Tampon.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tampon f r K¯rperh¯hlen, insbesondere auf einen Menstrualtampon, mit einem aus Fl s sigkeit absorbierendem Material hergestell- ten, von einer H lle umgebenen Körper.
Das Neue bei diesem Tampon besteht darin, dass der Absorptionskörper von einer H lle umsehlossen ist, deren eines Ende über dem vordern Ende des Absorptionskörper zu sammengedreht und im letzteren versent eingesetzt und dadurch fixiert ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs- gegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des in eine zur Einführung in die Vaginahöhlung dienende Vorrichtung eingesetzten Tampons,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Tampon in gröBerem Ma¯stabe,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Ab sorptionskorper des Tampons in gr¯¯erem Ma. ¯stabe und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung zur Einführung des in diese eingesetzten Tampons in eine Korpe-rhohle, ebenfalls in grösserem MaBstabe.
Der Tampon weist einen K¯rper 1 (Fig. 2) auf, der aus Fl ssigkeit aufsaugendem Material hergestellt und von einer gewobenen, gestrickten, gewirkten oder ge flochtenen schlauchartigen Hülle 2 umschlossen ist, welch. H lle auch durch Umwickeln des Absorptionskörpers 1 hergestellt sein kann.
Der Absorptionskörper 1 weist eine lÏngliche, zylinderf¯rmige Gestalt auf. Zu seiner Herstellung wird Zellstoff oder ein anderer saugfähiger Faserstoff verwendet, der unter Anwendung eines avsreichenden Druckes zu einem nicht mehr auseinanderfa. llenden Kor- per gepre¯t wird. In einem derartigen Kor- per weist der Faserstoff eine solche Dichte auf, daB, solange der K¯rper trocken bleibt, eine Formänderung nicht-eintritt, dass er aber bei einer Benetzung mit einer Flüssigkeit sich hinreichend amszudehnen vermag, damit er die gewünschte Aufsaugfähigkeit besitzt.
ITm diese Aufsaugfä. higkeit zu gewährleisten, wird die Dichte des Körpers so gewählt, dass sich die einzelnen Fa. sern anläBlich des Aufsaugens einer Flüssigkeit voneinander ab- heben und der Absorptionskörper nach Er schöpfung der Absorptionsfähigkeit mindestens angenähert wieder dasjenige Volumen angenommen hat, das der Korper vor der Pressung aufgewiesen hatte.
Es ha. t sich gezeigt, daB der Pressdruck beim Verdichten des Faserstoffes zur Bildung des Absorptionskörpers nicht zu weit getrieben werden darf, weil bei der Anwendung zu hoher Drucke das s Absorptionsvermögen verringert und die Dehnungsfähigkeit des Körpers bei der Flüssigkeitsaufnahme vermindert wird und mehr oder weniger ver lorengeht. Durch Versuche wurde festge- stellt, da. Drucke zwischen 280 und 700 kg/cm2 (welche abhängig sind von den Eigenschaften der zur Verwendung vorgesehenen Watte und der gewünschten Dichte des Absorptionskörpers) zur Anwendung kommen können und daB die Druckanwendung sich über die ga. nze Lange des Absorptionskörpers zu erstrecken hat.
Bei Anwendung eines innerhalb der angegebenen Grenzen liegenden Druckes erhält der Absorptionskörper eine ausrei- chende Stabilität, um seine Form beizube- halten, solange er trocken aufbewahrt und vor Feuchtigkeit geschützt wird.
Damit der Absorptionskörper nach dem Pressen während des weiteren Verlaufes der Herstellung des Tampons, dessen Verpackung usw. seine angenommene Form nicht mehr verlieren kann, ist er in eine straff gespa. nate Hilfshülle 14 aus einem geeigneten, das Durchsaugen von Flüssigkeiten ermöglichen- den Papier eingeschlagen, welch letzteres die Funktion eines Haltebandes übernimmt, ohne die Absorptionsfähigkeit des Körpers 1 zu beeintrÏchtigen. Über der Hilfshülle 14 ist eine dünne Lage 15 aus Baumwolle oder ähnlichen Faserstoffen angeordnet, welche dem Tampon die für den beabsichtigten Gebrauch erforderliche Weichheit und ein besseres Aussehen verleiht.
