CH245306A - Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung eines Baugrundes. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung eines Baugrundes.Info
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D1/00—Investigation of foundation soil in situ
- E02D1/02—Investigation of foundation soil in situ before construction work
- E02D1/022—Investigation of foundation soil in situ before construction work by investigating mechanical properties of the soil
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur ITutersuchting eines Baugrundes. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Untersuc#l-lung eines Baugrundes, wobei eine ,Sonde mittels eines Rammgewichtes in den Untergrund vorgetrieben wird.
Das Verfah ren nach<B>-</B>der Erfindung besteht darin, dass das Eintreiben der Sonde in den Baugrund zwecks Bestimmung ihm eigener Eigen schaften dunh Rammen mit konstanter Fall höhe und konstantem Fallgewicht erfolgt und der Vortrieb der Sonde zwecks Bestim mung des dynamischen Eindringungswider- standes gemessen, und dass ferner zwecks Bestimmung des statischen Verdrängungo- widerstandes die Rammsonde einer bis zum Fliessen des Baugrundes gesteigerten, ruhen den Belastung unterzogen wird.
Unter Fliessen des Baugrundes wird, sein Zustand verstanden, der zwischen dem sta bilen und labilen Span-nungszi-,stande, also kurz vor Erreichung der Grenzlage des Gleichgewichtes eintritt und durch eine deutliche -Beschleunigung der Querversehie- bung eingeleitet wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfinclungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das auf die Sonde auf gesetzte Aufsatzrohr mit einer Schlagplatte ausgerüstet ist, auf welcher ein dieses Auf satzrohr gleie,haclisig umgebendes, Führungs rohr aufliegt, das am obern Ende, mit einer Auslöseglocke versehen ist, und dass am Füh rungsrohr ein mit Federklinken ausgerüstetes Rammgewicht gleitbar angeordnet ist,
an welchen Klinken zwecks Aufiiehens 'des Rammgewichtes eine an ZugmitteIn be festigte Mitnehmerseheibe angreifen kann. Das Verfaliren wird vorteilhaft in Kombi nation mit Bohrungen angewandt.<B>-</B> Eine beispielsweise Ausführungsforin des Erfindungsgegenstandes zur Durchführung des Verfahrens ist auf beiliegender Zeich nung- dargestellt, und.
zwar zeigt, Fig. <B>1 -</B> einen Längssehnitt, Fig. 2 eine Aufeicht und Fig, <B>3</B> einen Querschnitt nach der Schnitt ebene in I-1 von Fig. <B>1.</B> Das in Fig. <B>1</B> allein die Sonde bildende Stück<B>1</B> ist mit einer Meissel- oder Kegel- ,spitze versehen und am Aufsatzrohr 2 angoe- gehraubt oder in anderer Weise lösbar ange setzt.
Am Aufgatzrohr 2, ist die zweiteilige Bride <B>3</B> mittels Schrauben festgeklemmt, auf welcher die am Aufssatzrohr 2, geführte Schlagplatte 4 aufliegt. In die Bride <B>3</B> -sind -eine oder mehrere radiale Bohrungen<B>15</B> zum Einstecken eines Stabes eingelassen. Am obern Ende des AuAatzrohres 2 ist eine Sühraubenmutter <B>5</B> angeschraubt. Auf dem Aufsatzrohr 2 ist das auf der Schlagplatte 4 anfliegende Führungsrohr<B>6</B> gleiehaehsig aufgeschoben. Am obern Ende des Führungs rohres<B>6</B> ist die Auelöseglücke <B>7</B> mittels ihres Deckels<B>7'</B> befestigt.
Zwischen Schrauben mutter<B>5</B> und dem Gloekendeckel <B>7'</B> ist die Druckfeder<B>8</B> angeordnet, welche die Auslöse- glocke <B>7</B> mit Deckel<B>7'</B> und das Führungs rohr<B>6</B> elastisch gegen die Sehlagplatte 4 ,drückt. Zwecks Regulierung der von der Feder <B>8</B> erzeugten Kraft wird die Schraubenmutter <B>5</B> durch Drehung am Aufeatzrolir 2 längs- verstel lt.
