Verpackungsmaschine. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Verpackung von Gegenständen, z. B. von geformten Stoffmengen oder festen Körpern, die beispielsweise von Hand oder selbsttätig der Verpackungsstelle zugeführt werden, wo sie je für sich mittels Ver packungsorganen verpackt werden, die auto matisch bewegt werden.
In bekannten Apparaten dieser Art wer den die Verpackungsorgane im allgemeinen auf mechanischem Wege, z. B. mittels um drehender Formscheiben, Exzenter oder der gleichen, bewegt, deren Bewegungen durch Rollen, Wiegehebel, Stangen oder andere ähnliche Hilfsmittel derart auf die Ver packungsorgane übertragen werden, dass die selben in gegebener Reihenfolge in Tätigkeit gesetzt werden; die Verpackungsorgane selbst sind gewöhnlich verhältnismässig ein facher Bauart.
Die zur Bewegung derselben dienenden erwähnten, von einem gemeinsa men Antriebsmotor elektrischer, pneuma tischer, hydraulischer oder sonstiger Art ge- triebenen Mittel komplizieren und verteuern dagegen die Maschine erheblich und sind ferner sehr starker Abnutzung ausgesetzt, wobei noch hinzukommt, dass sie einen recht bedeutenden Bewegungswiderstand leisten und deshalb verhältnismässig grossen Kraft aufwand erfordern.
Der vorliegenden Erfindung gemäss nimmt man von der Verwendung eines gemeinsamen Antriebsmotors für sämtliche Verpackungs organe Abstand und verwendet statt dessel ben mehrere zum Antrieb der Verpackungs organe dienende und durch ein Druckmedium betätigte Antriebsvorrichtungen, wobei Mit tel vorgesehen sind zur selbsttätigen Steue rung der Zu- und Ableitungen des Druck mediums zu und von den verschiedenen An triebsvorrichtungen der Verpackungsorgane in Abhängigkeit von Verpackungsbewegungen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand einer auf der Zeichnung veranschaulichten beispielsweisen Ausführungsform erläutert; die Zeichnung stellt eine Maschine zum Ein- packen eines aus einer abgemessenen Menge eines plastischen Stoffes, z. B. Margarine oder Butter, bestehenden Formstückes mit tels Einpackorganen dar, deren Bewegungen mittels eines Druckmediums sowohl erzeugt als gesteuert werden.
Fig. 1 und 2 zeigen den Apparat in zwei verschiedenen Seitenansichten, teilweise im Schnitt.
1 in Fig. 1 ist der Auslauf aus einem nicht näher gezeigten Apparat zur Vorfüh rung eines plastischen Stoffes, der vom Aus lauf 1 in eine Formkammer 2 gepresst wird, wenn dieselbe die in Fig. 1 mit Punktlinien gezeigte Stellung 2' einnimmt.
Diese Form kammer ruht in Lagern 4 und 5, so dass sie schwenkbar um eine Achse 3 ist und aus der in Fig. 1 durch Punktlinien gezeigten Füll stellung in die durch voll ausgezogene Linien in derselben Abbildung gezeigte Entleerungs stellung und umgekehrt durch eine Drehung um die Achse 3 geführt werden kann. 200 ist eine einem Teil einer Zylinderfläche entspre chend geformte Platte, die mit der Form kammer 2 fest verbunden ist und den Aus lauf absperrt, wenn die Formkammer von demselben fortgeschwenkt wird.
Die Umstellung der Formkammer aus der Füllstellung in die Entleerungsstellung er folgt in der gezeigten Ausführungsform auf pneumatischem Wege, nämlich mittels Druck luft, indem ein in der Formkammer angeord neter Kolben 6 während des Einpressens des plastischen Materials in die Formkammer in letzterer verschoben wird, z. B. in die durch 6' in Fig. 1 bezeichnete Stellung, wodurch eine mit dem Kolben verbundene Kolben stange 7 -- die während der Füllung der Formkammer die Stellung 7' einnimmt eine Öffnung 8 im Ventilgehäuse 109 eines Schieberventils 9 absperrt. Aus einer Rohr leitung 10 strömt Druckluft in das Ventil gehäuse 109 an der einen Seite des Schiebers 9 und strömt ferner durch einen engen Kanal 11 nach dem Ende des Ventilgehäuses, in welchem die Öffnung 8 vorgesehen ist.
