CH247718A - Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen Ölen, paraffinischen Ölen sowie kristallinem Paraffin und asphalthaltigem Ceresin aus Rohölresiduen unter Verwendung von Lösungsmitteln. - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen Ölen, paraffinischen Ölen sowie kristallinem Paraffin und asphalthaltigem Ceresin aus Rohölresiduen unter Verwendung von Lösungsmitteln.

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    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
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Description


  Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen Ölen, paraffinischen Ölen  sowie kristallinem Paraffin und asphalthaltigem Ceresin aus Rohölresiduen unter  Verwendung von Lösungsmitteln.    Die Verarbeitung von Rohölen, Rohöl  erzeugnissen und Rohölrückständen, die neben  Paraffin auch Asphalte enthalten, stösst im  allgemeinen auf Schwierigkeiten, insbeson  dere aber dann, wenn man vor der     Entparaf-          finierung    die Asphalte nicht abscheidet.  



  Immerhin ist bereits ein Verfahren zur  Entparaffinierung ohne vorherige Abschei  dung der Asphalte vorgeschlagen worden.  Dieses Verfahren ist jedoch nicht befriedi  gend, denn auf diese Weise kann weder ein  ölfreies Paraffin noch die Gesamtmenge der  in dem Rohprodukt enthaltenen Öle gewon  nen werden. Die sonstigen gleichfalls vorge  schlagenen Verfahren eignen sich nur für die  Entparaffinierung von asphaltfreien Destil  laten, mit Ausnahme des Propanverfahrens,  bei dem aber vor der Entparaffinierung die  Asphalte entfernt werden müssen.  



  Die     asphalt-    und paraffinhaltigen Rohöle  und Rohölrückstände enthalten neben     Öl-          anteilen    auch noch Hartasphalt, Asphalt  harze, Ölharze, ferner Paraffin, sowie oft  mals amorphes bezw. mikrokristallinisches  Ceresin.    Im Endergebnis haben auf die für die  Weiterverarbeitung dieser im Rohöl, insbe  sondere aber in den Rohölrückständen enthal  tenen Bestandteile so wichtige, möglichst  vollkommene Trennung hinzielenden Vor-    Schläge bisher zu einer praktisch zufrieden  stellenden Lösung nicht geführt.  



  Bisher mussten die zu verarbeitenden Roh  stoffe von den, die Verwendbarkeit der der  erzeugten Öle beeinträchtigenden Hartasphal  ten und Asphaltharzen befreit werden.  



  Bei den bisherigen Verfahren, bei welchen  Lösungsmittel ebenfalls zur Anwendung     ge-          langten,    wurden die durch vorangehende De  stillation von den Asphalten befreiten Öle       bezw.    Ölrückstände einer Abkühlung bis zu  mindest -10  unterworfen, um auf diese  Weise ein "Paraffinprodukt" und gleich  zeitig ein paraffinfreies<B>01</B> zu gewinnen. Die  ses     "Paraffinprodukt"    war jedoch bisher  immer ölhaltig, so dass auf diese Weise weder  ein vollkommen     ölfreies    Paraffin noch der  gesamte Ölgehalt des verarbeiteten Rohstof  fes gewonnen werden konnte.

   Auf diese  Weise entstand daher in nicht     unbedeutenden     Mengen ein wenig wertvolles Zwischenpro  dukt,     "Petrolatum"        (Paraffingauch,    Paraffin  schuppen) genannt, ein Gemisch von Öl- und  Paraffinbestandteilen, dessen Weiterverarbei  tung meistens nicht einfach ist,     bezw.    wenn  man es doch auf Paraffin weiterverarbeitet,  erhält man als     Beiprodukt    ein hochstocken  des, in dieser Form unbrauchbares Öl.  



  Bei den bisher vorgeschlagenen Verfahren  verwendete man als Lösungsmittel Benzol mit  Schwefeldioxyd, oder     Aceton-Benzol-Toluol-,         neuerdings Butanon-Benzol-Toluol-Gemische,  oder Trichloräthylen, oder Dichloräthylen,  allenfalls mit Benzol vermischt. Bei diesen  Verfahren musste man mit der Kühlung, im  Vergleich zum erwünschten Stockpunkt, um  6 bis 12  tiefer gehen, beim Propan-Verfah  ren musste man sogar die ohnehin tiefe Ab  kühlungstemperatur um etwa 25-35  unter  schreiten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ermög  licht die erfolgreiche Verarbeitung Asphalt  und Paraffin gleichzeitig enthaltender     Rohöl-          r    üe kstände ohne vorherige en Abscheidung der  Asphaltbestandteile. Es gelingt, einerseits das  Paraffin wie auch das Ceresin praktisch     öl-          frei    und voneinander getrennt abzuscheiden.  anderseits die in dem Ausgangsrohstoff  enthaltenen naphtenischen und paraffinisehen  Öle ebenfalls getrennt derart zu gewinnen,  dass die erhaltenen Öle sowie das Paraffin  in nennbaren Mengen Hartasphalt und As  phaltharze nicht mehr enthalten. Minder  wertige Zwischenprodukte scheiden hierbei  nicht ab.  



