Verfahren zur serienmässigen Herstellung von Schiebekernspulen mit vorgeschriebenem Verhältnis von Maximal- zu Minimalselbstinduktion. Bei modernen Radioapparaten werden stets mehrere mit nur einem Knopf gleich zeitig einstellbare Abstimmkreise verwendet, wobei besondere Massnahmen getroffen wer den müssen,
um den Gleichlauf der Abstim mung der Kreise zu sichern. Bei Abstimmung mittels variabler Kondensatoren wird der Gleichlauf durch Verwendung s.ogenannter Trimmerkondensatoren erreicht; das sind ein fache und billige einstellbare Kondensatoren geringer Kapazität, wodurch die infolge der Herstellungstoleranz auftretenden Abwei- ehungen der Abstimmkondensatoren ui@d -pulen ausgeglichen werden können.
Bei Schiebekernabstimmung könnte man in ähnlicher Weise den Gleichlauf durch Hinzuschaltung von "Trimmerspulen" bewir ken. Es geht dabei um das Verhältnis der Maximal- zur Minimalselbstinduktion; wenn dies für alle Spulen dasselbe ist, dann kön nen Abweichungen der Absolutwerte von Maximal- und Alinimalselbstinduktion ein fach durch Einstellung des Parallelkonden sators - dieser kann ein normaler Trimmer kondensator sein - ausgeglichen werden.
Trimmerspulen sind jedoch nicht so ein fach und billig herzustellen wie Trimmer kondensatoren. Es wäre daher erwünscht, Schiebekernspulen mit grosser Genauigkeit des Verhältnisses von Maximal- zu Minimal selbstinduktion herzustellen. Dies erhöht je- doch im allgemeinen die Herstellungskosten der Spule beträchtlich.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur serienmässigen Herstellung von Schiebekern- spulen mit vorgeschriebenem Verhältnis von Maximal- zu Minimalselbstinduktion, bei dem die erforderliche Genauigkeit dieses Ver hältnisses auf einfache Weise und ohne nen nenswerte Kosten erzielt wird.
Erfindungsge mäss wird dies dadurch erreicht, dass man von Schiebekernspulen ausgeht, bei denen das erwähnte Verhältnis bei Innehaltung der Herstellungstoleranzen jedenfalls zu klein ist, und jeweils von dem der Eintrittsseite des Kernes entgegengesetzten Ende der Spule so viele Windungen, die den Kern in ganz ein geschobener Lage nicht umfassen, abwickelt, bis der vorgeschriebene Wert des genannten Verhältnisses innerhalb der vorgesehenen Toleranz erreicht ist.
Die abzuwickelnden Windungen dürfen den eingeschobenen Kern nicht umfassen, weil sonst die Maximal- und die Minimal selbstinduktion sich um denselben Prozent satz ändern, so dass ihr Verhältnis dasselbe bleibt.
Die Erfindung umfasst auch eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren herge stellte Schieberkernspule.
Die Schieberkernspule nach der Erfin dung weist an dem von der Eintrittsseite des Kernes abgewendeten Ende eine Gruppe von Windungen auf, die ausserhalb der Endfläche des Kernes in seiner eingeschobenen Lage lie gen, von welchen Windungen wenigstens eine abgewickelt worden ist.
Vorzugsweise wird die Spule derart aus gebildet, dass infolge der Abwicklung von jeder der der erwähnten Gruppe zugeordneten Windungen das Verhältnis der Maximal- zur Minimalselbstinduktion der Spule wenigstens um 0,3% zunimmt.
Hierdurch wird erzielt, dass bei der Ein stellung des richtigen Selbstinduktionsver- hältnisses beträchtliche Toleranzen aufn fan gen werden können und je abgewickelte dung eine praktisch brauchbare Änderung im Verhältnis der Maximal-Minimalselbstinduk- tion verursacht wird. urenn die Spule nicht zu viel Windungen hat (z.
B. nicht mehr als 350 Windungen) und die fragliche Win- dungsgruppe sich in genügendem Abstand von der Stirnfläche des eingeschobenen Kernes befindet, ist die erwünschte Zunahme von 0,3 % pro Windung leicht zu erreichen.
Ein günstiges Verfahren der Einstellung besteht darin, dass vor Einstellung des rich tigen Verhältnisses
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die Selbst induktion in der Maximal- und in der Mini mallage gemessen wird, worauf in der zur Minimalselbstinduktion gehörenden Lage des Schiebekernes so' 'WSdungen entfernt werden, dass die Minirn"äa!Me#Lv"f@induktion das
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fache der gemessenen Maximalselbstinduk- tion wird.
Dadurch kann man, nachdem die Messungen angestellt worden sind, mit ein maliger Abwicklung von -Windungen aus kommen, worauf die Spule den gestellten An forderungen praktisch fast immer schon hin reichend genau entspricht.
Die Erfindung wird an Hand der bei liegenden Zeichnung, in der ein Ausfüh rungsbeispiel einer Schiebekernspule nach der Erfindung dargestellt ist, näher erläu tert. In dieser Figur ist eine Spulenbuchse 1 im Schnitt dargestellt, um welche die Win dungen 2 angeordnet sind.
In dieser Spule kann sich ein Kern 3 aus magnetischem Material bewegen, derart, da-ss in der End- lage der Antriebseinrichtung, also in der meist. eingeschobenen Lage, die rechte End- fläche sich bis zur mit A bezeichneten Stelle erstreckt.
