CH246723A - Gerät zum Betrachten von Schrift- oder Bildwerke darstellenden Filmdiapositiven. - Google Patents
Gerät zum Betrachten von Schrift- oder Bildwerke darstellenden Filmdiapositiven.Info
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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- G03B23/08—Devices for changing pictures in viewing apparatus or projectors in which pictures are attached to a movable carrier
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Description
Gerät zum Betrachten von Schrift- oder Bild-werke darstellenden Filmdiapositiven. Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Be trachten von Filmdiapositiven, die Schrift- oder Bildwerke darstellen. Es erscheint wün- sehenswert, solche Werke, wie Handbücher oder Zeitschriftenserien, insbesondere wenn es sich umeeltene, schwer zugängliehe oder besonders kostspielige Exemplare handelt, weiteren Kreisen dadurch leicht zugänglich <B>zu</B> machen, dass Filmkopien (Diapositive) dieser Werke an die Interessenten verkauft oder verliehen werden.
Es sind zwar ver schiedenartige Betraclitungsger#Lte für Dia positive bekannt, jedoch eignen sie sieh nicht zum mühelosen dauernden Lesen bezw. Be trachten umfangreicher Werke, da sie sieh den häufig auftretenden Anomalien der Augen der einzelnen Leser nicht anpassen lassen.
Das erfindungsgemässe Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass ein Projektionsapparat für ein Filmband, dessen Einzelbilder den aufeinanderfolgenden Seiten'des Werkes ent sprechen, mit einem Okularsystem versehen ist, das mit Einstellmöglichkeiten zur Kor rektur von Anomalien des Breeliungs- und Bewegungsapparates des Auges ausgestattet ist. Das Gerät kann somit durch längere Zeit hindurch ohne Ermüdung verwendet werden, so dass es einen geeigneten Ersatz für das direkte Lesen bezw. Betrachten des Original werkes bietet.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Gerätes dargestellt. Fig. <B>1</B> zeigt das Gerät in waagrechtem Längsschnitt.
Fig. 2 ist eine Stirnansicht des Okular- 8ystems <B>und</B> Fig. <B>3</B> zeigt ein Markierbild zur leiellten Einstellung des Gerätes bei Korrektur von Anomalien des Bewegungsapparates des Auges.
Das Gehäuse des Gerätes besteht aus einem zweiteiligen Schacht, dessen Teile<B>1</B> und 2 gegeneinander verscUiebbar und feststellbar sind. Am Stimende des Teiles,<B>1</B> ist eine hochkerzige Glühlampe<B>3</B> angeordnet, deren Helligkeit durch einen zweckmässig im Raum 4 untergebrachten, regelbaren Widerstand so eingestellt werden kann, dass das Lesen bei Tageslicht sowie, bei herabgesetzter Beleuch tung ohne Dunkelanpassung des Auges er- möglic*ht wird.
In das Gehäuse des Gerätes wird von oben eine Filmkassette<B>5</B> eingeführt, welche die beiden Filmspulen<B>6, 7</B> und in de r- Mitte zwei durch Glasscheiben<B>8, 9</B> abgedeckte Projektion,sienster aufweist, zwischen denen der Film<B>10</B> geführt wird. Eine (nicht darge stellte) Einrichtung ermöglicht das schritt weise Fortschalten des Films. Mittels des Linsensystems<B>11</B> wird das Bild des Diaposi tivs auf den aus Milchglas oder einein'Zellu- loidblatt bestel:Lenden Projektionsschirm 12 geworfen, der mittels Handhaben<B>13</B> zwecks Scharfeinstellung in axialer Richtung ein stellbar ist.
Der Betrachtungsteil des Gerätes ist in dem Schachtteil 2 eingebaut und besteht im wesentlichen aus den Okularlinsen 14, deren Fassungen<B>15</B> drehbar in Rahmen<B>16</B> gelagert sind. Letztere sind in waagrechter Richtung verschiebbar, und zwar jeder für sich mittels einer Schraube<B>17</B> bezw. <B>17'</B> oder aber ge meinsam in entgegengesetzten Riell-hmgen mittels einer durch Drellknöpfe <B>18</B> betätig- baren <B>Spindel 19,</B> die mit gegenläufigen Ge winden 20 bezw. 21 versehen ist.