Das Ventil 9, 109 ist übrigens so ausgeführt, dass die Druckluft auf die der Öffnung 8 zuge- kehrte Seile des Schiebers 9 drückt, wenn die Kolbenstange 7 diese Öffnung 8 schliesst, und dadurch den Schieber in die in Fig. 1 ge zeigte Stellung schiebt, worauf Druckluft aus der Rohrleitung 10 über die zweite Rohrleitung 12, ein Ventil 13, 106 und eine Rohrleitung 14 nach einem Zylinder 15 eines Kolbens 16 strömt.
Dieser Kolben wird da durch genvungen, die in Fig. 1 gezeigte Stel- hxng einzunehmen und stellt dadurch die Formkammer 2 in die durch volle Linien in Fig. 1 gezeigte Stellung um, wozu der Kol ben 16 mittels einer Pleuelstange 18 und zweier Arme. 19 und 20, die beide mit einer auf der Welle 22 drehbaren Scheibe 21 fest verbunden sind, sowie einer Zugstange 23 mit einem an der Drehwelle der Formkam mer befestigten Arm 24 verbunden ist.
Die Kolbenstange 7 wird durch die Um stellung der Formkammer in die durch volle Linien in Fig. 1 gezeigte Stellung hinein geführt und dadurch gegen ein Schieber ventil 26 gedrückt, wodurch letzteres unter Überwindung der Spannung einer Feder 25 umgestellt und in die in Fig. 1 gezeigte Stel lung geführt wird, so dass die diesem Ventil durch eine Rohrleitung 27 zugeleitete Druck luft danach durch eine Rohrleitung 28 hinter einen Kolben 29 zum Ausstossen des in der umgestellten Formkammer enthaltenen Form stückes strömen kann.
Dieses Ausstossen ge schieht dadurch, dass der Kolben 29 unter Einwirkung der Druckluft seine Kolben stange 31 gegen die Kolbenstange 7 drückt und letztere dadurch abwärts führt, so dass der Kolben 6 weiter in die Formkammer ein geschoben wird.
Die Umstellung der Formkammer kann aber auch in anderer beliebiger, bekannter Weise, z. B. von Hand oder auf mechani schem oder elektrischem Wege, ausgeführt werden. Die Bewegung, welche das Form stück oder genauer gesagt das zu dessen Vor führung dienende Organ ausführt, wenn das Formstück der Einpackungsstelle, das heisst dem nachstehend näher erwähnten Pack material 44 zugeführt wird, dient zur Ab gabe von Impulsen zum Einleiten der nach- folgenden Bewegungen der zum Einpacken des Formstückes -dienenden Einpackorgane.
Ein solcher Impuls wird im beschriebenen Fall von der Kolbenstange 7 dadurch ab gegeben, dass sie während der Überführung des Formstückes aus der Füllstellung in die Entleerungsstellung das Ventil 26 verschiebt, wobei letzteres dann, abgesehen davon, dass es - wie bereits erwähnt - Druckluft zum Kolben 29 strömen lässt, auch Druckluft durch eine von der Leitung 28 ausgehende Leitung 32 über den Kolben 34 in einen Zy linder 33 strömen lässt,
wobei dieser Kolben unter Überwindung der Spannung einer Fe der 35 herabgedrückt wird und ein einem Teil eines Kreisbogens entsprechend ge krümmtes Führungsstück 37 für zwei Grei fer 40 und 41 mit sich führt. Das erwähnte Führungsstück greift über Zapfen 38, 39 an den beiden Greifern 40 und 41, die schwenk bar um einen Zapfen 42 sind und für ge wöhnlich von einer Feder 43 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung gehalten werden.
Wenn der Kolben 34 abwärts bewegt wird, zwingt das mitgenommene Führungsstück 37 die Zapfen 38 und 39, sich einander entgegen längs des bogenförmigen Führungsstückes 37 zu bewegen, wodurch die abgekehrten Enden der Greifer voneinander fortgeführt werden, so dass das aus der Formkammer 2 ausgestossene Formstück zwischen den Grei fern aufgefangen werden kann. Bei seiner Bewegung zwischen dieselben hinein nimmt das Formstück ein blattförmiges Einpack material 44, z. B. aus Papier, mit, das in nach stehend näher beschriebener Weise zwischen die Formkammer 2 und die Greifer 40, 41 eingeführt worden ist.
