CH248086A - Dampfkraftanlage mit Speisewasserspeicher und mehrstufiger Vorwärmung des Speisewassers. - Google Patents

Dampfkraftanlage mit Speisewasserspeicher und mehrstufiger Vorwärmung des Speisewassers.

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CH248086A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K3/00—Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein
    • F01K3/004—Accumulation in the liquid branch of the circuit

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Description


      Dampfkraftanlage    mit     Speisewasserspeicher    und     mehrstufiger          Vorwärmung    des Speisewassers.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine Dampfkraftanlage mit Speisewasser  speicher und mehrstufiger     Vorwärmung    des  Speisewassers.

   Sie besteht darin, dass nicht  nur die     Speisewasservorwärmung    derjenigen  Stufe, in welcher die Speichertemperatur er  reicht     wird,    durch eine Dampfmenge erfolgt,  die in Abhängigkeit     mindestens    einer Grösse  des Betriebszustandes der Anlage eingestellt  wird, sondern dass auch eine zur     Vorwär-          mung    einer     untern    Stufe dienende Dampf  menge in Abhängigkeit von einer Grösse des  Betriebszustandes des Speichers eingestellt  wird.  



  Es ist zweckmässig, die     Vorwärmung    des  Speisewassers derjenigen Stufe, bei welcher  die Heisswassertemperatur des Speichers er  reicht wird, im Dampfraum desselben mittels  in diesen eingeleiteten Frischdampfes und die       Vorwärmung    der niedrigeren Stufen in Vor  wärmern vorzunehmen. Die durch die Vor  wärmer strömende Speisewassermenge kann  durch ein vom Dampfdruck des Speichers  beeinflusstes     PLegelorgan    gesteuert sein.

   Die  der letzten Stufe der     Vorwärmer    zugeführte       Anzapfdampfmenge    ist     zweckmässigerweise     unter Berücksichtigung der durchgeleiteten,  veränderlichen     Speisewassermenge    derart ge  regelt. dass die Temperatur des aus dem Vor  wärmer strömenden     Speisewassers    einen  unterhalb der     Heisswassertemperatur    des  Speichers liegenden Grenzwert nicht über  schreitet.

   Eine Veränderung der dem Heiss-         wasserspeicher    zugeführten Dampfmenge  kann eine gleichsinnige Veränderung der an  die Turbine abgegebenen Dampfmenge zur  Folge haben, zu welchem Zwecke die ent  sprechenden Regelorgane über ein     Rücl-,führ-          gestänge    miteinander gekuppelt sein können.  



  Die dem Heisswasserspeicher zugeführte     -          Dampfmenge    könnte     Anzapfdampf    mit einem  auch bei Teillast über dem Speicherdruck  liegenden     Druck    sein.     Zweckmässigerweise    ist  ein     By-pass-Ventil,    über welches Frischdampf  dem Speicher zugeleitet wird,

   in Abhängig  keit vom Frischdampfdruck     geregelt.    Bei  Verwendung von     Anzapfdampf    kann die  dem     Heisswasserspeicher    zugeleitete Dampf  menge aber auch in     Abhängigkeit    vom Frisch  dampfdruck und zusätzlich von der     Frisch-          d.ampfmenge    gesteuert sein. Bei unter die  Solldrehzahl sinkender Drehzahl der Kraft  maschine könnte wenigstens eine durch ein  automatisches Entnahmeventil     gesteuerte    An  zapfung mittels eines zusätzlichen Impulses  des Geschwindigkeitsreglers abgestellt wer  den.

   Es ist vorteilhaft, den Dampfraum des       Speichers    über eine Leitung und ein Sicher  heitsventil mit dem Kondensator zu verbin  den, um bei Überschreiten des zulässigen  Druckes im Speicher Dampf in den Kon  densator abblasen zu können.  



