Betä tigung der Bremsklinke möglichst schnell er folgen soll.
Unter Eingriffswinkel eines Zahnrades 3, 4, 5 soll hier derjenige Winkel verstanden sein, der der Teilung der Innenverzahnung dieses Zahnrades entspricht. Es soll nun jedes der Räder 3, 4, 5 bei einer einzigen Umdrehung jedes der übrigen Räder des ersten Satzes um eine Umdrehung antreiben, vermehrt oder verringert um ein ganzes Vielfaches des Eingriffswinkels des ange triebenen Rades, wobei der einfache Ein griffswinkel auch als ganzes Vielfaches an zusehen ist (Faktor 1).
Die Zahnräder können bei einem Wech selgetriebe mit drei Geschwindigkeiten z. B. derart ausgeführt sein, dass bei einer ein zigen Umdrehung des rechten Zahnrades 4 der normalen Geschwindigkeit das mittlere Zahnrad 3 der kleinen Geschwindigkeit 4/3 Umdrehung macht und das linke Zahnrad 5 der grossen Geschwindigkeit 4/s Umdrehung. Der Eingriffswinkel des Zahnrades 4 in bezug auf die Welle 2 darf also maximal 90 sein, denn bei einer Umdrehung des Zahn rades 3 bezw. 5 macht das Zahnrad 4, 1 minus 1/4 Umdrehung bezw. 1 plus 1/4 Umdrehung.
In ähnlicher Weise ist abzuleiten, dass der maximale Eingriffswinkel in bezug auf die Welle 2 für das Zahnrad 3 120 und für das Zahnrad 5 72' beträgt.
Theoretisch können die Eingriffswinkel auch 1/2, 1/3,1/4 ... usw. X des Maximalwertes betragen. Der Maximalwert ist aber der beste, da dann beim Umschalten durch Rück treten eine weniger genaue Bewegung der Antriebswelle genügt.
Bei den obenerwähnten Geschwindig- keitsverhältnissen ist die grosse Geschwindig keit um 25 % grösser und die kleine um 25 kleiner als die normale Geschwindigkeit. Das Verhältnis der Drehzahlen kann auch wie folgt formuliert werden: gross : normal : klein = 1/5 : 1/4 : 1/3, wobei die Brüche (multipliziert mit 360 ) die maximalen Eingriffswinkel angeben.
Ein anderes Beispiel ist wie folgt: gross : normal : klein = 1/s : 1/5 : 1/4, wobei die grosse und die kleine Geschwin digkeit um 20 % grösser bezw. kleiner als die normale ist und die maximalen. Eingriffs winkel der Zahnräder in bezug auf die An triebswelle bezw. 60', 72' und 90' betragen. Noch ein Beispiel: gross : normal :klein Die grosse Geschwindigkeit ist um 33'/3 grösser und die kleine Geschwindigkeit um 162/3 % kleiner als die normale. Die maxi malen Eingriffswinkel sind bezw. 45', 60' und 72'.
Bei einem Wechselgetriebe mit einer an dern Anzahl Geschwindigkeiten können Zahn räder fortgelassen oder hinzugefügt werden und kann das gegenseitige Verhältnis der Drehzahlen entsprechend den erwähnten Bei spielen und der allgemein geltenden Formu lierung gewählt werden.
Die innern Verzahnungen und die Lage der Zahnräder in bezug aufeinander können so gewählt werden, wie es in Fig. 23 schema tisch für ein Wechselgetriebe mit drei Ge schwindigkeiten ohne Anpassung an eine Rücktrittbremsnabe und mit Geschwindig keitsverhältnissen und maximalen Eingriffs winkeln gemäss dem ersten der vorstehenden Beispiele dargestellt ist.
Pro Zahnrad ist eine Antriebsklinke vor handen. Das Zahnrad der grossen Geschwin digkeit hat eine fünfteilige innere Ver zahnung, dasjenige der normalen eine vier- teilige und dasjenige der kleinen Geschwin digkeit eine dreiteilige.
Für die Schemas der Fig. 23, 24, 25, 26, 2 7 und 30 trifft das folgende zu: Die innern Verzahnungen der Zahnräder sind ganz oder teilweise in abgewickeltem Zustand dargestellt. Das Zahnrad der grössten Geschwindigkeit befindet sich in jeder Figur oben, darauffolgend nach unten die Zahn räder der nächstniedrigeren Geschwindig keiten.
Wenn die Zahnräder sich in den Figuren nach links bewegen würden, würde dies der normalen Drehrichtung und nach rechts somit der normalen entgegengesetzten Dreh richtung entsprechen.
In diesen Figuren ist die Abwicklung in Abschnitten von je 12 unterteilt. Der Ein fachheit halber wurde immer angenommen, dass die Antriebsklinken sich im Mittelteile der Antriebswelle nebeneinander befinden. In den Figuren sind sie also jeweils senkrecht untereinander zu denken. Schliesslich ist an genommen, dass die Antriebsklinken, wenn sie sich in der Arbeitslage befinden und das entsprechende Zahnrad in der normalen Drehrichtung antreiben, mit der untern Kante ihrer Stossfläche mit der die Lage der linken Antriebskurbel angebenden Linie zu sammenfallen (siehe Fig. 3).
In Fig. 23 ist diese Linie dargestellt, und zwar mit dem. obern Totpunkt (B. D. P.) zu sammenfallend, wobei also mit eingeschal teter grosser oder kleiner Geschwindigkeit die Lagen der Verzahnungen in bezug auf einander den in der Figur dargestellten Lagen entsprechen werden, vorausgesetzt, dass die Antriebswelle die normale Drehrich tung hat.
Beim Rücktreten mit der linken Antriebs kurbel aus dem B. D. P. über minimal etwa 48 und maximal etwa 72 wird nun mit zu vor eingeschalteter grosser oder kleiner Ge- schwindigkeit diese Geschwindigkeit ausge schaltet und die normale Geschwindigkeit eingeschaltet werden. In der Figur ist mit Pfeilen für beide Fälle angegeben, welche Aufnahmestelle einer innern Verzahnung durch eine Antriebsklinke verlassen und welche Aufnahmestelle darauf durch eine Klinke eingenommen wird.
Bei eingeschalteter normaler Geschwin digkeit und bei normaler Drehrichtung der Antriebswelle nehmen die Verzahnungen, wenn die linke Kurbel wieder im B. D. P. angelangt ist, die in Fig. 23 durch unter brochene Linien angegebene Lage ein. Jetzt wird beim Rücktreten über 48 bis 72 die grosse Geschwindigkeit und bei weiterem Rücktreten über 72 bis 96 die kleine Ge schwindigkeit eingeschaltet werden.
In Fig. 23 ist eine unmittelbare Um schaltung von der kleinen Geschwindigkeit auf die grosse nicht angegeben. Bei richtiger Verwendung des Wechselgetriebes soll aber nach der kleinen Geschwindigkeit immer zuerst die normale eingeschaltet werden, während, nach Steigerung der Geschwindig keit, auf die grosse Geschwindigkeit umge schaltet werden kann.
Wenn beim Umschalten das Rücktreten über einen zu grossen oder zu kleinen Winkel erfolgt, so ist nach Übergang auf die normale Drehrichtung die gewünschte Geschwindig keit nicht eingeschaltet.
