Berührungssicherer pumpenloser Stromrichter. Es sind bereits pumpenlose Stromrichter vorgeschlagen worden, welche von einem ge erdeten Luftführungsmantel aus Metall um geben sind. Da das Stromrichtergefäss sieh im allgemeinen auf Spannung befindet, muss zwischen diesem und dem metallischen Luft- führungsmantel ein relativ grosser Abstand aus Isolationsgründen vorgesehen werden. Anderseits geht durch diesen Spalt der den Stromrichter kühlende Luftstrom. Dieser weist nun eine Luftmenge auf, die für die Kühlung des Stromrichters. kleiner gewählt werden könnte, da der Querschnitt ja aus Isolationsgründen bestimmt ist.
Im allge meinen wählt man für die Kühlung des Stromrichters relativ hohe Luftgeschwindig keiten und man ist daher bestrebt, den Querschnitt so klein wie möglich zu halten.
Die Erfindung betrifft einen berührungs sicheren pumpenlosen Stromrichter, der da durch gekennzeichnet ist, .dass er einen Luft führungsschacht aufweist, der mindestens teilweise aus Isolierstoff besteht. Man kann nun zwischen dem Stromrich- tergefäss und einem geerdeten metallenen Mantel einen Mantel aus Isolierstoff als Luft führungsschacht einbauen, der sich möglichst eng an das Stromrichtergefäss anschmiegt. Dadurch wird erreicht, dass die Luftmenge gerade gleich der minimal benötigten ge wählt werden kann.
Bei Freiluftanlagen, in feuchten Räumen und in den Tropen, nimmt der Isoliermantel Feuchtigkeit auf, und es besteht die Gefahr, dass unter der dauernden Einwirkung der Gleichspannung des Stromrichtergefässes eine Elektrolyse und sogar eine Verkohlung des Isoliermaterials auftreten kann. Schutz schichten aus Lacken geben bei der vorlie genden Beanspruchung durch Gleichstrom nur einen unzuverlässigen Schutz. Dieser Schwierigkeit kann dadurch begegnet wer den, dass eine direkte leitende Berührung des Isoliermantels mit dem StromrichteTge- fäss vermieden wird.
Man kann zwischen dem Stromrichtergefäss und dem Mantel aus Iso- lierstoff einen Luftspalt vorsehen. Bei Wechselstrom müssen solche Luftspälte un terdrückt werden, da in ihnen eine das Iso liermaterial zerstörende Glimmentladung auftritt. Bei Gleichspannung ist ein solcher Luftspalt sehr zweckmässig, da er den dauernden Stromdurchgang und damit des sen schädliche Folgen vermeidet.
Das Gefäss des Stromrichters kann Rip pen aufweisen, und,es kann dessen zur Luft stromführung dienender Schacht durch einen geerdeten Metallschutzmantel umgeben sein. Ferner kann der in der Rippengegend des Stromrichtergefässes befindliche Teil des Schachtes aus Metall bestehen, welcher Teil an einem Mantel aus Isolierstoff befestigt sein kann, wobei diese Mäntel den Strom richter nirgends leitend berühren. Es kann die Zentrierung des, Schachtes gegenüber dem Stromrichtergefäss mittels elektrisch isolierender Zwischenstücke erfolgen.
Der aus Isolierstoff bestehende Mantel kann mit dem geerdeten Mantel luftdicht verbunden sein. Es kann aber auch der geerdete Metall schutzmantel den Luftstromführungsschacht in einem so kleinen Abstand umgeben, da.ss nur ein praktisch. verschwindender Teil des gesamten Luftstromes, d. h. 10 bis höchstens 33%, zwischen Mantel und Schacht durch gehen kann.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemä ssen Stromrichters dargestellt.
Fig. 1 stellt den Längsschnitt durch eine Hälfte eines Stromrichters. dar.