  Bei einer mit den angegebenen Regel  organen     ausgeriisteten    Anlage     lässt    sich der  Vorteil erzielen, eine dem Heisswasser  speicher im Beharrungszustände zugeführte      Dampfmenge     und    die - ebenfalls der     Speise-          wasservorwärmung    dienenden     Anzapfdampf-          mengen    bei Belastungsstössen zur Mehr  leistung in der Kraftmaschine heranzuziehen       bezw.    bei Entlastung der     Kraftmaschine     zum Aufladen des Speichers     verwenden    zu       können.    Dabei bleibt auch bei     Teil-    und  

  sogar bei ganz kleinen     Lasten    die endgültige       Speisewassertemperatur    unverändert, obwohl  in solchen Fällen der     Druck    an den     Anzapf-          stellen    und damit die zugehörige     Sattdampf-          temperatur    des den     Vorwärmern    zugeleiteten  Dampfes fällt.  



       Vorteilhaft        in    Erscheinung     tritt    hierbei  der Umstand, dass der prozentuale Anteil  der dem     Heisswasserspeicher    zugeleiteten  Dampfmenge im     Verhältnis    zur     gesamten          Frischdampfmenge    bei ganz     kleinen    Lasten  ansteigt,     weil        in    diesem Falle die     Speise-          ,

          wasservörwärmung        mittels        Turbinenanzapf-          dampfes    geringer     ist.    Dadurch ist es möglich,  bei Teillasten einen     betriebstechnisch    wünsch  baren,     verhältnismässig    grösseren Laststoss  aufzunehmen als bei Vollast. Lassen sich  grössere positive     Belastungsstösse    von z. B.

    <B>1570</B> und mehr     voraussehen,    so kann     durch          Senkung    des Dampfdruckes im letzten Vor  wärmer die der     Aufwärmung    des Speise  wassers im Speicher dienende Dampfmenge       entsprechend    vergrössert werden, um diese  vergrösserte Menge bei auftretendem Be  lastungsstoss der Turbine zuzuführen.  



  Der     Erfindungsgegenstand        ist    an Hand  des in der Zeichnung     schematisch    darge  stellten     Ausführungsbeispiels    erläutert.  



  Vom Dampferzeuger 1.     beispielsweise     einem     Zwangsdurchlauf-    oder einem Umlauf  kessel, führt die     Frischdampfleitung    2 über  das     Einlassventil    3 zur     Dampfturbine    4, die  z. B. als zwei- oder     mehrgehäusige,    viel  stufige Turbine mit oder ohne Zwischen  überhitzung     ausgeführt;    sein kann. Die Tur  bine 4 ist mit einem     elektrischen    Generator  5 gekuppelt und mit einem     Geschwin.dig-          keitsregler    6,     beispielsweise        einem    Flieh  kraftregler, ausgerüstet.

   Der aus der letzten  Stufe der     Turbine    4 ausströmende     expan-          dierte    Dampf     gelangt    über die Abdampf-         leitung    7     in,    den     Kondensator    8 und wird in  diesem     niedergeschlagen.    Aus dem Konden  sator 8 wird das     kalte    Kondensat mittels  der     Kondensatpumpe    9 über die Leitung 10  in den untern     Teil    des z.

   B. als     Gleichdriick-          speicher        ausgebildeten    Speisewasserspeichers  11 gefördert, aus welchem dasselbe über die       S.peicherumwälzpumpe    12 durch mehrere       Vorwärmer    13, 13a gefördert und über die       Leitung    14 und das     Umwälzregelventil    15     in     die Kaskade 16     gelangt,    welche im Dampf  raum 17 des Speichers 11 angeordnet ist.

    Aus dem obern Teil des Speichers 11 fliesst  das auf     seine    endgültige Temperatur vor  gewärmte Speisewasser über die Speise  leitung 18 zur     Kesselspeisepumpe    19 und  wird von dieser über die Leitung 20 dem  Kessel 1 wieder zugeführt, wodurch der  Hauptkreislauf geschlossen     ist.     



