Dampferzeuger. An neuere Dampferzeuger stellt man ge wöhnlich bedeutend grössere Anforderungen als bei älteren Konstruktionen für denselben Zweck. Der Dampferzeuger darf u. a. nicht zu viel Raum beanspruchen, insbesondere muss die Bauhöhe niedrig sein, um die Bau kosten für den Kesselraum herabzusetzen. Dies bedeutet wiederum eine hohe Leistungs fähigkeit der Heizfläche.
Diese Forderungen sind gegenwärtig in den Dampferzeugern von Wasserrohrbauart, die mit Zwangslauf arbeiten, am besten er füllt. Hierbei werden das Wasser und der Dampf in den Siederohren mit Pumpdruck vorwärts getrieben.
Diese Rohre, die in älteren Wasserrohr kesseln für natürlichen Umlauf durch ziem lich weite, grade oder unbedeutend ge- krümmte Rohre (80-110 mm Durchmesser) gebildet waren, sind in den Zwangslauf- dampferzeugern als oft vielfach umgebogene Rohrschlangen ausgeführt. Auf Grund des Zwangslaufes war man der Meinung, diese Rohrschlangen mit kleinerem Innendurch messer (10-40 mm) und mit wesentlich grö sserer Länge, als es in älteren Wasserrohr- kesseln üblich ist, herstellen zu können.
Da ist auch gelungen, und durch die Anwendung von solchen schmalen Rohren (gewöhnlich nur etwa 25 mm) hat man eine beträchtliche Erniedrigung des Raumbedarfes der Berüh rungsheizfläche und dadurch sehr oft auch eine Erniedrigung der Bauhöhe erreicht. Der Raumbedarf dieser Heizfläche ist in erster Annäherung dem äussern Rohrdurchmesser proportional. Die Heizfläche selbst wird aber auch bei kleinem Rohrdurchmesser leistungs fähiger als bei grossem, denn der Wärme übergang pro. Oberflächenheit wird sich ver grössern, wenn der Rohrdurchmesser verklei nert wird.
Den erheblichen Vorteilen des Zwangs umlaufes, besonders in Form von kleinem Raumbedarf und Bauhöhe, stehen aber be trächtliche Nachteile entgegen, die haupt sächlich damit verbunden sind, dass dabei eine ganze Maschinenanlage für die Umwälzung des Wassers in dem Dampferzeuger erforder lich ist. Aus Sicherheitsgründen sind hier zwei verschiedene parallel geschaltete Pum pen erforderlich, von welchen die eine mit Elektromotor und die andere mit Dampf turbine betrieben wird. Diese Anlage erfor dert erhöhte Anschaffungskosten, erhöhte Kosten für Verbrauch von elektrischer Ener gie und endlich auch vergrösserten Raum bedarf.
Ausserdem muss man mit erhöhten Gefahren für die Betriebssicherheit rechnen, da diese ganz von der richtigen Arbeit der Pumpenmaschinenanlage abhängig ist.
Im Hinblick auf die gross@e.Wertschätzung, die die erwähnten Vorteile auf dem Markt erlangt haben, würde es natürlich ein äusserst bedeutungsvoller technischer Fortschritt sein, wenn man das Problem, einen Dampferzeuger mit sämtlichen diesen Vorteilen herzustellen, lösen könnte, ohne deswegen zu einer kompli- zierten Pumpenmaschinenanlage mit allen damit verbundenen Nachteilen greifen zu müssen.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Lösung dieses Problemes. Sie gründet sich vor allem auf die Entdeckung, däss die bis jetzt unter Dampfkesseltechnikern herrschen den Vorstellungen und die in der technischen Literatur dargelegten Ansichten betreffend den Bedingungen einer guten Kühlung hori zontal angebrachter Siederohre in w@esent- lichen
Beziehungen irreführend und jeden falls unvollständig sind. Gewisse Beobachtun gen au liegenden weiten Rohren (in den natürlichen Dampfkesselumlauf eingeschal tet) hat man, nämlich so gedeutet, als ob der Wasserumlauf in solchen Rohren immer man gelhaft und ungenügend sei. Solche Rohre haben sich nämlich nicht als betriebssicher erwiesen, Rohrrisse sind dabei oft entstanden.
