CH248213A - Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes aus Sulfitcelluloseablauge. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes aus Sulfitcelluloseablauge.

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CH248213A
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    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/24Chemical tanning by organic agents using lignin derivatives, e.g. sulfate liquor

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes aus     Sulfiteelluloseablauge.       Das vorliegende Verfahren bezweckt, die  in der     Sulfitablauge    enthaltene     Lignosulfo-          säure    oder deren Salze in einen neuen Gerb  stoff überzuführen,     welcher        :durch    Gelatine  und     Schwermetallsalze        fäjl'lbar    ist und mit  Eisensalzen Färbungen gibt.  



  Es     tot.    bereits     bekannt,    dass man gerbend       wirkende        Chlorlib,-nine    aus     Sulfitce1lulos        -e-          ablau,ge    erhalten kann:

  , indem     diese    A     blaugie     chloriert wird, bis ein     sohwerlösliches    Chlor  lignin ausfällt,     welches        durch        Aussalzen    ab  getrennt     wird.    Es war     aber        bisher    nicht be  kannt, solche     Ohlonlignine    durch     alkalische     Behandlung in     hydroxylhaltige    Körper über  zuführen.  



       Anderseits    ist es auch     bekannt,    der     Sulfit-          eelluloseablaugP,        gerberische        Eigenschaften     dadurch zu geben,     dass-        man    die Ablauge ohne  vorherige     Chlorierung@    mit     Alkalien        behan-          dlt.    Hierzu ist aber anhaltendes: langes Er  hitzen vorzugsweise unter erhöhtem Druck       erforderlich.     



  Demgegenüber verwendet man. beim     erfin-          dungsgemässen    Verfahren bis zu höchstens  5'0% Chlor, bezogen auf die vorhandene orga  nische Substanz der Ablauge, und behandelt  diese     spätestens.    nach der     Chlorierun.g    mit  einem alkalischen Mittel, wonach man. den  Gerbstoff     durch    Säure freisetzt.  



  Durch     die        Behandlung    der     chlorierten          Lionosul'fosäure    mit     Alkali-    oder Erdalkali  hydroxyden werden     unter        Abspaltung    von  Chlor     Hydroxylgruppen,    die     teilweise        pheno-          lisssher    Natur sind, in das     Ligninmolekü1    ein-    geführt,

       wodurch    der     gerbstoffartige    Charak  ter der     Lignosulfosäure    wesentlich erhöht       bezw.    erst     eigentlich        erzeugt    wird.  



  In dem vorliegenden Verfahren wird also  die     Ablaugte    mit einer     geringleren    Menge  Chlor     behandelt,    als notwendig wäre, um die       Chlorlignine        auszufällen.    So beginnt     bei-          s:pie2'sweise    das:

       Ausfällen    von     Chl-orlignin     erst bei einer Chlorzugabe von über<B>50%</B> der  vorhandenen organischen Substanz der Ab  lauge, während für das vorliegende Verfah  ren eine     Chlorierung    auf etwa 20 % der     orgia-          nis.c!hen    Substanz     ausreichend        sein    kann.

   Die  alkalische     Behandlung        geschieht    in vorliegen  dem Verfahren ohne Druckanwendung, und  es ist.     auch    keine     Erhitzung    notwendig, da  die Abspaltung der     Chloratome    mit     Hilfe     von Alkalien oder     Erdalkalien    sofort.     unter          exotherme        .r        Reaktion    eintritt.  



  Zur Ausführung des. Verfahrens. bedient  man     sich    zweckmässig     einer        Sulfitcelluxlose-          ablauge,    die einerseits durch Vergärung und       Destillation    nach bekanntem Verfahren     ent          geiltet    worden ist und     anderseits    auch von  freier und lose     gebundener    schwefliger     Säure     nach bekannten Verfahren befreit wurde.

   Für  das vorliegende Verfahren ist diese     Vor-          beha:ndlung    zwar nicht erforderlich,     jedoch     im Hinblick auf die     Wirtschaftlichkeit    gege  benenfalls     erwüns@aht.     



  Eine     solchermassen    vorbehandelte Ablauge  kann nun entweder auf bekannte Weise  durch Zugabe von Soda     und        Abfiltrieren    oder       Dekantieren        des.        ausgefällten    Calziumearbo-           nats    in eine kalk- und eisenfreie Lauge über  führt werden,     welche    zweckmässig nach Kon  zentration der     Chlorierung    unterworfen wird       und        gleichzeitig    oder     .anschliessend    durch  Zugabe von     Alkalihydroxyd    im     Sinne,d:

  es    vor  liegenden     Verfahren,,        weiterbehandelt    wird,  wodurch direkt ein     'onzentrierter    Gerbe  extrakt entsteht; oder     es    kann die     ge"pbe-          nenfalls    vorbehandelte     Sulfitoelluloseablauge     direkt in     verdünntem        Zustande    chloriert     iver-          den    unter     gleichzeitiger    oder anschliessender  Behandlung     mit    einer     solchen    Menge von       Erdalka!lihydroxyd,

          vorzugsweise        Calzium-          hydroxyd,        da'ss        di-e    Lösung     nach    erfolgter  Zugabe der     benötigten    Chlormenge noch  schwach alkalisch reagiert, wodurch die       Gerbsäure    als     schwerlösliches        Calziumsalz     ausfällt.