  Das Verfahren liefert     demnach,    und zwar  ohne Zwischenprodukte, nur Endprodukte,  namentlich:  1. ein naphtenisches Öl mit tiefem Stock  punkt,  2. ein paraffinisches Öl mit tiefem Stock  punkt,  3. ein ölfreies kristallines Paraffin,  4. ein amorphes bezw. mikrokristallines,  aber noch hartasphalthaltiges Ceresin.  



  Das unter 4. angeführte Rohoeresin kann  im weiteren Verlauf gleichfalls zerlegt wer  den, wobei der grösste Teil der     asphaltischen     Bestandteile als fünftes Produkt abgeschie  den wird.  



  Der Stockpunkt der erfindungsgemäss ge  wonnenen naphtenischen und paraffinischen  Öle steht in engem Zusammenhang mit der  angewendeten Abkühlungstemperatur. Für  die erfolgreiche Ausführung des Verfahrens  ist die richtige Wahl bezw. richtige. Zusam  mensetzung des angewendeten Lösungsmittels  von ausschlaggebender Wichtigkeit.  



  Der Stockpunkt der durch das Verfahren    gewonnenen Öle - im Gegensatz zu den Er  zeugnissen sonstiger bekannter Verfahren -.  stimmt im allgemeinen mit den angewende  ten Abkühlungstemperaturen überein, oder  aber ist er, vornehmlich bei den     naphteni-          schen    Ölfraktionen, noch tiefer.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur .  gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen  Ölen, paraffinischen Ölen sowie kristalli  nem Paraffin und asphaltigem Ceresin aus  Rohölresiduen unter Verwendung von Lö  sungsmitteln ist dadurch gekennzeichnet, dass  man als Lösungsmittel Gemische von bei ge  wöhnlicher Temperatur und gewöhnlichem  Druck flüssigen Fettsäureestern anwendet,  welche zumindest 50%     #leichte",    d. h. Ester  einer Fettsäure mit höchstens 3 C-Atomen  mit einem einwertigen gesättigten Alkohol  mit höchstens 3 C-Atomen, und höchsten  50%     #schwere",    d. h.

   Ester, welche minde  stens in     bezug    auf den einen Rest höher sind  als die vorher genannten, enthalten, und dass   man den zu verarbeitenden Rohstoff im     Lö-          sungsmittelgemisch    bei einer seinen Stock  punkt übersteigenden Temperatur auflöst und  die Lösung, zwecks Ausscheidenlassen des  Paraffins,     Ceresins    und der     asphaltischrn     Stoffe abkühlt, die flüssig bleibenden       "naphtenischen"    Öle von den ausgeschiede  nen Bestandteilen, d. h.

   von dem Paraffin,  dem     Ceresin,    dem Hartasphalt, den Asphalt  harzen und dem überwiegenden Teil der       "paraffinisehen"    Öle, trennt, den den Filter  rückstand bildenden Kuchen mit frischem  Lösungsmittel bei einer die während der     vor-          herigen    Filtration     angewendete        Temperatur     zumindest um 10  überschreitenden Tempe  ratur vermischt und zwecks Abtrennung des  hierbei     herausgelösten    Grossteils der     "paraf-          finischen"    Öle wieder filtriert, den hier ver  bleibenden Kuchen in frischem Lösungsmittel  nochmals verteilt und abermals,

   diesmal aber  bei     -f-10     bis     +40     vom     asphaltigen        Ceresin          abfiltriert,    das Filtrat auf zumindest     +5'    ab  kühlt, von den sich hierbei     ausscheidenden          kristallinischen    Paraffinen trennt, die abge  trennten Paraffine mit abgekühltem Lösungs  mittel von den anhaftenden     paraffinischen         Ölbestandteilen auswäscht, die Waschlösung  mit den vorher gewonnenen paraffinischen  Ölen vereinigt und die erhaltenen     paraffini-          schen    Öle von den bei bei ihrer Trennung ver  wendeten Lösungsmitteln befreit.

