CH245940A - Verfahren zur Erzeugung von Platten, insbesondere von wasserdichten Bauplatten geringer Wandstärke, aus durch Abbinden erhärtenden Werkstoffen, wie z. B. Beton, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Platten, insbesondere von wasserdichten Bauplatten geringer Wandstärke, aus durch Abbinden erhärtenden Werkstoffen, wie z. B. Beton, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung -von Platten, insbesondere von wasserdichten Bauplatten geringer Wandstärke, aus durch Abbinden erhärtenden Werkstoffen, wie z:<B>B.</B> Beton, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens. Es ist bekannt, Bauplatten aus abbinden den, erhärtenden Werkstoffen, wie Zement und Beton, mit oder ohne Versteifungseinlagen durch Verpressen des Werkstoffes herzu stellen.
Die Erzeugung in. Pressformen hat den Nachteil eines grossen Zeitaufwandes, da die hiezu dienende Presse während der für das Herausnehmen der gepressten Platte und Einbringen des neuen Werkstoffes erforder lichen Zeit nicht ausgenützt werden kann.
Man hat auch versucht, derartige Werk stoffe zwischen umlaufenden Presswalzen zu verdichten und auf die gewünschte Wand stärke zu bringen, was aber keinen befriedi genden Erfolg zeitigte, da einerseits der Werkstoff zwischen den Presswalzen nach allen Seiten ausweicht und dadurch nicht die gewünschte Plattenlänge und -breite auf weist, anderseits die Presswalzen mit dem klebrigen Werkstoff in unmittelbarer Be rührung stehen, so dass ein glattes Loslösen von der Mantelfläche der Presswalze nicht gesichert ist.
Ausserdem gewährleistet dieses Verfahren nicht die Erreichung einer gleich förmigen Dichte und ein Ausmass an Ver- dichtung, das insbesondere für wasserdichte, dünnwandige Bauplatten unbedingt gefor dert werden muss.
Das den Gegenstand der Erfindung bil dende Verfahren ermöglicht die Beseitigung der aufgezählten Übelstände. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass der zu verarbeitende Werkstoff mit einer flüssigkeitsdurchlässi gen Hülle versehen und mit dieser mittels einer selbsttätigen Fördervorrichtung der Wirkung von Presswalzen ausgesetzt wird, worauf die Hülle entfernt wird.
Durch die Umhüllung des Werkstoffes, zweckmässig mit Gewebestreifen, wird er reicht, dass der Werkstoff nicht an den Press- walzen ankleben kann, dass Abfliesskanäle für die ausgepresste Flüssigkeit zur Verfü- gung stehen und die Presswalzen. nieht in dem weichen Material schleifen können, viel mehr es zügig mitnehmen.
Die Erfindung erstreckt sich weiter auf eine Maschine zur Durchführung des Ver fahrens.
Die Zeichnung zeigt eine beipielsweise Ausführungsform dieser Maschine schema tisch im Aufriss.
Über den Auflegetisch 1 läuft ein end loses Förderband 2, das durch die Rollen 3-14 gestützt ist. Die Rolle 11 ist an einem ihrer Enden verschwenkbar, an ihren andern Enden aber auf einem Schlitten 15 gelagert, der zwischen Führungen 16 durch eine Spin del 17 horizontal nach beiden Richtungen hin verstellt werden kann, um die Rolle 11 schräg verstellen und dadurch eine einseitige Deh nung desselben ausgleichen zu können. Da mit auch die Gesamtspannung des Förder bandes geregelt werden kann, ist die Rolle 13 an einem Hebel 18 als Spannrolle ver- schwenkbar gelagert.
Zwischen dem Auflege tisch 1, auf welchem der abbindende und erhärtende Werkstoff 19 zwischen zwei Gewebestreifen 20 in entsprechender Dicke, Länge und Breite aufgebracht werden kann, und der Führungsrolle 3 ist unterhalb des Förderbandes 2 ein an der Oberseite mit Durchbrechungen versehener gasten 21 vor gesehen, der mittels einer Rohrleitung 22 unter Saugwirkung gestellt werden kann, um den Werkstoff teilweise zu entfeuchten.
