CH244033A - Verfahren zur thermischen Behandlung feuchten Gutes mit Luft und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur thermischen Behandlung feuchten Gutes mit Luft und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur thermischen Behandlung feuchten Gutes mit Luft und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Wird feuchtes Gut durch Zuführung von Wärme getrocknet, so nimmt es eine verhält nismässig hohe Temperatur an, was oft bei der weiteren Verarbeitung des Trockengutes nachteilig ist: Ausserdem geht Wärme ver loren.
Beide Nachteile werden vermieden, wenn man -gemäss dem Verfahren nach der Erfin dung eine thermische Behandlung feuchten Gutes, d.
h, nicht nur seine Beheizung, son dern auch seine Abkühlung unter Um gebungstemperatur, mit einer Luft-Wärme- pumpen@gruppe, System Kompression-aEgpan- sion, in der Weise vornimmt, dass die von .der Wärmepumpengruppe abgegebene Wärme zur Beheizung des Gutes und die von der Wärme pumpend uppe aufgenommene Umweltwärme zur Abkühlung des getrockneten Gutes unter Umgebungstemperatur benützt wird.
Die Einrichtung zur Ausübung des er- findungsgemässen Verfahrens weist einen mit in Wanderung,sTichtung des Gutes hinterein ander angeordneten Heiz- und Küh@lvorrich- Lungen versehenen Behälter als Trockner und Kühler für das ihn durchwandernde Gut auf, ferner einen Verdichter, der die Heizvorrich tung mit warmer Luft versorgt, eine Ent spannungsturbine, die dazu beiträgt, die Kühlvorrichtung mit kalter Luft zu versor gen,
Wärmeaustauschapparate zur Herab setzung der Temperatur,der Kühlluft für das erwärmte Gut und Wärmeaustauschapparate zur Vorwärmumg der Heizluft sowie Regu lierorgane zur Temperaturregelung, zur Ver teilung und zur Umleitung .der einzelnen Sträme.
An Hand der Zeichnung, .die eine bei spielsweise Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens mach der Erfindung darstellt, wird auch das Verfahren beispielsweise er läutert.
A ist ein Behälter zur Aufnahme des zu behandelnden feuchten Gutes, z. B. Getreide, <I>B, C, D</I> sind WärmeaustauscheT, <I>E, F,</I> G ist eine Wärmepumpengruppe auf gemeinsamer Welle, und zwar ist E ein Verdichter, Feine Entspannungsturbine und G ein Antriebs motor, hier ein Elektromotor.
Das zu behandelnde Gut tritt oben bei 1 in den Behälter A ein, wandert nach unten und verlässt ihn bei 2. Dabei wird es zuerst beheizt und nach Absenkung in den untern Teil des Behälters A .gekühlt. Heizung und Kühlung erfolgen durch Luft. Die Heizluft wird durch gelochte, von rechts kommende Rohre 3 im obern Teil des Behälters A eingeführt, wäh rend die entstehenden feuchten Schwaden durch ebensolche Rohre 4 abziehen können.
Die Kühlluft tritt im untern Teil des Behäl ters A durch ähnliche Rohre 5 ein und wird zwecks möglichst tiefer Abkühlung des Gutes im Gegenstrom von unten nach oben durch das Gut getrieben; sie verlässt zum Teil ,den Behälter A durch die gelochten Rohre 6 und wird, wie nachher beschrieben, im Wärme pumpenprozess wieder verwendet.
Die Schwa den ziehen durch die Leitung 7 über einen Staubabscheider H durch den Vorwärmer C und geben dort ihre Wärme an aus dem Küh ler B durch Leitung 8 kommende Kaltluft ab, um durch Leitung 9 die Anlage zu ver lassen. Diese Kaltluft kommt von der Expan sionsturbine F, der sie durch Leitung 10 einen mit Wasserkühlung versehenem Kühler D und Leitung 11 zuströmt.
