CH247832A - Regelungseinrichtung für Kraftmaschinen. - Google Patents

Regelungseinrichtung für Kraftmaschinen.

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CH247832A
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Aktiengesell Maschinenfabriken
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Escher Wyss Maschf Ag
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description


  Regelungseinrichtung für     Kraftmaschinen.       Die Erfindung betrifft eine     Regelungs-          einrichtung    für Kraftmaschinen, die einen       Drehzahlregler    und einen     Leistungsregler     aufweist.  



  Die     Regelungseinrichtung    für Kraft  maschinen zum Antrieb von Drehstromgene  ratoren hat zwei Aufgaben zu erfüllen. So  muss sie einmal die     Kraftmaschinenleistung     so einstellen, dass sie dem Leistungsbedarf der  Verbraucher entspricht, und sodann muss  dies auf einem Drehzahlniveau erfolgen, das  annähernd konstant bleibt, damit die Dreh  zahl der angeschlossenen     Drehstrommotoren     sich ebenfalls nur wenig ändert. Aber nicht  nur im Hinblick auf die Verbraucher, son  dern auch für das     Parallelschalten    der Gene  ratoren ist bei Drehstrom eine sehr genaue  Beherrschung der Drehzahlen notwendig.

    Auch die richtige Einstellung der Kraft  maschinenleistung muss     vielfältigen    Betriebs  bedingungen genügen, sobald es sich um ein       Zusammenarbeiten    von mehreren Kraftma  schinen handelt.  



  Um diesen Anforderungen genügen zu  können, ist schon bei mehreren Kraftmaschi  nen und Zentralen, die gemeinsam das gleiche  Versorgungsgebiet beliefern, meist eine Tren  nung in Maschinen notwendig, die Grundlast  liefern, und in solche, die Spitzenlasten     dek-          ken,    wobei die     Grundlastmaschinen    sehr oft  nicht ihre Vollast, sondern     ei.1e    vorgeschrie  bene Teillast herzugeben haben. Ferner ist  in vielen Fällen eine zeitliche Anpassung der  Grundlast an einen Fahrplan notwendig.    Beim Zusammenarbeiten mehrerer Versor  gungsgruppen; kann es dagegen darauf an  kommen, dass eine konstante Übergabe  leistung zwischen den Netzgruppen erfolgt.  



  Man hat ursprünglich versucht, die Dop  pelaufgabe der     Leistungs-    und Drehzahl  regelung mit Maschinen zu erfüllen,     die    nur  mit Drehzahlreglern ausgerüstet waren. Än  dert sich in einem solchen Falle die Leistung  der Verbraucher, so     äussert    sich dies mit der  Zeit in -einer Drehzahländerung, die, aller  dings mit einer unvermeidlichen     Verspätung,     dazu verwendet werden kann, um das Gleich  gewicht zwischen der von den Kraftmaschi  nen abgegebenen und der von den Verbrau  chern aufgenommenen Leistung wieder her  zustellen.

   Man hat die erwähnte Verspätung  dadurch zu beseitigen versucht, dass man auf  den Drehzahlregler einen Beschleunigungs  impuls einwirken liess, der, wenn auch quan  titativ ungenau, im Augenblick der Ver  brauchsänderung eingreift.  



  Als ähnlicher Notbehelf für die Vertei  lung der     Leistung    auf verschiedene Kraft  maschinen ist die allgemein übliche, gegen  seitige Abstimmung der Drehzahlcharakte  ristiken der verschiedenen     Kraftmaschinen     anzusehen. Da jeder Öffnung der Kraft  maschine im Beharrungszustand eine be  stimmte Drehzahl entspricht, ist die     Behar-          rungsdrehzahl    ein rohes Mass für die Ma  schinenleistung.

   Um bestimmte Maschinen  mit einer vorgeschriebenen Grundlast laufen  zu lassen, hat man die Drehzahlregelung      blockiert, so dass die betreffenden Maschinen  mit einer     bestimmten,    von der Drehzahl un  abhängigen     Öffnung    der     Betriebssmittelzufuhr     arbeiten. Dieser     Massnahme    haftet, abgese  hen von der ungenauen Beziehung zwischen  Leistung und Öffnung der Betriebsmittel  zufuhr, der schwerwiegende Nachteil an, dass  bei     Störungen    der Drehzahlregler nicht ein  greifen kann, um die volle     Maschinenleistung     wieder herzugeben.  