Am Führungsrohr<B>6</B> ist die Mit- nehmerscheibe <B>9</B> geführt, die an den beiden Zugstangen<B>10</B> befesti,-"t ist. Die Zugstangen <B>10</B> sind durch zwei Bohrungen im Glocken deckel<B>7'</B> nach oben geführt und über der Schraubenmutter<B>5</B> durch den Bügel<B>10'</B> ver einigt.
Am Führungsrohr<B>6</B> ist mit einem ge nügenden Laufgiel das zentrisell durdhbohrte Rammgewicht<B>11</B> angeordnet, an demseithüh i zwei sich diametral gegenüberliegende Fe derklinken 12 befestigt sind. Am übern Teil weisen dieselben<B>-je</B> eine die Mitnehmter- süheibe, <B>9</B> übergreifende Mitnehmerlasche <B>13</B> auf.
Der grösste Abstand zweier sieh diame tral gegenüberliegender Mitnehmerlaschen ist grösser als der Durchmesser des an der Aus- löseglocke <B>7</B> vorgesehenen Sprei:zringes 14. In ihrer Anfangestellung sitzt die an den Zuo tangen <B>10</B> aufgehängte Mitneihmer- i ischeibe <B>9</B> unterhalb dieser Mitnehmer- laschen <B>13.</B>
<B>.</B> Zur Durchführung der nachfolgend be schriebenen Ausführungebeispiele und Va- rianten des erfindungsgemässen Verfahrens wird die beschriebene Vorriehtung wie folgt j verwendet:
Das Stück<B>1</B> mit der darüber sieh befind- li,o,hen Rammvorrichtung wird mit Hilfe eines durch den Bügel<B>10'</B> gezogenen Hakens eines Flaschenzuges oder dergleichen auf den j züi untereuchenden Bauo,rund aufgesetzt, zu welchem Zweck vorgängig die Bride <B>3</B> mit der Mitnehmerscheibe <B>9</B> lösbar, beispielsweise mittels einer nicht ggezeichneten Klinke oder eines Seils verbunden wird.
Das Aufsatzrohr, 2 wird aufrethtgehalten und die Verbindung zwischen Bride <B>8</B> und Mitnehmersüheibe <B>9</B> aufgehoben. Das Rammgewicht<B>11</B> ist über die Mitnehmerlaschen 1,3,mit der Mitnehmer- seheibe <B>9</B> verriegelt und kann daher mittels des -am Bügel 104ingehängten. Flaschenzuges, Winde oder dergleiehen in die Höhe gezo- ,gen werden.
Hierbei werden die beiden an den Federklinken 12 befestigten Mitnehmer- laschen <B>13</B> beim Auflaufen auf den Spreiz- ring 14 der Glocke<B>7</B> gespreizt<B>-</B> die Gewichte <B>1,</B> 21e <B>6, 7</B> vermehrt um die Reibung der im Boden stechenden Sonde müs3en hierfür ge nügen<B>-</B> wobei die Laschen<B>13</B> in einer einer ganz 1estimmten, konstanten Hubhöhe des Rammgewichtes<B>11</B> entsprechenden Spreizstellung von der Mitnehmerscheibe, <B>9</B> ausklinken und das Rammgewicht.<B>11</B> frei geben,
so dass es in freiem Fall auf die Schlagplatte 4 fällt und das Stück<B>1</B> in den Baugrund treibt. Zwecke Erzielung eines <B>C</B> ,geradlinigen Rammloehes ist es zwerkmässig, <B>3</B> die Sonde zwischen den. einzelnen Ramm schlägen um ihre Längsachse zu drehen. Durch Messung des, durch einen oder mehrere Ra,mmGeh1ä-,o;e, erzeugten Vortriebes lassen sich unter BerücksieUtigung sämtlicher Ar beitsverluste (Mantelreibung, Deformationen usw.) genaue Grundlagen zur Bestimmung des dynamischen Eindringungswiderstandes ermitteln.
