Gewindeschneidapparat. Vorliegende Erfindung hat zum Gegen stand einen Gewindeschneidapparat mit dreh barem Gewindeschneidkopf, auf dessen Achse eine Gewindepatrone, die von einer am Ge häuse des Gewindeschneidapparates gelager ten Gewindeleitmutter geführt wird, vorge sehen ist.
Gewindeschneidapparate, welche die oben bezeichneten Merkmale aufweisen, sind be kannt. Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass auf der drehbar .gelagerten Achse des Gewindeschneidkopfes ein als Hohlrad ausgebildetes Zahnrad derart gelagert ist, dass dasselbe, mit der Achse im Umfangssinn gekuppelt ist und dass eine axiale Verschie bung zwischen Achse und Hohlrad:
stattfin den kann, wobei in das Hohlrad mindestens ein auf einer Achse sitzendes Zahnritzel ein greift, das Ganze derart, dass der Achse des Gewindeschneidkopfes und dem Hohlrad so wohl von einem gleichachsig mit der Ge windeschneidkopfachse angeordneten Organ aus als auch von einem gleichachsig mit dem Ritzel angeordneten Organ aus: eine Dreh bewegung verliehen werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt: Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungs form des Gewindeschneidapparates im Ver tikalschnitt, Fig. 2, die Ausführungsform gemäss Fig.1 von oben gesehen und teilweise im Horizon talschnitt gezeichnet, Fig. 3 einen Querschnitt durch diesen Gewindeschneidapparat nach der Schnitt linie A--4 in Fig. 1, Fig. 4 eine zweite Ausführungsform des Gewindeschneidapparates im Aufriss und teil weise im Vertikalschnitt gezeichnet, Fig. 5 die Ausführungsform gemäss Fig. 4 in Draufsicht gezeichnet.
In Fig. 1 'bezeichnet 1 das Gehäuse des Gewindeschneidapparates, 2. den Gewinde schneidkopf und 3 die Achse des Gewinde schneidkopfes, welche mit dem Gewinde schneidkopf starr verbunden ist. 4 bezeichnet ein als Kohlrad ausgebildetes Zahnrad, des sen dem Gewindeschneidkopf 2 zugekehrte Nabe 5 auf die Achse 3 aufgesehoben und in einer axialen Bohrung der Nabe 48 des Gehäuses. 1 -drehbar gelagert ist. Die den Zahnkranz des Hohlrades 4 mit dessen Nabe 5 verbindende Radscheibe 49 des Hohlrades legt sich stirnseitig gegen die Nabe 48 des Gehäuses 1.
Gegen das dem Gewindeschneid kopf 2 zugekehrte Stirnende der Nabe 4-8 legt sich das Stirnende eines: auf der Nabe 5 des Hohlrades befestigten Ringes 50, der am äussern Umfang eine Nute 51 aufweist, in welche ein Gleitstück 5'2, eingreift, das mit der auf den Ring 50 aufgeschobenen Nabe 53 einer Kurvenscheibe 54 in Verbindung steht. Die Kurvenscheibe ist mit stirnseitig vorste henden, in der Planebene kurvenförmig ge stalteten Leisten 55 versehen, die in Nuten der im Gewindeschneidkopf 2 im radialen Sinn gleitend geführte Gewindeschneidbak- ken 56 eingreifen.
In der Nabe 53 der Kur venscheibe 54 ist ein im Umfangssinn ver laufender Seblitz 57 vorgesehen, den, eine in das Gleitstück 52 eingesühraubte, als Kopf- schraube 5.8 ausgebildete Klemmschraube durchdringt. Wird die Kopfschraube 58 ge lockert, so kann die Kurvenscheibe 54 gegen über denn. Ring 510 verdreht und durch nach- heriges Anziehen der Kopfschraube gesichert werden.
