CH247771A - Verfahren zur Herstellung von Gussstücken. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gussstücken.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Gu & stücken. Die vorliegende Erfindung bezweckt, Gussstücke mit einer glatten Oberfläche aus spröden Legierungen, insbesondere dünne, stabförmige Gussstücke, herzustellen.
Das Nacharbeiten, z. B. durch Drehen oder Schleifen, von auf die übliche Weise in Sandformen gegossenen Gussstücken, um ihnen eine glatte Oberfläche zu erteilen, hat bei Gussstücken aus spröden Legierungen den Nachteil eines leichten Abbröckelns des Gussstiickes.
Wenn die Legierung in einer Metallform gegossen wird, ergibt sich zwar ein Gussstück mit einer glatten Oberfläche, aber infolge der schnellen Wärmeabfuhr von der Metallform kühlt das gegossene Metall an den Wänden der Gussform so schnell ab, dass, insbesondere beim Giessen von dünnen, stabförmigen Ge genständen, störende Unregelmässigkeiten in den Gussstücken auftreten können. Das Me tall kann bereits fest werden, bevor die Form völlig gefüllt ist, oder es kann sogenanntes Kaltfliessen auftreten, indem das \später ein strömende geschmolzene Metall sich in unzu reichendem Masse mit dem bereits früher eingebrachten Metall vereinigt.
Nach der Erfindung werden Gussstücke mit einer glatten Oberfläche dadurch aus spröden Legierungen angefertigt, dass die Le gierungen in Formen aus Glas bezw. kerami schem Material mit glatten Innenwänden ge gossen werden, wobei diese Formen in einer Aussenform eingeschlossen sind.
Bei Anwendung dieses Verfahrens springt die gläserne oder keramische Form gewöhn lich infolge der plötzlichen Wärmezufuhr des geschmolzenen Metalles. Es wurde aber über raschenderweise festgestellt, dass, wenn die gläserne oder keramische Form in Sand oder einer metallenen Aussenform eingeschlossen ist, ihre Kohärenz zureichend bleibt, um dem gegossenen Gegenstand die erforderliche Form und die gewünschte glatte Oberfläche zu ge ben, ohne dass die Risse in der Form störende Spuren auf der Oberfläche des Gussstückes zurücklassen. Nach der Abkühlung des ge gossenen Gegenstandes werden die Bruch stücke der in den meisten Fällen gesprunge nen Form entfernt.
Wenn die Gussform aus Quarzglas angefertigt ist, springt die Form während des Giessens in den meisten Fällen nicht.
Auf diese Weise lassen sich dünne, stab- förmige Gussetücke mit einem Durchmesser von 5 mm und weniger in angemessener Länge mit einer glatten Oberfläche herstellen, ohne dass störende Unregelmässigkeiten in der Struktur oder der Zusammensetzung auf treten.
Die Erfindung ist von grosser Bedeutung für die Herstellung von Gussstücken für ma gnetische Zwecke, da magnetische Legierun gen oft sehr spröde sind und sich schwer bearbeiten lassen. Sie ist insbesondere wichtig für die sehr spröden Magnetstähle, welche neben Eisen 6 bis 15 Gew. % Aluminium, 12 bis 30 Gew. % Nickel, gegebenenfalls bis 30 Gew. % Kobalt und gewünschtenfalls noch kleinere Mengen, nämlich bis 6 Gew. %, an Elementen wie Kupfer imd/oder Titan enthalten.
Wenn eine solche Legierung in einer gläsernen oder keramischen Röhre mit glatter Innenwand gegossen wird, die in eine Sand- oder einer metallenen Aussenform eingeschlos sen ist, so ergibt sich ein stabförmiger Gegen stand mit einer völlig glatten Oberfläche, der z. B. als Kompassnadel oder zum Polarisieren eines Relais dienen kann.
Als Gussformmaterial wird in diesem Falle und auch in andern Fällen, in denen die zu giessende Legierung, ebenso wie der erwähnte Magnetstahl, einen hohen Schmelz punkt besitzt, vorzugsweise Boratglas ver wendet. Boratgläser lassen sich nämlich mit einem hohen Erweichungspunkt herstellen, so dass aus solchen Gläsern angefertigte Guss formen während des Giessens keine störende Deformierung aufweisen.
Es ist beim Giessen des erwähnten Magnetstahls in einer Form aus solchem Material möglich, stabförmige Gussstücke mit einem Durchmesser von 3 mm und einer Länge von 30 cm herzustellen, die eine völlig regelmässige Struktur besitzen. Bei Verwendung einer Metallform gelingt es kaum, solche dünne Stäbe bis zu einer Länge von 5 cm herzustellen, wobei die Struktur dann noch unregelmässig ist.
Vollständigkeitshalber wird hier bemerkt, dass die Verwendung von Gussformen aus Quarzglas bereits vorgeschlagen würde. Da bei wurde beabsichtigt, dauerhafte Formen zu erhalten, die nicht nach einmaligem Giessen ersetzt zu werden brauchten. Der Vorteil der Erfindung; nämlich das Erhalten von Guss- stücken mit einer glatten Oberfläche, der ins besondere für spröde Legierungen wichtig ist, wie sie für magnetische Zwecke angewendet werden, hat sich dabei aber nicht offenbart.
Ausserdem wird bei der Verwendung von For men, die beim Giessen springen, gerade das Gegenteil erreicht von dem, was bei der An wendung von Quarzglas angestrebt wird. Ge genüber Formen aus anderem Glas oder aus keramischen Werkstoff haben quarzgläserne Formen noch den Nachteil, kostspielig zu sein, wodurch das Arbeiten mit quarzgläser nen Formen, trotzdem sie mehrmalig ver wendbar sind, sich teurer herausstellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Guss- stücken mit einer glatten Oberfläche aus spröden Legierungen, insbesondere von dün nen, stabförmigen Gussstücken, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Erhaltung der glatten Oberfläche die Legierung in gläserne bezw. keramische Formen mit glatten Innenwänden gegossen wird, wobei diese Formen in einer Aussenform eingeschlossen sind. IL Gemäss dem Verfahren nach Patent anspruch I hergestelltes Gussstück. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass, eine Legierung für magnetische Zwecke verwendet wird, die neben Eisen 6 bis 15 Gew. % Aluminium und 12 bis 30 Gew. % Nickel enthält. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Legierung bis 30 Gew. % Kobalt und bis 6 Gew. % Kupfer enthält. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Legierung bis 30 Gew. % Kobalt und bis 6 Gew. % Titan enthält. 4.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Legierung bis 30 Gew. % Kobalt und bis 6 Gew. % Kupfer und Titan enthält. 5. Verfahren. nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gläserne bezw. keramische Form in eine metallene Aussen form eingeschlossen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gläserne bezw. keramische Form in eine aus Sand bestehende Aussenform eingeschlossen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL247771X | 1943-10-20 |
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| CH247771A true CH247771A (de) | 1947-03-31 |
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| CH247771D CH247771A (de) | 1943-10-20 | 1944-10-18 | Verfahren zur Herstellung von Gussstücken. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH247771A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968822C (de) * | 1944-09-30 | 1958-04-03 | Siemens Ag | Formmasse |
| DE1132295B (de) * | 1955-07-11 | 1962-06-28 | Hills Mccanna Co | Giessverfahren fuer die Herstellung genau gegossener Hohlraeume in Gussstuecken |
-
1944
- 1944-10-18 CH CH247771D patent/CH247771A/de unknown
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