Die Messung der Mantelreibung geschieht beispielsweise durüh Messung des Torsionemomentes, wozu ein Stab von be stimmter Messlänge in die Bührung <B>15</B> ge steckt wird, an welchem tangential ein Dynamometer anzusetzen ist. Statt dessen kann die Mantelreibung auch durch Messen der zum Herausziehen der Sonde aus dem Rammloch erforderlichen Kraft ermittelt; werden.
Zur Prüfung der 'Wa"iser- bezw. der Luftdürchlässigkeit des Untergrundes. kann da,9 vorbeschriebene Sondenende<B>1</B> dienen, zu welchem Zweck dasseilbe mit einem untern, den FlüsGigkeitsaustritt getstattenden, den Eintritt von Erdmaterial aber verhindernden Endstüek versehen wird.
Die gleiche,-Vorrich- tung kann auch zur Verkleinerung der Man- telreibung,durch Einpressen einer schmieren den Flüssigkeit verwendet werden.
Um die Untersuchung in grössere Bau- grundtiefen vortragen zu können, werden zwiechen clais Stück<B>1</B> und das, Aufsatzrohr 2 Zwischenstücke, z. B.
Rohre oder Stau-gen von gleichem Durchmesser wie erstere und von unter sieh gleicher odeT verschiedener IAnige, eingeschaltet, damit die geisamte, Sondenläuge der erforderlichen Untersuchungstiefe anpass- bar ist.<B>1</B> Um tden statisichen Verdrängungswider stand an 'geeigneten Stellen de#s Vortriebes zu 'bestimmen, werden, jeweils. in zunehmen dem Masse, z.
B. stufenweise, Gewielite auf die Schl.%g-TIatte 4 bis zum -fliessen des Bau grundes aufgesetzt.
<B>0</B> Anstatt die Mantelreibung zwischen Sonde und Rammloah Jurch Messung zu be rücksichtigen, könnte dieselbe mittels eines die Sonde umgebenden, unten dicht an sie anschliessenden Schutzrohres aus-geschaltet <B>5</B> werden, wobei dasSchutzrohr und die Sonde abwechslungsweiee weiter in den Baugrund vorgetrieben und gedreht werden, zu wel- chein Zweck jeweillen die Sonde von der Rammeinrichtung getrennt und letztere über o ein Zwissohengück mit dem Sehutzrohr ver bunden wird.
Sonde und, iSchutzrohr können auch gleichzeitig vorggetridjen, und gedreht el werden. Die beschriebene Rammvorrichtung be- 5 sitzt den Vorteil, dass,die erfc>rderl#iche Kon- stanthaltung der Fallhöhe des Rammge- wiehtes <B>11</B> auch bei strengem und, anhaltend dem Gebrauch gewährleistet bleibt,
da bei einer allfälligen Verschiebung der Schlag platte 4 mit der Bridess, nach abwärts auch die Auslösegloake <B>7</B> sich um einen gleichen Betrag nach abwärts verschiebt. Eine, gewisse Versehiebbarkeit der Bride <B>8</B> ist zwecks Stossdämpùng zur Verhinderung vonSonden- brüchen erwünscht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Untersuchung -eines Bau grundes, wobei eine Sonde, welche Mittel zu ihrer Verlängerung aufweist, mittels eines Ra,mangewichtes in den Untergrund vorge trieben wird, daidurch gekennzeichnet, dass das Eintreiben der 8onde in den Baugrund zwecks Bestimmung ihm eigener Eigen- schaftendurch Rammen nät konstanter Fall höhe und konstamtem Fallgewiellt erfolgt und der Vortrieb der Sonde,zwecks Bestim mung des dynamischen Eindringungswider- standes, gemessen wird, und dass ferner zwecks Bestimmung,des statischen Verdrän- gungswiderstandes die Rammsonde einer bis zum Fliessen des Baugrundes gesteigerten, ruhenden Belastung unterzogen wird.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, #da- durch gehennzeichnet,dass,die Mantelreibung der Sondedurch Drehen der Sonde im Ramm loch und Messen<B>des</B> Torsionsmomentee er mittelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet,,dass die Mantelreibung der Sonde durch Messen der zum Heraus ziehen der Sonde euts dein Rammlossh erfor derlichen Kraft ermittelt wird.