  Die indirekte Leistungsmessung auf dem  Umweg über die     Drehzahl    versagt vollkom  men,     wenn    es darauf ankommt, eine kon  stante     Übergabeleistung    zwischen Netzgrup  pen zu     übertragen.    Es     sind    deshalb für solche  Fälle Leistungsregler eingeführt worden, die  es     ermöglichen,    bestimmte Maschinen des  Netzes auf     konstante    Übergabeleistungen zu  regeln.

       Ferner    sind Leistungsregler benützt  worden, um     Grundlastmaschinen    nach einem  bestimmten     Leistungsfahrplan    betreiben zu       können.    So sind Anordnungen entstanden,  bei denen Leistungsregler zu gewissen Zeiten  Spezialaufgaben zu erfüllen haben, wobei  diese     Leistungsregler    im normalen Betrieb  der Maschinen     wieder    auszuschalten waren.  



  Die Gegensätzlichkeit der Bedingungen,  denen eine     Leistungsregelung    zu genügen  hat,     geht        aus    folgendem hervor: Bei Rege  lung auf konstante Drehzahl besteht die  Aufgabe des Leistungsreglers darin, ohne  Umweg über den Drehzahlregler die der     Ge-          neratorleistung    entsprechende     Kraftmaschi-          nenleistung    einzustellen.

   Die - Ungleichför  migkeit des Leistungsreglers, das heisst der  Unterschied der     Leistung,    die im Beharrungs  zustand bei Vollast     bezw.    bei Leerlauf ein  zustellen     ist,    entspricht der Gesamtleistung  der     Maschine;    die Ungleichförmigkeit ist  also<B>IM,</B> , denn bei Vollast des Generators  ist die Vollast der     Maschine,    bei Nullast des  Generators dagegen die Leerlaufleistung ein  zustellen. Ganz im Gegensatz dazu ist bei       Konstanthaltung    der Leistung eine     möglichst     kleine statische     Leistungs-Ungleichförmigkeit     einzuhalten, z.

   B. 1 % der     Leistung    der ge  regelten Maschine. Ein weiterer extremer  Unterschied in den Forderungen, die an einen    Leistungsregler gestellt werden, besteht  darin, dass er bei Regelung auf konstante       Frequenz    bei steigender elektrischer Leistung  des Generators die     Kraftmaschinenleistung     ebenfalls steigern muss; dagegen muss der       Leistungsregler    bei Regelung auf konstante  Leistung bei     zunehmender,    also dem Sollwert  gegenüber zu grosser Leistung die Kraft  maschine     umgekehrt    schliessen, um die Lei  stung     wieder    auf den Sollwert zu reduzieren.

    Die Lösung dieser sich widersprechenden  Aufgaben bei verschiedenen Betriebsbedin  gungen wird mit Hilfe der einen Drehzahl  regler und einen Leistungsregler aufweisen  den. Regelungseinrichtung gemäss der Erfin  dung gelöst. Bei dieser Einrichtung hat der  Leistungsregler für Regelung auf konstante  Frequenz eine andere statische Ungleichför  migkeit als für die Regelung auf     konstante          Leistung.    Ferner besitzt der Leistungsregler  eine Umstellvorrichtung,

   durch welche beim  Übergang von der Regelung auf     konstante     Frequenz auf     die        Regelung    auf konstante  Leistung die Einwirkung des Leistungsreg  lers auf die Kraftmaschine in umgekehrter  Bewegungsrichtung     erfolgt.     



  So verschiedenartig und gegensätzlich bei  den verschiedenen     Betriebsbedingungen    der  Maschine, wie Alleinbetrieb,     Frequenzhal-          tung,    Parallelbetrieb, Regelung auf     eine    kon  stante oder an einen Fahrplan angepasste       Last    und Regelung auf     konstante    Übergabe  leistung, die Einwirkungen auf die Rege  lungseinrichtung der Kraftmaschine und das       Zusammenspiel    von Drehzahl- und Leistungs  regler auch sein     müssen,    so gelingt es, bei An  wendung der erfindungsgemässen     Regelungs-          einrichtung,

      doch mit einem einzigen Dreh  zähl- und einem     Leistungsregler    für alle  diese Betriebsbedingungen auszukommen. Das  vereinfacht die Regelungseinrichtung wesent  lich und gestattet, dass bei allen Betriebs  verhältnissen der gleiche Leistungsregler so  eingreifen kann, dass er unmittelbar     ohne     verzögernden Umweg über den Drehzahlreg  ler die geforderte Maschinenleistung ein  stellt. Dabei entfallen gleichzeitig unter allen  Betriebsbedingungen die Ungenauigkeiten,      die     entstehen,    wenn man die Öffnung des  Regelorganes oder die     Änderung    der     Dreh-          zahl    als rohen indirekten Leistungsmassstab  verwendet.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des     Erfindungsgegenstandes    in ver  einfachter     Darstellungsweise    veranschaulicht.  