  Über das an der     Frischdampfleitung    2  angeschlossene     By-pass-Ventil    21 und die  Dampfleitung 22 wird dem Dampfraum 17  des Speichers 11     Frischdampf    zugeführt, der  in der Kaskade 16 kondensiert. Der     Vor-          wärmer        13a        wird    mit Dampf     beheizt,    wel  cher über die Leitung 23 und das     Entnahme-          ventil    24 der     Turbine    4 an der     Anzapfstelle     25 entnommen ist.

   Die     Beheizung\    der Vor  wärmer 13 erfolgt mit     Anzapfdampf,    wel  cher     denselben    über die Leitungen 26     bezw.     27 von den beiden     ungesteuerten        Anzapf-          stellen    28, 29 der Turbine 4 zugeleitet wird.  



  Der Dampfraum 17 des Speichers 11     ist     über     eine        Leitung    30 und ein Sicherheits  ventil 31 mit dem Kondensator 8 verbunden,  so dass bei Drucküberschreitungen im  Dampfraum 17 Dampf in den Kondensator  8 abgeblasen wird.  



  Der Frischdampfdruck im Kessel 1     \wird          mittels    des     By-pass-Ventils    21 geregelt, das zu  diesem Zweck mit dem     Servomotor    32 aus  gerüstet ist. Der Servomotor 32 wird mit  Drucköl betätigt, dessen Zu- und Ablauf       mittels    des über die Leitung 33 vom Frisch  dampfdruck beeinflussten Steuerschiebers 34  geregelt wird, so dass der     Betriebsdruck    im  Kessel 1 nicht. über     eine    einstellbare Maximal-      höhe, z. B. 108     at,    steigen kann.

   Das     Einlass-          ventil    3 zur Turbine 4 steht in erster Linie  unter der Wirkung des Geschwindigkeits  reglers 6. Zu diesem Zweck erzeugt dieser  mit Hilfe des     Druckölschiebers    35     einen        01-          druck,    welcher über die Leitung 36 den  Steuerschieber 37 beeinflusst. Unter der Wir  kung der über die Leitung 36 gegebenen  Druckimpulse und einer einstellbaren Feder  steuert der Steuerschieber 37 die Zufuhr und  den Abfluss des Drucköls vom und zum  Servomotor 38.

   Das     Einlassventil    3 ist     über     das     Rückführgestänge    39 mit dem     By-pa.ss-          Ventil    21 gekuppelt, und zwar derart, dass  die     Offnungs-    und Schliessbewegungen des  letzteren eine verhältnisabhängige, gleich  sinnige Bewegung des     Einlassventils    3 ver  ursachen, während die     Bewegungen    des Ein  lassventils 3 über das     Rückführgestänge    39  nicht auf das     By-pass-Ventil    21 übertragen  werden.  



  Das Entnahmeventil 24 hält den     Heiz-          dampfdruck    im     Vorwärmer        13a    durch  Drosselung des an der     Anzapfstelle    25 ent  nommenen     Anzapfdampfes    konstant, bei  spielsweise auf 18     at.    Zu diesem Zweck ist  das Entnahmeventil 24 mit einem Servo  motor 40 ausgerüstet, welcher mit     Drucköl     betätigt wird,     dessen    Zu- und Abfluss vom  Steuerschieber 41 geregelt wird.

   Der Steuer  schieber 41 steht. über die Leitung 42 unter  dem Einfluss des in der Leitung 23 und im       Vorwärmer    13a herrschenden Druckes und  unter     demjenigen    einer verstellbaren Feder  belastung.  



  Das in die Leitung 14 eingeschaltete     Um-          wälzventil    15 beeinflusst die über die Vor  wärmer 13, 13a in den     Gleichdruckspeicher     11 eingeführte Speisewassermenge derart,  dass der Druck in letzterem konstant bleibt  und beispielsweise 20     at        beträgt.    Zu diesem  Zweck ist das     Umwä.lzventil    15 mit. einem  Servomotor 45 ausgerüstet, der mit vom  Steuerschieber 43 geregeltem     Drucköl    be  tätigt ist. Über die Leitung 44 wird die Stel  lung des Steuerschiebers 43 von dem im       Gleiehdruckspeicher    11 herrschenden Druck    entgegen der Wirkung einer verstellbaren  Feder beeinflusst.  



