CH246787A - Verbrennungsturbinenanlage mit mindestens einem aufgeladenen Gaserzeuger. - Google Patents
Verbrennungsturbinenanlage mit mindestens einem aufgeladenen Gaserzeuger.Info
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Description
Verbrennurigsturbinenanlage mit mindestens einem aufgeladenen Gaserzeuger. Feste Brennstoffe können für den Betrieb von Verbrennungsturbinen verwendet werden, indem man sie zuerst in Gaserzeugern ver gast und das Gas darauf in der Brennkammer der Turbine verbrennt. Da der Druck in der Brennkammer einige Atmosphären beträgt, muss das Brenngas nach der Vergasung auf diesen Druck gebracht, das heisst es muss in einem Gebläse verdichtet werden.
Tim die Verdichterleistung klein zu haltend wird das Brenngas, das beim Austritt aus dem Gas erzeuger eine Temperatur von einigen hundert Grad Celsius hat, abgekühlt, was einen wesentlichen Wärmeverlust bedeutet.
Diese ungünstigen Betriebsbedingungen kann man vermeiden, wenn man an Stelle des Brenngases die Verbrennungsluft für den Gaserzeuger auf den entsprechenden Druck bringt, das heisst wenn der Gaserzeuger ange nähert unter demselben Druck arbeitet wie die Brennkammer der Gasturbine. Da im Gaserzeuger ein bestimmter Druckabfall zur lCberwindung der Strömungswiderstände not wendig ist, muss der Druck der eintretenden Verbrennungsluft um diesen Druckabfall grösser sein als der Druck an der Brennkammer.
Die bekannten Anlagen dieser Art erzeugen den Druckabfall dadurch, dass sie die ganze verdichtete Luft auf den höheren Druck bringen und die Luft für die Brennkammer um den Druckabfall im Gaserzeuger herunter drosseln. Es wird somit bei diesen Anlagen der überwiegende Teil der verdichteten Luft um den Druckabfall im Gaserzeuger gedrosselt, was einen beträchtlichen Verlust an Leistung und Wirkungsgrad ergibt.
Die Erfindung sucht diese Verluste zu vermeiden, indem zwar, wie bisher, Brennluft und Kühlluft für eine Brennkammer einer Turbine und Verbrennungsluft für einen Gas erzeuger gemeinsam verdichtet und nach der Verdichtung in Teilströme zerlegt werden, aber der zu einem Gaserzeuger führende Teil strom einen Druck besitzt, der um den Druck abfall im Gaserzeuger höher ist als vor einer zu ihm gehörenden Turbinenbrennkammer, während ein anderer Teilstrom unter nutzbarer Verwertung dieses Druckabfalles zur Brenn- kammer strömt. Hat die Anlage z.
B. einen Luftvorwärmer, so wird zweckmässig der Druckabfall in diesem ebenso gross gemacht wie der des Gaserzeugers. Sind mehrere Gebläse und Turbinen hintereinander ge schaltet, so wird die Luft für die Gaserzeuger an denjenigen Stellen entnommen, wo der Druck um den Druckabfall im Gaserzeuger höher ist als vor der Brennkammer. Es ist vorteilhaft, wenn der Druck an der Ent nahmestelle bei verschiedenen Belastungen der Anlage im gleichen Sinne fällt und steigt wie vor der Brennkammer.
In den beiliegenden Figuren ist der Erfin dungsgegenstand an einigen Beispielen er läutert.
Fig. 1 stellt z. B. eine einstufige Ver- brennungsturbinenanlage mit einem aufgela denen Gaserzeuger und einem Wärmeaus tauscher dar. Diese Anlage weist den Ver- dichter 1, den Wärmeaustauscher 2, die Brenn- kammer 3, die Gasturbine 4, den Generator 5, den Anwurfmotor G und den Gaserzeuger 7 auf.
Als Brennstoff dient irgendeine Kohle oder sonst ein vergasungsfähiger Stoff. Die Verbrennungsluft für den Gaserzeuger 7 wird an einer Stelle 8 des Luftstromes entnommen, wo der Druck um den Druckabfall im Gas erzeuger 7' höher ist als der, vor der Brenn- kammer. Der Druck im Gaserzeuger steigt und fällt hierbei automatisch mit dem Druck in der Anlage. Die Regulierung der Brenn gasmenge erfolgt durch ein Drosselventil 9., das entweder in der Leitung zum oder vom Gaserzeuger eingebaut ist.