Eine derartige Um- hüllung bewirkt, da, der Absorptionskörper bei einer Fl ssigkeitsaufnahme seine Form so lange beibehält, bis die Zugfestigkeit der Hülle beim normalen Gebrauch des Tampons durch den zufolge der Absorption sich dehnenden Körper erreicht ist und diese Hülle gesprengt wird.
Das Bestreben der Faserstoffe einer derartigen, das Durchsaugen von Flüssigkeiten ermöglichenden, mit einer äussern Baumwoll- lage 15 versehenen Papierhiille 14, sich der Form des Absorptionskörpers anzupassen und d sich an n den letzteren anzuschmiegen, ermög- licht es, von der Verwendung eines besonderen Klebstoffes abzusehen,ohnedassdadurch der feste, sichere Sitz dieser Hülle a. uf dem umsehlossenen Körper gefährdet ist.
Die Hiille 2 hat vorzugsweise die Form eines gestrickten oder geflochtenen Schlauches und lässt sich auf dem Absorptionskör- per während ihrer Herstellung anbringen, das s heisst die Hülle 2 kann auf den Absorptionskörper 1 aufgestrickt oder aufgeflochten werden. Wird die fertige Hülle 2 auf den gepressten Absorptionskörper aufgebracht. dann wird eine solche gewählt, deren Durchmesser grogs genug ist, um einen losen Sitz auf dem Körper l zu sichern und daB über- schüssiges Hüllenmatelial in gr¯¯eren oder kleineren Mengen über der ganzen Oberfläche des Absorptionskörpers 1 verteilt vorhanden ist.
Diese überschüssigen, in Fig. 2 und 4 mit 2a bezeichneten Mengen ermöglichen es dem Absorptionskörper 1, sich anläBlich einer Flüssigkeitsaufnahme auszudehnen.
Auf der Zeichnung sind diese überschüssigen Hüllenteile zum Zwecke einer besseren Ver anschaulichungauf einzelne voneina. nder distanzierte Zonen verteilt dargestellt. In Wirklichkeit ist das aus dem lockeren Über- ziehen des Absorptionskörpers verbleibende überschüssige Material mehr oder weniger gleichmäBig über der ganzen LÏnge des Tampons verteilt.
Zufolge der Verteilung des überschüssigen Hüllenmaterials über die ganze Oberfläche des Absorptionskörpers kann sich die Hülle gleichmässig mit dem Absorptionskor- per ausdehnen, wenn dieser letztere Flüssig- keit aufsaugt, dank der Leichtigkeit, mit welcher sich die Fäden einer locker gestrickten oder gewobenen Hülle gegeneinander versehieben können.
Der Absorptionskörper 1 weist in seiner vordern Stirnseite eine in seiner Axe liegende Aussparung 3 auf. Der über diese Stirnseite vorstehende Teil 4 der Hülle 2 wird zusa. mmengedreht und, wie a. us Fig. 2 ersichtlich ist, in die Aussparung 3 eingelegt. Das Hüllenende des Teils 4 ist mittels eines Fadens 5 zugebunden. Das Zusammen- drehen des Hiillenteils 4 und das Einschieben desselben in die Aussparung erfolgt derart, daB der die Stirnseite des Absorptionskörpers 1 überdeekende Hüllenteil 6 nur lose auf seiner Unterlage aufliegt, um die Aus- dehnung des Absorptionskörpers l anlässlich der Flüssigkeitsaufnahme nicht zu hemmen.
Die Aussparung 3 erhält solche Abmessun o en, daB der eingelegtel, zusa. mmengedrehte Hüllenteil 4 durch den sich ausdehnenden Absorptionskörper festgeklemmt und sicher in Stellung gehalten wird.
Die Hülle 2 ist über da. s hintere Ende des Absorptionskörpers 1 hinaus so weit verlÏngert, daB der überstehende Teil zur Bildung einer Zugschnur 7 zusammengedreht werden kann. In der Axe des Absorptionskörpers 1 ist auch in der hinter der Zugschnur 7 liegenden Stirnseite eine Ausspar rung 8 ähnlich der Aussparung 3 ausgenom- men, in welehe ein Teil 9 der Zugschnur 7, wie Fig. 2 zeigt, eingeschoben und in dieser Ija. ge in Stellung festgehalten werden kann.
