Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen von Fl ssigkeiten.
Es ist bekannt,Flüssigkeiten (z. B. Getränke, wie Milch, Obstsaft, Spirituosen usw.) beispielsweise mit UV-Strahlen zu bestrahlen, um sie chemisch oder biologisch zu verändern.
Es ist hisher bereits ein Verfahren be- kannt, bei welchem die zu bestrahlende Flüs- sigkeit durch ein System von parallelen Quarzröhren geleitet wird, welche einer Bestrah- lung mit UV-Strahlen unterworfen werden.
Diese Verfahren und die Anordnung zu ihrer Durchführung hatten den Nachteil, da? sich in den Röhren eine ruhende Grenzschlicht bildete, welche zur Folge hatte, da? bei allen Stoffen mit einer starken UV-Absorption, wie z. B. bei Milch, keine genügende Strahlungs- wirkung mehr auf die im Innern der R¯hre durehflieBende Hauptmenge ausgeübt werden konnte. Diese Nachteile machten sich um so mehr bemerkbar, je hoher die Viskosität der behandelten Flüssigkeit war.
Die bisher bekanntgewordenen Verfahren und Vorrichtungen boten somit Schwierigkei- ten in der Erzielung einer absolut gleich- mässigen Bestrahlung der zu behandelnden Flüssigkeit, in der Regelung der Strahlungs- intensitÏt als auch der pro Zeiteinheit be strahlten Menge.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Bestrahlen von Flüssigkeiten, z. B. mit UV-, UR- oder R¯ntgenstrahlen, bei welchem diese Nachteil vermieden werden können. Bei zweckmässiger Durchführung des Verfahrens lÏ sichdieFlüssigkeitsmenge,dissbestiraMt wird, und die Strahlungsintensität in weiten Grenzen ändern und dem gegebenen Verwendungszwecke anpassen.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Eine beispielsweise Ausführungs- form derselben ist in der Zeichnung dargestellt.
Die zu beha-ndelnde Flüssigkeit wird dureh eine Leitung 1 einem drehbar gelager- ten, glockenförmigen Behälter 2 zugeführt, der sich von unten nach oben erweitert. Der Behälter 2 wird durch nicht dargestellte Mittel in Drehung versetzt, so da? sieh die Flüs sigkeit infolge der Zentrifugalkraft an seinen Wänden verteilt und längs diesen Wänden nach oben fliesst und über den obern Rand 3 weggeschleudert wird. Um den Behälter 2 ist t eine Kammer 4 angeordnet, die mit einer Ableitung 5 für die Flüssigkeit versehen ist und einen Deckel 6 tram, der dicht auf dem Kam merunterteil aufsetzbar ist. Der Declel 6 trÏgt zwei Leitungen 7, 8, die durcheinen Hahn abschlie?bar sind.
In der Achse des Deckels ist an einem Stab 9 eine Strahlen quelle, z. B. ein UV-Strahler 10, vorgesehen. tuber dem Strahler 10 ist ein Schirm 11 angeordnet.
Die zu behandelnde Flüssigkeit tritt durch die Leitung l in den Behälter 2 und wird vom obern Rand 3 des letzteren weg in die Kammer 4 geschleudert. Dureh die Leitung 5 verlässt die behandelte Flüssigkeit die Kammer 4. Die Leitungen 7 und 8 dienen zum Ansehluss der Kammer 4 entweder an n ein Vakuum oder an eine Einrichtung, welche die Speisung der Kammer 4 mit einem inerten oder chemisch aktiven Gas je nach Verwendungszweck, z. B. mit C02, ermög- licht. Die Bestrahlung der Flüssigkeit erfolgt durch den Strahler 10, dessen Halter 9 verschiebbar und vakuumdicht im Deckel 6 angeordnet ist.