Um eine bei allen Belastungen im richtigen Sinn wirkende Regulierung zu erhalten, wird man die Ent nahmestelle der Verbrennungsluft so wählen, dass bei allen Belastungen der erforderliche Druckabfall im Gaserzeuger gewährleistet ist,
was durch diese Anordnung erreicht wird. Bei einstufigen Gasturbinenanlagen verändert sich der Druck an der Anzapfstelle und vor der Brennkammer immer gleichsinnig, weil zwischen Anzapfstelle und Brennkammer keine- Gebläse und Turbinen eingeschaltet sind,
sondern nur der Lüftvorwärmer. Das Drosselorgan 9 reguliert in einfacher Weise die VerbrennuDgsluftmenge durch Verteilung der Luftmenge auf Haupt- und Nebenstrom. Iiie grosse, für den Gaserzeuger nicht benötigte Luftmenge strömt durch den Luftvorwärmer.
Da der Druckabfall im Gaserzeuger je nach Füllschicht und Schlackenbildung ver schieden ist, wird die Anordnung zweckmässig so getroffen, dass bei Normallast das Drossel organ nicht voll ausreguliert ist.
Dadurch kann eine Vergrösserung des Druckabfalles im Gaserzeuger durch Öffnen des Drossel ventils wettgemacht werden, so dass die Brenngaserzeugung nicht zurückgeht. Die erwähnte Einstellung des Drosselorganes, hat auch den, Vorteil, dass bei Anlagen, in denen die Belastung mit der Drehzahl steigt, bezw. fällt,
ein Belastungsstoss rascher aufgenom men werden kann, weil durch Öffnen des Drosselorganes 9, die Brenngaserzeugung sofort vergrössert werden kann, und zwar bereits bevor die höhere Drehzahl die Lieferung einer grösseren Verbrennungsluftmenge für den Gas erzeuger zur Folge hat.
Es sei auch erwähnt, dass die beschriebene Anordnung gegenüber den bekannten Regu lierungsarten den grossen Vorteil hat, dass die Verbrennungsluft für den Gaserzeuger in einfachster Weise zwischen Null und Höchst wert verändert werden kann, ohne dass eine Verschlechterung der Betriebsweise des Ver dichters eintritt.
Der Betriebspunkt des Ver dichters wird durch Öffnen oder Schliessen des Drosselorganes 9 nicht wesentlich beein- flusst, weil die nicht zum Gaserzeuger strömende Luft durch den Luftvorwärmer strömen kann und die Verb rennungsluftmenge des Gaserzeugers im Verhältnis zur totalen geförderten Luftmenge gering ist.
Die Anordnung hat, wie bereits erwähnt, den Vorteil, dass bei Dreizahländerung der- Verdichterturbinengruppe und der, damit ver bundenen Druckänderung m. der Brennkammer sich im Gaserzeuger ohne jede Regulierung der entsprechende Druck einstellt.
Die Leistungsregulierung erfolgt durch einen Fliehkraftregler 10 oder einen andern Leistungsregler, der auf irgendeine bekannte Art das - Drosselorgan 9 so einstellt, -dass die der Leistung entsprechende Erenngas- menge erzeugt wird. In Fig: 1 wird z.
B. der Steuerimpuls durch DruckUl vom- Leistungs- regler 10 auf das Drosselorgan 9 übertragen. Zu diesem Zweck liefert eine- motorangetrie- bene Ölpumpe 11 das Steueröl.
Sind mehrstufige Verbrennungsturbinen anlagen mit mehreren Brennkammern vor- handen, die bei verschiedenen Drücken arbeiten, so erhält jede Brennkammer zweckmässig einen eigenen Gaserzeuger,
der angenähert mit dem gleichen Druck arbeitet wie die Brennkammer. Die einzelnen Gaserzeuger einer Anlage arbeiten- somit bei verschiedenen Drücken.
Die Verbrennungsluft für die ver schiedenen Gaserzeuger wird auch in diesem Fall an den Stellen des Luftstromes ent nommen, an denen sich der Druck an der Entnahmestelle und .an der Brennkammer bei Drehzahländerung so ändert, dass der für den Gaserzeuger notwendige Druckabfall bei allen Belastungen erhalten bleibt. Die Regulierung erfolgt wieder dureh ein Drosselorgan in der abgezweigten Leitung vor oder nach dem Gaserzeuger.
Fig. 2 zeigt eine derartige Anordnung für eine zweistufige Verbrennungsturbinenanlage. Die Luft wird im Gebläse 1 verdichtet und im Luftkühler 12 rückgekühlt, dann im Gebläse 13 weiter verdichtet. Anschliessend gelangt sie in den Wärmeaustauscher 2 und von hier in die Brennkammer 3'. Das Treib mittel geht dann durch die Gasturbine 14, die den Verdichter 13 und über ein Getriebe den Generator 15 antreibt. Von der Gas turbine 14 geht das Treibmittel zur Brenn- kammer 3 und dann in die Turbine 4, von dieser durch den Wärmeaustauscher 2 ins Freie. Zum Anwerfen der Anlage dienen die Motoren 6, 6'.
