CH248963A - Künstlicher Zahn aus Porzellan und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Künstlicher Zahn aus Porzellan und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Künstlicher Zahn aus Porzellan und Verfahren zur Herstellung desselben.
Die Erfindung bezieht sich auf einen künstlichen Zahn aus Porzellan n und auf ein Verfahren zur Herstellung desselben. Sie be- ahsichtigt, derartige Zähne derart auszubilden, dass sie. nach Befestigung an einer Prot. heseplatte, auch an der Zungen- bezw.
Gaumenseite eine natürliche Form zeigen wodurch sie sich ganz normal anfühlen und ein normales Sprechen zulassen.
Zu diesem Zwecke zeigt der künstliche Zahn nach der Erfindung eine innere Höh lang, die in der Hauptsache der äussern Zahnform entspricht und die an der Wurzelseite des künstlichen Zahnes und ausserdem auch den Seitenwänden desselben entlang nach aussen reicht. Dabei kann die Höhlung in zwei Räume unterteilt sein mittels einer Zwischenwand, welche die Vorder- und Hinterwand des künstlichen Zahnes verbindet. Weiter können die Wände der Höhlung in den künstlichen Zähnen mit Gräten und Nuten versehen sein, um eine feste Haftung der Zähne an der Gebissplatte zil ermöglichten.
Zur Herstellung eines derartigen künstliehen Zahnes wird nach der Erfindung auf einem aus wärmebeständigem Material, wie z. B. wärmebeständigem Gips, hergestellten und mit. einem vorzugsweise aus dem glei chen Material l bestehenden Sockel versehenen Formkern mit Hilfe einer geteilten Formschablone aus Porzellanbrei ein Formling hergestellt, der nach der Entfernung der Formschalen auf dem Sockel stehend in einem Ofen gebacken wird. wonach, nach Abkühlung, der Formkern mit Sockel ent fernt wird.
In dieser Weise wird es möglich, künstliche Zähne als Massenprodukt aus Porzellan herzustellen.
Zur Verdeutlichung der Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf die Zeichnung ein Auslführungsbeispiel eines künstlichen Zahnes und die Herstellungsweise desselben beschrieben.
Fig. 1 ist eine Hinteransicht des Formkernes.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht desselben.
Fig. 3 ist ein Vertikalquerschnitt durch die geteilte Formschahlone.
Fig. 4 ist ein Horizontalsehnitt durch einen gebildeten künstlichen Zahn.
Fig. 5 ist eine Hinteransicht desselben.
Von einem metallenen Formkernmodell wird mit Hilfe wärmebeständigen Gipses eine Reproduktion hergestellt, die nach Erhärtung den Formkern 1 mit Sockel 2 liefert. Dieser Formkern reicht über die ganze Breite des herzustellenden künstlichen Zahnes und ist in Längsrichtung mit den erforderlichen Gräten und Nuten versehen. die im Innern des fertigen künstlichen Zahnes die erforderlichen Erhöhungen bezw.
Vertiefungen zum Festsetzen des künstlichen Zahnes im Prothes enpiattenmaterial bilden müssen. Weiter ist der Formkern gabelförmig gespalten, wobei die Spalte 3 zwischen den Formkernteilen das Material zur Bildung der Zwischenwand aufnehmen kann, welche Zwischenwand die Vorderund Hinterwand des herzustellenden künstlichen Zahnes verbinden muss.
Um diesen Formkern herum werden die Formschalen 4 und 5 angeordnet, welche Formschalen je mit einer einem Teile der äussern Form des herzustellenden künstlichen Zahnes entsprechenden Formhöhlung versehen sind. Die Formschalen sind derart ausgeführt worden, dass sie am obern Ende eine Zufuhröffnung 6 freilassen, welche öffnung nach dem Raume zwischen den Formschalen 4 und 5 und dem darin befindlichen Formkern 1 Eintritt bietet. Durch diese Zufuhröffnung 6 hindurch wird Por zellanlirei in die Formhöhlung gebracht.
Mittels VibrieFrung der aufeinanderge- klemmt gehaltenen Formschalen 4 und 5 wird die Formhöhlung gänzlich gefüllt, wobei während der Einbringwung des Porzellanbreies der erwünschten Reihenfolge der Farben in dem herzustellenden künstlichen Zahn Rechnung getragen werden kann.