Während des Ein schiebens des Formstückes zwischen die Grei fer 40, 41 legt das erwähnte Papier sich um die drei Seiten des Formstückes.
Die oberhalb der Greif er vorragenden Teile des Papiers müssen alsdann um die nach oben gekehrte Fläche des Formstückes gefaltet werden, was mittels Falteplatten 76 und 81 geschieht, deren Bewegung nach stehend näher beschrieben wird.
Die von der Kolbenstange 7 bewirkte Umstellung des Ventils 26 hat nicht allein zur Folge, dass die Druckluft den Kolben 29 und 34 zuströmt, sondern ferner, dass Druck luft durch ein von der Rohrleitung 32 aus gehendes Rohr 45 einem axialen Kanal 46 in der Welle 22 zuströmt, um welche die kreis förmige Scheibe 21 (Fix.
2) drehbar ist, und diese Druckluft dringt hinter einen Kolben 48 in einen auf der Welle 22 mittels einer Nabe 56 befestigten Zylinder 47, wodurch der Kolben 48 einen Schliessteil 50, der, während die Formkammer 2 sich in der Füll stellung 2' befand, die in Fig. 2 gezeigte Stel lung einnahm und dadurch die Scheibe 21 und die mit derselben fest verbundenen Arme 19 und 20 mit der Welle 22 verriegelte, in eine Stellung hinausschiebt, in welcher er in einer Aussparung 205 eines feststehenden Kragens 51 am Gestell des Apparates auf genommen wird.
Die Folge hiervon ist, dass die Welle 22 verriegelt wird, wenn die Form kammer in die Entleerungsstellung hinein geführt ist.
Wenn der Kolben 29 so weit in den Zy linder 6.1 eingepresst ist, dass das Formstück aus der Formkammer 2 ausgestossen ist, trifft ein Stellring 57 an der Kolbenstange 7 ge gen eine von der Drehwelle der Formkammer getragene Büchse 58.
Dadurch wird die Be wegung des Kolbens 6 angehalten; der Kol ben 29, der verschiebbar auf seiner Kolben stange 31 ist, setzt aber seine Wanderung unter Zusammendrücken einer zwischen dem Kolben und einem Kragen auf der Kolben stange eingeschalteten Feder 60 fort, deren Spannung grösser ist als der zum Ausstossen des Formstückes aus der Formkammer 2 er forderliche Druck. Wenn der Kolben sich während dieser fortgesetzten Wanderung an dem in den Zylinder 61 mündenden Ende einer Rohrleitung 62 vorbei bewegt hat, wird Druckluft dem Kolben 64 in einem Zylin der 63 zuströmen, welcher Kolben sich dann unter Überwindung der Spannung einer Feder 65 verschieben und mittels Stangen 66 und 67 einen Hebel 68 um die Welle 3 schwenken wird.
Hierdurch wird ein zwi- sehen dem Hebel 68 und einem entsprechen den, ebenfalls um die Welle 3 mit dem He-' bel 68 zusammen verschwenkten Hebel 68a gespannter Draht 69 an der nach unten ge kehrten Öffnung der Formkammer 2 vorbei geführt und löst dabei das Formstück vom Kolben 6 ab.
Die nunmehr entleerte Farmkammer wird alsdann selbsttätig in die .Füllstellung zu rückgeführt, und zwar dadurch, dass der Kolben 64, nachdem er sich genügend weit in den Zylinder 63 hineinbewegt hat, Druckluft aus der Leitung 62 einer Rohr leitung 70 zuströmen lässt, die zum Ventil gehäuse 109 führt. Der Kolben 9 wird da durch dem Ende dieses Ventilgehäuses ent- gegengepresst, in welchem die Öffnung 8 vor gesehen ist, und lässt Druckluft aus der Rohrleitung 10 durch eine Rohrleitung 71 hinter den Kolben 16 in den Zylinder 15 strömen.