Von dieser Lei- tung 11 zweigt eine Leitung 12 ab, die Luft vom Kühler D her unmittelbar zum Kühler B führt, wo sie in Wärmeaustausch mit der tiefgekühlten Abluft der Turbine F gerät und dann durch Leitung 13 zur Kühlvo.rrich- tung 5 des Behälters A strömt. Eine Leitung 14 mit Schaltorgan 15 gestattet die Umschal- tung der im Vorwärmer C ausgenutzten Schwaden nach Leitung 11.
Eine Umfüh- runbleiturig 16 mit Schaltorgan 17 gestattet die Umgehung der Kühlvorrichtung 5 und Führung der Kaltluft unmittelbar in die Ab- luftleitun:g 18, in die ein Ventilator J einge baut ist. Dieser drückt sie je nach Stellung des Schaltorganes 19 entweder in den Strahl apparat K zwecks Beimischung mit der Wärmeipumpenluft oder ins Freie. Die Zu teilung dieser Luft kann von Hand oder selbsttätig erfolgen.
Bei genügender Druck- erzeugung kann der Stra.h,lapparat entbehr lich werden. Die Abluft kann auch zwecks Wärmerückgewinnung einer Vorstufe 20 des Vorwärmers C zugedrückt werden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgt: Atmosphärische Luft wird in dem mit Wasser beaufschlagten Kühler D vorge kühlt und expandiert hierauf in der Turbine F, z. B. auf 0,572 ata und - 8 C. Mit dieser kalten, unter Unterdruck stehenden Wärme pumpenluft wird nun über den Kühler D ge leitete, atmosphärische Luft, .die durch Lei tung 12 unmittelbar zum Luftkühler B strömt, auf z.
B. -I- 5 C abgekühlt und entfeuchtet Siphonablauf 21 - und der Kühlvor richtung 5 des Behälters A zugeführt. Damit die in .der Turbine F zu Schnee gewordene Feuchtigkeit den Luftkühler B nicht ver stopft, wird die Luftgeschwindigkeit auf beiden Seiten der Rohre so gewählt, dass die Rohroberfläche selbst auch am Kühlerende mit - 8 C Eintritt und -I- 5 C Austritt über<B>O' C</B> bleibt,
so dass der anfallende Schnee schmilzt und als Kondensat bei 21' über einen Siphon oder dergleichen dem System entzogen werden kann. Bei .diesem Kühlvor gang hat sich die Turbinenabluft von - 8 C auf -I- 9" C aufgewärmt. Eine weitere Erwär mung auf 30 C erfolgt im VoTwärmer C durch die den Behälter A durch die Rohre 4 verlassenden Schwaden von 40 C, welche sich dabei auf 25 C abkühlen.
Die so in B und C vorgewärmte und unter Unterdruck stehende Wärm-epumpenluft wird nun vom Verdichter E angesaugt und wieder auf Atmosphärendruck verdichtet, wobei sie sich z. B. auf 123 C erwärmt.
Da das Druck verhältnis der Wärmepumpengruppe durch die gewünschte Kühllufttemperatur in Lei tung 13: festgelegt wird, erfordert die Anpas sung :der Heizluft beim Eintritt in die Heiz- vorrichtung 3 eine besondere Massnahme, die in der Anordnung des Strahlappa-rates K be steht. Wenn z.
B. die Heiztemperatur von 123 C zu hoch ist, saugt der Strahlapparat die Abluft von 2'7 C des Gutkühlers aus Lei- tu@ng 18 ab und mischt sie der vom Verdich ter E kommenden Wärmepumpenluft mit Hilfe des Schaltorganes 19 selbsttätig oder von Hand in einer solchen Menge bei, dass die 3'lischtemperatur beim Eintritt in die Heiz vorriohtung 3 ,die gewünschte Höhe, z. B. 85 C, hat.
Die Überschüssige Luft wird bei 22 durch den Ventilator J ins Freie ausge- stossen oder zwecks Wärmerückgewinnung über Leitung 23 der Vorstufe 20,des Vorwär- rners C zugedrückt.
Wird die Gutkühlung nicht gebraucht, so wird mittels des Umschaltorganes 17 und der TTmführüngsleitung 16 die Kühlluft am Be hälter A vorbeigeleitet.
