CH248949A - Geschlossenes Gefäss, bei dem wenigstens zwei Gefässteile mittels eines Emails luftdicht aneinander befestigt sind. - Google Patents
Geschlossenes Gefäss, bei dem wenigstens zwei Gefässteile mittels eines Emails luftdicht aneinander befestigt sind.Info
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Description
Geschlossenes Gefäss, bei dem wenigstens zwei Gefässteile mittels eines Emails luftdicht aneinander befestigt sind. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein geschlossenes Gefäss, wie z. B. eine elektrische Entladungsröhre, Glühlampe oder derartigen Körper, und insbesondere auf diejenigen Gefässe, deren Innenraum von einem Kolben begrenzt ist, der an einem Ende von einem z. B. plattenförmigen Fuss abgeschlossen ist; ferner bezieht sieh die Er findung auf ein Verfahren zur Anfertigung eines solchen Gefässes.
Es sind verschiedene Verfahren bekannt, bei. diesen Gefässen die Teile, welche aus Glas, keramischem Material oder Metall be stehen können, aneinander zu befestigen. So können diese Teile, wenn sie aus Metall be stehen, durch Schweissung verbunden wer den; ferner ist es bekannt, den Kolben und den Abschlusskörper einer Glühlampe mittels eines Glasringes zusammenzuschmelzen, der aus einem Werkstoff besteht, dessen Schmelzpunkt niedriger ist als die Schmelz punkte der Materialien, aus denen die zu verschmelzenden Teile bestehen.
Auch wurde vorgeschlagen, die aus keramischem Material bestehenden Einzelteile einer elektrischen Entladungsröhre mittels eines Glases zu vereinigen, dessen Schmelzpunkt niedriger ist als der Schmelzpunkt des Materials, mit tels welchem die Stromzuführungsleiter in der Röhrenwandung befestigt wurden.
Fer ner wurde bereits beschrieben, den aus Glas bestehenden. Kolben einer elektrischen Ent- Ladungsröhre an einem gläsernen oder kera mischen Fuss mittels eines glas- oder email- artigen Stoffes zu befestigen, der leicht zum Schmelzen gebracht werden kann und dabei eine Verbindung zwischen den beiden Teilen der Röhre zustande bringt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein ge schlossenes Gefäss, bei dem wenigstens zwei Gefässteile mittels eines Emails luftdicht an einander befestigt sind, wobei die Email schicht undurchsichtig ist, ein mattes Aus sehen besitzt und eine poröse, aber vakuum dichte Struktur aufweist.
Dies lässt sich in der Weise erzielen, dass an die Stellen, -wo die Gefässteile aneinander befestigt werden ,sollen, eine Emailschicht in Pulverform auf gebracht wird, dann erhitzt wird, -bis das Pulver zu einer Schicht mit mattem Aus sehen geschmolzen ist, darauf die Gefässteile aneinandergesetzt werden, worauf während kurzer Zeit derart erhitzt wird, da.ss eine vakuumdichte Verschmelzung unter Beibe haltung einer porösen Emailschicht von un durchsichtigem,
mattem Aussehen erhalten wird. Das matte Aussehen wird verursacht durch die Anwesenheit einer sehr grossen Zahl sehr kleiner Höhlungen.
Bei Verwendung eines Emails wird im allgemeinen, nachdem die Gefässteile, z. B. einer Röhre oder Lampe, unter Zwischen fügung dieses Mittels aufeinandergestellt sind, das Ganze auf eine hohe Temperatur erhitzt, so dass das Email zu einer hellen, glasartigen Schicht schmilzt und die Ver bindung zwischen den beiden Teilen zu stande bringt. Es hat sich nun gezeigt, dass in dies.
Fall nicht unter allen Umständen eine dauernde vakuumdichte Verbindung erhalten wird, dass dies aber erreicht werden kann, wenn das Email die oben angegebene Struktur besitzt. Obwohl es nicht sicher ist, auf welchen Umstand die Vorteile einer solchen Struktur zurückzuführen sind, so ist es nicht unmöglich, dass bei Verwendung von völlig durchgeschmolzenen, hellen Email schichten der Ausdehnungskoeffizient sich durch Lösung des Glases der Gefässteile im Email, oder umgekehrt, ändert oder dass eine poröse,
aber vakuumdichte Struktur nach der Erfindung eine elastischere Verbindung er gibt, als wenn eine helle Emailschicht vor handen ist und daher eine Gefahr für Sprin gen verursacht.
Die Erfindung kann nun zum Anschmel- zen von Gefässteilen aus sehr verschiedenen Materialien, beispielsweise aus Glas, kera mischem Material und Metall, in allen mög lichen Kombinationen benutzt werden; als Email verwendet man vorzugsweise ein sol ches, dessen Ausdehnungskoeffizient von der Grössenordnung von demjenigen des Mate rials ist, aus dem die miteinander zu verbin denden Einzelteile des Gefässes bestehen, und dessen Schmelzpunkt möglichst niedrig liegt, also Emails., wie siez.
