CH243880A - Verfahren zum Walzen von Leichtmetallen. - Google Patents

Verfahren zum Walzen von Leichtmetallen.

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CH243880A
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Vereinigte Leichtmetal Haftung
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Ver Leichtmetallwerke Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/12Alloys based on aluminium with copper as the next major constituent

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Description


  Verfahren zum Walzen von Leichtmetallen.    Die für die Blechherstellung verwendeten       Legierungen    auf     Aluminiumbasis,    im beson  deren jene der     Gattung        Al-Cu-Mg,    werden,       wie    dies auch von der Schwermetallverarbei  tung seit langem bekannt     ist,        meist        zunächst     warmgewalzt, woran sich von einer gewissen  Dicke an meist     eine        Kaltwalzung    anschliesst.  (Vergleiche z. B. A. v.

   Leerleder, Technolo  gie des     Aluminiums    und seiner     Leichtmetall-          legierungen,    Leipzig, 1935,     Seite    141 ff.)  Das warmgewalzte Material dient in der Re  gel als     Vormaterial    für das Kaltwalzen.

   Es       ist    daher     erwünscht,    dass der Werkstoff nach  dem     Warmwalzen    soweit als irgend möglich       entfestigt        und    damit möglichst gut verform  bar     ist.    Am Ende des Warmwalzens vor dem  Kaltwalzen sowie auch während des Kalt  walzens bei     bestimmten    Zwischenstärken wer  den     Weichglühungen    vorgenommen.  



  Die     Warmwalztemperatur    wurde immer  so gewählt, dass eine möglichst gute Verform  barkeit des Werkstoffes beim Warmwalzen    erreicht wurde. Wenn im Laufe des Walzens  die Temperatur so weit sank,     dass'    die     Ver-          formbarkeit    nicht mehr genügte, und daher       in    unzulässigem Masse Kantenrisse eintraten,       wurde    das Walzen     unterbrochen:    und der  Werkstoff neu angewärmt. Nach Leerleder  a. a. 0.

   Tabelle 29,     Seite    138, sind die tief  sten Temperaturen, bei denen bisher eine       Warmwalzung    noch üblich war, bei     Bein-          aluminium    280 , bei     Legierungen    der Gat  tung     Al-Mg-Si    400 , bei solchen der     Gattung          Al-Cu-Mg    360  und bei solchen der Gattung       Al-Mg-Mn    350 . Bei der Wahl der     Warin-          walztemperatzzr        wurde    also ausschliesslich  Rücksicht auf den     Warmwalzvorgang    selbst  genommen.  



  Es wurde     nun    gefunden, dass das Walzen  bei     bestimmten    Temperaturen sehr ausge  prägte     Wirkungen    auf das technologische       Verhalten    in späteren     Verarbeitungsstufen     hat. Es hat sich vor allem gezeigt, dass die  Weichheit des Werkstoffes, die durch ein      Weichglühen nach dem Warmwalzen erreicht  werden kann, in sehr starkem Masse von der  Walztemperatur abhängig ist.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zum Walzen von Leichtmetallen,  insbesondere Aluminiumlegierungen der Gat  tung     Al-Cu-Mg,    das dadurch gekennzeichnet  ist, dass mindestens die letzten Stiche vor dem  Weichglühen bei     Temperaturen    unter 250  C  vorgenommen werden und dass danach weich  geglüht wird.  



  Es wurde     gefunden,    dass man zur Her  stellung warmgewalzter Platten aus     Alumi-          niumlegierungen,    insbesondere aus     Al-Cu-Mg-          Legierungen,        mit    möglichst guter Verform  barkeit mindestens die letzten Stiche bei  Temperaturen von nicht     wesentlich    über  200  C vornehmen darf und dass danach eine       Weichglühung    zu guter     Verformbarkeit    führt.  



  Es ist möglich, wenn die     Verformbarkeit     des betreffenden Werkstoffes dies zulässt, das  Warmwalzen im wesentlichen bei diesen       Temperaturen    durchzuführen. Es ist jedoch  auch möglich, die     Warmwalzung    bei den  üblichen höheren Temperaturen zu beginnen  und nur die letzten Stiche bei einer Tempera  tur unter 250  C vorzunehmen, wobei vor den  letzten Stichen mit an sich bekannten Mit  teln eine Abkühlung der Platten auf Tempe  raturen von höchstens 200  C vorgenommen  wird.

       Praktisch    wird man so vorgehen, dass  die bekannten hohen     Warmwalztemperaturen     etwa für das     Abwalzen    von 150 bis auf 5 mm  Blechdicke beibehalten werden und das Ein  halten einer Temperatur unter 250  C auf  die     Abwalzung    von 5 mm auf 2 mm be  schränkt bleibt. Es ist jedoch auch möglich,  das Gebiet der     Abwalzung    bei den erfin  dungsgemässen     Temperaturen    zu vergrössern  oder zu verkleinern.  