    



  Der Bedarf an Estergemisch beträgt im  Durchschnitt etwa 150 bis 200%o, berechnet  auf die Menge des Rohstoffes; nur ausnahms  weise benötigt man mehr, und zwar etwa 250  bis 300 %. Bei manchen Rohstoffen genügen  aber schon etwa 100%. Im Interesse der je  rascheren und vollkommeneren     Filtrierbar-          keit    werden sowohl die Rohölrückstände wie  auch das Lösungsmittelgemisch auf eine Tem  peratur vorgewärmt, die höher liegt als der  Stockpunkt des Rohstoffes. Die Rohstoffe  sollen also beim Beginnen, d. h. bevor mit  der Kühlung angefangen wird, vollkommen  gelöst bezw. geschmolzen sein.  



  Der Arbeitsgang des angemeldeten Ver  fahrens wird in seinen wesentlichen Zügen  nachstehend geschildert.  



  Die Lösung des     Ausgangsstoffes    in dem  erfindungsgemäss verwendeten Lösungsmittel  wird zunächst einer möglichst rasch durch  zuführenden Kiihlung unterworfen. Der Bart  asphalt und die Asphaltharze scheiden sich  bei dieser raschen Abkühlung mit dem Paraf  fin und Ceresin gemeinsam ab. Auf diese  Weise wird, im Gegensatz zu den bekannten  Verfahren, die Kristallisation des Paraffins  verhindert. Das Paraffin, Ceresin, der Hart  asphalt und die Asphaltharze scheiden sich  nämlich gemeinsam in kugeliger Form ab,  was die hierauf folgende Filtration besonders  erleichtert. In dem Filterkuchen, der sich aus  diesen der Form nach kugeligen Teilchen zu  sammensetzt, verbleiben Lücken, welche die  rasche und leichte Filtration begünstigen.  



  Die Trennung der naphtenischen und     pa-          raffinischen    Öle wird durch entsprechende  Einstellung bezw. Regelung der Abkühlungs  temperaturen bewirkt. Je tiefer die Tempe  ratur ist, bei der die Trennung erfolgt, um so  sauberer und vollkommener ist die Trennung  zwischen den naphtenischen und     paraffini-          schen    Ölfraktionen. Die letzteren scheiden  sich nämlich bei entsprechender Abkühlung    mit dem Paraffin bezw. Ceresin zusam  men ab.  



  So besteht bei einer Abkühlung auf etwa  -40  bis -55 , bei manchen Ausgangsstof  fen schon bei etwa -5  bis -10 , und Fil  trierung bei gleicher Temperatur das Filtrat  fast ausschliesslich aus naphtenischen Ölen.  Die paraffinischen Öle hingegen bleiben im  Filterkuchen, der neben Paraffin und     Cere-          sin    auch den Hartasphalt und die Asphalt  harze enthält. Der Filterkuchen wird hierauf,  ohne aufgeschmolzen oder aufgelöst zu wer  den, mit etwa der gleichen Menge frischen  Lösungsmittels vermengt. Die entstandene  Mischung wird bei einer zumindest um 10   höheren Temperatur wieder filtriert.

   Diese  zweite Filtrierung wird bei solchen Rohpro  dukten, welche zur Ausscheidung der     naphte-          nischen    Öle auf etwa -40  abgekühlt worden  sind - was bei einer sehr grossen Anzahl der  Rohölsorten der Fall ist - bei etwa -20   vorgenommen. Dieses Filtrat enthält, in ziem  lich reiner Form, die paraffinischen Öle. In  dem Filterkuchen bleibt noch etwas     para,ffi-          nisches    Öl zurück. Dieses wird mit     frischem     Lösungsmittel, z. B. bei etwa 0  oder bei       etwas    höherer, bis zu     etvm    5  gehender Tem  peratur aus dem     Filterkuchen        praktisch    voll  ständig ausgewaschen.

   Das bei etwa. 0 bis       -I-5     erhaltene Filtrat wird mit dem in der  Nachfolge gewonnenen Filtrat vereint ver  arbeitet. Der bereits ausgewaschene Filter  kuchen     wird    in weiteren Mengen frischen       Lösungsmittels    zerteilt, und zwar bei einer  höheren Temperatur, z. B. bei     -+-10     bis       +40 ,    am     meisten    in die Temperaturinterval  len zwischen     -i--25     bis     -I-35 ,    je nach der  Menge und dem Schmelzpunkt des im Roh  stoff enthaltenen kristallinen Paraffins.