  Die Funktionsweise der Regelorgane  wird anschliessend an Hand einiger Betriebs  zustände erläutert.  



  Während des     Beharrungszustandes    fliesst  die gesamte, von der     Kondensatpumpe    9 ge  förderte     Kondensatmenge    über die Leitung  10 zur     Speicherumwälzpumpe    12 und wird  von dieser über die     Vorwärmer    13,     13a.    in  den Dampfraum 17 des Speichers 11 einge  speist. Beim Austritt aus dem Vom,-ärmer  13a ist die Temperatur des Speisewassers ent  sprechend dem in der Leitung 23 vor  herrschenden     Saudampfdruck    von 18     at    auf  zirka 200  C gestiegen.

   Zufolge der mit     'dem     Ventil 24 erfolgten Drosselung des an der       Anzapfstelle    25 entnommenen Dampfes     wird     die     Vorwärmung    auf 200  C auch bei schwan  kender Last     annähernd    konstant gehalten.  



  Erst bei vollgeöffnetem, ausgesteuertem  Ventil 24 und entsprechend kleiner     Turbinen-          bela.stung    wird die Temperatur des aus dem       Vorwärmer    13a ausfliessenden Speisewassers  unter 200  C sinken.  



  Das meistenteils mit einer Temperatur  von 200  C in die Kaskade 16 gelangende  Speisewasser     wird    von dem über die Leitung ,  22     zuströmenden        Frischdampf    auf eine Satt  dampftemperatur von z. B. 214  C aufge  heizt, welche dem im Dampfraum 17 des  Speichers 11 herrschenden Druck von 20     at     entspricht.

   Die durch das     By-pass-Ventil    21 in  den     Dampfraum    17 gelangende Frischdampf  menge muss für die endgültige     Aufheizung     des Speisewassers von 200  C oder weniger  auf 214  C genügen.     Andernfalls    sinkt der  Druck im Dampfraum 17, so dass die Regel  vorrichtungen in Funktion treten und die  Entladung des Speichers einleiten. Der  Heizer muss in diesem Falle die Feuerinten  sität des Kessels 1 zur Wiedererreichung des       Beharrungszustandes    erhöhen.  



  Die angeführten Betriebsgrössen sind       derart    aufeinander abgestimmt, dass     im    Be  reich der Normalbelastung der günstigste  Wirkungsgrad bei einer Temperatur von  zirka 200  C im     Vorwärmer    13a erzielt wird,      wobei die     Vorwärmüng    des     Speisewassers     im     Gleichdruckspeicher    11 auf die endgültige  Temperatur von     214 C    mittels des in diesen  eingeleiteten Frischdampfes den     Wirkungs-          grad        praktisch    nicht     beeinträchtigt.     



  Läuft der mit der     Turbine    4 gekuppelte  Generator 5     unabhängig    von einem grossen       und    von weiteren     Turboeinheiten        gespeisten     elektrischen Netz, so wird     ein        Belastungs-          stoss        unter    Heranziehung des Gleichdruck  speichers 11 in folgender     Weise        ausreguliert:

            Durch    die zum Sinken neigende Drehzahl  der     Turbine    4 bewirkt der     Gesebwindigkeits-          regler    6 über den     Druckölschieber    35 und  den     Steuerschieber    37 ein vermehrtes Öffnen  des     Einlassventils    3, wodurch die     Turbine    4  unverzüglich mehr Dampf erhält. Dadurch  sinkt der Druck im Kessel 1.

   Diese     Druck-          verminderung    bewirkt über den Steuerschie  ber 34 und den Servomotor 32 eine Bewe  gung des     By-pass-Ventils    21 in der Schliess  richtung, wodurch sich die in den Dampf  raum 17 einströmende Dampfmenge ver  ringert. Die dadurch verursachte Druck  verminderung im Dampfraum 17 hat über  den Steuerschieber 43 und den Servomotor  45 die     Bewegung    des     Umwälzventils    15 in  der     Schliessrichtung    zur Folge, so dass die  von der     Umwälzpumpe    12 durch die Vor  wärmer 13 geförderte Speisewassermenge  kleiner wird.