Lm das Schalten in dieser Hinsicht zu er leichtern, kann die Eigenschaft ausgenutzt werden, dass bei der normalen entgegen gesetzten Drehrichtung der Antriebswelle, wenn die Antriebsklinke einer niedrigeren Geschwindigkeit die Arbeitslage einnimmt und eine Klinke für Antrieb in der normalen entgegengesetzten Drehrichtung des Zahn rades der höchsten Geschwindigkeit vor gesehen ist (dies ist also keine Brems klinke), die Antriebswelle in einer oder meh reren Lagen festlaufen wird (letzteres hängt vom Verhältnis der Drehzahlen zwischen dem Zahnrad der eingeschalteten niedrigeren Geschwindigkeit und demjenigen der höchsten Geschwindigkeit ab und hängt auch mit ihren Eingriffswinkeln zusammen)
.
Fig. 24 zeigt ein Beispiel des Schemas der innern Verzahnungen eines Wechsel getriebes, das übrigens dem vorherigen voll kommen ähnlich ist, mit Ausnahme, dass hier eine zusätzliche Klinke vorhanden ist für den Antrieb des Zahnrades der grössten Ge schwindigkeit in der normalen entgegen gesetzten Drehrichtung.
Diese Klinke ist also nicht mit einer Unterbrechungsvorrichtung gekuppelt und steht fortwährend unter einem gewissen leich ten Federdruck, wodurch sie immer bestrebt ist, die Arbeitslage einzunehmen.
Bei normaler Drehrichtung der Antriebs welle und bei eingeschalteter normaler bezw. kleiner Geschwindigkeit wird die Klinke einmal bezw. zweimal pro Umdrehung der Antriebswelle in eine Aufnahmestelle des sich langsamer drehenden Zahnrades der grossen Geschwindigkeit einspringen, wo durch ein tickendes Geräusch entstehen kann, das aber, z. B. mittels einer Puffer feder oder mittels eines schalldämpfenden Werkstoffes (z. B. Filz, der an der Antriebs welle befestigt ist und gegen den ein Vor sprung der Klinke - z. B. ein Zahn, wie dargestellt in Fig. 28 - springt, noch bevor diese Klinke ganz in die Arbeitslage einge treten ist), vermieden werden kann.
In Fig. 24 hat die Antriebswelle in bezug auf das Zahnrad der grossen Geschwindigkeit, bei eingeschalteter Antriebsklinke dieser Ge schwindigkeit, ein Spiel zwischen dem An trieb in der normalen und in der der norma len entgegengesetzten Drehrichtung dieses Zabnrades von 48 .
Die senkrechten unterbrochenen Linien im Zahnrad der grossen Geschwindigkeit in Fig. 24 stellen die Lage der linken Antriebs kurbel in bezug auf dieses Zahnrad dar, wenn es in der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung durch die erwähnte Klinke an getrieben würde.
Aus der Figur geht hervor, dass beim Rücktreten, mit der linken Antriebskurbel vom B. D. P. aus und mit zuvor eingeschal teter grosser oder kleiner Geschwindigkeit, über minimal 33 , die normale Geschwindig keit eingeschaltet wird (obere Hälfte der Figur).
Man kann nun weiter zurücktreten, ohne dass die normale Geschwindigkeit gegen eine andere ausgewechselt wird, denn nachdem ein Winkel von 48' durchlaufen ist, wird das Zahnrad der grossen Geschwindigkeit in der entgegengesetzten Drehrichtung mitgenom men, so dass das sich dabei schneller drehende Zahnrad der normalen Geschwindigkeit schliesslich gegen seine soeben eingeschaltete Antriebsklinke festlaufen wird, und zwar nachdem vom B. D. P. aus über 160 zurück getreten ist (aus der Figur, unter Verwen dung des bekannten Drehzahlverhältnisses gross : normal = 1 : '/4, zu berechnen).
Beim Rücktreten, mit der linken An triebskurbel vom 0. D. P. aus (also mit der rechten Kurbel vom B. D. P.) und mit zu vor eingeschalteter normaler Geschwindig keit, über minimal etwa 30 und maximal etwa 45 , wird die grosse Geschwindigkeit eingeschaltet und beim weiteren Rücktreten (erwünschtenfalls wieder bis die Antriebs welle festläuft, das heisst über 120 vom Tot punkt aus), aber minimal über 53 ,
wird die kleine Geschwindigkeit eingeschaltet (aus dem untern Teil der Figur abzuleiten, wel cher Teil, unter Berücksichtigung des Ver- hältnisses der Drehzahlen, aus der obern Hälfte abgeleitet werden kann).
Man braucht also nur beim Einschalten der grossen Geschwindigkeit eine gewisse Ge nauigkeit zu berücksichtigen, während das Einschalten der andern Geschwindigkeiten praktisch nicht misslingen kann.
Soll auch das Umschalten auf die grosse Geschwindigkeit fühlbar sein, dann ist eine Anschlag- oder Prallvorrichtung vorzusehen, derart, dass die Antriebswelle bei der nor malen entgegengesetzten Drehrichtung, von einer oder mehreren bestimmten Lagen aus, nur um den gewünschten Winkel gedreht werden kann, und zwar mit Hilfe einer mit dieser Welle verbundenen Klinke, welche bei der erwähnten Drehrichtung durch einen oder mehrere mit irgendeinem nicht mitrGtie- renden Teil (z. B. mit dem Gehäuse) verbun denen Nocken aufgehalten wird.
Sind mehrere Lagen erforderlich, so kön nen selbstverständlich auch mehrere Klinken und nur ein einziger Nocken verwendet wer- den, während auch der Nocken (die Nocken) an der Antriebswelle vorgesehen und die Klinke(n) an einem stillstehenden Teil vor gesehen sein kann (können).
Für das Schema nach Fig. 24 kann die Anschlag- oder Prallvorrichtung z. B. derart ausgeführt werden, dass die linke Antriebs kurbel in der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung vom B. D. P. aus über 60 und vom O. D. P. aus ebenfalls über 60 bewegt werden kann. Beim Rücktreten mit der linken Kurbel vom B. D. P. aus, bis die Antriebs welle aufgehalten wird, kann dann von der grossen auf die normale, von der kleinen auf die normale und von der normalen auf die grosse Geschwindigkeit umgeschaltet werden, während beim Rücktreten mit der rechten Kurbel vom B. D. P. aus, bis die Antriebs welle gehemmt wird, von der normalen auf die kleine Geschwindigkeit umgeschaltet werden kann.
Bei einem Wechselgetriebe, bei welchem ausser dem Wegfall einer Sonderschaltvor richtung auch noch Anpassung an eine Rück trittbremsnabe erzielt werden soll, wird beim Bremsen von einer beliebigen Lage der An triebswelle aus oft die zuvor eingeschaltete Geschwindigkeit ausgeschaltet werden, so dass danach gestrebt werden soll, dass nach dem Bremsen in keinem Falle die grösste Ge schwindigkeit eingeschaltet sein kann; denn nach dem Bremsen wird im allgemeinen die Geschwindigkeit des Fahrzeuges derart ver ringert sein, dass die grösste Geschwindigkeit beim darauffolgenden Antreiben die un günstigste ist.
Würde die Bremsklinke jedoch mit der innern Verzahnung des Zahnrades der grössten Geschwindigkeit zusammenarbeiten, wobei in einfacher Weise gewährleistet wer den könnte, dass die Antriebsklinke dieser Geschwindigkeit beim Bremsen immer in die Ruhelage gedrückt wird (nämlich dadurch, dass das Spiel, das die Antriebswelle in bezug auf das erwähnte Zahnrad beim Wechseln der Drehrichtung aufweist, künftig Antriebs bremsspiel der Welle in bezug auf das Zahn rad genannt, derart gewählt wird, dass die Antriebsklinke vollständig in die Ruhelage gedrückt ist, wenn die Bremsklinke das Zahn rad in der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung antreibt), so würde zum Betä tigen der Bremse eine grössere Kraft erfor derlich sein, als wenn dies über eine niedri gere Geschwindigkeit erfolgt.