Dadurch wird erreicht, da. ss auch die hintere Stirnseite des Absorptionskörpers 1 durch einen Hüllenteil 10 lose überdeckt ist.
Die Aussparungen 3 und 8 in den beiden Stirnseiten des Absorptionskörpers 1 können nach Beendigung des PreBvorga. nges in bekannter Weise hergestellt werden. Es k¯nnen a. ber auch diejenigen Teile 4 und 9 der Hülle, welche in die genannten Ausspa- rungen zu liegen kommen, mit Faserstoffen, wie sie zur Herstellung des Absorptionskörpers vorgesehen sind, umwickelt und dann vor Beendigung des PreBvorganges in die Aussparungen eingeführt werden. Nach Be- endigung des Pressvorganges bleiben dann die Hiillenteile 4 und 9 in ihren Aussparungen verankert.
Es kann auch nur der über die vordere Stirnseite des Absorptionskörpers vorstehende Hiillenteil 4 in einer in der genannten Stirnseite liegenden Aussparung untergebracht sein und es kann das Zubinden des Endes mit der Schnur 5 auch unterlassen sein.
Bei der Festsetzung der Hülle 2 des Tampons in den Enden des Absorptionskörpers 1 bleibt die absichtlich ber dem K¯rper belassene Mehrlänge der Hülle 2 auch dann erhalten, nachdem der Tampon in die Vaginahöhlung eingeführt worden ist.
Die Anord- nung der Zugschnur 7 als ein in der Ver längerung der Axe des Absorptionskörpers 1 légender und zum Teil in der Aussparung 8 liegender sowie in der letzteren verankerter Hüllenteil hat zur Folge, da¯ diese Zugschnur am hintern Ende des Tampons mit den Vaginawänden nicht in Berührung kom- men kann, was die Ausdehnungsfähigkeit der Hülle erleichtert.
Zum Zwecke der Entfernung des Tampons aus der Vaginahöhlung wird die Zugschnur 7 erfasst und nach auswärts gezogen.
Als Folge der Flüssigkeitsaufnahme durch den Körper 1 wurde dessen ursprüngliches, im gepreBten Zustande vorhandenes Volumen nicht nur vergrössert, sondern es wurden gleichzeitig auch die Aussparungen 3 und 8 mehr oder weniger stark verengt oder geschlossen, so da¯ die in diesen Aussparungen liegenden Hüllenteile 4 und 9 festgeklemmt werden.
Es hat sich indessen beim Herausziehen des Tampons mit Hilfe der Zugschnur 7 gezeigt, da¯ gelegentlich der untere, in der Aussparung 8 liegende H llenteil 9 zufolge des der Auszugsbewegung entgegen- wirkenden Widerstandes aus seinem Sitz heraustritt, während der Hüllenteil 4 in der Aussparung 3 steckenbleibt. Letzteres ist auf den Umstand zurückzuführen, dass als Folge der Volumenvergrosserung des Körpers 1 nach der Flüssigkeitsaufnahme eine Verschiebung der Hülle 2 über den Korper 1 hinweg in Richtung auf das mit der Zugschnur 7 versehene hintere Ende hin wegen des einer solchen Verschiebebewegung entgegenwirkenden Widerstandes nicht eintreten kann.
Das Zubinden des Hüllenendes mittels eines Fadens 5 stellt ausserdem eine SicherheitsmaBnahme dar, indem dieser Faden 5 beim Herausziehen des Tampons in jedem Falle verhindert, da¯ die Hülle 2 allein ulster Zur cklassung des Absorptionskörpers 1 in der Vagin. ahohlung entfernt werden kann.
Zufolge dieser Ausbildung erhält der Tampon das Aussehen eines einheitlichen Korpers, bei welchem das eine Hüllenende als geschlossener Teil vor der vordern Stirnseite des Absorptionskörpers liegt. Ein der artiger Tampon erleichtert aucli seine Einführung in die Scheide, indem diese vordere Stirnseite weich ist, im Gegensatze zu unebenen, rauhen Enden bekannter Tampons, deren Hülle straff über die Stirnseite des Absorptionskörpers gezogen ist. Bei einem derartigen Tampon zeigt das geschlossene freie Ende der schlauchartigen Hülle die Neigung, sich auf den Absorptionskörper zurückzulegen, wodurch gerade die zu vermeidenden und bei der Einführung des Tampons durch Rauhheit sich unangenehm bemerkbar machenden Unebenheiten sich bilden können.
