CH248077A - Antriebsvorrichtung mit Riemengetriebe. - Google Patents
Antriebsvorrichtung mit Riemengetriebe.Info
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Description
Antnebavorrichtung mit Riemengetriebe.
Die Erfinchmg bezieht sich auf Antriebsvorrichtungen mit Riemengetriebe und schwenkbar angeordnetem Antriebselektromotor. Bei diesen Getrieben besitzt der Riemen in der Regel, um ihn zu schonen, bei Stillsta. nd des Getriebes nur jene statische Vorspannung, die gerade genügt, um das Anlaufen des Getriebes zu sichern. Diese Riemenspannungerhöht sich aber beim Anlassen selbsttätig, dadurch, dass das Gegendrehmoment des Stators ein Verschwenken des Motors um die Sehwenkachse im riemenspannenden Sinne bewirkt.
Die Erfindung bezweckt nun eine Steigerung der riemenspannenden Statorverdrehung mit gleichzeitiger Erhöhung der Kraftüber- tragung bei gleichbleibendem Schlupf. Dies wird gemäss der Erfindung durch die Kom- bination der Massnahmen erreicht, dass der Elektromo, tor derart schwenkbar angeordnet ist, da. das Gegendrehmoment des. Stators riemenspannend wirkt, und dass das s Durchzugsvermogen mindestens eines der Übertra- gungselemente des Riementriebes, also z. B. der Motorscheibe, der Gegenscheibe oder des Riemens, gegenüber solchen Elementen, die weder einen Adhäsionsbelag aufweisen noch geglättet sind, erhöht ist.
Meist wird es ge nügen, diese MaBnahmen auf die Motorscheibe und den Riemen anzuwenden.
Eingehende Versuche, die vom Staatli- chen Ma. terialprüfungsa. mt in Berlin-Dahlem auf dem Prüfstand der Rohrbacher Leder fabm. k Jos. Poeschl's Sohne vorgenommen wurden, haben nämlich gezeigt, daB über raschenderweise dann eine über das zu er wartende Ma. ss hinausgehende Übertragungs- leistung hervorgerufen wird, wenn man die Riemenscheibe bezw. Riemenscheiben oder den Riemen oder beide mit einem AdhÅasions- belag versieht.
Der Vergleich der Versuchsergebnisse mit den bisher gewonnenen Erfahrungen ergibt, da¯ die Steigerung der Leistung infolge des Adha. sionsbela. ges bei verschwenkbarem Antriebselektromotor entschieden gr¯¯er ist. als vorauszusehen war, da¯ es sich also nicht um eine rein additive Wirkung handelt.
Weitere Versuche haben ferner die besonders überraschende Tatsache ergeben, dass I3 sich die e Wirkung des Adhäsionsbelages einer Riemenscheibe, insbesondere der Motorscheibe, durch Polieren oder Feinschleifen derselben ersetzen lϯt. Eine derart geglättete Scheibe zieht wesentlich besser durch als eine handelsüblich glatt gedrehte Scheibe. Diese Wirkung ist nicht auf GuBeisen als Scheibenwerkstoff beschränkt, sondern tritt auch bei Scheiben aus Stahl, Leichtmetall oder Kunst- stoffen auf.
Diese Leistungssteigerung kann sich aber unter Umständen insofern für den Riemen schädlich auswirken, als bei zu sta. rkem Verschwenken des Elektromotors die Riemenspannung über das für den Riemenquer- sahnitt zulässige günstige M'ass hina. us- wächst. Dies kann durch verschiedene bau liche Ausgestaltungen des Elektromotors und seiner Verschwenkbarkeit vermieden werden.
Da nämlich f r die angestrebte Leistungs- steigerung die Lage der Schwenkachse zum Scheibenumfang bezw. das Verhältnis zwischen Schwenkradius und Scheibenradius von Bedeutung ist, kann die Lage der Sehwenkachse an n verschiedene Anforderungen und Belastungen verÏnderbar gemacht werden. Dies kann entweder dadurch erzielt werden, daB am Motor mehrere Zapfen vorgesehen sind, von denen je nach den gestellten Anforderungen der eine oder der andere als Schwenkachse zur Wirkung kommt, oder ein die Schwenkachse bildender Bolzen wird in bezug auf die lVlotoraehse verstellbar ausgebildet.
Es können aber auch Anschläge vorgesehen sein, die den Ausschlag der Motorverschwenkung begrenzen. Diese Anschläge k¯nnen auch einstellbar gemacht werden.
Um die statische Vorspanung möglichst klein zu halten und somit den Riemenquerschnitt fast ganz f r die Nutzspanung aus- zunützen, kann das Motorgewicht durch einstellbare Gegenkräfte, wie Gewichte oder Federn, ausgeglichen werden.