  In der Figur bezeichnet 1 eine hydrau  lische     Kraftmaschine,    die einen Generator 2  treibt. Das als Schieber 3 ausgebildete Regel  organ dieser     Kraftmaschine    1 wird durch  einen     Hauptservomotor    4     betätigt,    zu dem  ein Steuerschieber 5, ein Hebel 6 und eine  Rückführung 61 gehören. An das linke Ende  des Hebels 6 ist eine     Stange    7     angelenkt,    auf       die    über     einen    Hebel 71 in der weiter unten  beschriebenen Weise sowohl ein Drehzahl  regler 8 als auch ein     Leistungsregler    9 ein  wirken.

   Beide Regler 8, 9 sind über eine  Leitung<B>10'</B> an     eine        Druckölpumpe    10 an  geschlossen, die auch das zur Betätigung des       Hauptservomotors    4     benötigte    Drucköl lie  fert. Das Pendel 11 des Drehzahlreglers 8  wird von der Kraftmaschine 1 angetrieben  und betätigt den mit einer Rückführung aus  gestatteten Steuerschieber 12 eines     Vorsteuer-          Servomotors    13 mit Kolben     13'-,    dessen Kol  ben auf das rechte Ende des     Hebels    71 ein  wirkt. Auf das linke Ende 19 dieses Hebels  71 wirkt der Leistungsregler 9 ein.

   Dieser  weist ein Wattmeter 14     bekannter    Bauart  auf, das einen drehbar gelagerten Winkel  hebel 141 betätigt. Das Wattmeter 14     ist    in  der dargestellten Lage eines Schalters 15  über einen Stromwandler 151 und einen     Span-          nungswandler    15' an die     Generatorleitung     angeschlossen, so dass die     Leistung    des Gene  rators 2 gemessen wird.

   Dem vom Watt  meter 14 auf den Winkelhebel 141 ausgeüb  ten Drehmoment hält eine Feder 142 das  Gleichgewicht, so     da.ss    jeder Leistung des  Generators 2 eine bestimmte Drehstellung  des Winkelhebels 141     entspricht.    Die Span  nung -der Feder 14' lässt sich mittels  einer Kurvenscheibe 23 nach     Wunsch    be  einflussen, indem diese Kurvenscheibe 23 auf  einen bei 144 drehbar gelagerten Hebel 143       einwirkt    und letzterer mit der Feder 14' ver-         bunden    ist.

   Der Winkelhebel 141 steht über  ein Gestänge 14' in unmittelbarer Verbin  dung mit einem Steuerschieber 22 und über  einen Hebel 161 mit einem zweiten Steuer  schieber 16, sowie über eine Rückführung  20, die an den     Hebel    16'     angelenkt    ist,     mit     dem Kolben 17' eines     Versteuer-Servomotors     17.

   Der Kolben 171     steht    mit dem oben er  wähnten linken Ende 19 des Hebels 71 in       Wirkungsverbindung.    Die Räume oberhalb  der     Servomotorkolben    131 und 17' stehen  über Blenden     13'        bezw.    172 dauernd mit der  Druckölleitung 101 in Verbindung, wobei  durch die Feder     133        bezw.    173 den betref  fenden     Öldrücken    das Gleichgewicht gehal  ten wird.

   21 bezeichnet eine als Hahn aus  gebildete Umstellvorrichtung, welche es er-     i          möglicht,    den Raum     oberhalb    des     Servo-          motorkolbens   <B>17'</B> entweder mit dem Steuer  schieber 16 oder mit dem Steuerschieber 22  in Wirkungsverbindung zu bringen. Der  Druck im Raume oberhalb des Servomotor  kolbens 171 lässt sich mit Hilfe der Steuer  schieber 16 und 22, die den Abfluss von       Drucköl    über Steuerkanten 162     bezw.    22' ins  Freie beherrschen,     einstellen.     