B. im schweizerischen Patent 1N.243720 beschrieben wurden. So wird ein geeignetes Email zum Anschmelzen von gläsernen Gefässteilen aus in dieser Patentschrift erwähnten Bleiboraten und Bleisilikaten gebildet.
Eine poröse, aber vakuumdichte Struktur, wie sie für ein Gefäss nach der vorliegenden Erfindung erforderlich ist, kann nun auf einfache Weise dadurch erzielt werden, dass beim Anschmelzen- nicht zu hoch und nicht länger als einige Minuten erhitzt wird.
So kann bei Verwendung eines Emails mit der Zusammensetzung 65 Gewichtspro zent Pb0, 12,6 Gewichtsprozeut Si0? und 22,4 Gewichtsprozent B.0. (Ausdehnungs koeffizient<B>9,7</B> X 10-6) zum Anschmelzen z. B. eines Kolbens undeines. Fusses aus Kalk glas (Ausdehnungskoeffizient 9,6 X 10-6) oder aus Bleiglas eine Verbindung mit einer Emailschicht der gewünschten Struktur auf nachfolgende Weise erhalten werden: Wenn in den z.
B. scheibenförmigen Fuss der Röhre die Stromzuführungsleiter eingeschmolzen sind., so kann auf diesen Fuss an der Stelle, an welcher der Kolben befe stigt werden muss, eine dünne Schicht des Emails in Pulverform, gemischt mit ein wenig Wasser, aufgetragen werden. Diese Schicht kann z. B. eine Dicke von 0,2 mm besitzen. Der Fuss wird nunmehr in einem Ofen während 2 Minuten auf eine Tempe ratur von höchstens 580 C erhitzt. Darauf wird das Elektrodensystem montiert und der Kolben auf den Fuss aufgestellt, worauf abermals während 2 oder 3 Minuten erhitzt wird, und zwar diesmal auf eine Temperatur von etwa 480 .
Es zeigt sieh, dass dann eine vollkommen luftdichte Verbindung mit einem Email poröser, aber vakuumdichter Struktur erhalten wird. Dadurch, dass auf niedrigere Temperatur undloder während kür zerer Zeit erhitzt worden ist, als wenn man eine helle Emailschicht herstellen würde, wird der zusätzliche Vorteil erhalten, dass die Möglichkeit einer zu hohen Erhitzung der sich innerhalb des Gefässes befindlichen Teile im Vergleich zur direkten Anschmel- zung der gläsernen Gefässteile, z. B. einer Entladungsröhre oder Glühlampe, gering ist.
Die Abweichung zwischen den Ausdeh- nungskoeffizienten der miteinander zu ver bindenden Teile und des Emails ist vorteil haft stete kleiner als 15 % .
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Geschlossenes Gefäss, bei dem wenig stens zwei Gefässteile mittels eines Emails luftdicht aneinander befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Emailschicht un durchsichtig ist, ein mattes Aussehen besitzt und eine poröse, aber vakuumdichte Straktur aufweist, 1I. Verfahren zur Herstellung eines ge schlossenen Gefässes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss an die Stellen, %vo die Gefässteile aneinander befestigt wer den sollen, eine Emailschicht in Pulverform aufgebracht wird, dann erhitzt wird, bis das Pulver zu einer Schicht mit mattem Aus sehen geschmolzen ist,darauf die Gefässteile aneinandergesetzt werden, worauf während kurzer Zeit derart erhitzt wird, dass eine vakuumdichte Verschmelzung unter Beibe haltung einer porösen Emailschicht von un durchsichtigem, mattem Aussehen erhalten wird. UNTERANSPRüCHE 1. Geschlossenes Gefäss nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefässteile mit einem Email verbunden sind, dessen Ausdehnungskoeffizient weniger als <B>1570</B> von dem des Materials der Gefässteile abweicht und dessen Schmelzpunkt niedriger als der dieses Materials ist. 2.Geschlossenes Gefäss nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gefässteile aus Kalk glas bestehen und mit einem Email der Zu sammensetzung 65 Gewichtsprozent Pb0, 12,6 Gewichtsprozent Si02 und 22,4 Ge wichtsprozent B.,0, verschmolzen sind. 3.Geschlossenes Gefäss nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gefässteile aus Blei glas bestfhen und mit einem Email der Zu sammensetzung 65 Gewichtsprozent Pb0. 12,6 Gewichtsprozent Si0, und 22,4 Ge wichtsprozent B_03 verschmolzen sind.
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