Ein weiteres Regelorgan 15 ermöglicht die Umstellung des "offenen" Wärmepum- penbetriebes in einen "geschlossenen" oder in beliebige Zwischenstellungen, wobei die Um laufluf t über Leitung 14 wieder der Turbine F zugeleitet wird. Diese Schaltung kann-dann erwünscht sein, wenn das Gut nur beheizt und nicht getrocknet oder nur teilweise ge trocknet werden muss.
Der Wärmepumpenprozess kann auch, statt mit Unterdruck, mit Überdruck durchgeführt werden. Die bei atmosphärisch betriebenem Behälter A unter Überdruck stehende Heiz- Luft vom Verdichter E überträgt dann ihre Heizwärme über einen Wärmeaustaueeher auf atmosphärische Luft, welche nun dem Behäl ter A zugedrückt wird. Anderseits kann die auf Atmosphäre entspannte Heizluft nun in unmittelbarem Kontakt der Kühlvorrichtung 5 zuströmen.
Am Prinzip ist damit nichts ge ändert; an Stelle der Kälteübertragung nach der Turbine auf atmosphärischeIntft tritt die Heizwämmeübertragung nach der Verdichtung auf atmosphärische Luft.
Bei der "offenen" Wärmepumpe ,sind keine besonderen Elüssigkeitsabscheider nötig wie bei der geschlossenen Ausführung, und es wird die Schwa & nwärme wenigstens teil- weise doch wieder nützlich dem Pro.zess zuge führt.
Man hat also mit dieser Einrichtung die Möglichkeit, mittels Wärmepumpe Gut zu trocknen und unter Umgehungstemperatur zu kühlen oder auch das Gut nur zu beheizen, wobei in allen Fällen der Vomteil der Wärme- pumpe, Umweltwärme dem System zuzufüh ren, günstig zur Auswirkung kommt.
Der Antriebsmotor G,der W'ärmepumpen gruppe weist eine Drehzahlverstellmöglich- keit auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Vemfahren zur thermischen Behandlung feuchten Gutes mit Luft, dadurch gekenn zeichnet, dass die von einer Luftwärmepum- pengruppe, System Kompression-Expansion, abgegebene Wärme zur Beheizung .des Gutes und die von der Wärmepumpengruppe aufge nommene Umweltwärme zur Abkühlung des getrockneten Gutes unter Umgebungstempe ratur benützt wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch einen mit in Wanderungsrichtung des Gutes hintereinander angeordneten Heiz- und Kühlvorrichtungen (3 bezw. 5) versehe- nen Behälter (A) als Trockner und Kühler für das ihn durchwandernde Gut, mit einem Verdichter (E), der -die Heizvorrichtung (3) mit warmer Luft versorgt, einer Entspan nungsturbine (F), die dazu beiträgt,die Kühl vorrichtung mit Kühlluft zu versorgen, WäTmeaustauschapparaten (B, D) zur Herab setzung der Temperatur der Kühlluft für das erwärmte Gut und Wärmeaustausehappara- ten (C) zur Vorwärmung der Heizluft, sowie mit Regtülierorganen (15, 17, 19, K) zur Tem peraturregelung, zur Verteilung und zur Um leitung der einzelnen Ströme. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, .da durch gekennzeichnet, dass die Kühlung des Gutes mittels atmosphärischer, von der Wärmepumpengruppe gekühlter Luft erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, -da durch gekennzeichnet, dass die die Trocken zone verlassenden.Schwaden zur Vorwämmung der Wärmepumpenluft vor dem Verdichter (E) ausgenützt werden.3,. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass die Kühlluft nach Abkühlung des Gutes .dem vom Verdichter (E) auf Atmosphärendruck gebrachten Wärme- pumpenduft mindestens teilweise beigemischt %v ird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und U nteransprueh 3-, dadurch gekennzeichnet, dass die Beimischung selbsttätig auf gleich bleibende Heiztemperatur geTegelt wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet"dass .die RohroberflIehe des Kühlluftkühlers (B) an der Austritts- seite durch entsprechende Wahl der Luft- geschwin.digkeiten innerhalb und ausserhalb der Kühlrohre und damit der Wärmeüber- gangszahlen über null Grad Celsius gehalten wird, trotz unter null Grad Celsius von der Entspannungsturbine (F)anfallender Wärme- pumpenluft. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass,der Wärmepum- penprozess ein "offener" ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Umlaufleitung (14) und eines Regulier- organes (15) mindestens ein Teil der Schwa den zur Entspannungsturbine (F) zurück geführt werden kann.B. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Strahlapparates (K) in der vom Verdichter (E) der Wärmepumpengruppe zur Heizvor- riGhtung (3) des Behälters (A) fühmenden Leitung mit Zuführungssaugleitung für die Abluft der Kühlvorrichtung (5) des Behäl ters zwecks Mischung der beiden Luftströme. 9.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, gekennzeichnet durch ein Regulierorgan (19) in der von der Kühl vorrichtung des Behälters (A) zum Strahl- appaTat (Ii) führenden Leitung (18). 7.0.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 8 und 9, gekennzeich- net durch eine zu einer Vorstufe (20) eines von den Schwaden beheizten V orwärmers (C) führende Leitung (23), welche mittels des Regulierorganes (19) mit der Abluftleitung (18) in Verbindung gebracht werden kann. 11. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch ein Regulierorgan (17) mit Umgehungsleitung (16) zur unmittel baren Verbindung der Kühlluftzuleitung (13) mit der Kühlluftableitung (18).12. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Ventilators (.I) in der Abluftleitung (18) der Kühlvorrichtung (5) des Behälters (A). 13. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Staubabscheiders (H) in -der Schwadenabzugs- leitung (7) vor dem Vorwärmer (C).14. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebs motor (G) der Wärmepumpengruppe Dreh- zahlversteldmöglichkeit hat.
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| CH244033T | 1944-10-31 |
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| CH244033D CH244033A (de) | 1944-10-31 | 1944-10-31 | Verfahren zur thermischen Behandlung feuchten Gutes mit Luft und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. |
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| CH (1) | CH244033A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0211726A1 (de) * | 1985-07-10 | 1987-02-25 | Electricite De France | Wärmepumpvorrichtung und eine solche Vorrichtung benutzende thermische Trennungsanlage |
| DE102009038969A1 (de) * | 2009-08-21 | 2011-03-03 | Frigortec Gmbh | Verfahren zum Behandeln von landwirtschaftlichem Schüttgut sowie entsprechende Vorrichtungen |
| CN110360830A (zh) * | 2019-08-13 | 2019-10-22 | 瀚能(苏州)节能科技有限公司 | 一种全密闭粉体流热泵干燥机 |
-
1944
- 1944-10-31 CH CH244033D patent/CH244033A/de unknown
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0211726A1 (de) * | 1985-07-10 | 1987-02-25 | Electricite De France | Wärmepumpvorrichtung und eine solche Vorrichtung benutzende thermische Trennungsanlage |
| DE102009038969A1 (de) * | 2009-08-21 | 2011-03-03 | Frigortec Gmbh | Verfahren zum Behandeln von landwirtschaftlichem Schüttgut sowie entsprechende Vorrichtungen |
| DE102009038969A8 (de) * | 2009-08-21 | 2011-06-01 | Frigortec Gmbh | Verfahren zum Behandeln von landwirtschaftlichem Schüttgut sowie entsprechende Vorrichtungen |
| DE102009038969B4 (de) * | 2009-08-21 | 2015-05-28 | Frigortec Gmbh | Verfahren zum Behandeln von landwirtschaftlichem Schüttgut sowie entsprechende Vorrichtungen |
| CN110360830A (zh) * | 2019-08-13 | 2019-10-22 | 瀚能(苏州)节能科技有限公司 | 一种全密闭粉体流热泵干燥机 |
| CN110360830B (zh) * | 2019-08-13 | 2024-05-17 | 瀚能(苏州)节能科技有限公司 | 一种全密闭粉体流热泵干燥机 |
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