  Die Wirkungsweise der beschriebenen  Regelungseinrichtung ist folgende:  In der Figur sind die Teile in der Stel  lung gezeichnet, die sie einzunehmen haben,  wenn auf konstante Frequenz, das heisst, wenn  die     Kraftmaschine    1 auf     konstante    Drehzahl  zu regulieren     ist.    In diesem Falle muss der  Leistungsregler 9     zwischen    Vollast und Leer  lauf des Generators 2 das Regelorgan 3 über  die Stange 7 um den der Vollast entspre  chenden Hub verstellen, wobei der Drehzahl  regler 8 nur noch die Ungenauigkeiten des  vom Leistungsregler 9     vorgesteuerten    Regel  vorganges auszugleichen hat.

   Bei steigender       Leistung    des Generators 2     wird    der Winkel  hebel 141 in     Richtung    des Pfeils A gedreht  und die Feder 14' daher mehr gespannt. Der  Kolben des Steuerschiebers 16 wird jetzt ge  hoben, so dass die Steuerkanten 162 überdeckt  und der     Olabfluss    gesperrt wird. Die durch  die Blende 17' strömende     Druckölmenge    ge  langt nun restlos in den     Raun    oberhalb des           Servomotorkolbens   <B>17'</B> und drückt die Feder  173     zusammen,    so dass das linke Ende 19  des Hebels 71 nach abwärts bewegt wird.

   Die  Folge davon     ist,    dass der Steuerschieber 5 des       Hauptservomotors    4 ebenfalls nach abwärts  bewegt wird, so dass der Kolben des Servo  motors 4 und damit auch das Steuerorgan 3  gehoben werden und der     Zufluss    von Arbeits  mittel zur Kraftmaschine 1 infolgedessen  vergrössert wird. Bei der erwähnten Abwärts  bewegung des     Servomotorkolbens    171 wurde  durch die Rückführung 20 und den Hebel  161 der Kolben des Steuerschiebers 16 so viel  nach abwärts verschoben, dass über die  Steuerkante 162 so viel 01 abfliessen kann,  als zur Aufrechterhaltung des oberhalb des  Kolbens 171 herrschenden neuen Druckes       notwendig    ist.

   Die     Rückführung    20 ist so  bemessen, dass einer     Leistungsänderung    des  Generators 2 um die volle Last eine     Ände-          rung    der Leistung der Kraftmaschine 1 eben  falls um die volle Last entspricht.

           Statt,    wie es beim beschriebenen Beispiel  der Fall ist, mit der Leistungsungleichför  migkeit von     100%    zu arbeiten, kann es  zweckmässig     sein,    durch eine kleinere Un  gleichförmigkeit nur einen Teil der Last  änderung, z.     B..    50 %, durch den Leistungs  regler auszugleichen und den Rest der Last  änderung dem parallel arbeitenden Drehzahl  regler zu überlassen, wodurch die     Schwung-          massen    der     Kraftmaschine    zum Ausgleich in  Anspruch genommen werden.

   Umgekehrt  lässt sich die Ungleichförmigkeit auch grösser  als<B>100%</B> wählen, in welchem Falle die  Kraftmaschine eine grössere Leistungsände  rung erfährt, als der Änderung der Leistung  des Generators 2 entspricht. Dadurch kann  diese Maschine den parallel arbeitenden Ein  heiten, die     weniger    beweglich sind, die mo  mentanen     Laststösse    abnehmen.    Bei allen vorstehend beschriebenen Arten  der Regelung auf konstante Frequenz arbei  tet der Leistungsregler 9 mit einer im Ver  hältnis zur Regelung auf konstante Leistung  sehr grossen Ungleichförmigkeit, während  bei der Regelung auf konstante Leistung    sehr kleine     Ungleichförmigkeiten    des Lei  stungsreglers notwendig sind.  



  Zum Übergang auf die Regelung auf  konstante Leistung ist die Umstellvorrichtung  21 in die gestrichelt gezeichnete Lage zu  bringen. Dadurch wird der Steuerschieber 16'  aus- und dafür der Steuerschieber 22 ein  geschaltet.     Wird    der Kolben dieses Schiebers  22 aus     seiner        Ruhestellung    gehoben, so     wird     ein     Olabfluss        aus    dem Raume oberhalb des  Kolbens 171 veranlasst, so     dass    sich die Fe  der 173 entspannen kann und das linke Ende  19 des Hebels 71 daher gehoben wird.

   Durch  die     Umstellung    des Schiebers 21     wird    somit  bewirkt, dass bei der gleichen Drehrichtung  des     Winkelhebels    141 das Steuerorgan 3 der       Kraftmaschine    1 in umgekehrter Richtung       bewegt    wird.     Mit    andern Worten, die Um-,       stellvorrichtung    21     ermöglicht    beim Über  gang von der Regelung auf konstante Fre  quenz auf die Regelung auf konstante Lei  stung; dass die Einwirkung des Leistungs  reglers 9 auf die     Kraftmaschine    1 in umge  kehrter     Bewegungsrichtung    erfolgt.