  Die letzten Walzstiche vor dem Weich  glühen müssen nicht bei einer Temperatur  von 200  C vorgenommen werden. Es ist viel  mehr auch möglich, im Anschluss an die       Warmwalzung    bei üblichen Temperaturen  vor der     Weichglühung    eine     Kaltwalzung     einzuschalten, wobei diese zweckmässig mit  einer mindestens 30%igen Abnahme erfolgt.    Erst im Anschluss an eine solche     Kalt-          walzung    nach der     Warmwalzung    bei den  üblichen höheren     Mrarmwalztemperaturen     wird dann die     Weichglühung    vorgenommen.

    Es ist nicht zweckmässig, in der bisher  üblichen Weise (vergleiche     Zeerleder    a. a. 0.  Seite 1.45) unmittelbar nach dem Warm  -walzen bei höherer Temperatur weich zu  glühen, da sonst die günstige     Entfestigung     und gute     Verformbarkeit    nicht erhalten wird.  



  Die Auswirkung     eines    Warmwalzens nicht  wesentlich über 200 C     bezw.    .eines     Kalt-          walzens    in den letzten Stichen vor der     Weich-          glühung    ist.     aus    den folgenden Vergleichs  versuchen zu ersehen.  



  Eine Aluminiumlegierung mit etwa 4  Kupfer,     0,7%    Mangan, 1,0% Magnesium,       0,2%    Silizium und 0,4% Eisen wurde bei  verschiedenen Temperaturen     abgewalzt    und  bei der Endstärke 8 Stunden bei 350  C  weichgeglüht.

   Danach wurden aus dem Blech  Zerreissstäbe herausgearbeitet und erprobt,  wobei folgende Werte erhalten     wurden    (Mit  telwerte aus je sechs Einzelversuchen)  
EMI0002.0043     
  
    Walz- <SEP> sss <SEP> UB <SEP> 8.10
<tb>  temperatur <SEP> kg/mm= <SEP> kg/mm2
<tb>  200 <SEP> C <SEP> 8,1 <SEP> 18,3 <SEP> 19,5
<tb>  20011 <SEP> C <SEP> 7,9 <SEP> 18,7 <SEP> 19,7
<tb>  250  <SEP> C <SEP> 12,0 <SEP> 20,3 <SEP> 15,7
<tb>  350<B>0</B> <SEP> C <SEP> 12,3 <SEP> 20,5 <SEP> 15,3       Man sieht daraus, dass eine ausreichende       Weichglühung    nur zu erzielen     ist,    wenn die  Walztemperatur nicht     -wesentlich    über 200  C,  jedenfalls aber noch unter 250  C, liegt.

   Da  man normalerweise trachten wird, die     Walz-          temperatur        möglichst    nicht     unter    300  C sin  ken zu lassen, hat es sich als zweckmässig  erwiesen, das Walzgut erst vor den letzten  Stichen durch an sieh bekannte Mittel, z. B.  durch Brausen, auf die gewünschte Tem  peratur abzukühlen. Eine genaue Einhal  tung     bestimmter    Walztemperaturen ist bei  den neu entwickelten stärkeren und besser  durchgebildeten Walzgerüsten möglich, bei  denen erheblich kürzere Totzeiten und grö  ssere     Stichabnahmen    eingehalten werden kön  nen als bei den früher üblichen Walzgerüsten.

        In ähnlicher Weise, wie es das Beispiel  für eine     Al-Cu-1VIg-Legierung    gezeigt hat,  verhalten sich alle wichtigen technischen       Aluminiumlegierungen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Walzen von Leichtmetal len, insbesondere Aluminiumlegierungen der Gattung Al-Cu-Mg, dadurch gekennzeich net, dass mindestens der letzte Stich vor dem Weichglühen bei Temperaturen unter 250 C vorgenomihen wird und dass danach weich geglüht wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die letzten Stiche vor dem Weichglühen bei Temperaturen von höchstens 200 C vorgenommen werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit Warmwalzen bei einer Temperatur über 250 C begonnen wird, und dass vor den letzten Stichen eine Abkühlung der Platten auf Temperaturen von höchstens 200 C vorgenommen wird. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach dem bei einer Temperatur über 250 C durchgeführten Warmwalzen ein Kaltwalzen mit mindestens <B>30%</B> Abnahme erfolgt und anschliessend weichgeglüht wird.
CH243880D 1942-12-02 1943-12-02 Verfahren zum Walzen von Leichtmetallen. CH243880A (de)

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