Dauerbrief amschlag.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dauerbriefumschlag und besteht darin, dass derselbe eine einseitig offene Tasche und eine Einlage zur Aufnahme der Empfängerund Absenderadresse aufweist, wobei die Tasche an der Vorder-und Rückseite mit einem Fenster versehen ; ist, durch welche Fenster die auf der Einlage geschriebenen Empfänger-und Absenderadressen sichtbar werden.
Die Zeichnung veranschaulicht drei Aus fiihrungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, wobei Fig. 1 bis 5 das eine, Fig. 6 bis 9 das zweite und Fig. 10 das dritte Ausfüh- rungsbeispiel darstellen. Beim ersten Beispiel besteht der Umschlag aus einer Tasche und einer in diese einschiebbaren, gleichzeitig als Briefhülle dienenden Einlage H. Die an einer Schmalseite offene Tasche T (Fig. 1 und 2) weist in der Vorderwand 1 ein grosses Fenster e für die Empfängeradresse und in der Rück- wand 2 ein kleineres Fenster a für die Ab- senderadresse auf.
Die Briefhülle H (Fig. 3 und 4) wird durch Falten eines starken, widerstandsfähigen Papier-oder Eartonblattes gebildet und weist auf beiden AuBenseiten je zwei AdreBfelder j und E auf. Diese Adressfelder der Hülle und die Fenster der Tasche sind so ausgebildet und angeordnet, daN3 in n jeder Stellung der eingeschobenen Hiille von den beiden Adressen jeweils nur die eine, dem Fenster a bezw. e der Tasche T zuge- ordnete Adresse sichtbar bleibt, während die andere Adresse durch die Taschenwand verdeckt wird.
Die Verwendung des beschriebenen Dauerbriefumschlages ist folgende :
Der an Ernst Müller gerichtete Brief (gegebenenfalls dazu noch ein leeres Briefpapier und eine Verschlussmarke für die Antwort) wird vom Absender (Frau Liselotte Mül] er) in die vorher an beiden Seiten, in der aus Fig. 3 und 4 ersichtlichen Weise, mit iEmpfänger-und Absenderadresse versehene Hiille H eingelegt. Sodann wird die Hülle in die einseitig offene Tasche T so eingescho- ben, daB die Empfängeradresse im Vorderfenster e und die Absenderadresse im Fenster A auf der Rückseite der Tasche erscheint, worauf die 13 : ülle in der Tasche durch die Randverschlussmarke M (Fig. 5) gesichert wird.
Der Empfänger schneidet die AterschlutA- marke längs des Taschenrandes durch, zieht alsdann die Hülle Z heraus und entnimmt ihr den Brief, das leere Briefpapier und die Verschlussmarke. Dann verfasst er das Antwortschreiben, legt es in die Hülle H ein und schiebt diese so in die Tasche ein, dass die neue Empfängeradresse im Fenster e der Tasche erscheint, und sichert die Hiille wieder durch Verkleben des offenen Taschenrandes mit einer neuen Verschlussmarke. Im Empfänger- fenster ist jetzt die Adresse der Frau Liselotte Müller, im Absenderfenster die des Ernst Müller sichtbar.
Ändern sich die Adressen der in wechselseitiger Korrespondenz stehenden Partner, so kann man durch Gegenfalten der Briefhülle die beiden bislang unbeniitzten Innenseiten der Hiille H nach aussen kehren, und da sie für diesen Fall auch mit Adressfeldern A und E ausgerüstet sind, mit den geänderten Anschriften versehen und dann die Hülle H in der eben beschriebenen Weise verwenden.
Gemäss den Fig. 6 und 7 weist die an einer Schmalseite offene Tasche T in der Vorderwand 10 ein grosses Fenster e für die Empfängeradresse, in der Rückwand 11 ein kleineres Fenster a fiir die Absenderadresse auf. Die Tasche ist ferner mit zwei Ver schlussklappen D, F versehen, von denen die eine Klappe D mit der Vorderwand 10, die andere Klappe F mit der Rückwand 11 aus einem Stück gebildet ist. Der Klappe D ist der Schlitz d in der Rüekwand zugeordnet, der : Klappe F der Schlitz f in der Vorderwand. Dieser Umschlag weist ein Briefblatt B auf, das vor dem Einschieben durch Falten nach der Linie g-h auf das Format der Tasche gebracht werden kann.
Diese gefaltete Briefhülle ist auf den Aussenseiten mit Adressfeldern, und zwar mit dem durch Aufdruck abgegrenzten Feld E für die Empfän- geradresse und mit dem kleineren Feld A für die Absenderadresse versehen. Diese Felder werden mit den zugehörigen Adressen versehen.
Dann wird das auf der andern Seite beschrie- bene Blatt nach der Linie yD so gefaltet, dass die Adressfelder aussen zuliegenkommen, und in den Umschlag geschoben. Die Adressfelder sind wiederum so ausgebildet und angeordnet. dass sie bei eingesehobenem, gefaltetem Briefblatt durch die zugehörigen Fenster sichtbar bleiben. Nun werden die Klappen D, F in die zugehörigen Schlitze el bezw f einoesehoben und der so gebildete Verschluss durch Aufkleben der Briefmarken M (oder von besonderen, gummierten Ver sehlussmarken) gesichert (Fig. 9).
Es ist auch hieu möglich, beide Seiten (Aussen-und Innenseite) des Briefblattes mitAdressfeldern E und A zu versehen und (ausserhalb dieser Felder) für briefliche Mitteilungen zu benützen. Der Empfänger des Briefes ritzt die Verschlussmarken längs der Schlitzlinien durch, zieht die Klappen aus den Schlitzen heraus und kann dann das Briefbla. tt der Tasche entnehmen, die, so wie sie ist, für die öftere gleichgeartete Verwendung den Emp fängern zur Verfügung steht, da jede Beschädigung (Aufschneiden) durch den Empfänger wegfällt. Auf diese Weise kann ein solcher Dauerbriefumschlag mindestens 10bis l5mal benutzt werden, so dass sich eine ganz wesentliche Ersparnis an Papier ergibt.
Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform mit nur einer an der Rüekwand des Briefumschlages vorgesehenen Verschlussklappe F, die an der Wurzel die volle Breite der zu sichernden Umschlagoffnung hat und in eine wesentlich sehmälere Zunge F'übergeht.