Anderseits haben sieh horizontale Rohre von kleinem Durchmesser in Zwangsumlauf- kesseln bei guter Kesselwasserpflege immer als störungsfrei gezeigt. Man hat diese Tat sache darauf zurückgeführt, dass nur die grosse Geschwindigkeit, die mit Zwangsum lauf zu erreichen ist, imstande ist, die Rohre während des Betriebes gut zu kühlen.
Gleich- zeitig hat man die Möglichkeit, mit so engen Rohren arbeiten zu können, darauf zurück- geführt, däss, man nur mit Pumpendruck den grossen Strömungswiderstand, der notwendi- gerweise in so schmalen und langen Rohr schlangen entstehen muss, überwinden kann.
Nach den Entdeckungen des Erfinders sind aber sämtliche oben erwähnten Annah men falsch. Versuche mit Glasrohren und entsprechende Betriebsversuche mit Ver suchsrohren im Feuerraum eines Dampfkes sels haben gezeigt, däss die Kiihlung eines horizontalen Siederohres im untern Teil durch am Boden des Rohres fliessendes Wasser und im obern Teil, der hauptsächlich strömenden Dampf enthält, durch den Schaum, der von dem siedenden Wasser selbst herrührt, be wirkt wird.
Sobald die Rohrwand mitWasser benetzt wird, ist die Kühlung sehr gut, denn dieses Wasser muss dann sieden und die Wärmeübergangskoeffizienten von der Rohr wand auf siedendes Wasser sind immer sehr gut. Dann ist aber nicht die Geschwindigkeit des Umlaufwassers, sondern die Grösse des innern Rohrdurchmessers von entscheidender Bedeutung.
Denn bei grossem Durchmesser wird der von dem am Rohrboden siedenden Wasser herrührende Schaum nicht die obere Wandfläche erreichen, was jedoch bei klei nen Durchmessern, z. B. unter 40 mm, immer der Fall ist. Hierdurch werden die schlechten Erfahrungen bei natürlichem Umlauf und weiten Rohren ebenso wie die guten Erfah rungen bei engen Rohren und Zwangsumlauf völlig erklärt.
Die vorliegende Erfindung stützt sich auf diese Entdeckung. Sie betrifft einen Dampf erzeuger, bei dem in, einem horizontal ver legten Rauchgaszug eine für Dampferzeu gung bestimmte Berührungsheizfläche ange ordnet ist, welche aus Rohrschlangen von höchstens 40 mm innerem Durchmesser ge bildet ist, und der dadurch gekennzeichnet ist, dass jede Rohrschlange wenigstens einen schlangenförmigen Teil hat, der in einer mit der Strömungsrichtung der Rauchgase par allelen Ebene verlegt ist.
Ausserdem gehen sämtliche Rohrschlangen von wenigstens einem Verteilerkasten aus, der mittels wenig stens eines Fallrohres mit dem Wasserraum eines höher gelegenen Dampfabstheiders un mittelbar verbunden ist, derart, dass das Was ser unter Selbstdruck vom Verteilerkasten zufliesst und dadurch einen natürlichen Um lauf in den Siederohren bewirkt.
Zweckmässig sind die Auslassenden der Rohrschlangen auch mit dem Dampfabschei- der verbunden, und zwar im allgemeinen mit dessen Dampfraum. Diese Verbindung kann direkt sein oder auch indirekt über wenig stenseinen Sammelkasten und Steigrohr.
Hierdurch ist es möglich, den --rögten Teil der Berührune;soberfläche eines Dam erzeugers in einen horizontalen Rauchgaszu2: zu verlegen, was eine weit geringere Bau höhe des ganzen Dampferzeugers ermöglicht, als es sonst notwendig ist.
