Vorsteckapparat an Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen. Es sind Vorrichtungen für Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen bekannt, bei welchen ein zur Aufnahme periodischer, ma schinengeschriebener Eintragungen bestimm tes Beschriftungs(Vorsteck-)blatt vor ein oder mehr in der Maschine befindliche Grund blätter vorgesteckt und derart eingestellt wer den kann, dass die Einstellung selbsttätig auf der Höhe der zu beschriftenden, den vor gehenden Buchungen folgenden Zeile erfolgt und bei welchen Mittel vorgesehen sind, um nach erfolgter Buchung die nächste selbst tätige Einstellung des Vorsteckblattes zu si chern. So ist es z.
B. bei der Vorrichtung nach dem schweizer. Patent Nr. 181826 mög lich, mit Hilfe des auf der rechten Maschi nenseite vorgesehenen Auslösehebels für die Andruckwalzen gleichzeitig bei dessen Aus lösebewegung eine mit ihm mittelbar gekup pelte, über die ganze Maschinenbreite rei-' chende Welle zu drehen, auf deren anderem Ende die Mittel zum Vorstossen des die Lo chung im Vorsteckblatt vornehmenden Loch messers angeordnet sind.
Beim Gebrauch dieser Vorrichtung hat sich nun gezeigt, dass durch das Auslösen der Andruckwalzen das Grundblatt, z. B. ein Journalbogen, auf welchen der Satz vom Vor steckblatt mittels Durchschlagpapier über tragen werden soll, sich verschieben kann, dass ihm mithin eine genügende Haltesiche rung fehlt. In der Folge wird das Grundblatt in eine Schräglage versetzt, wobei der durch- geschlagene Satz schräg zum Vordruck des Grundblattes aufgenommen wird.
Diesem Übelstand abzuhelfen, dient die vorliegende Erfindung, bei welcher das Ein arbeiten der Rast in das Vorsteckblatt bei angepressten Andruckwalzen erfolgt, somit ein Verschieben und eine Schräglage des Grund blattes nicht eintreten können.
Erfindungsgemäss zeichnet sich der Vor steckapparat dadurch aus, dass an ihm ein seitlicher Vorsprung eines zwangsläufig ver schiebbaren Führungsorgans im Wirkungs bereich des Zeilenschalthebels der Maschine liegt und dass am besagten Führungsorgan ein Arm angelenkt ist, der mit einer die Be tätigungsorgane zum Einarbeiten der Rast tragenden Achse starr verbunden ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in Drauf sicht mit Teilen der sie tragenden Maschine. soweit diese mit der Vorrichtung zusammen wirken.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie a-b in Fig. 1 und Fig. 3 ein solcher nach der Linie c-d in Fig. 1.
Der von der Maschine, z. B. einer Schreib maochine weghebbare Teil a der Vorrichtung ruht einerends mittels einer auf einem vier kantigen Traversenteil 1 derselben befestig ten Lagerplatte 2 auf einem am Seitenschild 3 des Wagens vorstehenden Zapfen 4 und anderends mittels eines Lagers 5 einer eben falls auf dem Traversenteil 1 befestigten La gerplatte 6 auf einem im Seitenschild 7 des Wagens gelagerten, mit Griff versehenen Fe derstift B.
Ausserdem greifen beiderends am Traversenteil 1 befindliche, flache Fortsätze 9 unter Köpfe von am Wagen vorgesehenen Federstiften 10, so dass die starre Verbindung des weghebbaren Teils a mit dem Wagen ge sichert ist. Vorn am Traversenteil 1 sind par allel und im Abstand voneinander Führungs bleche 11 befestigt. In den durch diese gebil deten Schlitz 12 wird das Vorsteckblatt ein geschoben.
Auf der Rückseite des Traversen teils 1 sind auf einer Welle 13 Führungs- w älzen 14 als- zusätzliche Anpresswalzen für das Grundblatt angeordnet. Auf der Rück seite sitzt ebenfalls ein Winkelstück 15, das zusammen mit der Lagerplatte 6 das Auf lager für eine Achse 16 bildet, an der ausser halb der Lagerplatte 6 ein Arm 17 festsitzt. Dieser Arm ist bei 17a an einer mit einem seitlichen Vorsprung 18 versehenen Platte 19 aasgelenkt, die einen Kurvenschlitz 20 auf weist, in den ein Zapfen 21 der Lagerplatte 6 ragt und dieser als Führung dient. Diese Ku lissenführung wird durch den Zeilenschalt hebel 22 der Maschine betätigt, und es weist.
dieser zu dem Zweck einen Anschlagnocken 23 auf einem Winkelarmstück 24 auf, von dem aus die Bewegung des Zeilenschaltrades auf den Vorsprung 18 der Platte 19 über tragen wird.