   Das so     ausbefä4.lte        Calziumsalz    ist  nicht     identisch    mit demjenigen,     welches    er  halten wird,     wenn    man     Sulfitce.l.luloseablauge     ohne zu     ehlorieren    mit Kalk     behandelt.    Es ist  bedeutend weniger     löslich        als    letzteres seine       Ausbeute        dementsprechend    höher, und seine  freie Säure, hergestellt     a.us,

      dem     abfiltrierten          Kalkniederschlag    durch     UmsetzenmitSchwe-          felsäure    oder     Oxalsäure        unter    Ausfällen und       Abtrennen    des entstandenen     Calziumsulfats          resp.        Calzziumoxalats:,    oder     Ju.rch    Versetzen  mit Salzsäure     und;

          Aussalzen,    verhält sich       wie    ein echter     vegetabilischer        Gerbstoff    ge  genüber     Gelatine    und     Schwermetallsalzen,     was bei Produkten     aue.        nichtchloriertem    Kalk  niederschlag     nicht    der     Fall    ist.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Vergorene und     entgieistete        'Sul'fitcellulos,e-          ablauge    wird auf     bekannte    Weise mit Soda  behandelt,     die,dekäntierte    oder     filtrierte        kaiik_     und eisenfreie Lösung auf     etwa        3.0         B6    ein  geengt     und        dae.    vorliegende     libno-dfosaure          Natrium        gegebenenfalls    unter Zugabe einer       entsprechenden     <RTI  

   ID="0002.0085">   Menge        Ätzuatron,    mit Chlor  gas: bis zum     gewünschten        p]    der     Gerblösung     von     etwa.    3-5 behandelt. Die durch die       Chlorierung    entstehende Salzsäure bewirkt  die Freisetzung der Gerbsäure     aus    dessen       Natriumsalz;    es kann also bei genügender       Chlorierung    eine     Gerblösung    mit dem ge-         wünschten        p$    von etwa 3-5 direkt erhalten  werden.

   Der Chlorverbrauch     ist    somit ab  hängig von der zugesetzten     Ätznatronmenge     und soll 10-30 % der organischen Substanz  der zu chlorierenden Lösung betragen. Es  erfolgt . hierbei keine     Ausscheidung    von       chlorierten    Produkten, und der erhaltene  Extrakt kann direkt zur     Gerbung    für sich  oder in Kombination mit     bekannten    Gerb  stoffen     verschiedenster        chemischer    Zusam  mensetzung     verwendet    werden.

      <I>Beispiel 2:</I>  Vergorene und     entgeistete        Sulfitcellulose-          ablauge    von z. B. 5-10 % Trockengehalt  wird mit einer solchen Menge     Calziumhydro-          xyd    und gegebenenfalls     einem        Fällungsmittel     für Eisen,     wie        Natriumsulfid,    zweckmässig  bei     erhöhter        Temperatur    versetzt, dass die  vorhandene freie und halbgebundene schwef  lige Säure und gegebenenfalls das vorhan  dene Eisen ausgefällt werden.

   Hierauf wird  die Lösung von dem Niederschlag auf irgend  eine bekannte Art abgetrennt und nun der       Chlorierung    unterzogen. Die     zuzugebende     Menge Chlor beträgt     10-30%    der organi  schen Substanz der zu     chlorierenden    Lösung.  Hierauf, oder auch schon während oder vor  der     Chlorierung    wird eine solche Menge Cal  ziumhydroxyd oder     Calziumogyd    zugesetzt,  dass die Lösung nach     erfolgter    Umsetzung  noch schwach alkalisch reagiert.

   Das hierbei  ausfallende Kalksalz der Gerbsäure wird ab  getrennt, gegebenenfalls ausgewaschen und  hierauf mit Schwefelsäure versetzt,     bis    das  vorhandene     Ca.lzium    als Gips ausgeschieden  ist. Nach     Abtrennung    des letzteren kann der       Extrakt    für sich allein oder in     Kombination     mit     bekannten        Gerbstoffen    verschiedener       chemischer    Zusammensetzung zur     Gerbung     verwendet werden.

      <I>Beispiel 3:</I>  Es wird nach Angabe des zweiten Bei  spiels das Kalksalz der Gerbsäure hergestellt  und     isoliert    und hierauf mit Salzsäure in die  freie Gerbsäure umgesetzt und mit Natrium  chlorid     ausgesalzen.    Die     solehermässeri    her-      gestellte, pulverförmige Gerbsäure kann nach       Wiederanflösen    in Wasser für sich allein  oder in Kombination mit bekannten Gerb  toffen verschiedenster chemischer Zusam  mensetzung zur     Gerbung    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Gerb stoffes aus Sulfitcelluloseablauge, durch Chlorieren, dadurch gekennzeichnet, da.ss man bis zu höchstens 507o Chlor, bezogen auf die vorhandene organische Substanz der Ablauge, verwendet und die Lauge spätestens nach der Chlorierung mit einem alkalischen Mittel be handelt und den Gerbstoff durch. Säure frei setzt. Der neue Gerbstoff ist durch Gelatine und Sehwermetallsalze fällbar und gibt mit Eisensalzen Färbungen. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einer Sulfitcelluloseablauge ausgeht, die vergoren und entgeistet wurde. 2. -Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mann von einer Sulfiteelluloseablauge ausgeht, die von freier und lose gebundener schwefliger Säure be freit wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von kalk freier eingedickter Sulfitcelluloseablauge ausgeht und als alkalisches Mittel Alkali- lauge verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mann von nicht ein gedickter Sulfitcelluloseablauge ausgeht und als alkalisches Mittel Calziumhydrogyd ver ivendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Kalksalz isoliert und mit Schwefelsäure umsetzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Kalksalz isoliert, mit Salzsäure umsetzt und die Gerbsäure aus salzt.
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