CH243736A - Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten. - Google Patents

Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten.

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CH243736A
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CH
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amniotic fluid
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rearing
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Erich Dr Hamberger
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Erich Dr Hamberger
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G11/00Baby-incubators; Couveuses

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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Description


  
 



  Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten.



   Von den Störungen in den Lebensvorgängen der   Frühgeburt    sind die Störungen der Atmung, der   Urärmesteuerung - cinerseits    als Wärmestauung, anderseits als Wärmemangel   (Skierembildung) -    Störung des   Würg- und    Schluckreflexes bekannt. Auch die   Krampfneigung    der Frühgeburten wird wohl als   Hitzeerschöpfung    mit Hirnschädigung und   B : reislaufkollaps    verbunden, anzusehen sein.



   Die gleich nach der Geburt auftretende und in den bisherigen Wärmeschränken noch verstärkte Austrocknung der frühgeborenen Frucht ist nach Wissen des Erfinders bisher nicht berücksichtigt worden. Auch die bei einer Frühgeburt auffallende Ruhe und Be  wegungslosigkeit    des   Kindes    zum Unterschied von den oft recht lebhaften Bewegungen im Mutterleib kann wohl durch den plötzlichen Übergang vom feuchten Element in die trockene Luft bedingt sein, da doch der Auftrieb im Fruchtwasser die Glieder um das Gewicht der verdrängten Flüssigkeitsmenge leichter macht und somit Bewegungen ermöglicht. Auch diese Tatsache ist sicher als entwicklungshemmend und den Stoffwechsel vermindernd aufzufassen.



   Aus den gleichen Gründen wird auch die Atmungsbreite der Frühgeburt bei Anwendung des üblichen Trockenwärmeschrankes vermindert.



   Der herabgesetzte Turgor der Haut, der bei allen Frühgeburten zu finden ist, lässt sich zwanglos als eine zum grössten Teil postpartum (nach der Geburt) entstandene   Austrocknungsers cheinung    auffassen.



   Dadurch, dass das   Kind    im Mutterleib in dem gleichmässig warmen Fruchtwasser eingebettet ist, wird auch im Falle einer fieberhaften Erkrankung der Mutter an ein Wärmeregulierungsvermögen des   Kindes    keine Anforderung gestellt, wir sehen auch kaum Schädigungen des   Kindes    durch Fieber der Mutter.



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten und  stellt sich die Aufgabe, die Gefahren, die das frühgeborene   Kind    bedrohen, weitgehend zu beseitigen und dadurch die bisherige hohe Sterblichkeit der Frühgeburten entsprechend herabzusetzen.



   Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in praktisch möglichster Annäherung an die natürlichen Verhältnisse im Mutterleib ein zur Aufnahme der Frühgeburt bestimmter,   zweckmäBig    wannenartig ausgebildeter Behälter vorgesehen ist, der mit einer dem natürlichen Fruchtwasser in physikalischer und chemischer Hinsicht bezüglich der Temperatur, des spezifischen Gewichtes und ihrer Einwirkung auf die Haut möglichst ähnlichen Flüssigkeit gefüllt ist und eine Halteeinrichtung für die   Früngeburt    aufweist.



  Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung kann durch das in dem Behälter befindliche Fruchtwasser Sauerstoff hindurchgeleitet werden. Als eine dem natürlichen Fruchtwasser möglichst ähnliche Flüssigkeit kann eine isotonische, das ist physiologische   Kochsalziösung - eine    sogenannte   Ringersehe    Lösung - verwendet werden, deren Temperatur in der gleichen Höhe erhalten wird, wie sie der   mütterliche    Leib aufweist, also in einer Temperatur von 37 bis 380 C.



   Die Zeichnungen zeigen in schematischer Darstellung eine beispielsweise Ausführungsform einer Einrichtung nach der Erfindung.



   Fig. 1 ist ein lotrechter Mittelschnitt durch die Einrichtung;
Fig. 2 stellt die Einrichtung in   perspeli-    tivischer Ansicht dar.



   In den beiden Abbildungen ist mit 1 der die Frühgeburt aufnehmende Behälter, mit 2 die den Behälter bis zu einer entsprechenden Höhe füllende, dem natürlichen Fruchtwasser möglichst ähnliche Flüssigkeit bezeichnet.