Zur Erleichterung der Einführung des Tampons in die Vaginahöhlung ist der in Fig. 2 gezeigte Tampon in eine zylinderförmige, aus Papier gebildete Hülse 11 eingesetzt, die steif genug ist, um ihre Anwendung ohne Beschwerden durchf hren zu können. Die Hiilse 11 ist zur Verminerung der zwischen ihr und den Vaginawän- den auftretenden Reibungswiderständen mit einem eine glatte Mantelfläche erzeugenden, beispielsweise aus feuchtigkeitsabweisender regenerierter Zell2zlose oder einem ähnlichen Material bestehenden Überzug 12 versehen.
Ein derartiger Überzug lässt sich anlässlich der Herstellung der Hülse 11 auf diese unter Verwendung eines geeigneten Bindemittels aufbringen. Der Überzug kann hingegen bereits auf dem Materialstück, BTis welchem die Hülse gebildet wird, aufgetragen sein.
An Stelle eines derartigen Überzuges ka. nn die Hülse 11 auch mit einem solchen aus einem desinfizierenden oder einem andern feuchtigkeitsa-bweisenden, in ausreichenden Mengen aufgetragenen Material versehen sein, welcher Überzug den Zut. rite der Flüs sigkeit zur Hülse 11 verhindert, wenn diese letztere mit den Vaginawänden in Berührung kommt. Ein derartiger ¯berzug erleichtert au¯erdem die A. nwendung der Vorrichtung bei der Verbringung des Tampons in die Vagina. hohlung.
Die H lse 11 ist länger gehalten als der Tampon, wie Fig. 4 zeigt. Sie weist ausserdem einen zum Ausstossen des Tampons dienenden Stössel 13 in der Form einer Hülse auf. Der Aussendurchmesser des StöBels 13 ist derart gewählt, dass zum Ausstossen des Tampons ein gewisser Reibungswiderstand zu überwinden ist, so dass eine unbeabsich- tigte Lageveränderung eines der drei gemäss Fig. 1 zusammengestellten Teile gegenüber den andern Teilen nicht eintreten kann. Dies ermöglicht die Verpackung und den Verkauf der einsatzfertigen Vorrichtung in diesem Zustande.
Der Stössel 13 weist naturgemäss eine ausreichende Festigkeit auf, damit er seine Aufgabe einwandfrei erf llen kann md dass nach dem Ausstossen des Tampons a. us der Hülse 11 dies, e mit dem Stössel 13 aus der Vagina herausgezogen und die beiden Teile wieder voneinander getrennt werden können.
Zur Erleichterung der Einf hrung der Hülse 11 in die Vaginahöhlung und zur Erzielung eines sicheren Griffes, wenn der St¯¯el 13 zum Ausstossen des Tampons vor wärtsbewegt wird, ist die äussere Hülse 12 an ihrem hintern Ende mit Aufra-uhungen 17 versehen. Solche Aufrauhungen lassen sich beispielsweise durch Treiben, Bosseln.
Stechen usw. erzeugen, zum Zwecke der Her- stellung einer griffsicheren. ein sicheres Erfassen und Festhalten ermöglichenden Zone.
Ein zweckmässiges Verfahren zur Erzeugung einer aufgerauhten Zone auf dem einen Ende der äussern Hülse 12 besteht in der Herstellung einer Anzahl aus der Oberfläche hervortretender spitzer Erhebungen mit verhält nismässig scharfen Enden und Kanten, wie si, sich mittels eines geeigneten, die Hülsen 11 und 12 durchstechenden Werkzeuges herstellen lassen, wie solche in Fig. 4 gezeigt sind. Falls erwünscht., kann diese aufge- rauhte Zone bereits durch eine entsprechende Vorbehandlung des zur Herstellung der Hülse dienenden Materialstüekes erzeugt werden.
Wird auf die Hülse noch eine nicht absorbierende H lle aufgebracht, so wird diese nur bis an diese aufgerauhte Zone herangeführt, da. mit diese letztere unbehan- delt bleibt und ihren Zweck voll und ganz zu erfüllen vermag.