   Die  notwendige Temperatur     überschreitet    im all  gemeinen die Grenze von etwa     -i-35     bis       -I-40     nicht. Daraufhin wird filtriert und der  Filterkuchen mit frischem Lösungsmittel von  gleicher Temperatur nachgewaschen. Das hier  erhaltene Filtrat wird mit dem bei etwa 0   erhaltenen Filtrat vereinigt und die ganze  Menge auf eine     Temperatur    von etwa 0  bis       -I-5     oder darunter     abgekühlt.    Das hierbei      sich ausscheidende kristalline Weichparaffin  wird durch Filtration getrennt und mit einem  auf die gleiche Temperatur     gekühlten    Lö  sungsmittel gewaschen.

   Das hierbei erhaltene  Filtrat enthält den zweiten Anteil der     paraf-          finischen    Öle. Das bei der vorhin beschriebe  nen, z. B. bei etwa +25  bis +35  vorge  nommenen Herauslösung zurückgebliebene       Rohceresin    wird gesondert verarbeitet. Dieses  Rohceresin enthält ausser echten Ceresinen  mehr oder minder grosse Mengen an Hart  paraffin, den grössten Teil des Hartasphalts  und der vorhandenen Asphaltharze sowie ad  sorbiertes Lösungsmittel.  



  Das gemäss dem Verfahren als Endprodukt  gewonnene asphalthaltige Rohceresin kann  übrigens in einfacher Weise zerlegt und auf  Reinceresin verarbeitet werden. Wird das. aus  dem Verfahren gewonnene Rohceresin mit  dem     adsorbierten    Lösungsmittel auf etwa 60   bis 65  erwärmt, so lösen sich die Ceresine im  Lösungsmittel, die Hartasphalte und Asphalt  harze bleiben hingegen ungelöst zurück und  können zum grössten Teil durch Filtration,  Schleudern oder Absitzenlassen vom Ceresin  getrennt werden. Das vorgereinigte Ceresin  kann nachher noch weiter gereinigt werden.  



  Die bei dieser Arbeitsweise fast rein ge  wonnenen naphtenischen Öle behalten ihren  tiefen Stockpunkt unverändert auch nach er  folgter Raffination. Der Stockpunkt liegt bei  etwa -30  oder auch tiefer.  



  Der Stockpunkt des aus paraffinischen  Ölen bestehenden Filtrats liegt, auch nach  erfolgter Raffination, bei -10  oder. tiefer.  



  Bei der praktischen Durchführung des  Verfahrens, wie bereits erwähnt, spielt die  vollkommene und rasch durchgeführte Fil  trierung eine besonders wichtige Rolle. Die  Filtrierungsgeschwindigkeit kann in manchen  Fällen durch Zugabe asphaltischer oder     paraf-          finischer    Stoffe beschleunigt werden. Durch  solche Zutaten kann man die Zusammen  setzung des bei der Filtration anfallenden  Kuchens günstig beeinflussen, indem das  sonst in kristalliner Form abgeschiedene Pa  raffin mit den übrigen, gemeinsam abgeschie-    denen Bestandteilen (Hartasphalt, Asphalt  harze, Ceresin) eine die rasche Filtration be  günstigende Kugelform annimmt.

      Beispiel:  Ein etwa 30%iger Rohölrückstand von  Lispe mit folgenden Eigenschaften:  
EMI0004.0008     
  
    Spez. <SEP> Gew. <SEP> bei <SEP> 15  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0.910
<tb>  Viskosität <SEP> bei <SEP> 50  <SEP> ... <SEP> 5,77
<tb>  Flammpunkt <SEP> (off. <SEP> Tieg.) <SEP> . <SEP> 162 
<tb>  Erstarrungspunkt <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> +39        wird bei +45  in der zweifachen Menge eines       Lösungsmittels    gelöst, das aus  10% Methylacetat techn.  70 % Äthylacetat techn.  



  20% Butylacetattechn.  besteht.  



  Die Lösung wird unter kräftiger Um  rührung auf -30  gekühlt. Die erste Filtra  tion wird bei dieser Temperatur durchgeführt,  die übrigen werden bei -15 , bei +5  und  bei +35  vorgenommen, zuletzt wird das     Ce-          resin    ebenfalls vom Hartasphalt getrennt.