Nachdem in dieser Weise die Formhöhlung gefüllt ist, wird die vordere Formochale abgenommen. Nachdem, insoweit erforderlich, die. dadurch freigewordene Vorderseite des künstlichen Zahnes bearbeitet worden ist, um erwünschte Farben oder Farbenübergänge zu erzielen, und die hintere Formschale bis zu ihrem obern Rand mit Porzel lanbrei angefüllt worden ist, wird eine Fornischale für die vollständige Zahnvorderseite auf das Zahnmodell gedrückt, wodurch die Zahnform in ihren sämtlichen Finessen entsteht. Nachdem man die Formschale abgenommen hat, kann der nunmehr genau modellierte künstliche Zahn mittels eines Druckes auf den den Zahn tragenden Sockel 2 aus der hintern Formsehale 4 genommen werden.
Der künstliche Zahn kann hierauf, auf seinem Sockel stehend, in einen Ofen gesetzt und gebacken werden, wobei die Lage des Werkstückes eine sehr regelmässige 13r- hin. zug sichert, was die Qualität des fertigen Produktes stark fördert.
Nach Abkühlung des Werkstückes wird der Formkern mit Sockel entfernt, wonach der künstliche Zahn zur Befestigung auf einer Protheseplatte fertig ist. Bei der Einpressung der künstlichen Zähne zu diesem Zwecke in das Gebissplattenmaterial kann bei der Hineindringung dieses Materials in die Zahnhöhe der überflüssige Teil desselben durch die seitlichen schmalen Öffnungen 7 in dem künstlichen Zahn entweichen. Im übrigen verursachen die in den Wänden 8 der Zahnhöhle anwesenden, durch die oben beschriebene Ausbildung des Formkernes erzielten Gräte und Nuten eine feste Haftung der Zähne an der Gebissplatte, während die die Vorderwand des künstlichen Zahnes mit der Hinterwand verbindende Zwischenwand 9 demselben die erforderliche Stärke erteilt.
Die nach der Erfindung hergestellten künstlichen Zähne sind spannungsfrei, wodurch Bruch nahezu nicht vorkommt. Die Einfachheit der Herstellungsweise ermöglicht eine Massenherstellung, ohne dass hierdurch der individuelle Charakter der in dieser Weise hergestellten Zähne in störender Weise Nachteil erleidet.
PATENTANSPRÜOTiE:
I. Künstlicher Zahn aus Porzellan, gekennzeichnet durch eine innere Höhlung, welche in der Hauptsache der äussern Zahnform entspricht und an der Wurzelseite des künstlichen Zahnes, aber auch den Seitenwänden desselben entlang nach aussen reicht.
Claims (1)
- II. Verfahren zur Herstellung eines künstlichen Zahnes nach Patentanspruch I, dadurch tffl, ekennzeichnet, dass auf einem aus wärmebeständigem Material hergestellten und mit einem Sockel versehenen Formkern mit Hilfe einer geteilten Formschablone aus Porzellanbrei ein Formling hergestellt wird, der nach Entfernung der die Formschablone bildenden Formschalen und auf dem Sockel des Formkerues stehend in einem Ofen gebacken wird, wonach nach Abkühlung der Formkern mit Sockel entfernt wird.III. Form zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einer Anzahl Formschalen besteht, die derart ausgebildet sind, dass nach der Zusammenfügung der Formschalen eine Zufuhröffnung nach der innern Formhöhlung freibleibt.UNTERANSPRflOHE: 1. Künstlicher Zahn aus Porzellan nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Höhlung in zwei Räume unterteilt ist mittels einer die vordere und die hintere Wand des künstlichen Zahnes unter sich verbindenden Zwischenwand.2. Künstlicher Zahn aus Porzellan nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der innern Höhlung mit Gräten und Nuten versehen sind.3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als wärmebeständiges Material für den Formkern und den Sockel Gips verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL248963X | 1946-01-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH248963A true CH248963A (de) | 1947-05-31 |
Family
ID=19780980
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH248963D CH248963A (de) | 1946-01-30 | 1946-02-18 | Künstlicher Zahn aus Porzellan und Verfahren zur Herstellung desselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH248963A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2605875A1 (fr) * | 1986-10-31 | 1988-05-06 | G C Dental Ind Corp | Dent artificielle |
-
1946
- 1946-02-18 CH CH248963D patent/CH248963A/de unknown
Cited By (1)
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