Bei den nachstehenden Beispielen arbeitet die Bremsklinke deshalb mit der innern Ver zahnung eines Zahnrades einer niedrigeren Geschwindigkeit zusammen.
Bezüglich des Sektors zwischen zwei La gen einer Antriebskurbel, innerhalb dessen die Bremsklinke infolge der Wirkung der Unter brechungsvorrichtung aus der Ruhelage heraustreten kann (im nachstehenden mit Bremsanfangssektor bezeichnet), kann das Nachstehende bemerkt werden: Bei jeder halben Umdrehung der An triebswelle soll, damit mit den beiden An triebskurbeln gebremst werden kann, ein Bremsanfangssektor durchlaufen werden.
Der Minimalwert des Bremsanfangssektors hängt von der Anzahl Aufnahmestellen oder Rasten, aus denen die innere Verzahnung, mit der die Bremsklinke zusammenarbeitet, besteht, ab und beträgt bei n Aufnahmestel len: 360 /n.
Würde dieser Sektor kleiner ge- vählt werden, so würde bei bestimmten La gen der Antriebswelle, bei denen eine An triebskurbel einen der Bremsanfangssektor in normaler Drehrichtung bereits passiert haben würde und sich noch vor dem andern Bremsanfangssektor befinden würde, diese Kurbel in der der normalen entgegengesetz ten Drehrichtung am ersterwähnten Sektor völlig vorbei bewegt werden können, ohne dass die Bremsklinke eingreifen könnte.
Bei einer geraden Anzahl Aufnahme stellen der mit der Bremsklinke zusammen arbeitenden innern Verzahnung würde dann auch bei weiterem Rückdrehen der An triebs -elle, bis der andere Bremsanfangs sektor durchlaufen sein würde, die Brems klinke nicht ein-,reifen können, so dass von diesen Lagen der Antriebswelle aus das Bremsen vollkommen unmöglich sein würde. In Fig. 25 ist ein Beispiel eines Schemas der Verzahnungen für ein Wechselgetriebe mit denselben Eingriffswinkeln und Dreh zahlverhältnissen wie bei den vorherigen Schemas dargestellt, wobei die Bremsklinke mit dem Zahnrad der normalen Geschwin digkeit zusammenarbeitet.
Der Minimalwert des Bremsanfangs sektors soll also 90 betragen. In der Figur ist der Sektor 96 und mit A angedeutet. Die Grösse und die Lage dieses Winkels wird also beim Wechselgetriebe durch die Form der Unterbrechungsscheibe 14 der Fig. 21 und 22 und durch ihre Einstellung in bezug auf das Gehäuse bestimmt.
Das Antriebsbremsspiel der Antriebs welle in bezug auf das Zahnrad der normalen Geschwindigkeit beträgt 9 , so dass bei nor maler Drehrichtung mit eingeschalteter nor maler Geschwindigkeit, bis die linke Kurbel noch 39 vor einem der Totpunkte steht und die Verzahnungen die in Fig.
25 dargestell ten Lagen einnehmen, die Antriebswelle aus dieser Lage um 9 in der der normalen ent gegengesetzten Drehrichtung bewegt werden kann, wonach die Bremsklinke im Begriff ist, das Zahnrad der normalen Geschwindig keit in dieser Richtung anzutreiben (6 vor dem Erreichen der letzterwähnten Lage fing die Bremsklinke an, durch die Wirkung der Unterbrechungsvorrichtung gerade aus der Ruhelage herauszutreten und konnte dabei sofort hinter einen Nocken der Verzahnung im Zahnrad der normalen Geschwindigkeit eingreifen,
wonach während des Durchlaufens dieser 6 durch die Antriebswelle die Brems klinke mit ihrer abgeschrägten Stossfläche sich längs der entsprechenden Fläche der Aufnahmestelle vorschob und ganz in die Arbeitslage trat). Die Lage der linken An triebskurbel entspricht nun einer der senk rechten unterbrochenen Linien im Zahnrad der normalen Geschwindigkeit, welche um 6 nach rechts in bezug auf eine der Linien p liegen (diese unterbrochenen Linien im Zahn rad der normalen Geschwindigkeit stellen die möglichen Lagen der linken Antriebskurbel in bezug auf dieses Zahnrad dar, wenn es von der Bremsklinke in der Rückwärtsrichtung angetrieben wird).
Ferner ist mit einem minimalen Vor schubsspiel von 30 der Rücktrittbremsnabe, bezogen auf das Zahnrad der normalen Ge schwindigkeit, gerechnet. Nachdem also über 30 zurückgetreten worden ist, wobei die linke Antriebskurbel sich aus einer der er wähnten Lagen in eine der Lagen q bewegt hat, befindet sich eine der Antriebskurbeln in der für das Bremsen höchstmöglichen Lage,
wo also die eigentliche Betätigung der Bremse durch Ausübung eines zusätzlichen Druckes auf diese Antriebskurbel sofort stattfinden kann.. In dieser Lage soll nun die Antriebs klinke der grossen Geschwindigkeit durch die Verzahnung des Zahnrades dieser Geschwin digkeit ganz in die Ruhelage gedrückt sein.
Aus Fig. 25 ist abzuleiten, dass dies tatsäch lich der Fall sein wird, denn nach einer Dre hung von 30 des Zahnrades der normalen Geschwindigkeit aus der dargestellten Lage und in der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung wird das Zahnrad der grossen Ge schwindigkeit sieh nur um '/, X 30 = 24 drehen, und es wird sich also die innere Ver zahnung des letzterwähnten Zahnrades um 6 nach links in bezug auf diejenige des Zahnrades der normalen Geschwindigkeit in der dargestellten Lage verschieben,
wobei die Antriebsklinke der grossen Geschwindigkeit also in den beiden in dieser Figur enthaltenen Fällen ganz in die Ruhelage gedrückt wird (der Winkel L in Fig. 25 = 6 ).
Auch geht aus Eig. 25 hervor, dass dies noch der Fall sein wird, wenn die Antriebs kurbel sich während des Antreibens des Zahn rades der normalen Geschwindigkeit entgegen der normalen Drehrichtung in einer beliebi gen Lage befindet, welche innerhalb der ver bleibenden 60 eines der Bremsanfangssekto- ren A, also innerhalb eines der von den Li nien q und r begrenzten Winkels liegt.
Wena nämlich das Zahnrad der normalen Geschwin digkeit aus der dargestellten Lage von der Bremsklinke über 90 angetrieben werden könnte, wobei die linke Antriebskurbel sich also von einer der Linien p bis einer der Li nien r bewegen würde, so würde das Zahnrad der grossen Geschwindigkeit in bezug auf das ersterwähnte Zahnrad immer mehr zurück bleiben. Beim Passieren einer der Linien q beträgt der zurückgebliebene Winkel, wie oben berechnet, 6 , während beim Erreichen einer der Linien r der zurückgebliebene Win kel 90 - 4/5 X 90 = 18 beträgt.
Nun entspricht eine Aufnahmestelle der innern Verzahnung des Zahnrades der grossen Geschwindigkeit 24 (Winkel K in der Fi gur), und da diese innere Verzahnung regel mässig ist und fünf Aufnahmestellen auf weist, kann berechnet werden, dass der Win kel M 18 beträgt, so dass also tatsächlich, wenn die linke Antriebskurbel sich von der linken sowie von der rechten Linie p in Fig. 25 um 96 entgegen der normalen Dreh richtung bewegen könnte und dabei das Zahnrad der normalen Geschwindigkeit von der Bremsklinke angetrieben werden würde, die Antriebsklinke der grossen Geschwindig keit nach Passierung einer Linie q immer in der Ruhelage gehalten werden würde.