Das Brenngas wird durch die Gaserzeuger 7, 7'. geliefert. Die Leistungs regulierung erfolgt z. B. durch die Fliehkraft regler 10,10', die auf direktem oder indirektem Wege die Drosselorgane 9, 9' regeln.
Die,hier angeführten Regulierungen sind nur Beispiele. Es kann jede Leistungsregulierung, erfolgt sie nun durch Fliehkraftregler, Ther mostaten, Druckregler usw., zur Steuerung der Drosselorgane verwendet werden.
Man kann in der obern Verbrennungsstufe als Verbrennungsprodukt gewonnenes, sauer stoffhaltiges Treibgas einem Gaserzeuger der untern Verbrennungsstufe zuführen und mit Abgas aus der Hochdruckgasturbine be schicken, wobei man durch die Reduktion der Kohlensäure zu Kohlenmonoxyd eine Senkung derVerbrennungstemperatur im Gaserzeuger er hält, was sehr erwünscht ist. Eine Anzapfung der Hochdruckgasturbine zum Beschicken des Gaserzeugers der untern Verbrennungsstufe ist dann nötig, wenn bei einer Belastungs änderung der Druck an keiner Stelle des Verdichters sich im gleichen Sinne ändert wie vor der Brennkammer.
Die Entnahmestelle für die Verbrennungs luft kann auch so gewählt werden, dass das Verhältnis des Druckabfalles zum absoluten Druck im Gaserzeuger ' bei fallender Drehzahl der Verdichtergruppe nicht konstant bleibt, sondern sogar zunimmt. Dadurch erhält man bei kleiner werdender Belastung, das heisst in diesem Falle bei kleiner werdender Dreh zahl, eine relativ steigende Druckdifferenz. Der Überschuss an Druckabfall kann dann bei einem plötzlichen Belastungsstoss zur vor übergehenden relativen Vergrösserung der Brenngasmenge benützt werden, was zur raschen Beschleunigung der Verdichtergruppe notwendig ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verbrennungsturbinenanlage mit minde stens einem aufgeladenen Gaserzeuger; wobei Brennluft und Kühlluft für eine Brennkammer einer Turbine und Verbrennungsluft für einen Gaserzeuger gemeinsam verdichtet und nach der Verdichtung in Teilströme zerlegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der zu einem Gaserzeuger führende Teilstrom einen Druck besitzt, der um den Druckabfall im Gaserzeuger höher ist als vor einer zu' ihm gehörenden Turbinenbrennkammer, während ein anderer Teilstrom unter nutzbarer Verwertung dieses Druckabfalles zur Brennkammer strömt.UNTERANSPRüCHE: 1. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Weg des nicht zum Gaserzeuger führenden Teilstromes ein von Turbinenab gasen beheizter Luftvorwärmer angeordnet ist.2. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Normallast der Druck abfall im Gaserzeuger kleiner ist als der im Luftvorwärmer und der übrigbleibende Druck abfall in einem Regelorgan vernichtet wird, so dass ein durch Verstopfung des Gaserzeugers steigender Druckabfall durch Öffnen des Regel- organes wettgemacht und bei einem plötzlichen Belastungsstoss sofort eine grössere Luftmenge durch den Gaserzeuger geschickt werden kann.3. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brenngasmenge durch ein Regelorgan ein stellbar ist, das das Mengenverhältnis der beiden Teilströme regelt. 4. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa- tentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelorgan in der Verbrennungsluftleitung zum Gaserzeuger an geordnet ist.5: Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelorgan in der vom Gaserzeuger ausgehenden Brenngasleitung angeordnet ist. 6. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelorgan unter dem Einfluss eines eigenen Reglers steht. 7. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch mit mehrstufiger Verbrennung, dadurch gekennzeichnet, dass jede Brenn- kammer mindestens einen Gaserzeuger besitzt, der unter dem Druck der entsprechenden Brennkammer steht.B. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch mit zweistufiger Verbrennung, dadurch gekennzeichnet, dass in der obern Verbrennungsstufe als Verbrennungsprodukt gewonnenes, sauerstoffhaltiges Treibgas einem Gaserzeuger der untern Verbrennungsstufe zugeführt wird. 9. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibgas aus einer Turbinenstufe entnommen wird.10. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluft für den Gaserzeuger an der Stelle abgezweigt ist, wo das Verhältnis des Druckabfalles zum absoluten Druck im Gaserzeuger bei fallender Drehzahl der Verdichtergruppe annähernd konstant bleibt. 11. Verbrennungsturbinenanlage nach Pa tentanspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluft für den Gaserzeuger an der Stelle abgezweigt ist, wo das Ver hältnis des Druckabfalles zum absoluten Druck im Gaserzeuger bei fallender Drehzahl der Verdichtergruppe zunimmt:
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