   Der Dampfdruck in der Lei  tung 23 neigt zum Steigen, wodurch über  den Regelschieber 41 und den Servomotor 40  das     Entnahmeventil    24 in Tätigkeit     tritt     und die Drosselung des an der     Anzapfstelle     25 entnommenen     Heizdampfes    verstärkt.

    Auch in den     Leitungen    26 und 27 steigt zu  folge des verminderten     Speisewasserdurch-          flusses    der Dampfdruck, so dass alle drei       Entnahmedampfmengen        reduziert    werden  und folglich mehr Dampf bis in den Kon  densator 8     expandiert    und die Turbine 4     eine          demzufolge    entsprechend grössere Leistung  abgibt.  



  Die Speisung des Kessels 1 mit auf die  endgültige Temperatur vorgewärmtem, dem       Gleichdruckspeicher    11 entnommenen Speise  wasser     von.    214_      C    bleibt aufrechterhalten.    Infolge der     verminderten,    durch die     Vorwär-          mer    13 geförderten Speisewassermenge ge  langt ein Teil des von der     Kondensatpumpe     9 geförderten kalten     Kondensates    über die  Leitung 10 in den Unterteil des Gleichdruck  speichers, wodurch die     Trenuschicht    zwi  schen kaltem     und    warmem Speisewasser ge  hoben und der Speicher 11 entladen wird.

    Nach Massgabe des     Ladezustandsanzeigers     vergrössert     nun    das     Heizpersonal    die Feuer  intensität, so dass die im Kessel 1 erzeugte       Frischdampfmenge    vergrössert und     ein    neuer       Beharrungszustand    erreicht wird.     Eine    Ent  lastung der     Turbine    wird in entsprechender  Weise     ausreguliert,    wobei der Speicher 11  aufgeladen und durch     Verminderung    der       Feuerintensität    der neue     Beharrungszustand     erreicht werden kann.  



  Ist der mit der Turbine 4 gekuppelte Ge  nerator an ein     grosses,    von weiteren Turbo  einheiten gespeistes elektrisches Netz mit  konstanter Frequenz geschaltet, so gestaltet  sich die     Ausregelung    z. B. bei einer Ver  grösserung der Dampferzeugung im Kessel 1       ohne        Beeinflussung    der     Turbinenleistung     folgendermassen:  Der Druck im     Kessel    1 steigt, wodurch  das     By-pass-Ventil    21 über den Steuerschieber  34     und    den Servomotor 32 stärker öffnet.

    Das mit dem     By-pass-Ventil    21 verbundene       Rückführgestänge    39     führt        zwangläufig    eine       Auslenkung    durch und bewegt das     Einlass-      ventil 3 zur Turbine 4 in der     Offnungsrich-          tung,    und zwar in einem bestimmten, vom  Übersetzungsverhältnis des     Rückführgestän-          ges    39 abhängigen Verhältnis. Durch die  vermehrte Öffnung der Ventile 21 und 3  wird eine Drucksteigerung im Kessel 1 ver  mieden.

   Die über die Leitung 22 in den  Dampfraum 17 des Speichers 11 strömende  vergrösserte     Frischdampfmenge    bewirkt einen  Druckanstieg im Raum 17, welcher ein ver  mehrtes Öffnen des     Umwälzventils    15 ver  ursacht, so dass die von der     Umwälzpumpe     12 geförderte Wassermenge steigt.

   Die     Kon-          densatpumpe    9 bringt aber nicht wesentlich  mehr Kondensat über die     Leitung    10 heran,  so dass     aus    dem untern Teil des Gleichdruck-           speichers    11 Kaltwasser entnommen und zu  sammen mit dem     Kondensat    durch die Vor  wärmer 13,     13a    gefördert wird: In den Lei  tungen 23, 26, 27 sinkt der Dampfdruck,  wodurch das Entnahmeventil 24 über den  Regelschieber 41 und den     Servomotor    40  mehr öffnet. Die an den drei Entnahmestel  len 25, 28, 29 aus der Turbine 4 abströmen  den     Vorwärmedampfmengen    vergrössern sich.  