Dieser Kolben wird dadurch um gestellt, und mittels der Hebel 19, 20, 24 und der Stangen 18 und 23 wird die Formkammer in die in Fig. 1 durch Punkt linien gezeigte Füllstellung zurückgeführt.
Anstatt die Verbringung der Formkammer 2 in die Entleerungsstellung und die Rück führung der Formkammer in die Füllstel lung auf pneumatischem Wege erfolgen zu lassen, kann man diese Funktionen in be kannter Weise auf mechanischem oder elek trischem Wege oder aber von Hand aus führen. Wie bereits erwähnt, wird die Be wegung der Vorschuborgane beim Bewegen des einzupackenden Gegenstandes zur Ein packungsstelle zur Abgabe von Impulsen zu einer nachfolgenden Bewegung der Einpack organe ausgenutzt. Wie bereits erwähnt, wird ein derartiger Impuls im hier beschriebenen Beispiel von der Kolbenstange 7 abgegeben, wobei die Betätigung des Ventils 26 ein Öffnen der Greifer 40 und 41 zur Folge hat.
Ein zweiter Impuls zum Einleiten der Bewe gung der übrigen Einpackorgane wird durch die Ausstossbewegung des Formstückes ab gegeben, nämlich durch die Umstellung des Kolbens 29, die bewirkt, dass Druckluft über den Rohrleitungen 62 und 70 zum Ventil 9, 109 strömt und es umstellt.
Dadurch wird nämlich Druckluft aus der Rohrleitung 10 durch die Rohrleitung 71 und eine Rohr leitung 72 hinter einen Kolben 74 in einen Zylinder 73 strömen, wodurch letzterer KoI- ben unter Überwindung der Spannung einer Feder 75 die oben erwähnte Falteplatte 76 für den einen der von den Greifern 40 auf= ragenden Teile des um das Formstück lie genden Packpapiers verschiebt, so dass letz teres über die Oberseite des Formstückes hin. gebogen wird. Unmittelbar danach bekommt die Druckluft durch den Zylinder 73 Zutritt zur Rohrleitung 77, durch welche die Druck luft hinter einen Kolben 79 in einen Zylin der 78 strömt.
Dieser Kolben wird dann unter Überwindung der Spannung einer Fe der 80 die zweite Falteplatte 81 verschieben, so dass sie den zweiten der von den Greifern 41 aufragenden Teile des Packpapiers über den Teil desselben faltet, den die Falteplatte 76 vorher über die nach oben gekehrte Seite des Formstückes gelegt hat.
Wenn der Kolben 79 sich bis zum Ende oder annähernd bis zum Ende seiner Bahn im Zylinder 78 bewegt hat, bekommt die Druck luft aus der Leitung 77 Zutritt zu einer Rohrleitunb 82 und strömt von dort einem Zylinder 83 (Fig. 2) zu und presst einen darin vorgesehenen Kolben 84 in die in Fig. 2 gezeigte Stellung hinein. Dieser Kol ben ist mittels einer Stange 85 mit dem Pa piersauger 86 verbunden, der, bevor der Kol ben 84 in der erwähnten Weise verschoben wurde, sich über einem Papierstapel 91 be fand.
Wenn der Kolben 84, wie beschrieben, verschoben wird, nimmt er die Papiersauger mit, und diese führen dadurch den obersten Papierbogen vom Stapel 91 mit sich und bringen ihn über die FaltepIatten 76 und 81 (Fig. 1). Die Papiersauger bewegen sich auf Rollen 87, die auf Schienen 88 laufen.
Der Kolben 84 war, bevor die Druckluft durch die Leitung 82 Zutritt zum Zylinder 83 hatte, aus der in Fig. 2 gezeigten Stellung nach dem entgegengesetzten Ende des Zy linders 83 von Druckluft geführt worden, die in dem Augenblick, wenn der Kolben 29 den Kanal 28 mit den Kanal 62 in Verbin dung setzt, aus dem letzteren durch die Rohrleitung 89 zum Zylinder 84 strömt. In der Stellung, welche die Papiersauger 86 dann einnehmen, werden die Rollen 87 sich in Vertiefungen 90 der Schienen 88 befin den, und die Papiersauger werden dann ge senkt sein, so dass sie die oberste Papier schicht im Stapel 91 berühren.