Hierdurch ist erreicht, dass mit zuvor ein geschalteter beliebiger Geschwindigkeit beim Rücktreten aus jeder beliebigen Lage, bis das Vorschubspiel der Rücktrittbremsnabe durch laufen ist und die eigentliche Bremswirkung anfangen wird, auf jeden Fall die grosse Ge schwindigkeit dauernd ausgeschaltet ist.
In dem ersterläuterten extremen Fall ist die grosse Geschwindigkeit erst definitiv ausge schaltet, nachdem 30 des Vorschubspiels der Rücktrittbremsnabe durchlaufen ist (dieses Spiel soll also minimal vorhanden sein), und im andern extremen Fall ist die Antriebs klinke der grossen Geschwindigkeit beim An fang des obenerwähnten Spiels bereits ganz ausgeschaltet, aber sie könnte bei weiterem Rücktreten in die Arbeitslage einspringen, wenn nicht zuvor eine andere Antriebsklinke, nämlich diejenige der normalen Geschwindig keit, definitiv eingeschaltet wäre (denn das Antriebsbremsspiel beträgt nur 9 , während eine Aufnahmestelle der innern, Verzahnung des Zahnrades der normalen Geschwindigkeit 42 entspricht).
Die kleine Geschwindigkeit wird beim Bremsen ebenfalls ausgeschaltet (in ähnlicher Weise aus Fig. 25 abzuleiten).
Wäre dies nicht der Fall, so würde Ge fahr für ein Festlaufen der Antriebswelle bei der der normalen entgegengesetzten Dreh richtung und also während des Durchlaufens des Vorschubspiels oder während der Betä tigung der Rücktrittbremsnabe bestehen, so dass nicht oder ungenügend gebremst werden könnte. Es soll schliesslich bemerkt werden, dass mit eingeschalteter kleiner Geschwindigkeit.
beim Passieren der rechten Linie p in Fig. 25 in der normalen Drehrichtung und mit der linken Antriebskurbel die Bremsklinke sich noch gerade hinter einer Aufnahmestelle der innern Verzahnung des Zahnrades der nor malen Geschwindigkeit befinden soll, so dass beim Rücktreten aus dieser Lage p das Zahn rad der normalen Geschwindigkeit erst naeh Drehung der Antriebswelle um nahezu 90 angetrieben wird.
Tritt man nach Passierung der erwähnten Lage in der normalen Dreh richtung und mit eingeschalteter kleiner Ge schwindigkeit zurück, so sorgt die Unter brechungsvorrichtung anfangs dafür, dass die Bremsklinke nicht sofort in die Aufnahme stelle, gegenüber welcher sie sich jetzt befin det, eingreift, -was Festlaufen herbeiführen -würde. Die Bremsklinke versucht zuerst wie der in die Arbeitslage einzutreten, wenn die e rwa ähnte Lage 1)
in der der normalen ent- CY gesetzten Drehriehtun- mit der linken r,egenn <B>;Z</B> Antriebskurbel passiert wird, wobei sie sieh jetzt noch -weiter hinter der erwähnten Auf nahmestelle befindet und aueh jetzt erst. in die folgende Aufnahmestelle eingreifen kann.
Beim Einstellen der Unterbrechungs scheibe, welche zu diesem Zweck mit Schlit zen versehen ist, soll dem Verstehenden Rech nung getragen werden. Ist die Seheibe zu weit in der normalen Drehrichtung gedreht und festgesetzt, so -wird beim Rücktreten aus der erwähnten Lage (höchste Grenze des Bremsanfangssektors A) und mit zuvor ein geschalteter kleiner Geschwindigkeit nicht gebremst werden können, da die Antriebs welle rückwärts drehend sofort festläuft.
Wird die Scheibe zu weit entgegen der normalen Drehrichtung gedreht und fest gesetzt, so wird bei eingeschalteter grosser Geschwindigkeit und normaler Drehrichtung, wenn die Unterbrechungsvorrichtung gemäss Fig. 21 ausgebildet ist, die Antriebswelle festlaufen, und zwar mit der linken Antriebs kurbel in der in Fig. 25 dargestellten rechten Lage r (niedrigste Grenze des Bremsanfangs sektors A.).
Die Unterbrechungsscheibe, von der die beiden Grenzen des Bremsanfangssektors ab hängen, ist in einer Lage, welche in der Mitte zwischen den beiden durch das zu weite Dre hen der Scheibe bestimmten Fehlstellungen liegt, festzusetzen.
Die Wirkung des Wechselgetriebes ist übrigens wie folgt: Beim Rücktreten, bis die Bremse nahezu oder tatsächlich betätigt wird, wird immer die normale Geschwindigkeit eingeschaltet.
Beim Antreiben mit eingeschalteter nor maler Geschwindigkeit, bis die linke An triebskurbel den B. (O.) D. P. um 45 passiert hat, und darauf bis zum erwähnten Totpunkt rücktretend, wird die kleine (grosse) Ge schwindigkeit eingeschaltet (in Fig. 25 mit Pfeilen angegeben).
Bei der Ausführungsform nach Fig. 25 wird bei eingeschalteter kleiner Geschwindig keit beim Bremsen immer die normale Ge schwindigkeit eingeschaltet, was öfters hin derlich sein wird. Zweitens besteht, bei ein geschalteter kleiner bezw. grosser Geschwin digkeit beim Rücktreten, ein Unterschied im Mittelwert des zu durchlaufenden Spiels, be vor die Bremsklinke eingreift, zwischen dem Bremsen mit der linken und mit der rechten Antriebskurbel, da scheinbar einer der Brems anfangssektoren um 60 bezw. 36 höher als der andere liegt, wodurch man fast immer mit der einen Antriebskurbel durch den 0. D.
P. geht, so dass die Bremse mit der an dern Kurbel betätigt wird. Letzteres könnte dadurch vermieden wer den, dass im Zahnrad der normalen Geschwin digkeit anstatt einer vierteiligen eine acht- teilige innere Verzahnung vorgesehen wird; es würde aber hierdurch nicht mehr sicher sein, mit welcher Antriebskurbel auf die grosse Geschwindigkeit und mit welcher auf die kleine Geschwindigkeit umgeschaltet werden soll. Weiter würde beim Umschalten auf die grosse oder kleine Geschwindigkeit dadurch, dass zu weit rückgetreten wird, bald wieder die normale Geschwindigkeit einge schaltet werden.
Eine bessere Lösung zwecks Vermeidung dieser Nachteile wird dadurch erhalten, dass die Bremsklinke mit dem Zahnrad der klei nen Geschwindigkeit zusammenarbeitet, wo bei die innere Verzahnung dieses Zahnrades zweimal die minimale Anzahl Aufnahmestel len für diese Klinke enthalten soll.
In erster Linie erfordert hierbei das Brem sen eine noch geringere Kraft.
Zweitens ist der Mittelwert des zu durch laufenden Spiels, bevor die Bremsklinke ein greifen kann, für die beiden Antriebskurbeln gleich, gleichgültig, welche Geschwindigkeit zuvor eingeschaltet war. Drittens wird das Festlaufen der Antriebswelle bei der der nor malen entgegengesetzten Drehrichtung nicht eintreten können, während dies bei der nor malen Drehrichtung und bei eingeschalteter normaler oder grosser Geschwindigkeit wie der in betriebssicherer Weise mit Hilfe der Unterbrechungsvorrichtung der Bremsklinke vermieden werden kann.