   Bei stei  gender Leistung des Generators 2 wird jetzt  durch das Regelorgan 3 der     Zufluss    von  Arbeitsmittel zur Kraftmaschine 1 vermin  dert, so dass die ursprüngliche, konstant zu  haltende     Leistung    wieder hergestellt wird.  



  Um die Leistung konstant oder praktisch  konstant zu halten, ist ein kleiner Ungleich  förmigkeitsgrad der     Leistung,    von z. B.1 %, er  forderlich. Die Ungleichförmigkeit kann aber  auch Null sein, falls man nicht darauf Wert  legt, bei Verwendung des Leistungsreglers  zur Regelung einer Übergabeleistung durch  einen     gewissen    Statusmus des Leistungsreg  lers ein Parallelarbeiten mit andern, die  gleiche Leistung konstant haltenden Lei  stungsreglern zu ermöglichen. Es ist ferner  zu beachten, dass aus Stabilitätsgründen ein  Leistungsregler keine     Rückführung    braucht.  Die einfachste Bauform eines Reglers mit  der statischen Ungleichförmigkeit     Null    ist  aber ein     Regler    ohne Rückführung.

   Der  Steuerschieber 22 liesse sich also, im Gegen  satz zum Steuerschieber 16, ohne Rückfüh  rung als einfachste Form der Bauart eines      Reglers mit der Ungleichförmigkeit Null  ausführen.  



  Eine fast     ebenso    einfache Anordnung, die  bei konstanter     Leistungsregelung    mit einer       gewissen    kleinen Ungleichförmigkeit des Lei  stungsreglers 9 arbeitet, ist in der Figur dar  gestellt. Der Kolben des Steuerschiebers 22  besitzt eine hydraulische Rückführung, in  dem: jeder Stellung des     Servomotorkolbens     171 im Raum oberhalb dieses Kolbens ein  bestimmter     Öldruck    entspricht, das heisst eine  bestimmte Öffnung zwischen den Steuerkan  ten 222 des Steuerschiebers 22.

   Die Feder 17'  ist nun so bemessen, dass bei einer Stellungs  änderung des     Kolbens    171 entsprechend der  Vollast der Maschine nur     eine    geringe Ab  weichung der     Beharrungsleistung,    entspre  chend z. B. 1 %     Leistungsungleichförmigkeit.          entsteht.     



  Das     Umstellorgan    21 macht also in ein  fachster Weise den Leistungsregler 9 für die  vollkommen: gegensätzlichen Forderungen bei       Frequenzregelung    und bei Regelung auf  konstante Leistung brauchbar.  



  Um die konstant gehaltene Generator  leistung einem Zeitfahrplan anzupassen, kann  eine an sich bekannte, durch Uhrwerk ange  triebene     Leistungsverstellvorrichtung    ver  wendet werden. Als solche kann z. B. die  bereits erwähnte drehbare Kurvenscheibe 28  dienen.  



  Der     Leistungsregler    9 lässt sich auch zur  Regelung auf     Übergabeleistung        verwenden,     wenn der     Schalter    15, bezogen auf die in  der Figur gezeigte Lage, nach rechts ver  stellt wird.  



  Der Leistungsregler 9 ist in diesem Falle  an die zu einem andern Stromnetz führende  Verbindungsleitung 24 angeschlossen. Die in  dieser durchgehende Leistung unterscheidet  sich von der Leistung des     Generators    2 da  durch, dass an dessen     Stromnetz    noch andere  Stromerzeuger 25 und Verbraucher 26 ange  schlossen sind.  



  So verschiedenartig die beschriebenen Re  gelbedingungen auch sind, hat der Drehzahl  regler 8 in allen     diesen    Fällen immer seine  Aufgabe zu erfüllen. Bei der Regelung auf         konstante    Frequenz hat er die Ungenauigkei  ten in den Reguliervorgängen des Leistungs  reglers 9 auszugleichen. Bei der Regelung  auf konstante     Generatorleistung    bleibt er als  voll leistungsfähiges     Sicherheitsorgan    stän  dig und ohne     Umstellmassnahmen    im Ein-  griff, wobei er     die    Kraftmaschine 1 in Stö  rungsfällen sowohl auf die Vollast als in  Leerlauf bringen kann.