In der gezeigten Ausführungsform sind vier Greifersätze40-41, 40a-41a, 40b-41b und 40c-41c zur Anwendung gelangt, die von je einem Zapfen 42, 42a bezw. 42b-42c getragen werden, die in je einem von vier um 90 gegeneinander versetzten Armen 52, 52a<B>...</B> an einer Nabe 53 gelagert sind, die auf der in Lagern 54 und 55 am Gestell 300 des Apparates drehbaren Welle 22 befestigt ist.
Die Scheibe 21 weist an ihrem Umkreis vier um 90 gegeneinander versetzte Nuten 221 (Fig. 2) auf. Wenn die Scheibe 21 da durch gedreht wird, dass der Kolben 16 sich. aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung fort bewegt und die Formkammer 2 in die Füll stellung zurückschwenkt, wird eine der er wähnten Nuten 221 (Fig. 2) in eine solche Stellung geführt, dass das Schliessorgan 50 durch diese Nut zurückgezogen werden kann.
Diese Zurückziehung erfolgt unmittelbar nachdem die Formkammer und damit die Kolbenstange 7 die zur Füllstellung rück gängige Bewegung angefangen hat, indem das Ventil 26 dadurch freigegeben und von der Feder 25 nach links gepresst wird, so dass die Druckluftleitung 27 von der Verbin dung mit den Rohrleitungen 28 und 32 ab geschnitten wird. Gleichzeitig gelangen diese letzteren durch das Ventilgehäuse des er wähnten Ventils mit einer in die Aussenluft führenden Öffnung 203 in Verbindung, so dass der Überdruck in den Rohrleitungen 32, 28, 62 und 89 ausgeglichen wird, und die Kolben 29 und 64 bewegen sich daher selbst tätig in die in Fig. 1 gezeigten Stellungen zurück.
Dasselbe geschieht mit dem Kolben 48, der dadurch das Schliessorgan 50 in die Aussparung 221 der Scheibe 21 hineinzieht, die sich gerade vor dem Organ 50 befindet, und letzteres verriegelt dadurch die Scheibe 21 mit der Welle 22, so dass diese bei einer nachfolgenden Umstellung der Formkammer aus der Stellung 2' zur Stellung 2 die Welle 22 und folglich auch die Nabe 53 dreht, wo durch sämtliche Greifer um 90 durch die Welle 22 geschwenkt werden.
Dadurch wer den die Greifer 40c-41c unter die Entleer stelle der Formkammer 2 geführt, während gleichzeitig die Greifer 40, 41, zwischen denen das Formstück während einer vor herigen Entleerung der Formkammer auf genommen wurde, in die Stellung geführt werden, die in Fig. 1 von den Greifern 40a bis 41a eingenommen wird, und zwar so, dass sie vor ein Einpackorgan 96 (Fig. 1) ge stellt werden, das dazu dienen soll, das Pack papier um die Endflächen des Formstückes zu falten.
Dies muss geschehen, während die Greifer in Ruhe sind; im übrigen kann dieses Falten aber zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Verhältnis zum Zeitpunkt der nächsten Ausstossung eines Formstückes zwecks Auf nahme zwischen den Greifern 40c-41c er folgen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Zeitpunkt des letzterwähnten Faltens des Packpapiers so gewählt, dass es, unmittelbar nachdem ein Formstück aus der Form kammer 2 ausgestossen ist, stattfindet, zu welchem Zeitpunkt die Welle 22 und folg lich sämtliche Greifer,- wie erwähnt, durch das Schliessorgan 50 mit dem festen Kranz 51 gekuppelt und daher feststehend sind.
Das Einpäckorgan 96 wird -von einem Kolben 94 bewegt, der in einem Zylinder 93 angeordnet ist und unter Überwindung der Spannung einer Feder 95 nach dem zwischen den Greifern 40a und 41a festgehaltenen, nicht gezeigten Formstück unter Einwirkung von Druckluft in dem Augenblick verscho ben wird, wo die Leitung 28 durch den Zy linder 61 mit der Rohrleitung 62 in Verbin dung gesetzt wird. Druckluft wird dann aus der Rohrleitung 89 durch eine Rohrleitung 92 zum Zylinder 93 und übrigens gleich zeitig zu einem Zylinder 97 strömen, der einen Kolben 98 enthält.