Fig. 26 zeigt für diesen Fall ein Schema der Lagen der Verzahnungen.
Die Grösse des Bremsanfangssektors be trägt also minimal 60 und ist hier 66 (Win kel A in Fig. 26).
Das Antriebsbremsspiel des Zahnrades der kleinen Geschwindigkeit in bezug auf die Antriebswelle beträgt 9 , während bei antrei bender Bremsklinke die Antriebsklinke der kleinen Geschwindigkeit in die Arbeitslage treten kann.
Die vier senkrechten unterbrochenen Li nien im Zahnrad der kleinen Geschwindig- keit stellen wieder die Lagen der linken An triebskurbel in. bezug auf dieses Zahnrad dar, wenn es entgegen der normalen Drehrichtung von der Bremsklinke angetrieben wird.
Die Linien<I>p, r</I> und q haben eine ähn liche Bedeutung wie in Fig. 25; sie zeigen nämlich die Lagen der linken Antriebskur bel, bei denen diese sich bezw. an der höch sten Grenze des Bremsanfangssektors an der niedrigsten Grenze dieses Sektors, und in der höchst. möglichen Lage, in der die eigentliche Betätigung der Bremse sofort. stattfinden kann, befindet.
Zwischen<I>p</I> und q liegt hier ein Winkel von 46 , während im vorherigen Schema die ser Winkel 36 beträgt. Dennoch entspricht das notwendige minimale Vorschubspiel der Rücktrittbremsnabe auch hier einer Drehung von 30 des Zahnrades der normalen Ge schwindigkeit, was aber für das Zahnrad der kleinen Geschwindigkeit 4/z X 30 = 40 be deutet. Die übrigen 6 werden wieder vom Anfang des Eingriffes der Bremsklinke an, bis diese völlig in die Arbeitslage geschoben ist, durchlaufen.
Weiter geht aus Fig. 26 in ähnlicher Weise wie aus Fig. 25 hervor, dass beim Durchlaufen eines der Winkel zwischen q und r in der der normalen entgegengesetzten Drehrichtung und beim Antrieb durch die Bremsklinke des entsprechenden Zahnrades die Antriebsklinken der nicht. gewünschten Geschwindigkeiten (hier die grosse und die normale Geschwindigkeit) gerade von einem Nocken der entsprechenden innern Verzah nungen in der Ruhelage gehalten werden.
Da beim vollständigen Durchlaufen des Vorschubspiels die linke Antriebskurbel, ebenso wie beim Schema. nach Fig. 25, immer eine der Lagen q oder eine der Lagen<I>r</I> er reichen oder passieren wird, wird also hier bei immer die kleine Geschwindigkeit einge schaltet.
Beim Nichtvorhandensein der Unterbre chungsvorrichtung und wenn dazu die Brems klinke bestrebt wäre, fortwährend in die Ar beitslage zu treten, würde mit eingeschalteter normaler Geschwindigkeit die Antriebswelle bei normaler Drehrichtung festlaufen, und zwar mit der linken Antriebskurbel in einer der den Linien n in Fig. 26 entsprechenden Lagen.
Mit eingeschalteter grosser Geschwindig keit würde Festlaufen bei den den Linien g dieser Figur entsprechenden Lagen stattfin den.
In Wirklichkeit wird das Festlaufen also durch die Unterbrechungsvorrichtung verhin dert. Die Lagen können wieder beim Einstel len der Unterbrechungsscheibe in ähnlicher Weise wie beim Wechselgetriebe nach Fig. 25 verwendet werden.
Um von der kleinen auf die normale Ge schwindigkeit umzuschalten, wird die linke Antriebskurbel in der normalen Drehrich tung bis etwa 45 am B. D. P. vorbeibewegt, worauf wieder über reichlich 45 rückgetre ten wird. Hierbei können sich zwei Fälle ergeben: 1. Die Antriebsklinke der kleinen Ge- schwindigl,:eit befand sich zuvor in einer der ungeraden numerierten Aufnahmestellen in Fig. 26, so dass, nachdem die linke Antriebs kurbel bei normaler Drehrichtung in die Lage 45 am B. D.
P. vorbei gebracht ist, die Zahn räder der normalen und der grossen Geschwin digkeit annähernd die in ausgezogenen Li nien angegebenen Lagen einnehmen, woraus sich ergibt, dass die Antriebsklinke der nor malen Geschwindigkeit noch nicht in eine Aufnahmestelle einspringen kann, wenn die linke Antriebskurbel über reichlich 45 ent gegen der normalen Drehrichtung gedreht ist.
Wird die Antriebswelle wieder in der normalen Drehrichtung angetrieben, so wird jetzt dennoch die Antrieb-sklinke der norma len Geschwindigkeit. in die Arbeitslage treten und gegebenenfalls auch diejenige der klei nen Geschwindigkeit, -elche Klinke jedoch später wieder in die Ruhelage gedrückt wer den wird, wenn das Zahnrad der normalen Geschwindigkeit angetrieben wird und also dasjenige der kleinen Geschwindigkeit schnel ler als die Antriebswelle zh rotieren anfängt (ausgezogener Pfeil in der Figur). 2.
Die Antriebsklinke der kleinen Ge schwindigkeit befand sich zuvor in einer der in Fig. 26 gerade numerierten Aufnahme stellen, wobei die Zahnräder der normalen und der grossen Geschwindigkeit für die glei che Lage der linken Antriebskurbel an nähernd die in Fig. 26 mit unterbrochenen Linien angegebenen Lagen einnehmen, so dass bereits nach Rücktreten in derselben Weise wie im ersten Fall die Antriebsklinke der normalen Geschwindigkeit in die Arbeits lage getreten sein wird (mit unterbrochener Linie dargestellter Pfeil).
Um von der normalen auf die grosse Ge schwindigkeit umzuschalten, wird mit der rechten Antriebskurbel von etwa 45 am obern Totpunkt vorbei über etwa 45 rück getreten (im obern Teil von Fig. 26 rechts mit einem Pfeil angegeben).
Umschalten von der grossen Geschwindig keit auf die normale erfolgt beim Rücktreten mit der linken Antriebskurbel über etwa 30 und anfangend im B. D. P. oder 25 daran vorbei (die erste Schaltart ist im untern Teil der Fig. 26 besonders dargestellt, während die Lagen der Verzahnungen für die letztere Schaltart mit genügender Annäherung im obern Teil der Figur dargestellt sind durch den Pfeil links angegeben -;sollte bei Anwendung dieser letzteren Art auch die Antriebsklinke der kleinen Geschwindigkeit eingeschaltet werden, so wird diese später selbsttätig wieder ausgeschaltet).
Bei der ersterwähnten. Schaltart unter scheidet man zwei Fälle, da der Eingriffs winkel des Zahnrades der kleinen Geschwin digkeit in bezug auf die Antriebswelle 1/2 X den maximalen Eingriffswinkel (120/2 = 60 ) beträgt, während die Eingriffswinkel der beiden andern Zahnräder den maximalen Eingriffswinkeln (90 und 72 ) gleich sind.
Jede Schaltart kann naturgemäss nur mit einer bestimmten Antriebskurbel herbeige führt werden, es sei denn, dass die Eingriffs winkel der letzterwähnten Zahnräder in Be zug auf die Antriebswelle auch gleich 1/2 X die Maximalwerte gewählt werden (also 45 und 36 ). Die erforderliche genaue Bewegung der Antriebswelle beim Umschalten von der nor malen auf die grosse Geschwindigkeit und umgekehrt wird aber hierdurch unnötig ver grössert.