Diese Verschiebbarkeit gestattet eine Regulierung der Bestrahlungszeit, indem bei h¯her gestelltem Halter 9 die Fliissigkeit auf einem lÏngeren Weg bestrahlt wird als bei tiefer gestelltem Strahler. Die gegenseitige Einstellbarkeit von Behalter 2 und Strahler 10 gestattet damit die erwünschte Regulierung der Bestrahlungedauer. Das Verändern der Drehzahl der Zentrifuge gestattet a) bei gleichbleibender Flüssigkeitszufuhr das Variieren der Schichtdicke der Flüssigkeit und dadurch ein Erhöhen oder Verrin- gern der Strahlungswirkung auf die Flüssigkeit. b) bei veränderter Flüssigkeitszufuhr ein Konstanthalten der Sehichtdicke und dadurch der Bestrahlungsintensität, wodurch ein Vergrössern der Durehflussmenge möglich ist.
Die Vorrichtung kann mit einem Durchlaufzähler versehen sein.
Der BehÏlter 2 kann auch aus Glas oder Quarz bestehen und zusätzlich von au?en her bestrahlt werden.
Method and device for irradiating liquids.
It is known to irradiate liquids (e.g. beverages such as milk, fruit juice, spirits, etc.) with UV rays, for example, in order to change them chemically or biologically.
A method is already known in which the liquid to be irradiated is passed through a system of parallel quartz tubes which are subjected to irradiation with UV rays.
These procedures and the arrangement for their implementation had the disadvantage that? a dormant boundary layer formed in the tubes, which resulted in that? for all substances with strong UV absorption, such as In the case of milk, for example, a sufficient radiation effect could no longer be exerted on the main quantity flowing through the inside of the tube. These disadvantages became more noticeable the higher the viscosity of the treated liquid.
The previously known methods and devices thus presented difficulties in achieving absolutely uniform irradiation of the liquid to be treated, in regulating the radiation intensity and the amount irradiated per unit of time.
The invention now relates to a method for irradiating liquids, e.g. B. with UV, UR or X-rays, in which this disadvantage can be avoided. If the method is carried out appropriately, the amount of liquid that is dissected and the radiation intensity can be changed within wide limits and adapted to the intended use.
The invention also relates to an apparatus for carrying out this method. An example embodiment of the same is shown in the drawing.
The liquid to be treated is fed through a line 1 to a rotatably mounted, bell-shaped container 2, which expands from bottom to top. The container 2 is set in rotation by means not shown, so that? see the liq fluid distributed as a result of centrifugal force on its walls and along these walls flows upwards and is thrown away over the upper edge 3. To the container 2 a chamber 4 is arranged, which is provided with a discharge line 5 for the liquid and a lid 6 tram, which can be placed tightly on the chamber lower part. The Declel 6 has two lines 7, 8 that can be closed by a valve.
In the axis of the cover is on a rod 9 is a source of radiation, for. B. a UV emitter 10 is provided. A screen 11 is arranged above the radiator 10.
The liquid to be treated enters the container 2 through the line 1 and is hurled away from the upper edge 3 of the latter into the chamber 4. The treated liquid leaves the chamber 4 through the line 5. The lines 7 and 8 are used to connect the chamber 4 either to a vacuum or to a device which feeds the chamber 4 with an inert or chemically active gas, depending on the intended use. z. B. with C02, made possible. The liquid is irradiated by the radiator 10, the holder 9 of which is arranged in the cover 6 in a displaceable and vacuum-tight manner.
This displaceability allows the irradiation time to be regulated by irradiating the liquid over a longer distance when the holder 9 is set higher than when the radiator is set lower. The mutual adjustability of container 2 and radiator 10 thus allows the desired regulation of the irradiation time. Changing the speed of rotation of the centrifuge allows a) with a constant supply of liquid the variation of the layer thickness of the liquid and thereby an increase or decrease of the radiation effect on the liquid. b) if the supply of liquid is changed, keeping the visual thickness constant and thereby the irradiation intensity, whereby an increase in the flow rate is possible.
The device can be provided with a flow counter.
The container 2 can also consist of glass or quartz and can additionally be irradiated from the outside.