Letzterer ist durch eine Stange 100, einen Arm 101 und eine Welle 102 mit zwei Armen gekuppelt, welche auf Zapfen 104 und 104a drehbare, doppel- kegelstumpfförmige Rollen 103 und 103a tragen. Die Rollen dienen dazu, den einen Satz Seitenzipfel der Verpackung um ein zwischen den Greifern 40b und 41b fest gehaltenes, nicht gezeigtes Formstück zu falten.
Die Rollen 103 und 103a führen die hierzu erforderliche Bewegung dadurch aus, dass der Kolben 98 von der Druckluft aus der Leitung 92 unter Überwindung der Span nung der Feder 99 in den Zylinder 97 einge- presst wird.
Die restlichen beiden Sätze von Seiten zipfeln der Verpackung um das Formstück können von ortsfesten Organen während der zusammen mit den Greifern erfolgenden Be wegung des Formstückes in die durch die Greifer 40c-41c angegebene Stellung -- die Ausstossungsstellung - um dasselbe gefaltet werden, in welcher Stellung der Formblock von den Greifern mittels eines Kolbens ü1 einem Zylinder 105 fortgestossen wird, der ebenfalls mit der Druckluftleitung 92 ver bunden ist.
Die Greifer werden in dieser Stellung dadurch geöffnet, dass die Zapfen 38 und 39 sich hinter ein gebogenes Füh rungsstück 116 hineinbewegen, dessen Zen trum etwas niedriger liegt als die Welle 22.
Der obenerwähnte Zylinder 13, durch welchen Druckluft zum Zylinder 15 geleitet wird, wenn die Formkammer aus der Ent leerungsstellung in die Füllstellung umge stellt werden soll, hat ferner die Aufgabe, zu gewährleisten, dass die Falteplatte 81 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurückgeführt wird, nachdem sie das Packpapier um das zwischen den Greifern 40 und 41 aufgenom mene Formstück gefaltet hat. Diese Rück führung muss erfolgen, bevor die oben erwähnte Drehung der Greifer um die Welle 22 stattfindet, da das Formstück widrigen falls bei der nächsten Drehung leicht be schädigt werden wird.
Eine rechtzeitige Rückführung wird dadurch gewährleistet, dass die Druckluft zwecks Bewegung des Kolbens 16 in die in Fig. 1 gezeigte Stel- lung über das Ventil 13 geleitet wird, dessen Kolben 106 erst Druckluft zum Zylinder 15 strömen lässt, wenn die Falteplatte 81 zurück gezogen ist.
Die Zuleitung von Papier zum Einpacken des Formstückes erfolgt, wie erwähnt, von einem Papierstapel 91 aus. Um eine zuver lässige Zuleitung des Papiers zu gewähr leisten, muss die Oberfläche dieses Papier stapels sich andauernd in gleicher oder prak tisch gleicher Höhe befinden, so dass der Pa piersauger 86 mit der obersten Papierschicht in Berührung gelangen kann, wenn die Rollen 87 sich in die Aussparungen 90 der Schienen 88 herabbewegen. In dem Masse, wie Papier dem Stapel entnommen wird, muss der selbe daher gehoben werden, so dass die Oberfläche sich andauernd in annähernd glei cher Höhe befindet.
Dies hat man bei bereits bekannten Apparaten mittels mechanischer Vorrichtungen gewährleistet; es lässt sieh aber einfacher durch ein unter Druck oder Vakuum stehendes Medium gewährleisten, wie in Fig. 2 veranschaulicht.
Der Papierstapel 91 wird in dieser Aus führungsform von einer Platte 107 getragen, die am Ende einer Stange 108 gelagert ist, welche die Kolbenstange eines Kolbens 199 in einem Zylinder 110 bildet. Druckluft wird unter den Kolben 199 durch eine Rohr leitung 114 über ein einer Druckluftleitung 113 angeschlossenes Schieberventil 111, 112 geleitet. Das eine Ende vom Schieber 111 oder richtiger von dessen Ventilstange ruht auf der Oberseite des Papierstapels 91.