   Dagegen kann bei der  heute     meist    üblichen Einstellung auf eine  - annähernd - konstante     Generatorleistung     durch eine nicht gezeigte Hubbegrenzung des  Servomotors 4 der Drehzahlregler am vollen  Öffnen der     Kraftmaschine    1 gehindert wer  den. Bei     Regelung    auf Übergabeleistung  muss der Drehzahlregler, ausser aus Sicher  heitsgründen, mitarbeiten, um die Stabilität  der Leistungsregelung sicherzustellen.  



  Den beschriebenen, verschiedenen Be  triebsbedingungen konnten die bisher gebau  ten     Regelungseinrichtungen    niemals durch  nur einen Drehzahl- und einen Leistungsreg  ler genügen. Um     eine    Änderung des Lei  stungsbedarfes auf die Kraftmaschine ein  wirken zu lassen, bevor sie eine Änderung  der Frequenz bewirkt, auf die der Drehzahl  regler erst anspricht, wurden zusätzlich zum  Drehzahlregler Beschleunigungsregler ver  wendet, die aber keinen quantitativ genauen       Leistungsmassstab    darstellen und deshalb für  andere     Leistungsregelaufgaben    unbrauchbar  sind.

   Ebensowenig sind Leistungsregler, die  vorgeschlagen wurden, um die Aufgabe der  Beschleunigungsregler exakter auszuführen,  für die Regelung auf konstante Leistung       verwendbar.    Wo man aber     Leistungsregler          verwendete,    um auf     konstante        Leistung    zu  regeln, musste man diese zur Zeit der Rege  lung auf konstante Frequenz ungenutzt still  setzen.

   Bei Regelungseinrichtungen, die auch  auf     Übergabeleistung    zu regeln haben, sind  sogar Regler verwendet     worden,    die ausser  einem     Leistungs-    und einem Drehzahlregler  noch     zusätzlich    einen     Beschleunigungsregler     aufweisen.  



  Allen bekannten, komplizierteren     und    un  vollkommenen     Regelungseinrichtungen    ge  genüber bietet die Regelungseinrichtung ge-           mäss    der     Erfindung    den bedeutenden Vorteil,  dass     mit    nur einem Drehzahl-     und    einem Lei  stungsregler die bei allen Betriebsverhältnis  sen zu erfüllende Doppelaufgabe der Dreh  zahl- und     Leistungsregelung    beherrscht wird.

    Dadurch ist mit geringstem Kostenaufwand  eine     Universalregelungseinrichtung    geschaf  fen, bei welcher der Drehzahl- und der Lei  stungsregler je immer nutzbar gemacht sind,  um die Regeleigenschaften zu verbessern, in  dem, diese Regler ständig im     Eingriff    blei  ben, die Betriebssicherheit zu erhöhen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regelungseinrichtung für Kraftmaschi nen, die einen Drehzahlregler und einen Leistungsregler aufweist, dadurch gekenn zeichnet, dass der Leistungsregler (9) für Re gelung auf konstante Frequenz eine andere statische Ungleichförmigkeit hat als für Re gelung auf konstante Leistung, und ferner eine Umstellvorrichtung (21) besitzt,
    durch welche beim Übergang von der Regelung auf konstante Frequenz auf die Regelung auf konstante Leistung .die Einwirkung des Lei- stungsreglers (9) auf die Kraftmaschine (1) in umgekehrter Bewegungsrichtung erfolgt.
    UNTERAN SPRüCHE 1. Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schaltvorrichtung (15) vorgesehen ist, durch welche sich der Leistungsregler (9) so an schliessen lässt, dass er entweder auf die Lei stung eines von der Kraftmaschine angetrie benen Generators (2) oder auf die Übergabe leistung in der Verbindungsleitung zweier Stromnetze anspricht.
    2. Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Regelung auf konstante Leistung die kon stant zu haltende Leistung sich durch eine Vorrichtung (23) verstellen lässt, die den Leistungswert nach einem Zeitfahrplan ändert. 3. Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Re gelung auf konstante Leistung der Lei stungsregler (9) ohne Rückführung, also mit einer statischen Ungleichförmigkeit Null ar beitet. 4.
    Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan (22) zur Regelung auf eine kon stant zu haltende Leistung mit einer hydrau lischen Rückführung und das Steuerorgan (16) zur Regelung auf konstante Frequenz mit einer mechanischen Rückführung (20) ausgerüstet ist.
CH247832D 1946-02-07 1946-02-07 Regelungseinrichtung für Kraftmaschinen. CH247832A (de)

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