Fig. 2: stellt ebenfalls den Längsschnitt durch eine Hälfte eines Stromrichters dar. Gemäss den. Fig. 1 und 2 weist das Stromriehtergefäss 1 mit der Kathode 2 und den Anodeneinführungen 3 auf seinem zy lindrischen Mantel Kühlrippen 4 auf, längs welchen ein Luftstrom von unten nach oben geht. Das Stromrichtergefäss ist über die Füsse 5 und die Stützisolatoren 6 auf dem fahrbaren Rahmen 7 abgestützt, welch letz terer den geerdeten und metallischen Mantel 8 trägt.
Der Ventilator 9, und der Lüfter- motor 10 sind oberhalb des Stromrichterge- fässes angeordnet.
Die Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Stromrichters, in welcher ein Mantel 11 aus Isolierstoff den wärmeabgebenden, mit den Rippen 4 versehenen Teil des Strom richters- umschliesst. Der Luftstrom kann da her nur noch durch den Spalt zwischen dem Gefäss 1 und dem Isoliermantel 11 hindurch gehen, während der Raum zwischen dem Mantel 11 und dem Mantel 8 gegen ihn ab gedichtet ist. Diese Abdichtung kann am obern Rand des Isolierzylinders vorgenom- nien werden.
Sie kann auch recht gut da durch erreicht werden, dass der Spalt zwi schen den Mänteln 11 und 8 klein gewählt wird. Der Isoliermantel 11 berührt nirgends leitend das Stromrichtergefäss, insbesondere nicht die Rippen 4.
Eine weitere Ausführungsform des Strom richters ergibt sich durch Weglassen des metallenen Mantels B. Der Isolierzylinder 11 wird alsdann etwas dickwandiger gewählt und trägt den Ventilator 9 und den Motor 10. Er wird so auf dem Gestell 7 angeordnet, dass er die Rippen 4 nirgends berührt.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere Ausfüh rungsform des Stromrichters gemäss der Er findung. Für die Luftführung wird ein S S ehaeht 12, 13 verwendet, dessen metalli- scher Mantel 12 den Stromrichter in engem Abstand umgibt, ohne ihn zu berühren. Er ist an einem Mantel 13 aus Isolierstoff be festigt, vermittels welchem die Abdichtung des Raumes zwischen dem Mantel 12 und dem geerdeten Mantel 8 gegen den Luft strom erreicht wird.
Zwischen den beiden zuletzt erwähnten Mänteln muss die normale Isolierdistanz gewählt werden, wie sie für die Schlagweite zwischen Stromriclttergefäss und Erde nötig ist. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die radiale Breite des Luftstromquersehnittes auf die Rippenbreite beschränkt werden kann. Da anderseits der :Metallmantel 12 das Stromrichtergefäss nicht berührt, werden dauernde Gleichströme in dem Isoliermantel 13, vermieden.
Letzterer kann aus organischen oder anorganischen Werkstoffen hergestellt sein. Palls eine Zen trierung der Mäntel 11 oder 12 gegenüber dem Stromrichtergefäss nötig sein sollte, so kann diese vermittels isolierender Zwischen stücke erreicht werden, deren spezifischer Ohmscher Widerstanc1 einerseits und deren Querschnitt und Auflageflächen anderseits so gewählt werden, dass kleine Isolierströme auftreten.
\ Die Anordnung der geerdeten Stellen an den Isoliermänteln kann zudem so getroffen werden, dass die vorher erwähnten kleinen Isolierströme diese Mäntel in ihrer Längs richtung durchfliessen müssen, wodurch ihnen ein hoher Ohmscher Widerstand ent gegengesetzt wird: Es ist aber besser, diese Isolierströme überhaupt zu unterdrücken, indem man eine leitende Verbindung der Rippen mit dem Isoliermantel vermeidet.
In einer Variante kann der Mantel 8 weggelassen werden; der Luftführungs- schacht 11 bezw. 12, 13 wäre in diesem Fall durch den Rahmen 7 gestützt und würde den Ventilator 9 und den Lüftermotor 10 tragen.