Die Ver drehung der Linsen 14 erfolgt durch eine mittels Drellknopf 22 betätigbare Schnecke <B>23,</B> die in eine auf der Fassung<B>15</B> ausgebil dete, Verzahnung 24 eingreift. In Fig. 2 ist dieser Schneckentrieb nur bei der rechten Linse 14 dargestellt. Eine der beiden Linsen 14 kann ferner mittels einer Schraube 25 der Hölle nach verstellt werden, Skalen<B>26</B> zei gen die Seitenstellung, Skalen<B>27</B> die Winkel stellung der Linsen an. Zur Anzeige der Höllenstellung der linken Linse dient die Skala<B>28.</B> Der dem Kopf des Beschauers an- gepasste Stirnrahmen<B>29</B> hält störendes Sei tenlicht ab.
Projektions- und Betrachtungssystem be wirken zusammen eine solche Vergrösserung des Bildes, dass der Leser den Eindruck hat, auf der Projektionsfläche. normalen Druck zu sehen.
Das Okularsystem trägt folgenden Fak toren Rechnung: a) Störungen des Muskelgleichgewielltes des Auges. Darunter ist der Fall verstanden, in demeiner der Muskel zu stark ist, so dass der Gegeninuskel in dem Bestreben, das Auge beim Lesen in der richtigen Stellung zu halten, bald ermüdet.
<B>b)</B> Fehler im optischen Apparat des Auges, womit gegebenenfalls eine Ungleich heit der Bildgrösse beider Augen verbunden ist.
Die Korrektur von Störungen des Mus- kelgleichgewic'htes in waagrechter Richtung und die Ausschaltung einer Konvergenz wird durch waagrechte Verschiebung der Linsen 14 mittels der Schrauben<B>17, 17'</B> oder<B>18</B> be wirkt. Dabei kann zur Erziekmg einer Prifs- menwirkung der Linsenabstand grösser ge macht werden als der Augenabstand-. Störun gen des Muskelgleichgewichtes- in lotrechter Richtung werden dadurch behoben, dass. eine der beiden Linsen mittels der Schraube<B>25</B> lotrecht verstellt werden kann.
Da die Krüm- mungsmittelpunkte der Linsen gegenüber der Achse ihrer Fassung dezentriert sind, so dass aie Linsen auf einer Seite dicker sind als auf der andern, kann man, wenn die Augen nicht in dieser Achse eingestellt sind, durch Ver drehen der Linsen deren wirksame Brech kraft der Linsen und damit die Vergrösse rung regeln. Falls noch stärkere Korrektu ren erwünscht sind, können auch zusätzliche Korrekturgläser fallweise in Halter<B>31</B> ein geführt werden.
Der Abstand der Linsen 14 vom Projek- tionsschirin 12 beträgt ungefähr<B>1</B> bis 20 <B>cm,</B> der Abstand vom Auge ungefähr<B>13</B> mTn. Dementsprechend ist die Brechungskraft der Linsen zu wählen. Bei Apparaten, die sich z. B. in Büchereien befinden und daher von verschiedenen Personen benützt werden sol len, muss der mit einer Refraktionsanamalie behaftete Leser seine gewohnte Arbeitsbrille tragen. Bei Apparaten, die immer nur von einer Person benützt werden, kann die, Kor rektur des Betreffenden bei den Linsen des Betrachtungssystems berücksichtigt werden.
Bei Scltwachsichtigen wird das Bild erfor derlichenfalls entsprechend vergrössert. Die Linsen 14 sollen so beschaffen sein, dass sie auch beim Herumblicken, wie dies beim Le sen geschieht, ein gleielimässig scharfes Bild der ganzen Projektionsfläche, liefern (Punk- talgläser), das heisst' die Verzerrung durch schiefe Strahlen soll ausgeschaltet werden. Der Durchmesser der Okulare ist möglichst gross zu halten, um ein zwangloses Herum- schaue*n zu ermöglichen und den Eindruck zu vermeiden, als ob man durch eine, enge Öffnung in einen Hohlraum hineinsieht.