Die Erfindung setzt voraus, dass die Länge der Rohrschlangen derart abgepasst i@Trden kann, dass der natürliche Umlauf ge nügt, um sie während des Betriebes zu küh len, was sich gemäss ausgeführter Forschungs arbeiten als möglich herausgestellt hat. Ent sprechende Massnahmen werden nachstehend beschrieben werden.
Es hat sich gezeigt, dass der Reibungs- tviderstand einer Rohrschlange, deren ver- schiede-ne Teile einer konstanten Wärmezu fuhr pro Längeneinheit ausgesetzt werden, der dritten Potenz der Rohrlänge annähernd proportional ist, wenn das Verhältnis zwi schen der in die Schlange einströmenden Wassermenge und der erzeugten Dampf menge, die sog. Umlaufszahl, ebenfalls kon stant ist. Auf Grund dieser Feststellung kann ein ungefährer Vergleich zwischen den Längen der Rohrschlangen bei natürlichem Umlauf und bei Zwangsumlauf gemacht wer den.
Der für die Überwindung des Reibungs widerstandes zur Verfügung stehende Druck kann im ersten Fall als beispielsweise 1000 kg,@m' angenommen werden, und er rührt natürlich vom Gewichtsunterschied zwischen dem Wasser in den Fallrohren und dem Dampf in den Dampfrohren her. Im zweiten Fall kann er als 1 kg/cm' =10 000 kg/m', also zehnmal so gross, angenommen werden, und er wird dabei in einer Pumpe erzeugt.
Das Verhältnis zwischen den Rohrlängen wird indessen gemäss dem obenerwähnten Gesetz nur
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Während die Rohrschlangen bei Zwangsumlauf im allge- m-einen 20 bis 30 m lang gemacht werden. können sie also bei natürlichem Umlauf 10 bis 15 m lang gemacht werden, wenn Wärme- Belastung, Innendurchmesser und Umlauf zahl beim Vergleich gleich sind.
Wegen der erhöhten Anzahl Einwalzpunkte entstehen zwar Mehrkosten, aber diese Kosten haben sehr wenig zu bedeuten im Vergleich zu den jährlichen Kosten für den vermehrten Kraft verbrauch bei den Umlaufpumpen bei Zwangs umlauf und zu den übrigen damit verbun denen Nachteilen. Die Verwendung einer relativ geringen Anzahl von Fallrohren und Steigrohren kann dadurch ermöglicht werden, da.ss die umlau fende Wassermenge und infolgedessen auch die Umlaufszahl niedrig gehalten werden.
Es ist daher von grosser Bedeutung, dass die Um laufszahlen in den verschiedenen, unterein- .er parallel geschalteten Siederohren mög- i and t' lichst gleich werden, denn die vorkommende niedrigste Umlaufszahl muss, jedenfalls ge nügend gross sein, damit das entsprechende Rohr während des Betriebes hinreichend ge kühlt wird. Vorteilhaft können daher auch Vorrichtungen vorhanden sein, die es ermög lichen.
die parallel beschalteten Rohre ungoe- fä.hr gleich lang zu machen, so dass sie unge fähr gleich viel Wärme erhalten, wodurch auf die einfachste Weise erreicht wird, dass die Umlaufszahlen gleiche oder annähernd gleiche Werte annehmen.
Der Dampferzeuger nach der Erfindung ist auf den beigefügten Zeichnungen bei spielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 stellen einen senkrechten Schnitt bezw. einen waagrechten Schnitt durch einen Dampferzeuger mit waagrechten Rohrschlangen in einem waagrechten Rauch gaszug dar.
Fig. 3-7 zeigen eine zweckmässige Lö sung des Problems zur Anordnung von Rohr schlangen für natürlichen Umlauf in eineng waagrechten Rauchgaszug in dem Falle, wo die Höhe des Dampfabacheiders über dem Zug ziemlich klein ist.