  Die     Bewegungen    der über das     Rückführ-          gestänge    39 miteinander gekuppelten Ventile  21 und 3 lassen sich ohne Schwierigkeiten  durch entsprechende Anordnung der Dreh  punkte derart aufeinander abstimmen, dass  die einer vergrösserten     FrischJampfmenge    an  sieh entsprechende Leistungssteigerung in  der Turbine 4 ausgeglichen wird durch eine  gleichzeitige Vergrösserung der     Anzapf-          dampfmenge.    Die vermehrte Frischdampf  menge lässt -sich damit     ausschliesslich    zur       Aufladung    des Speichers 11 verwenden,

   ohne  dass die Turbine 4 zu einer höheren Lei  stungsabgabe     veranlasst        -wird.    Unter Beobach  tung des sich erhöhenden     Ladezustandes    im       Gleichdruckspeicher    11 kann die Feuer  intensität im Kessel 1 verringert und ein  neuer     Beharrungszustand    erreicht werden.  



  Wird umgekehrt die Dampferzeugung  im Dampferzeuger 1 ohne Herabsetzung der  Turbinenleistung verringert, anstatt erhöht,  so leitet die     Regeleinizchtung    eine entspre  chende Entladung des Speichers 11 ein, wel  cher durch Erhöhung der Feuerintensität       entgegenwirkt    und ein neuer Beharrungs  zustand erreicht werden kann.

      Die Dampfkraftanlage gemäss der Erfin  dung ist nicht auf die im     Ausführungs-          beispiel    im     einzelnen    gezeigte Ausbildung  beschränkt     und    kann daher zur Erzielung  oder Verstärkung weiterer gewünschter Wir  kungen mit     entsprechenden    Elementen, wie  beispielsweise Grenzregler,     Schnellschluss-          ventile,    automatische Kessel- und     Feuerungs-          regelungen    usw.,     ausgerüstet    sein.

   Auch die       Umwälzpumpe    12 und das     LTmwälzregel-          organ    15 könnten     in    ihrer Wirkung ersetzt  sein durch eine     Schaltung    mit     reb        lb,a-ren       Dreiweg- und andern Ventilen, welche vom  Servomotor 43 an Stelle des Ventils 15 ge  steuert sein könnten.  



  Es wäre ferner möglich, das Entnahme  ventil 24 für den dem     Vorwärmer    13a zuzu  führenden     Anzapfdampf,    zusätzlich dem  Geschwindigkeitsregler 6 der     Turbine    zu  unterstellen, um dasselbe beim Auftreten       eines        positiven        Laststosses    noch rascher zum  Schliessen zu     bringen    als durch die Einwir  kung des     By-pass-Ventils    21 und des Speise  wasserumwälzventils 15 allein.

   Das     Tur-          bineneinlassventil    3 könnte     zusätzlich    auch  der Wirkung eines     Admissionsreglers        unter-          worfen    sein, der     ein.    zu starkes Absinken des  Druckes im Kessel 1 bei     ausgesteuertem     Ventil 21     verhindern    würde.  



  Das Ventil 21 könnte zusätzlich zu der  Steuerung in Abhängigkeit vom Frisch  dampfdruck auch von     derFrischdampfmenge     beeinflusst werden. Zu diesem Zweck könnte  in der Leitung 2 in bekannter Weise eine  Drosselblende angeordnet sein. Der Unter  schied zwischen den     Drücken    vor und nach  der Blende, der zugleich ein Mass für die  durch die Blende durchströmende Dampf  menge     ist,    kann als Impulsgeber für die Be  einflussung des Ventils 21. verwendet werden.  