In der Laufrichtung des Förderbandes 2 liegen nach der Führungswalze 3 die Press- walzen 23 und 24, von denen die obere -Press- walze 23 bei dem dargestellten Ausführungs beispiel unverstellbar gelagert ist, wogegen die untere Presswalze 24 an dem einen Arm eines zweiarmigen Hebels 25 sitzt, dessen zweiter Arm durch das Gewicht 26 belastet ist. Dadurch wird der zwischen den beiden Walzen 23, 24 hindurchlaufende, von den Gewebestreifen 20 allseitig umhüllte Werk stoff 19 unter entsprechenden Pressdruck ge setzt.
Es ist auch möglich, die obere Presswalze 23 in lotrecht beweglichen Gleitlagern, die untere Presswalze 24 aber unverstellbar an zuordnen, so dass das Gewicht der obern Press-%valze 23 auf den )Verkstoff den erfor derlichen Pressdruck ausübt.
An das Förder band 2, welches durch die Führungsrollen 4, 5 nach unten geführt wird und über die Rolle 14 wieder zum Ablegetisch 1 zurückläuft, schliesst ein Ablegetisch 27 an, der ebenso wie der hinter den Press-%valzen 23, 24 befind liche Teil des Förderbandes 2 etwas niedri ger liegt als die Ebene des Anlegetisches 1 und der vor den Presswalzen 23, 24 gelegene Teil des Förderbandes 2.
Auf diese Weise erzielt man eine sich über einen Bogen er streckende Anlage des Förderbandes 2 an der Presswalze 23 und damit eine höhere Press- wirkung. Der Ablegetisch 27 kann als Wendetisch ausgebildet sein, indem seine Tischplatte um 180 verschwenkt werden kann.
Zwischen den Führungsrollen 7, 8, 9 des Förderbandes 2 sind Spritzdüsen 28 vorge sehen, mit Hilfe derer die Vorder- und Rück seite des Förderbandes \? mit Wasser abge spült und dadurch reingehalten werden.
Die Arbeitsweise der Maschine ist bei spielsweise folgende: Auf das über den Ablegetisch 1 laufende Förderband 2 wird ein entsprechend bemesse ner Gewebestreifen 20 gelegt und auf diesen die für eine Platte erforderliche Menge an Werkstoff 19 im feuchten Zustand aufge bracht. Nachdem man letzteren mit dem zweiten Gewebestreifen 20 belegt hat, schlägt man noch die über den Werkstoff vorstehenden Enden des untern oder obern Gewebestreifens über den andern Gewebe streifen um.
Das Förderband 2 bringt den so eingehüllten Werkstoff 19 zur Absaugevor- richtung 21, um schon dort eine teilweise Entfeuchtung des Werkstoffes herbei7ufüh- ren. Über die Führungsrolle 3 gelangt nun das Förderband 2 mit dem von den Gewebe streifen 20 eingehüllten Werkstoff 19 mit schwacher Neigung nach unten in den vom Förderband 2 und der Presswalze 23 um grenzten, trichterförmigen Spaltraum, was zur Folge hat, dass der Werkstoff 19 einem allmählich zunehmenden Pressdruck ausge setzt wird, der schliesslich zwischen den bei den Presswalzen 23,
24 eine sehr hohe Ver dichtung des Werkstoffes bewirkt. Hierbei wird die im Werkstoff 19 enthaltene Flüs sigkeit durch die Gewebestreifen 20 ausge quetscht, die gleichzeitig auch ein Ankleben des Werkstoffes an der Presswalze 23 bezw. dem Förderband 2 hintanhalten.
Der obere Gewebestreifen 20 bringt es auch mit sich, dass die Presswalze 23 nicht gegenüber dem Werk stoff schleift bezw. diesen rückstaut, sondern dass der Werkstoff zügig von der Presswalze 23 mitgenommen wird.