Die Totpunkte können in Fig. 26 auch um 45 in bezug auf die Zahnräder nach links verschoben werden, wodurch die Lage des Winkels 4 für die Praxis günstiger wird. Das Schalten von der kleinen auf die nor male Geschwindigkeit erfolgt dann vom B. D. P. aus mit der linken Antriebskurbel und das Umschalten von der normalen auf die grosse Geschwindigkeit mit der rechten Antriebskurbel vom obern Totpunkt aus.
Das Umschalten von der grossen auf die nor male Geschwindigkeit wird jetzt am leich testen entsprechend der letzten der erwähn ten Schaltarten, also ebenfalls mit der linken Antriebskurbel vom B. D. P. aus, erfolgen können.
In Fig. 27 ist ein Schema der Verzah nungen dargestellt für ein Wechselgetriebe, das einem der Fig. 26 entsprechenden Wechselgetriebe gleich ist mit Ausnahme einiger nachstehend erwähnten Abweichun gen.
Das Zahnrad der normalen Gesch-rindig- keit hat möglichst grosse Aufnahmestellen. Das Antriebsbremsspiel des Zahnrades der kleinen Geschwindigkeit in bezug auf die Antriebswelle beträgt wieder 9 , aber die Aufnahmestellen der innern Verzahnungen dieses Zahnrades umfassen einen Winkel von 45 .
Die Verzahnungen sind im obern und mittleren Teil der Fig. 27 wieder in der der Fig. 26 entsprechenden Lage in bezug auf die Bremsanfangssektoren dargestellt, wobei die Bremsklinke bei der der normalen ent gegengesetzten Drehrichtung der Antriebs welle gerade zum Eingriff kommen kann, wenn die linke Antriebskurbel eine der Li nien p passiert.
Das Zahnrad der grossen Geschwindigkeit nimmt dabei in Bezug auf den Bremsanfangs sektor A (dieser beträgt wieder 66 ) die glei che Lage ein, während das Zahnrad der klei- nen Geschwindigkeit in bezug auf diesen Winkel A eine dem gleich grossen Antriebs- bremsspiel entsprechende Lage einnimmt.
Ebenso wie beim vorherigen Schema wird also beim Durchlaufen des Vorschubspiels der Rücktrittbremsnabe dadurch, dass immer eine der Linien q oder r passiert wird, immer die Antriebsklinke der grossen Geschwindig keit in die Ruhelage gedrückt oder gehalten, während darauf, im Gegensatz zu Fig. 26, die Antriebsklinke der normalen Geschwin digkeit, entweder zusammen oder nicht zu sammen mit derjenigen der kleinen Ge schwindigkeit, sich immer in der Arbeitslage befinden wird, jedoch mit der nachstehenden einzigen Ausnahme:
nämlich, wenn zuvor die kleine Geschwindigkeit eingeschaltet war und die Antriebsklinke dieser Geschwvindigkeit während der Drehung der Antriebswelle in der der normalen entgegengesetzten Dreh richtung in der gleichen Aufnahmestelle ver bleibt, d. h. wenn aus einer Lage, in der die linke Antriebskurbel sich innerhalb eines der Bremsanfangssektoren A befindet, rückgetre ten wird. Beim Bremsen wird also nicht immer die kleine Geschwindigkeit eingeschaltet, was vielfach auch nicht gewünscht ist, sondern die normale, während man bei eingeschalte ter kleiner Geschwindigkeit dafür sorgen kann, dass nach dem Bremsen diese Geschwin digkeit nicht mit der normalen verwechselt wird, welche Geschwindigkeit dann meistens auch unerwünscht sein vürde.
Durchläuft man aber das Vorschubspiel der Rücktrittbremsnabe mit zuvor eingeschal teter kleiner Geschwindigkeit, während dabei eine der Antriebskurbeln aus einer Lage kommt, bei der die linke Antriebskurbel sich nicht innerhalb eines der Sektoren A befand, so wird die Antriebsklinke der normalen Ge schwindigkeit eingeschaltet, entweder zusam men mit derjenigen der kleinen Geschwindig keit oder nicht zusammen, so dass also beim Wieder antreiben in der normalen Drehrich tung die normale Geschwindigkeit einge schaltet bleibt.
Ebenso wie für das Umschalten der nor malen auf die grosse Geschwindigkeit soll jetzt auch für das Umschalten von der nor malen auf die kleine Geschwindigkeit eine besondere Schaltart angewendet werden, während für das Umschalten der kleinen oder der grossen Geschwindigkeit auf die normale Geschwindigkeit dies, im Gegensatz zu Fig. 26, nicht nötig ist.
Das Umschalten von der normalen auf die grosse Geschwindigkeit erfolgt dadurch, dass mit der linken Antriebskurbel, wenn sie ge rade am B. D. P. vorbeigegangen ist, über 90 rückgetreten wird, während durch Rück treten über 90 aus einer Kurbellage gerade vor der waagrechten Lage auf die kleine Ge schwindigkeit umgeschaltet wird. Diese letzte Schaltart kann sowohl mit der linken wie auch mit der rechten Antriebskurbel durch geführt werden.
Beim Umschalten auf die grösste Ge schwindigkeit soll der linke B. D. P. in nor maler Drehrichtung passiert werden, bevor rückgetreten wird, während beim Umschal ten auf die kleine Geschwindigkeit die waag rechte Lage nicht passiert werden darf, da. sonst in beiden Fällen die Bremsklinke ein greifen wird, bevor die Antriebswelle um 90 in bezug auf die Zahnräder entgegen der nor malen Drehrichtung gedreht ist (siehe den mittleren Teil der Fig. 27).
IÄTä,hrend bei den vorherigen Schemas die beiden Kupplungsvorrichtungen für die An triebsklinken (mit Riegelwelle und mit Klin ken mit labiler Gleichgewichtslage) Anwen dung finden können, soll für das Schema nach Fig. 27 vorzugsweise die letzterwähnte Vorrichtung angewendet werden.
Wie nämlich aus dem obern Teil der Fig. 27 ersichtlich ist, kann es geschehen, dass am Anfang des Durchlaufens des Vor schubspiels, wenn die linke Antriebskurbel sich in einer der Lagen r befindet, für die in der Arbeitslage befindliche Antriebsklinke der normalen Geschwindigkeit nur ein 18 entsprechender Teil einer Aufnahmestelle der entsprechenden innern Verzahnung zur Ver fügung steht.
Wird nun das Vorschubspiel durchlaufen, so dreht sich das Zahnrad der kleinen Geschwindigkeit noch wenigstens um 40 entgegen der normalen Drehrichtung und dasjenige der normalen Geschwindigkeit um 30 , so dass der für diese Klinke verbleibende Teil der Aufnahmestelle dann nur noch 18 - 10 = 8 beträgt, wobei die Klinke also teilweise aus der Arbeitslage herausge drückt wird.
Bei einer Kupplungsvorrichtung mit Rie gelwelle besteht nun die grosse Wahrschein lichkeit, dass die Antriebsklinke der kleinen Geschwindigkeit bisweilen zusammen mit derjenigen der grossen in die Arbeitslage tre ten wird, so dass also nach dem Bremsen die grosse Geschwindigkeit eingeschaltet sein kann, was unerwünscht ist.