Die Nabe 5 könnte auch mit dem Ring 510 aus einem Stück bestehen, und das Hohlrad 4 lösbar auf der Nabe 5 befestigt werden. Ebenso wäre es möglich, den Ring 50, die Nabe 5 und das Hohlrad 4 aus einem einzigen Stück herzustellen, in welchem Falle das Gehäuse 1 aus zwei miteinander in lös barer Verbindung bestellenden Ringhälften besteht, um den Einbau des beschriebenen einstöckigen Teils zu ermöglichen.
Die Achse 3- trägt in Nuten angeordnete Längskeile 6, welche in Längsnutender Bohrung der Nabe 5 eingreifen, derart, dass eine axiale Ver schiebung zwischen der Achse 3 und der Nabe 5 des Hohlrades 4 stattfinden kann.
Auf den an der Rückseite des Gewinde- schnieidapparatgehäuses über das Hohlrad 4 hinausragenden Teil 7 der drehbaren Achse 3 des Gewindeschneidkopfes ist eine auswech selbare Gewindepatrone 8 aufgeschoben,
die auf dem Teil 7 der Achse 3 gegen Drehung gesichert und' auf welche eine als Gewinde- leitmutter dienende Schraubenmutter 9 auf geschraubt ist. Die Schraubenmutter 9 ist am äussern Umfang zylindrisch gestaltet und in einer zylindrischen Bohrung -des: Gehäuses 1 abgestützt Ein am hintern Ende der Schrau benmutter 9 vorgesehener Flansch 10 legt sich Stirnseitig gegen das Gehäuse 1.
Am Gehäuse 1' ist im Gelenkpunkt 11 eine Klinke 12, atgebracht, deren Nase 1.3 den Flansch 10 ,der Schraubenmutter 9 umfasst, derart, dass die Schraubenmutter in der Axialrichtung gesichert ist. Die Schraubenmutter 9 dient bei .dieser getroffenen Anordnung sowohl als Führung für die Gewindepatrone 8, als auch als radiales, Stützlager :für den Teil 7 der Achse 3( des Gewindeschneidkopfes 2.
Die Gewindepatrone 8 wird durch eine Ge windemutter 14, die auf einen mit Gewinde versehenen Teil 15 des Teils: 7 aufgeschraubt ist, in der Axialrichtung gesichert. Das an dem mit Gewinde versehenen Teil 15 an- schliessende Ende des Teils 7 ist als Vierkant 16 ausgebildet, auf welches die mit Vierkant loch versehene Nabe ein-er Handkurbel 17 auf geschoben werden kann. Eine Verdrehung der Schraubenmutter 9 gegenüber dem Gehäuse 1 wird dadurch verhindert,
dass die Klinke 12 in eine am Flansch 10 der Schraubenmutter vorgesehen-, Nut 1<B>8</B> eingreift (Fix. 3)-.
In die Verzahnung des Hohlrades. 4 greift ein Zahnritzel 19, dessen damit starr ver- bundene Achse 2'0 im Gehäuse 1 drehbar gelagert ist. Das über das Gehäuse 1 hinaus ragende freie Ende der Achse 220 ist als. Vier kant 2,1 ausgebildet, auf welches die Hand kurbel 17 aufgeschoben werden kann. Dem Zahnritzel 19 diametral :gegenüber greift in die Verzahnung des Hohlrades 4 ein, zweites, Zahnritzel 212, .das einen grösseren Durchmes ser aufweist als des. Zahnritzel 1'9.
Die mit dem Zahnritzel 22 starr verbundene Achse 23 ist im Gehäuse 1 drehbar .gelagert. Das über dass Gehäuse 1 hinausragende freie Ende -der Achse 23 ist als Vierkant 24 ausgebildet, auf welches die Handkurbel 17 aufgeschoben werden kann.