  Der Behälter ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach oben durch eine Glocke 3 aus Glas abgeschlossen. 4 ist eine das künstliche Fruchtwasser dem Behälter in der Richtung des Pfeils   p,    zuführende Leitung, 5 ein zur Ableitung des künstlichen Fruchtwassers dienendes Rohr, das einen Entlee   rungshahn 6 trägt; 7 ist ein t ;

   Überlauf-    rohr 8 mit dem Behälterinnern verbindendes Stand rohr, welches zweckmässigerweise mit einem Schauglas 9 versehen ist. 10 ist ein die überschüssige Flüssigkeit nach abwärts führendes Abflussrohr, 11 ein durch die Leitungen 12, 13 an das Relais 14 bezw. an das Netz angeschlossener Heizkörper für die Beheizung des künstlichen Fruchtwassers. 15 ist ein an das Relais 14 durch die Leitung 16 und an das Netz 17 angeschlossener Temperaturregler. 18 ist ein zur Beheizung des   Luftraumes    des Behälters dienender Heizkörper, 19 der dazugehörige Temperaturregler, welch beide Einrichtungen an das Relais 20 für die Luftheizung angeschlossen sind. 25 ist ein mit Löchern 26 versehenes   Zuleitnng-srohr    für den der Flüssigkeit in der Richtung des Pfeils   2    zuzuführenden Sauerstoff.



   Die Vorbereitung der - Behandlung von Frühgeburten zwecks ihrer Aufzucht findet mit Hilfe der beschriebenen Einrichtung wie folgt statt :
Der Behälter 1 wird z. B. aus einem höherliegenden Gefäss durch die Leitung 4 dauernd mit der Temperatur im Mutterleib entsprechend erwärmten künstlichen   Friichü    wasser   beschickt    wobei die gleiche Menge Fruchtwasser bei geöffnetem Entleerungshahn 6 durch das   Ableitungsrohr    5   abfliesst.   



  Falls die Höhe des   Flüssigkeitsstandes    über die obere Kante des Rohres 8 steigt, läuft das   überschüssige künstliche Fruehtwasser    selbsttätig durch das Rohr 8 in das Abflussrohr 10 ab.



   Das erwärmte künstliche Fruchtwasser fliesst ständig zu. Der dauernde Abfluss des mit   Exkrementen    verunreinigten künstlichen Fruchtwassers durch die Abflussleitung 5 ge  währleistet    die Reinhaltung desselben, das übrigens leicht beispielsweise durch vorheriges Aufkochen sterilisiert werden kann. Die Durchleitung von Sauerstoff durch das künstliche Fruchtwasser begünstigt die Hautatmung und auch die Lungenatmung durch die an der Wasseroberfläche auftretende erhöhte Sauerstoffkonzentration.  



   Zur Verhinderung von Bewegungseinschränkungen einerseits und anderseits, um die Gefahr des Ertrinkens des   Kindes    zu bannen, wird zweckmässig eine zweiteilige, aufklappbare und schliessbare Halskrause, z. B. aus   Kork,    als Haltemittel verwendet.



  Zum Festhalten des in der Flüssigkeit schwimmenden Körpers kann derselbe in beliebiger Weise durch im Behälter angeordnete Einlagen, Verschnürungen, Schwimmmatratzen und dergleichen unterstützt werden.



   Selbstverständlich kann durch Anbringung von Sicherungen beliebiger Art dafür gesorgt werden, dass ein gegebenenfalls durch Verstopfen des Abflussrohres eintretendes unzulässiges Ansteigen der Flüssigkeit im Behälter oder eine unzulässige Erwärmung der Luft oder der Flüssigkeit selbsttätig akustisch oder optisch angezeigt wird.



   In den Rahmen der Erfindung fallen auch derartige Einrichtungen, bei welchen die einzelnen   Wasserbetten    nicht durch getrennte Glasglocken nach aussen abgeschlossen sind, sondern bei welchen auch mehrere oder alle Wasserbetten in einem gemeinsamen bezüglich der Temperatur entsprechend regulierten grösseren Luftraume untergebracht sind.



      PATENTANSPRUC1R :   
Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme der Frühgeburt ein Behälter (1) vorgesehen ist, der mit einer in physikalischer und chemischer Hinsicht bezüglich Temperatur, spezifischen Gewichtes und Einwirkung auf die Haut dem natürlichen Fruchtwasser möglichst ähnlichen Flüssigkeit (2) gefüllt ist und eine Halteeinrichtung (22) für die Frühgeburt   (x)    aufweist.   

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) mit einer Glocke (3) aus durchsichtigem Material abgeschlossen ist und ein Rohr (4) für die Zuleitung und ein Rohr (5) für die Ableitung des künstlichen Fruchtwassers (2), ein Flüssigkeitsstandregler (7) mit einem Überlaufrohr (8) für die Ableitung des überschüssigen künstlichen Fruchtwassers, ferner Beheizungseinrichtungen (11-16, 18-21) für das künstliche Fruchtwasser und die im Behälter befindliche Luft und schliesslich eine Zuleitung (2Åa) für den durch das künstliche Fruchtwasser durchzuleitenden Sauerstoff aufweist.
CH243736D 1943-06-15 1944-11-09 Einrichtung zur Aufzucht von Frühgeburten. CH243736A (de)

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