Das Zahnrad der normalen Geschwindig keit kann in Fig. 27 in bezug auf die andern Zahnräder nicht nennenswert nach rechts ge dreht werden, da die Linien na, welche ja die Lagen angeben, bei denen die Antriebswelke. beim Nichtvorhandensein der Unterbrechungs vorrichtung und bei normaler Drehrichtung und eingeschalteter normaler Geschvindig- keit festlaufen wird, sich hierdurch auch nach rechts verschieben werden, so dass das Festlaufen durch eine Unterbrechungsvor richtung nach Fig. 21 nicht mehr gehindert wird, während auch bei einer Vorrichtung nach Fig. 22 das Festlaufen der Antriebs welle bei normaler Drehrichtung auftreten kann, nämlich nach dem Durchlaufen des Vorschubspiels der Rücktrittbremsnabe nach dem Bremsen.
Die Antriebsklinke der nor malen Geschwindigkeit ist dann nämlich in die Arbeitslage eingetreten, während die Rücltrittbremsnabe zurückfedert, wenn wie der von der der normalen entgegengesetzten auf die normale Drehrichtung übergegangen wird, also während des Durchlaufens des Vor- sehubspiels, nun in der normalen Drehrich tung; so dass das Zahnrad der kleinen Ge schwindigkeit hierbei gleichsam die Brems klinke antreibt, wodurch diese, ungeachtet der normalen Drehrichtung, dennoch nicht sofort nach dem Bremsen von- der natur gemäss geringen Reibung einer Unterbre- chungsvorrichtung gemäss Fig. 22 in die Ruhelage gedrückt werden kann.
Bei einer Kupplungsvorrichtung der An triebsklinken, bei der jede Klinke eine labile Gleichgewichtslage zwischen der Arbeits- und Ruhelage hat, kann aber erreicht wer den, dass die Antriebsklinke der grossen Ge schwindigkeit, auch wenn diejenige der nor malen Geschwindigkeit bei Anwendung des Schemas nach Fig. 27 beim Bremsen biswei len teilweise aus der Arbeitslage herausge drückt wird, dennoch nicht in die Arbeits lage tritt.
Man kann nämlich, wenn eine bestimmte Klinke (in diesem Fall diejenige der norma len Geschwindigkeit) aus der Arbeitslage in die Ruhelage gedrückt wird, eine der andern Antriebsklinken (in . diesem Falle diejenige der kleinen Geschwindigkeit) leichter in die Arbeitslage einspringen lassen, z. B. dadurch, dass die Federkraft, der die labile Gleich gewichtslage dieser Klinke ihr Entstehen verdankt, schwächer gemacht wird als die jenige der andern Klinke oder/und dadurch, dass die Kraft der mechanischen, hydrauli schen oder pneumatischen Kupplungsvorrich tung, welche bestrebt ist, die Klinke in die Arbeitslage zu drücken, grösser ist als die auf die andern Klinken wirkende Kraft, z.
B. da durch, da.ss beim Hebelsystem ein Gelenk punkt verschoben wird, oder dadurch, dass bei einem der andern Systeme eine Membran eine grössere Oberfläche bekommt als die den andern Klinken zugeordnete Membran.
Auch kann die labile Gleichgewichtslage einer Klinke näher bei der Ruhelage als die jenige der andern Klinken gewählt werden, wodurch ebenfalls diese Klinke leichter als die andern in die Arbeitslage gedrückt wer den @vird, so dass im Falle der Fig. 27 immer dafür gesorgt werden kann, dass die Antriebs klinke der kleinen Geschwindigkeit in die Arbeitslage tritt und diejenige der grossen Geschwindigkeit nicht, während die labile Gleichgewichtslage der Antriebsklinke der normalen Geschwindigkeit genügend nahe bei der Ruhelage liegen soll, damit diese Klinke nicht in die Ruhelage einspringt, wenn sie- nur teilweise aus der Arbeitslage herausge drückt ist.
Wird wieder in der normalen Drehrich tung angetrieben, so wird immer die An triebsklinke der normalen Geschwindigkeit, zufolge ihrer abgeschrägten Stossfläche und der dieser Fläche entsprechenden Fläche einer Aufnahmestelle der Verzahnung, wie der ganz in die Arbeitslage treten, während darauf die Antriebsklinke der kleinen Ge schwindigkeit von dem schneller rotierenden Zahnrad dieser Geschwindigkeit wieder in die Ruhelage gedrückt werden wird.
Beim Wechselgetriebe nach Fig. 2 7 kön nen die Eingriffswinkel der Zahnräder der grossen und der normalen Geschwindigkeit auch 1/2 X die in der Figur gezeigten Maxi malwerte haben. Die Anzahl Aufnahmestel len der innern Verzahnungen dieser Räder wird dann also verdoppelt, wobei das neue Schema dadurch erhalten werden kann, dass der obere und der mittlere Teil der Fig. 27 aufeinander gezeichnet gedacht werden.
Die eingeschaltete Geschwindigkeit ist hierbei nach dem Durchlaufen des Vorschubo- spiels der Rücktrittbremsnabe in der der nor malen entgegengesetzten Drehrichtung die gleiche wie beim ursprünglichen Schema nach Fig. 27.
Das Umschalten von der normalen auf die kleine sowie auf die grosse Geschwindigkeit kann dann aber mit den beiden Antriebskur beln durch Rücktreten über etwa 45 statt finden. Im ersten Fall von der Lage aus, bei der eine der Kurbeln sich in der normalen Drehrichtung um 45 am obern Totpunkt vorbeibewegt hat, und im zweiten Fall von diesem Totpunkt aus (mit unterbrochenen Linien dargestellte Pfeile in Fig. 27).
Vorzeitiges Eingreifen der Bremsklinke dadurch, dass zu weit bezw. nicht genügend weit in normaler Drehrichtung weitergetre ten wird, bevor mit dem Schalten angefangen wird, kann hierbei nicht mehr auftreten.
Ein Wechselgetriebe mit zwei Geschwin digkeiten zur Verwendung mit einer Rück trittbremsnabe und das mit einer Riegelwelle und einer Unterbrechungsvorrichtung nach Fig. 21 versehen ist, kann schliesslich noch mit einer sehr einfachen Kupplungsvorrich tung versehen werden.
Die Antriebsklinke der kleinsten Ge schwindigkeit braucht dabei nicht in der Ruhelage verriegelt werden zu können und hat dann immer das Bestreben, unter der Wirkung ihrer Feder in die innere Verzah nung des Zahnrades dieser Geschwindigkeit einzuspringen, während die Riegelwelle 28, die aus einem Stück bestehen kann, gleich falls als Welle 19 für die Bremsklinke 17 und als mit der Unterbrechungsvorrichtung zusammenarbeitende Welle 7 2 dient (Fig. 29).
Die Bremsklinke arbeitet mit der innern Verzahnung des Zahnrades der kleinsten Ge schwindigkeit zusammen.
Die Riegelwelle hat eine Abflachung, die mit einem Zahn auf der hintern Seite der Antriebsklinke der grössten Geschwindigkeit zusammenarbeitet, welche Klinke um die gleiche WVolle 18 wie die Antriebsklinke der kleinsten Gescbwvindigkeit drehbar gelagert sein kann (Fig. 28).
Die Antriebsklinke der g rössten Geschwin digkeit darf bei normaler Drehrichtung der Antriebswelle nicht in die Arbeitslage ein treten, bevor die Bremsklinke in der Ruhe lage steht, damit Festlaufen vermieden wird.
Bei der Bauart nach Fig. 28 und 29 ver hindert der breite Zalin der Antriebsklinke der grössten Geschwindigkeit, wenn diese Klinke sieh in der Arbeitslage befindet, da.ss die Riegelwelle sich in bezug auf die Welle 2 nach links dreht, so dass auch die Brems klinke in der Ruhelage gehalten wird.