In dem Augenblick, wo der Papiersauger ein Stück Papier vom Stapel entfernt, sinkt der Schieber 111 ein der Stärke des Papiers ent sprechendes Stück und öffnet dadurch den Zutritt von Druckluft aus dem Ventilgehäuse 112 zur Rohrleitung 114, wodurch Druckluft unter den Kolben 199 einströmt und densel ben und damit den Papierstapel hebt, bis der Schieber 111 die Zuströmung von Druckluft zur Leitung 114 drosselt. Der Schieber stellt sich jedoch so ein, dass ein wenig Luft an dauernd dem Zylinder 110 zuströmt, da durch ein enges :Loch 115 im Zylinder an dauernd etwas Druckluft entweicht.
Sollte der Kolben 199 den Papierstempel zuviel heben, sperrt der Schieber 11 den Zutritt der Druckluft zur Leitung 114 vollständig ab, und der Kolben 199 wird dann wieder ein wenig sinken, weil Druckluft durch den Ka nal 1.15 abgeht.
Je nachdem das Gewicht des Papier stapels 91 abnimmt, wird der zum Tragen des Papierstapels erforderliche Druck unter dem Kolben 199 abnehmen, und der Schie ber 111 soll daher die Öffnung für den Zu tritt von Druckluft zum Zylinder 110 weni ger öffnen, weshalb der Schieber 111 imd damit die Oberfläche des Papierstapels sich etwas höher stellen wird, wenn das Gewicht des Papierstapels abnimmt. Bei zweckmässi ger Gestaltung der Öffnungen im Ventil gehäuse 112 wird dieser Höhenunterschied jedoch ohne jeden Belang sein.
Wünscht man, die Oberfläche des Papier stapels zu heben oder zu senken, kann dies durch Heben oder Senken des Schieber gehäuses 112 geschehen. Sollte der Papier stapel die Neigung zeigen, während der oben erwähnten Funktion des Ventils 111, 112 in Schwingungen zu geraten, können diese Schwingungen durch mechanische, hydrau lische oder pneumatische Mittel bekannter Art gedämpft werden.
Anstatt den Kolben 199 mittels Druck luft zu bewegen, kann dies durch Saug wirkung (Vakuum) erfolgen oder mittels einer Flüssigkeit.
Der Papierstapel 91 ist in der Ausfüh rungsform nach Fig. 2 senkrecht verstellbar, es liegt aber in der Natur der Dinge, dass die Einstellung in beliebiger erwünschter Richtung im Verhältnis zur waagrechten Ebene erfolgen kann, je nachdem die Ober fläche des Papierstapels parallel zur waag rechten Ebene oder schräg im Verhältnis zu derselben ist. Wenn der Stapel auf einer schrägliegenden Unterlage angeordnet ist, kann der Kolben 199 dazu dienen, den Stapel längs derselben zu verschieben, so dass die Oberfläche des Stapels stets eine bestimmte Stellung einnimmt.
Bei der oben beschriebenen Ausführungs form sind nur die zum Einpacken des Form stückes und zum Ausstossen desselben aus den Greifern erforderlichen Bewegungen ge zeigt; auch andere erwünschte Funktionen, wie Zeichnen des Packpapiers, Anhalten des Apparates bei versagender Papierzuleitung usw., können jedoch in entsprechender Weise wie oben, das heisst durch hydraulische oder pneumatische Steuerung zustandegebracht werden. Ein Zeichnen kann z. B. durch die vom Falteorgan 96 ausgeführte Bewegung erfolgen.
Falls das zur Freigabe des ausgestossenen Formstückes vom Kolben zur Anwendung gelangte Organ, nämlich der Draht 69, ge gebenenfalls für überflüssig erachtet wird, kann die der Bewegung desselben dienende Vorrichtung, das heisst der Zylinder 66 mit dem Kolben 64 und den zum Verbinden des selben mit dem Organ 69 dienenden Stangen und drehbaren Armen, fortgelassen werden, in welchem Fall die Rohrleitung 62 unmit- telbar in die Rohrleitung 70 hinübergeführt wird.