<B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Mantelreibung der Sonde beim Vortreiben der Sonde im Ba,ugrund durch ein äusseres, unten, dicht an die Sonde anschliessendes Sühutzrohr ausge schaltet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch<B>3,</B> dadurch !gekennzeichnet, dass Schutzrohr und Sonde abwechslungs weise weiter in den Baugrund vargetrieben werden.<B>. 5- </B> Verfahren na,.ch Patentansprucli <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Sonde wäh- ren,d des Vortreibens um ihre Längsachse gedrellt wird. <B>6.</B> Verfahren na.ch Patentaneruch I und Unteranspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeivhnet, dass die Sonde und das Schutzrohr w#ffirend ihres Vortreibens gemeinsam oder abwech selnd um ihre Längsachse gedreht werden.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurchge- kennzeithnet, dass das auf die Sonde aufge- Lgetzte Aufsatzrohr miteiner Schlagplatte (4) ausgerüstet ist, auf welch-er ein dieses Auf- 6atzrohr (2) glei#chaühsig umgebendes Füh rungsrohr<B>(6)</B> aufliegt,das am öbern Ende mit einer Auslösegloeke <B>(7)</B> versehen ist, und 'dass am Führungsrohr<B>(6)</B> ein mit Feder- 'klinken (12) ausgerüstetes Rammgewicht <B>(11)</B> gleitbar angeordnet ist, an welchen Klinken zwecks Aufziehens 4es, Rammge wichtes eine an Zugo)mitteln <B>(10)</B> befestigte Mitnehmerscheibe <B>(9)</B> angreifen kann.UNTERANSPRüCHE: <B>7.</B> Vorrichtung nach Patentanspruüh II, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungs rohr<B>(6)</B> mit der Gdocke <B>(7)</B> mittels einer auf den Oberteil des Aufsatzrohres (2) aufge- #schobenen und zwischen dem Auslöseglocken- ,deckel <B>(T)</B> und einer Schraubenmutter<B>(5)</B> gehaltenen Feder<B>(8)</B> auf die Sehlagplatt-e ,(4) drückt.<B>8.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch -#ehennzeiahnet, dass die Schlag platte (4) auf einer am Aufsatzrofir (2) fest geklemmten Bride <B>(3)</B> aufliegt.<B>9.</B> Vorrichtung nach P#aten4unspruah II, dadurch gekennzeichnet, dass da-, Stück<B>(1)</B> mit dem Aufslatzrohr <B>(2 </B> lösbar verbun den iet. <B>10.</B> Vorriehtung nach Patentanspruch II, da,durch gekennzeichnet, dass zwischen das Stück<B>(1)</B> und das Aufsatzrohr (2) Zwischen stücke von gleichem Durchmesser geschalltet sind.<B>11.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Federklin ken (12) mit nach auswärts gebogenen Mit- nehmerlaschen <B>(13)</B> ausgerüstet sind, wobei der grösste Abstand zw-eier sich diametral gegenüberliegender Laschen grösser ist als der Aussendurehmesser des Spreizringes (14).<B>12).</B> Vorrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Rammsonde von einem äussern, unten dicht an dieselbe anschliessenden Schutzruhr umgeben ist, -dae zweclu Vortreibens in den Baugrund nach erfolo,ter Trennung des Stückes<B>(1)</B> von der Rammeinri-ehtuno, über ein Zwiochenstück ,in dieser befestigbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH245306T | 1945-05-01 |
Publications (1)
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|---|---|
| CH245306A true CH245306A (de) | 1946-11-15 |
Family
ID=4464818
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH245306D CH245306A (de) | 1945-05-01 | 1944-11-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung eines Baugrundes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH245306A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2019016448A1 (fr) * | 2017-07-18 | 2019-01-24 | Equatech.R&D | Penetrometre statique et procede de mesure associe |
-
1944
- 1944-11-15 CH CH245306D patent/CH245306A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2019016448A1 (fr) * | 2017-07-18 | 2019-01-24 | Equatech.R&D | Penetrometre statique et procede de mesure associe |
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