Auf der Achse 16 sitzt nach bekannter Art ein Tragstück 25 für eine federnde Schlagklinke 2,6 fest, die bei jeder Bewegung des Zeilenschalthebels ein im Traversenteil 1 geführtes, federbelastetes Lochmesser 27 vor stösst.
In der Axe des Lochmessers und auf der Gegenseite des Einführungsschlitzes für die Vorsteckblätter befindet sich in einem Ansatz 28 des Traversenteils eine in einen aufgeschraubten Behälter 29 mündende Boh rung 30 zur Aufnahme der ausgestanzten Blatteile. Am Ansatz 28 ist, um Gelenk zapfen 3.1 verschwenkbar, ein an sich bekann tes, einen Sucherstift 32 tragendes KipprähnZ- chen 33 angeordnet, das unten einen schaufel artig geformten,
gegen den Traversenteil ab gebogenen Ansatz 34 aufweist.
Die Gebrauchsweise der Einrichtung ist. folgende: Der Wagen der Maschine wird nach rechts verschoben und die Andrückwalzen mittels des Papierauslö.sehebels 3,5 von der Schreib walze 36 gelockert. Sodann wird 'das bereits vorgelochte Vorsteckblatt in den Schlitz 12 der Führungsbleche 11 eingeführt und der Papierauslösehebel eingeschaltet.
Das Blatt stösst in bekannter Weise mit der untern Kante gegen den Ansatz 34 des Kipprähm- chens (siehe Pfeil .x und strichpunktierte Linie y, Fig. 2 und 3), wodurch dieses ver- schwenkt wird.
Durch die Verschwenkung wird der Sucherstift 32 gegen das gleitende Vorsteckblatt gedrückt und tritt in das unter ste, durch eine vorherige Buchung eingearbei tete Loch ein und blockiert das Vorsteck- blatt. Dieses kann nun beschrieben werden, wobei mittels Durchschlagbogens der Eintrag auf das Grundblatt übertragen wird. Nach dem das Vorsteckblatt beschrieben ist, wird der Zeilenschalthebel betätigt und gleichzei tig der Wagen nach rechts bis zum Anschlag resp. bis zur neuen Ausgangsstellung ver schoben.
Mit der Betätigung des Zeilenschalt hebels 22 trifft der Anschlagnocken 23 auf den Vorsprung 18 der Platte 19. Mit der Verschiebung der Platte 19 längs ihrer Ku lissenführung 20 (siehe Pfeil w in Fig. 3) wird der Anlenkzapfen 17a, des Armes 17 mitveischoben und der Arm 17 infolgedessen mit der an ihm angreifenden Achse 16 in Richtung des Pfeils v verschwenkt. Das Tragstück 25 dreht mit, wobei nach bekann ter Weise die Schlagklinke 26 gegen das Loch messer auftrifft und dieses vorstösst.
Mit die ser Verschiebung des Lochmessers ist ein neues Loch in das Vorsteckblatt eingearbei tet worden. Eine einerends am Lager 5 der Lagerplatte 6 und anderends an der Achse 16 befestigte Schraubenfeder 37 ist bestrebt, die Teile 16, 17, 18 und 19 wieder in ihre Aus- gangsstellung-zü bringen.
Nach der' Lochung des Vorsteckblattes werden mittels des Par pierauslösehebels die Andrückwalze gelockert und das Vorsteckblatt aus der Vorrichtung benommen. Diese und die Maschine sind nun wieder schreibbereit.
Wie aus Vorstehendem zu entnehmen ist, ist eine sichere Führung für das Grundblatt dadurch geschaffen, da.ss die Zeilenschaltung und Lochung des Vorsteckblattes bei einge stellten bezw. gegen die Schreibwalze ge pressten Andrückwalzen unabhängig vom Pa- pierauslösehebel erfolgen. Eine Verschiebung des Grundblattes und eine dadurch bedingte schiefe Aufnahme der Sehrifteinträge ist aus geschlossen.
Die Gestaltung der Einzelteile des Appa rates könnte auch eine andere als wie be schrieben und gezeichnet sein, ohne dass damit der Rahmen der Erfindung überschritten würde.