Zur bequemen Einstellung der Linsen 14 bei Störungen des Muskelgleieligewielits der Augen in waagrechter Richtung dient die Betrachtung eines Bildes mit geeigneten Mar ken für das linke und rechte Auge, z. B. des Bildes gemäss Fig. <B>3,</B> das zweckmässig am Beginn eines jeden Filmstreifens vorgesehen ist. Hiezu wird die um die Achse<B>33</B> schwenkbare Solleidewand 34, die bei Nicht gebrauch. an der Oberwand des Schachtes 2 anliegt, lierabgeklapppt, so dass jedes Auge nur das ihm zugeordnete Teilbild sieht.
Besteht Muskelgleichgewicht, so sieht man den senkrechten Pfeil in Deckung mit dem Nullstrich der waagrechten Skala. Andern falls wird diese Deckung durch entspre chende Einstellung des optischen Systems be wirkt. Zur Kontrolle der Heb- und Senk muskeln des Auges dient ein ähnliches Bild" bei dem jedoch der Pfeil waagrecht und die Skala lotrecht angeordnet ist.
Das beschriebene Gerät kann auf einem Sockel orWest gelagert sein. Vorteilhaft ist es jedoch auf einem Stativ derart beweglich befestigt, dass es vom Beschauer in die für ihn bequemste Lage und Neigung gebracht werden kann, so dass er sieh beim Lesen -mög lichst wenig beengt fühlt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gerät zum Betrachten von Schrift-- oder Bildwerke darstellenden Filmdiapositiven, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pro-jektions- apparat für ein Filinband, dessen Einzel bilder den aufeinanderfolgenden Seiten des Werkes entsprecUen, mit -einem Okular- system versehen ist, das mit Einstellmöglich keiten zur Korrektur von Anomalien des Breellung-s- und Bewegungsapparates des Auges ausgestattet ist.UNTEP.ANSPRüCHE: <B>1.</B> Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einer Vorrichtung zum schrittweisen Fortschalten des Films versehen ist. 2. Gerät nach Patentanspruch, dadureb gekennzeichnet, dass die Helligkeit einer Lichtquelle des Projektionsapparates derart einstellbar ist, dass das Gerät bei Tageslicht so-wie bei herabgesetzter Beleuchtung vssr- wendbar ist, ohne dass eine, Dunkelanpassung des Auges erforderlich ist.<B>3.</B> Gerät nach Patentanspruch, dadurell gekennzeichnet, dass das Okularsystem auf der dem Beschauer zugewendeten Seite, mit einem Schirm zum Abhalten von Seitenlicht versehen ist. 4. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Okularlinsen waag recht verstellbar sind. <B>5.</B> Gerät naeli Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Okularlinsen um ihre Achse verdrehbar sind.<B>6.</B> Gerät nach Patentanspruc'h, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Okularlinsen heb- und senkbar ist. <B>7.</B> Gerät- nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet-, dass zur Erzielung einer Pris- menwirkung der Linsenabstand so einstellbar ist, dass er grösser ist als der Augenabstand. <B>8.</B> Gerät nach Patentanspruch, dadureIn gekennzeichnet, dass die KTümmungsmittel- punkte,der Linsen gegenüber der Achse ihrer Fassung dezentriert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| CH246723A true CH246723A (de) | 1947-01-31 |
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Family Applications (1)
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| CH246723D CH246723A (de) | 1945-01-04 | 1945-01-04 | Gerät zum Betrachten von Schrift- oder Bildwerke darstellenden Filmdiapositiven. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4082440A (en) * | 1975-10-14 | 1978-04-04 | Gaf Corporation | Compact microform reader |
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1945
- 1945-01-04 CH CH246723D patent/CH246723A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4082440A (en) * | 1975-10-14 | 1978-04-04 | Gaf Corporation | Compact microform reader |
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