Aus der Figur geht hervor, dass die bei 4 liegenden Windungen immer ausser halb dieser Endfläche bleiben, und dass das Feld dieser Windungen vom Eisenkern prak tisch nicht beeinflusst wird. Wenn der Ab stand von diesen Windungen bis zur rech ten Endfläche des Kernes in der Lage A hinreichend gross ist, so wird der gern keinen oder einen sehr geringen Einfluss auf den von diesen Windungen beigetragenen Teil der Selbstinduktion ausüben, d. h., dass durch das Abwickeln von Windungen 4 die Mini mal- und die Maximalinduktion praktisch um gleich viel geändert werden.
Dies bedeutet, dass, wenn einige Windun gen bei 4 abgewickelt werden, die Selbst induktion der Spule, unabhängig von der Lage des. Eisenkernes, um einen bestimmten Betrag abnimmt. Hierdurch wird das Ver hältnis zwischen der Maximal- und der Mini malselbstinduktion beeinflusst, was an Hand des folgenden Zahlenbeispiels erläutert wer den soll:
Es wird vorausgesetzt, dass die Eisenkern spule derartige Eigenschaften haben muss, dass die Maxima.lselbstinduktion das 10fache der 14finimalselbstinduktion ist. Weiter wird angenommen, dass dieMaximalselbstinduktion etwa 2000 pH betragen muss. Beim Entwurf der Schiebekernspule ist den MaximaIabwei- chungen Rechnung zu tragen, die bei norma ler Produktion vorkommen können und durch das Abwickeln von Windungen müssen aus geglichen werden können. Es ist z.
B. sehr gut möglich, mittels einfacher Herstellungs verfahren der Selbstinduktion der Spule ohne Eisenkern ein Wert zu erteilen, der höchstens um 3 % vom Nennwert der Selbstinduktion abweicht, so dass eine Streuung von 6 auftreten kann. Ebenfalls ist es leicht mög lich, Eisenkerne herzustellen, bei deren An wendung der Höchstwert der Induktion einer exakt hergestellten Spule vom Nennwert höchstens um 3 % abwickelt, so dass also hierdurch ebenfalls eine Streuung von 6 % auftreten kann.
Weil den ungünstigsten Ab weichungen Rechnung zu tragen ist und durch Abwicklung der Windungen das Ver hältnis zwischen Maximal- und Minimal selbstinduktion ausschliesslich vergrössert werden kann, muss die Spule derart entwor fen werden, dass das geringste vorkommende Selbstinduktionsverhältnis um 12 % von dem Verhältnis 1:10 abweicht, d. h. da-ss das Minimalverhältnis 1:8,8 beträgt.
Das maximal vorkommende Verhältnis wird dann gerade 1:10 betragen und in die sem Falle brauchen keine Windungen abge wickelt zu werden.
Im ungünstigsten Falle hat die Spule ohne Eisenkern z. B. eine Selbstinduktion von 200 icH, und es beträgt die Maximal- är;lbstinduktion 1760 @cH, d. h. 8,8 X 200 uH. Beim. Einstellen des Verhältnisses der Selbst induktion werden diese Werte gemessen, wor auf die Minimalselbstinduktion bis auf 1I1, (les Maximalwertes, also bis auf 176 /iH. zurückgebracht wird.
Die Selbstinduktion in i der Minimalstellung wird somit um 24 #t11 herabgesetzt, wodurch die Selbstinduktion in der Maximallage ebenfalls um zirka <I>24</I> ,cslI, d. h. auf 2736 ,uH herabgesetzt wird. Das Verhältnis zwischen der Maximal- und der Xlinimalselbstinduktion weist dann eine Abweichung von etwa 11/2% von dem ge wünschten Verhältnis 1-10 auf, was mit einer Abweichung von der Maximal- zur Minimalwellenlänge von etwa<B>0,75%</B> über einstimmt.
Diese Abweichung, welche die grösste ist, die bei den angenommenen Tole ranzen auftreten kann, ist für die meisten Gerätbauarten vollkommen zulässig.
Wenn die Toleranzen bei der Konstruk tion der Spulen und Kerne kleiner sind, so -wird eine entsprechend grössere Genauigkeit bei der Einstellung erhalten.
Ein grosser Vorteil dieser Einstellungsart besteht darin, dass die Selbstinduktion nur i einmal in der Maximallage gemessen zu wer den braucht, worauf eine Messung in der Minimallage erfolgt, bei der gleichzeitig die Selbstinduktion bis auf den gewünschten Bruchteil der Maximalselbstinduktion zu rückgebracht werden kann.
Weil die Einstellungsmöglichkeit durch das Abwickeln von Windungen in dem Masse verringert -wird, wie die Windungen dichter an die Endfläche A des Kernes heranrücken. ist es erwünscht, einen gewissen Mindest abstand hierfür zu berücksichtigen. Dieser Abstand ist aber von den verschiedenen Ab messungen der Spule des Kernes abhängig. Es ist aber festgestellt worden, dass, wenn beim Abwickeln einer Windung das Selbst induktionsverhältnis um weniger als 0,3 zunimmt, im allgemeinen keine hinreichende Einstellungsmöglichkeit mehr vorhanden ist.
Infolgedessen ist es erwünscht, dass auch die am dichtesten an die Endfläche des Kernes in der Lage A heranrückende Windung, die noch zur Einstellung in Betracht kommt, beim .Abwickeln eine Vergrösserung des Ver hältnisses zwischen der Maximal- und der lblinimalselbstinduktion der Spule von wenig stens<B>0,3%</B> ergibt. Dies kann praktisch z. B. dadurch erreicht werden, dass man insgesamt nicht mehr als 350 Windungen anwendet, wobei bei einem Spulendurchmesser von 2,5 mm und einer Kernlänge von 35 mm die Windungen 4 sich mindestens 10 mm ausser halb der Lage A befinden.