Alle diese MaBnahmen lassen sich besonders günstig durchführen, wenn man den Elektromotor als Doppelflanschmotor ausbildet, der leicht die verschiedenste Anbringung der Schwenkaehse und deren Verstellbarkeit ermöglicht.
Einen solchen Motor erhält man z. B. dadurch, daB man die bekannten einseitigen Flanschmotoren der Elektro-Industrie durch die gleichzeitige Verwendung zweier ohnedies symmetrisch ausgebildeter flanschengleicher Gehäuse zu Doppelflanschmotoren zusammensetzt, wobei eine grundlegende Vereinfachung der Konstruktion eintritt.
Die Schwenkbarkeit des Motors lässt sich auch durch eine geeignete Lenkeranordnung erzielen.
In der Zeichnung sind durch die Fig. 1-7 verschiedene Beispiele der Erfindung tei) l- weiise zur Darstellung gebracht.
Die Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene Lagen der Schwenkachse des Motors, die Fig. 3 eine Verstellm¯glichkeit der Schwenkaohee.
Die Fig. 4 und 5 stellen die Verwendung eines Doppelflanschmotors dar, die Fig. 6 endlich die Unterstützung des Motors durch einen geeigneten Lenker, und die Fig. 7 stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher ein Lenker von einem biegsamen Band gebildet ist.
In den Figuren ist 1 der Motor, 2 die treibende Riemenscheibe, r deren Radius, 3 der Riemen, 4 die Motorachse, 5 die Schwenk aohse um'd 6 der Lagerboek zur Unterstützung der Schwenkachse.
Nach Fig. 1 hat der Abstand der Motoraehse von der Schwenkachse den Wert r-x, wobei x zwisehen Null und nahezu r liegen ka. ans konstruktiven Gründen aber mög- lichst klein gewählt werden soll, sofern nur noch eine ausreichende Wirkung des Rück- drehmomenteserzieltwird.
Nach Fig. 1 liegt die Schwenkachse unterhalb der Motorachse entsprechend dem unten liegenden ziehenden Trumm des Riemens. Ist das obere Riementrumm ziehend, so ist die Schwenkaohse über die Motorachse zu legen, wie in Fig. 2 dargestellt.
Da für verschiedene Scheibendurohmesser die Lage der Sohwenkachse bezüglich. dsr Motorachse anders sein soll, kann es zweck- mäBig sein, die Schwenkachse am Motor- gehÏuse verstellbar zu machen, z. B. indem man nach Fig. 3 am GehÏuse einen im Quer- schnitt f-formigen Schlitz 9 anbringt, in dem der am Lagerbock 6 ortsfest drehbar gela gerte Schwenkbolzen 5 in bekannter Weise festgeklemmt wird. Bei Doppelflanschmoto- ren wird zweckmässig in jedem Flansch ein solcher Schlitz 9 angebracht.
Da die Grösse von r-x in einem beEtimm- ten Verhältnis zu r stehen roll, entspricht jedem Riemens & heibendurchmessereim bestimmter Abstand des Bolzens 5 von der Motorajchse. Beschränkt ma. n sieh auf einige Scheibendurchmesser, so ergibt sich die gleiche Zahl von BolzenabstÏnden. F hrt ma. n nun den Motor als Doppelflanschmotor aus, wie in Fig. 4 schematisoh angedeutet, so kann man die den verschiedenen Scheibendurchmessern entsprechenden Lagerungsteile (Bolzen oder Löcher) mach Fig. 5 von vorn- herein am den Flanschen anbringen.
Man hat da. nn bei einem etwaigen Wechsel der Rie menscheibe mir den Motor in die zur neuen Scheibe gehörige Lagerung umzuhängen.
Fig 6 stellt ein Beispiel dar, bei welohem die Schwenkbarkeit des Motors durch eine Lenkeranordnung erzielt wird. Der Motor 1 ist unter Vermittlung von pendelnden Stut- zen 7 an veiner Achse 4 gelagert. Bei 10 ist am Motorgehäuse das eine Ende eines, Len- kers 8 angelenkt, welcher an seinem andern Ende an einem Fixpunkt befestigt ist. Unter der Wirkung des Gegendrehmomentes wird nun das Gehäuse des Rotors, l im Uhrzeiger sinn verdreht, so daB sich der Lenker 8 schräg s'tellt und den M'otor unter Spann'ung des Riemens na-oh rechts, zieht.
Diese Anordnung hat den Vorteil, da¯ sie f r beide Drehrichtungen des Motors in gleicher Weise wirksa. m ist.