Sobald die Gewebe streifen 20 samt dem verpressten Werkstoff 19 aus den Presswalzen 23, 24 genügend weit hervorgetreten sind, werden zweckmässig die Enden der Gewebestreifen 20 von beiden Seiten der Maschine her ergriffen und samt der von ihnen umschlossenen Bauplatte mit der Geschwindigkeit des Förderbandes 2 auf den Tisch 27 gezogen, wodurch ein Auf krümmen der Bauplatte gegen die Presswalze hin bezw. ein Aufstauen des immerhin noch weichen Plattenmaterials beim Auflaufen auf den Tisch 27 vermieden wird.
Auf dem Tisch 27 nimmt man zunächst den obern Gewebestreifen 20 ab und ersetzt ihn zweck mässig durch eine Platte.aus Holz oder der gleichen. Wird nun die Platte des Ablege tisches 27 um 180 gewendet, so kann auch der zweite nun nach oben liegende Gewebe streifen 20 entfernt werden, so dass die fertig verpresste Bauplatte auf der Holzplatte lie gend in den Trockenraum abgeführt werden kann. Hierdurch ist eine fliessende, unnötige Zeitverluste vermeidende Erzeugung von Bauplatten möglich, die verhältnismässig dünnwandig sind und zufolge der Umhüllung des Werkstoffes während des Verpressens eine ausserordentlich hohe Verdichtung er fahren können.
Die so hergestellten Platten weisen eine hohe Festigkeit auf.
Der Anlegotisch 1 kann auf einer geson derten Einrichtung vorgesehen sein, welche an die Vorrichtung zum Verpressen heran fahrbar ist. In diesem Falle trägt der Anlege tisch z. B. ein gesondertes endloses Förder- band, das unmittelbar in das Förderband 2 für die Pressvorrichtung übergeht und da durch den am Anlegetisch vorbereiteten und eingehüllten Werkstoff der Maschine zu führt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Erzeugung von Platten, insbesondere von wasserdichten Bauplatten geringer Wandstärke, aus durch Abbinden erhärtenden Werkstoffen, wie z. B. Beton, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff mit einer flüssigkeitsdurchlässigen Hülle versehen und mit dieser mittels einer selbst tätigen Fördervorrichtung der Wirkung -@%on Presswalzen ausgesetzt wird, worauf die Hülle entfernt wird. UNTER.ANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch L, da durch gekennzeichnet, dass der Werkstoff vor dem Eingang in die Presswalzen teilweise er. t- feuchtet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Hülle zur all seitigen Bedeckung des Werkstoffes aus zwei Gewebestreifen gebildet wird, zwischen wel che der Werkstoff gebracht wird, wobei die Ränder übereinandergeschlagen werden.PATENTANSPRUCH II: Maschine zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I und den Unter ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch ein Presswalzenpaar, das zwischen einem Auflege- und Ablegetisch angeordnet und von einem Förderband durchlaufen ist. UNTERANSPR1.rCHE: 3. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass den Presswalzen eine durch das Förderband hindurchwirkende Saugvorrichtung vorgeschaltet ist. 4.Maschine nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband vor und hinter den Press- walzen in verschiedenen parallelen Ebenen läuft. 5. Maschine nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 3 und 4, gekennzeich- net durch auf beide Seiten des zurücklaufen den Förderbandteils wirkende Abspritzvor- richtungen. 6.Maschine nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 3 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Achse einer der Füh rungswalzen des Förderbandes schräg ein- stellbar ist, zum Zwecke, eine einseitige Dehnung desselben ausgleichen zu können. 7. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Platte des Ab legetisches um 180 wendbar ist.
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| CH245940D CH245940A (de) | 1944-02-25 | 1944-11-23 | Verfahren zur Erzeugung von Platten, insbesondere von wasserdichten Bauplatten geringer Wandstärke, aus durch Abbinden erhärtenden Werkstoffen, wie z. B. Beton, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens. |
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