    Man erhält die nachstehenden Endprodukte:  
EMI0004.0012     
  
    1. <SEP> Naphtenisches <SEP> Öl:
<tb>  Spez. <SEP> Gew. <SEP> bei <SEP> 15  <SEP> ... <SEP> 0,961
<tb>  Viskosität <SEP> bei <SEP> 50  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 6,2
<tb>  Flammpunkt <SEP> (off. <SEP> Tieg.) <SEP> . <SEP> 160 
<tb>  Erstarrungspunkt <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> -35 
<tb>  Viskositätsindex <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> +25 
<tb>  2. <SEP> Paraffinisches <SEP> Öl:
<tb>  Spez. <SEP> Gew. <SEP> bei <SEP> 15  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,904
<tb>  Viskosität <SEP> bei <SEP> 50  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 8,26
<tb>  Flammpunkt <SEP> (off. <SEP> Tieg.) <SEP> . <SEP> 172 
<tb>  Erstarrungspunkt <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> -17 
<tb>  Viskositätsindex <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> +86 
<tb>  3. <SEP> Kristallines <SEP> Weichparaffin <SEP> (ungereinigt):

  
<tb>  Spez. <SEP> Gew. <SEP> bei <SEP> 15  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,836
<tb>  Erstarrungspunkt <SEP> -f- <SEP> 45 
<tb>  4. <SEP> Asphalthaltiges <SEP> Ceresin:
<tb>  Spez. <SEP> Gew. <SEP> bei <SEP> 15  <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,861
<tb>  Erstarrungspunkt <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> <B>-1-</B> <SEP> 68          Aus dem oben gekennzeichneten     Lispeer-          Rückstand    wurden in abgerundeten Zahlen  nachstehende Erzeugnisse gewonnen:  
EMI0005.0003     
  
    Naphtenisches <SEP> Öl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 35
<tb>  Paraffinisches <SEP> Öl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 42
<tb>  Kristallines <SEP> Weichparaffin <SEP> 6
<tb>  Asphalthaltiges <SEP> Ceresin <SEP> 17

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen Ölen, paraffinischen Ölen sowie kristallinem Paraffin und asphalthalti- gem Ceresin aus Rohölresiduen unter Ver wendung von Lösungsmitteln, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Ge mische von bei gewöhnlicher Temperatur und gewöhnlichem Druck flüssigen Fettsäure- estern anwendet, welche zumindest 50 #leichte", d. h. Ester einer Fettsäure mit höchstens 3 C-Atomen mit einem einwertigen gesättigten Alkohol mit höchstens 3 C-Ato- men, und höchstens 50% #schwere", d. h.
    Ester, welche mindestens in bezug auf den einen Rest höher sind als die vorher genann ten, enthalten, und dass man den zu verarbei tenden Rohstoff im Lösungsmittelgemisch bei einer seinen Stockpunkt übersteigenden Tem peratur auflöst und die Lösung, zwecks Aus scheidenlassen des Paraffins, Ceresins und der asphaltischen Stoffe, abkühlt, die flüssig bleibenden #naphtenischen" Öle von den aus geschiedenen Bestandteilen, d. h.
    von dem Paraffin, dem Ceresin, dem Hartasphalt, den Asphaltharzen und dem überwiegenden Teile der #paraffinischen" Öle trennt, den den Filterrückstand bildenden Kuchen mit fri schem Lösungsmittel bei einer die während der vorherigen Filtration angewendete Tem peratur zumindest um 10 überschreitenden Temperatur vermischt und zwecks Abtren nung des hierbei herausgelösten Grossteils der #paraffinischen" Öle wieder filtriert, den hier verbleibenden Kuchen in frischem Lö sungsmittel nochmals verteilt und abermals, diesmal aber bei +10 bis +40 vom asphalt- haltigen Ceresin abfiltriert, das Filtrat auf zumindest +5 abkühlt,
    von den sich hierbei ausscheidenden kristallinischen Paraffinen trennt, die abgetrennten Paraffine mit abge kühltem Lösungsmittel von den anhaftenden paraffinischen Ölbestandteilen auswäscht, die Naschlösung mit den vorher gewonnenen pa- raffinischen Ölen vereinigt und die erhalte nen paraffinischen Öle von den bei ihrer Trennung verwendeten Lösungsmitteln be freit. UNTERANSPRCCHE ' 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man dem zu ver arbeitenden Rohstoff zur Erleichterung der Filtrierbarkeit asphalthaltige Stoffe zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man dem zu ver arbeitenden Rohstoff zur Erleichterung der Filtrierbarkeit paraffinhaltige Stoffe zusetzt.
CH247718D 1942-08-25 1943-07-30 Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von naphtenischen Ölen, paraffinischen Ölen sowie kristallinem Paraffin und asphalthaltigem Ceresin aus Rohölresiduen unter Verwendung von Lösungsmitteln. CH247718A (de)

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