Die Anordnung kasnn gemäss Fig. 7 der Zeichnung auch so getroffen sein,'dass a. m Motorgehäuse ein von einem biegsamen Band 11 gebildeter Lenker angreift. Bei der. durch den Pfeil 12 angedeuteten Drehrichtung der Riemenscheibe verdreht sich das MotorgehÏuse unter der Wirkung des Gegendrehmoments im Sinne des Pfeils 13. Hierdurch wird das Band 11 auf einer Aufwickelscheibe 14 des Motorgehäuses aufgewickelt und der Motor nach rechts verschwenkt. Bei dieser Anordnung ist ein nacht gezeigter Begren zungsanschla.gvorgesehen,welchereinKip- pen der Pendelst tzen 7 nach links. verhindert.
Bei allen erläuterten Beispielen sol'l wenigstens ein Element des Riementriebes mit einem AdhÏsionsbelag versehen oder wenigstens eine Riemenscheibe geglÏttet sein, um das Durchzuigsvermogen. des'entsprechen- den Elementes (Scheibe) zu erh¯hen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Antriebsvorrichtun mitRiemengetrie'be, gekennzeichnet durch. die Kombination der Ma¯nahmen, da¯ der Elektromotor derart schwenkbar angeordnet ist, da¯ das Gegendrehmoment des Stators riemenspannend wirkt, und da¯ das Durchzugsverm¯gen mindestens eines der ¯bertragungselemente des Riementriebes gegeniiber solGhen Elementen, die weder einen AdhÏsionsbelag aufweisen, noch geglÏttet sind, erh¯ht ist, um durch Vergr¯¯erung der Reibung zwischen Riemenscheibe und Riemen entsprechend der durch die erhöhte Riemenspannung vergr¯¯erten Zugleistung des Riemens die bertragbare Leistung bei praktisch gleichbleibendem Schlupf zu erh¯hen.UNTERANSPRUCHE : 1. Antriebsvorrichtung nach Patentan sprats. dadurch gekennzeichnet, da¯ zur Er höhun, des Durohzugsvermogens mindestens eines der Elemente des Riementriebes mit einem Adhäsions, belag verslehen ist.2. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Riemenscheibe, deren OberflÏche geglÏttet ist.3. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Riemen mit einem AdhÏsionsbelag versehen ist.4. Antriebsvorrichtung nach Patentan sfp. ruch, dadurch gekennzeichnet, dass. der Motor an beiden Enden Flansche mit Mittehl mr Schwenklagerung tribut.5. Antriebsvorrichtung nach Unteranspruch, mit Doppelflanschmotor, dadurch gekennzeichnet, da¯ an den Flanschen Mittel angebracht sind, die eine Umstellung der Sohwenkla. gerung a, ui verschiedene Durch- messer der Motorriemenseheibe ermöglichen.6. Antriebsvorrichtung nach Unteran spruch l, mit Doppelflanschmotor, dadurch gekennzeichnet,.da.ssortsfesteSchwenklage- rungsteile längs im Querschnitt T-f¯rmigen Schlitzen der Flansche stufenlos verstellbar sind.7. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ die zur Riemenspannung erforderliche Bewegung des Motors durch einen Lenker erzeugt wird : 8. Getriebe nach Unteransprueb. 7, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Lenker als biegsames Zugorgan ausgebildet ist, das sich bei einer Verdrehung des Motorstators auf einer Scheibe d'es Stators abwickelt tind dadurch den Motor im Sinne einer Spannung des Riemens verlagert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH248077T | 1943-06-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH248077D CH248077A (de) | 1943-06-09 | 1943-06-09 | Antriebsvorrichtung mit Riemengetriebe. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH248077A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949932C (de) * | 1952-04-19 | 1956-09-27 | Eisen & Stahlind Ag | Spannvorrichtung fuer endlose Foerderbaender |
| DE1092374B (de) * | 1954-01-14 | 1960-11-03 | Otto Tewes | Spannvorrichtung fuer Foerderbaender |
| DE1092834B (de) * | 1958-06-19 | 1960-11-10 | Wilhelm Besel | Selbsttaetige Spannvorrichtung fuer endlose Foerderer |
| DE1095076B (de) * | 1955-04-02 | 1960-12-15 | Otto Tewes | Zugmitteltrieb mit schwenkbarer Lagerung des Motors |
-
1943
- 1943-06-09 CH CH248077D patent/CH248077A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE949932C (de) * | 1952-04-19 | 1956-09-27 | Eisen & Stahlind Ag | Spannvorrichtung fuer endlose Foerderbaender |
| DE1092374B (de) * | 1954-01-14 | 1960-11-03 | Otto Tewes | Spannvorrichtung fuer Foerderbaender |
| DE1095076B (de) * | 1955-04-02 | 1960-12-15 | Otto Tewes | Zugmitteltrieb mit schwenkbarer Lagerung des Motors |
| DE1092834B (de) * | 1958-06-19 | 1960-11-10 | Wilhelm Besel | Selbsttaetige Spannvorrichtung fuer endlose Foerderer |
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