  Anstatt, wie dies zu der Abbildung be  schrieben ist, nur eine     Anzapfstelle    durch  ein Ventil zu beeinflussen, könnten selbst=  verständlich auch mehrere     Anzapfstellen     steuerbar ausgebildet     sein.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampfkraftanlage mit Speisewasserspei cher und mehrstufiger Vorwärmung des Speisewassers, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Speisewasservorwärmung der jenigen Stufe, in welcher die Speichertempe ratur erreicht wird, durch eine Dampfmenge erfolgt, die in Abhängigkeit mindestens einer Grösse des Betriebszustandes der Anlage eingestellt wird, sondern dass auch eine zur Vorwärmung einer untern Stufe dienende Dampfmenge in Abhängigkeit von einer Grösse des Betriebszustandes des Speichers eingestellt wird. UN TERAN SPRüCHE 1.
    Dampfkraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorwärmung des Speisewassers derjenigen Stufe, bei welcher die Heisswassertemperatur des Speichers (11) erreicht wird, im Dampf raum (17) dieses Speichers und die Vorwär- mung der niedrigeren Stufen in Vorwärmern (13; 13a) erfolgt. 2.
    Dampfkraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorwärmung des Speisewassers derjenigen Stufe, bei welcher die Heisswassertemperatur des Speichers (11) erreicht wird, mittels in diesen Speicher eingeleiteten Frischdampfes erfolgt.
    3. Dampfkraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Vorwärmer (13, 13a) strömende Speise- Wassermenge durch ein vom Dampfdruck im Speicher (11) beeinflusstes Regelorgan (15) gesteuert ist. 4.
    Dampfkraftanlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der letz ten Stufe (13a) der Vorwärmer (13) zuge führte Anzapfdampfmenge unter Berück sichtigung der durchgeleiteten, veränder lichen Speisewassermenge derart geregelt wird, dass die Temperatur des aus dem Vor wärmer (13a) strömenden Speisewassers einen unterhalb der Heisswassertemperatur des Speichers (11) liegenden Grenzwert nicht überschreitet. 5.
    Dampfkraftanlage nach PatenLan- Spruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Veränderung der dem Heisswasserspeicher (11) zugeführten Dampfmengen eine gleich sinnige Veränderung der an die Turbine ab gegebenen Dampfmengen eintritt. 6. Dampfkraftanlage nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die diese Dampfmengen steuernden Regelorgane (3, 21) über ein Rückführgestänge (39) mitein ander gekuppelt sind. 7.
    Dampfkraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Heisswasserspeicher (11) zugeführte Dampf menge Anzapfdampf mit einem auch bei Teillast über dem Speicherdruck liegenden Drucke ist. B. Dampfkraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein By-pass-Ventil (21), welches die dem Speicher zur Erreichung der Speichertemperatur zu geführte Frischdampfmenge steuert, in Ab hängigkeit vom Frischdampfdruck geregelt ist.
    9. Dampfkraftanlage nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Heisswasserspeicher (11) zugeleitete Dampf menge in Abhängigkeit vom Frischdampf druck und zusätzlich von der Frischdampf menge gesteuert wird. 10. Dampfkraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenig stens eine durch ein automatisches Ent nahmeventil (24) gesteuerte Anzapfung (25) bei unter die Solldrehzahl sinkender Dreh zahl der Kraftmaschine durch einen zusätz lichen Impuls des Geschwindigkeitsreglers (6) abgestellt wird. 11.
    Dampfkraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfraum (17) des Speichers (11) über eine Abblaseleitung (30) und ein Sicherheits ventil (31) mit dem Kondensator (8) ver bunden ist.
CH248086D 1945-03-23 1945-03-23 Dampfkraftanlage mit Speisewasserspeicher und mehrstufiger Vorwärmung des Speisewassers. CH248086A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1103348B (de) * 1955-04-14 1961-03-30 Siemens Ag Anfahr- und Lastabwurfschaltung einer Dampfkraftanlage in Blockschaltung

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DE1103348B (de) * 1955-04-14 1961-03-30 Siemens Ag Anfahr- und Lastabwurfschaltung einer Dampfkraftanlage in Blockschaltung

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