Durch diese getroffene Anord nung kann der Achse 3 des Gewindeschneid kopfes und dem Hohlrad 4 sowohl von dem, gleichachsig mit der Gewindeschneidkopf achse 3, angeordneten Organ 16 aus als auch von den gleichachsig mit den, Ritzeln 1'9, 22 angeordneten Organen 21, 24 aus eine Dreh bewegung verliehen werden, wobei die f verschiedenen Drehbewegungen verschieden grosse Drehmomente erzeugen bei jeweils gleichbleibendem Kraftaufwand am Hand griff der Handkurbel 17.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 und 5 bezeichnet 25 das Gehäuse des Ge windeschneidapparates, in welchem die hohle Nabe '26 des als Hohlrad ausgebildeten Zahn rades '27 koaxial zur Mittelachse des: Ge- windeapparates, drehbar gelagert ist. Das: dem hintern Ende des Gewind:eschneid@äpparates zugekehrte Ende der Hohlnabe 26 des.
Hohl zahnrades f7 besitzt ein inneres Vierkant 2-8, in welches das vierkantige Ende der Nabe einer Handkurbel 2'9 eingeschoben werden kann. In die Verzahnung des IIo@hfzahnra-des 27 greift ein Zahnritzel 3'0, dessen im Ge häuse 2'5 drehbar gelagerte Achse 3'1 ein inneres Vierkant 32, aufweist, in welches das vierkantige Ende,der Nabe der Handkurbel 29 eingeschoben werden kann.
Dem Zahn- rztzel 3'0 diametral gegenüber greift in das Hohlzahnrad 27 ein Zahnritzel 33 von grösse rem Durchmesser, dessen am Gehäuse 25 drehbar gelagerte Achse 34 ein inneres, Vier kant 35 aufweist, in welches das vierkantige Ende der Nabe der Handkurbel 2'9 einge schoben werden kann. Auch 'hier kann der Gewindeschneidkopfachse und dem Hohlrad von den Organen 28, 322 und 35 eine Dreh bewegung erteilt werden.
Die Achse des Gewindeschneidkopfes 3,6 besteht aus drei Teilen 37, 38 und 39. Der vorderste Teil 317 trägt den Gewindeschneid kopf 36, der mittlere Teil 38 trägt die Ge windepatrone 40 mit aufgeschraubter Schrau benmutter 41 und der hinterste, das Hohl rad 27 tragende Teil ä,9 ist an seinem dem Hohlzahnrad 27 zugekehrten Ende als Vier kant ausgebildet, das in einem entsprechend gestalteten Vierkantloch der Nabe 216 des Hohlzahnrades 2'7 gleitend' geführt ist.
Die Schraubenmutter 41 ist in einem Spannfutter festgehalten, das am Gehäuse 1 verankert ist und dessen obere Hälfte 422 mit der untern Hälfte 43 mittels eines Gelenkbolzens, 44, in gelenkiger Verbindung :steht. Die Spannfut terhälften können zwecks Festspannens der Schraubenmutter 41 mittels einer Sehraube 45 zusammengezogen werden. Die Teile 37 und 39 besitzen an,den dem mittleren Teil 3'8 der Achse zugekehrten,Stirnenden Köpfe 46 von T-förmigem Querschnitt, die in an den Stirnseiten des Teils 38 vorgesehene entspre chend gestaltete Aussparungen eingreifen..
Wenn der Teil' 42 des .Spannfutters schar- nierartigaufgeklappt wird, so kann der die Gewindepatrone 40, und die !Schraubenmut ter 41 tragende Teil 3'8 der Achse seitlich herausgezogen oder von der Seite zwischen die andern Teile 37 und 3'9 der Achse ein geschoben werden. Durch die T-förmige Ge staltung der Köpfe 46 wird erreicht, dass die drei Teile 37,<B>38</B> und 39 der Achse zwangläufig gemeinsam eine Drehbewegung und eine Axialbewegung vollführen.
Der vordere Teil. 37 -der Achse ist drehbar in einem Ring 47 gelagert, der am Gehäuse N des Gewindeschneidapparates befestigt ist.
Soll auf ein Werkstück von kleinem Durchmesser ein Gewinde geschnitten wer den:, so wird die Handkurbel 17 auf das Vierkant<B>1-6</B> aufgesteckt. Bei grösserem Durchmesser des Werkstückes wird die Hand kurbel 17 :auf das Vierkant 21 und. bei noch grösserem Durchmesser des Werkstückes auf das Vierkant 24 aufgeschoben..