Wenn beim Rücktreten die Antriel)slzlinl#:e der gröss ten Gesclnvindigkeit in die Ruhelage ge drückt wird, so wird die Riegelwelle sich in bezug auf die Welle 2 nach links drehen, es sei denn, dass die Unterbrechungsvorrichtung dies verhindert, während der Umstand, ob die Bremsklinke in eine Lücke des Zahnrades der kleinsten CTeschwindiglieit eintreten kann oder nicht, hierbei keinen Einfluss ausübt, wie aus der Ausführungsform nach Fig. 29 hervorgeht.
Um die Riegelwelle in bezug auf die Welle 2 in der Richtung des Pfeils in Fig. 29 drehen zu lassen, ist eine zusätzliche Feder kraft erforderlich, da die Bremsklinke, wel che zwar eine eigene Feder hat, welche be strebt ist, sie in die Arbeitslage zu drücken, nicht fest mit der Riegelwelle 23 verbunden ist. Diese zusätzliche Federkraft soll genü gend stark sein, um die Antriebsklinke der grössten Geschwindigkeit nach Fig. 28 zu verriegeln, und sie kann mit Hilfe einer die Riegelwelle umgebenden Schraubenfeder er halten werden (vergl. die Welle 12 in Fig. 22).
Die federnde Verbindung zwischen dem Taster 13 (siehe Fig. 21) und der Welle 12 (= 19 = 23 bei der Bauart nach Fig. 29) soll sehr steif sein, damit die obenerwähnte zusätzliche Federkraft sowie auch die Feder; welche bestrebt ist, die Bremsklinke in die Arbeitslage zu drücken, überwanden werden können.
Auch könnte die Bremsklinke fest mit der Riegelwelle 23 verbunden werden, wobei die erwähnte zusätzliche Federkraft fortfal len würde. Die Bremsklinke soll dann aber ausser der normalen Ruhelage, bei der sie nicht in das Zahnrad der kleinsten Geschwin digkeit eingreifen kann, eine Lage einnehmen können, bei der die Riegelwelle 23 sich noch weiter nach rechts in bezug auf die Welle 2 gedreht hat. In der letzterwähnten Lage der Riegelwelle 23 soll dann die Antriebsklinke der grössten Geschwindigkeit entriegelt sein, während dies in der ersterwähnten Lage (bei der die Bremsklinke die normale Ruhelage einnimmt) nicht der Fall sein darf.
Eine dritte Abänderung der Bauart nach Fig. 29 wird dadurch erhalten, dass die Bremsklinke frei drehbar auf einer beson deren Welle gelagert wird, wozu eine zusätz liche Bohrung im Mittelteil der Antriebs welle vorzusehen ist, und dass diese Klinke mit einem zahnförmigen, mit einer zweiten Abflachung der Riegelwelle zusammenarbei tenden Vorsprung oder mit einer Blattfeder mit Haken nach Art der Fig. 9 versehen wird, welche Blattfeder von einer exzentrisch an der Riegelwelle vorgesehenen radialen Fläche angezogen wird, wenn diese Welle sich aus der Riegellage dreht, oder mit einer Blattfeder ohne Haken,
welche Feder dann etwa diametral gegenüber der Stelle der erst erwähnten Blattfeder an der Bremsklinke befestigt wird, so dass die Feder wieder an eine exzentrisch an der Riegelwelle vorge sehene radiale Fläche angedrückt wird, w(-.,1111 diese Welle sich aus der Riegellage dreht.
Auf alle diese Arten wird erzielt, dass, wenn beim Rücktreten mit zuvor eingeschal teter grösster Geschwindigkeit die Antriebs klinke dieser Geschwindigkeit in die Ruhelage gedrückt wird, diese Klinke sofort verriegelt werden kann (durch die Unterbrechungsvor richtung), auch wenn die Bremsklinke nicht sofort in eine Aufnahmestelle der Verzah nung des Zahnrades der kleinsten Geschwin digkeit eintreten kann.
Nach dem Rücktreten, bis die Brems klinke das Zahnrad der kleinsten Geschwin digkeit antreibt (eventuell nach dem Brem sen), ist also immer die grösste Geschwindig keit ausgeschaltet, das heisst die kleinste Ge schwindigkeit ist dann eingeschaltet.
Beim Antreiben in der normalen Dreh richtung und mit eingeschalteter kleinster Geschwindigkeit wird nun, periodisch und beim Durchlaufen eines gewissen Winkels, durch die Wirkung der Unterbrechungsvor richtung die Riegelwelle aus der Riegellage herausgedreht werden, so dass die Antriebs klinke der grössten Geschwindigkeit dann in die Arbeitslage eintreten könnte.
Dadurch. dass das Drehzahlverhältnis der Zahnräder der Antriebswelle und ihre Ein- griffswinkel in bezug auf diese Welle wie der entsprechend der vorstehend erwähnten Formulierung gewählt werden, kann nun da für gesorgt werden, dass immer ein Nocken zwischen zwei Aufnahmestellen der innern Verzahnung des Zahnrades der grössten Ge schwindigkeit die Antriebsklinke dieser Ge- schv#indigkeit daran hindert, während der periodischen Aufhebung der Verriegelung bei normaler Drehrichtung und eingeschal teter kleinster Geschwindigkeit in die Ar beitslage zu treten.
Da dies vorzugsweise zweimal pro Um drehung stattfindet, ist für das in dieser For mulierung erwähnte ganze Vielfache die Zahl 2 gewählt, so dass beim Rücktreten aus einer Lage innerhalb jedes der beiden Unterbre chungssektoren während dessen Durchlau- fens die Verriegelung der Antriebsklinke der grössten Geschwindigkeit aufgehoben ist, diese Geschwindigkeit dadurch eingeschaltet werden kann, dass über einen gewissen gerin gen Winkel rückgetreten wird.
Ein Schema der innern Verzahnungen der Zahnräder ist in Fig. 30 dargestellt. Die kleinste Geschwindigkeit ist um 20% klei ner als die grösste, so dass das Verhältnis der Drehzahlen wie folgt ausgedrückt werden kann: klein : gross = 1 : 4/5 (= 1/8 : 1/10). Der Bremsanfangssektor A wird wieder von den Lagen p und r begrenzt.
Die innere Verzahnung des Zahnrads der grössten Geschwindigkeit hat zehn Auf nahmestellen von je 27 , so dass die Nocken je 360 /10 - 27 = 9 sind. Bei eingeschal teter kleiner Geschwindigkeit und normaler Drehrichtung darf die periodisehe Entriege- lung der Antriebsklinke der grössten Ge schwindigkeit also maximal für die Zeit an dauern, in der die Antriebswelle einen Win kel von 45 durchläuft. In Fig. 30 liegen die mit diesen Winkeln von 45 zusammenfallen den Unterbrechungssektoren wieder derart, dass die ungünstigsten Lagen der Antriebs kurbeln beim Bremsen selbsttätig vermieden werden.
Um auf die grösste Geschwindigkeit umzu schalten, braucht nur von einem der Unter brechungssektoren aus (aus einem Totpunkt) über einen sehr kleinen WNinlkel rückgetreten zu werden, der nie grösser als 15' zu sein braucht.
Im allgemeinen können bei einem Wech selgetriebe, dessen Zahnräder mit einer in- nern Verzahnung mit einer geraden Anzahl Aufnahmestellen versehen sind, pro Zahnrad auch zwei gleichzeitig antreibende Klinken vorgesehen werden, sollte dies aus Festig- keitsgründen nötig sein, wobei dann auch zwei Kupplungsvorrichtungen nötig sind (beim letzterwähnten Wechselgetriebe also zwei Riegelwellen und auch eine mit zwei Tastern 13 versehene Unterbrechungsvorrich tung).