Fig. 8-10 zeigen eine Anordnung von Rohrschlangen, die sowohl die Wände der Feuerung bekleiden als auch eine Berüh- rungsheizfläche in einem hinter der Feue rung vorgesehenen, waagrechten Rauchgaszug bilden.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte An ordnung von Rohrschlangen in einem waag rechten Rauchgaszug zeichnet sich durch ihre Einfachheit aus. Dabei ist aber Voraus setzung, dae der Dampfabscheider 1 auf einer gewissen Höhe über dem Dach des Rauch gaszuges und nicht ganz unmittelbar darauf liegt.
Die Schlangen 22 sind bei gleicher Tei- lung übereinander in waagrechten Ebenen verlegt und an senkrechten Verteilerkästen 23, 24 und 25 und Sammelkästen 26, 27 und 28 befestigt. Die Schlangen bestehen aus einer Anzahl gleich langer, waagrechter Ab schnitte, die miteinander mittels 180 Rohr- krümmern vereinigt sind.
Die übereinander angeordneten Rohre lie gen versetzt, weshalb eine Schlangenlage mit vollen Linien und eine zweite Schlangenlage mit gestrichelten Linien dargestellt ist. Da die Schlangenlagen übereinander in Abstän den gleich dem Rohrdurchmesser verlegt wer den, ist keine besondere Aufhängevorrich tung für dieselben erforderlich, sondern sie ruhen mit den Krümmern direkt aufeinander.
Da die Sehlangen vollständig in waagrechten Ebenen liegen, wird der Umlauf ausschliess lich durch -den Druckunterschied zwischen der Wassersäule im Fallrohr 20 und dem Dampf wassergemisch im Steigrohr 21 bewirkt. Diese Anordnung ist vom Gesichtspunkt eines guten Umlaufes aus sehr vorteilhaft.
Indem die untereinander gleich langen Schlangen in zu der Strömungsrichtung des, Rauchgases parallelen Ebenen verlegt sind, werden die Wärmezufuhr und infolgedessen die erzeugte Dampfmenge für alle Schlangen praktisch gleich gross.
Die zur Überwindung der Rei- bungswiderstände zur Verfügung stehende Antriebskraft wird indessen niedriger für die am höchsten gelegenen Schlangen als für die am niedrigsten gelegenen Schlangen. Infolge- dessen wird die Umlaufzahl etwas niedriger in den obersten Schlangen als in den unter sten; ein Unterschied, der um so geringer wird, je höher der Höhenunterschied zwischen dem Dampfabscheider 1 und der obersten Rohrschlange im Verhältnis zu der Höhe des Rohrsatzes ist.
Indem der Dampfabscheider auf genügender Höhe über dem Rohrsatz ver legt wird, kann somit bewirkt werden, dass dieser Unterschied für die Betriebssicherheit ohne Bedeutung wird.
Hierbei ist eine solche Aufteilung des Rohrsatzes erforderlich, dass die Länge der Schlangen in der erwünschten Weise mit Rücksicht auf den Umlauf begrenzt wird. Dank der Lage der Schlangen ist dies indes sen hier gerade bei derjenigen Länge, die die Berechnung als erforderlich zeigt, leicht aus zuführen.
Die Aufteilung in der Fig. 2 ist zwi schen den Sammelkasten 26 und den Ver teilerkasten 24 und zwischen den Sammel- kasten 27 und den Verteilerkasten 25 ver legt. Wie aus der Figur hervorgeht, kann die Schlangenlänge grösser gemacht werden, je mehr das Rauchgas gekühlt wird und je we niger Wärme es deswegen an die Schlangen abgibt.
Die Fallrohre 20 sind an die Verteiler- kästen 23-25 an einer Stelle angeschlossen, der unterhalb der Einwalzpunkte der Rohr schlangen in den Kästen liegt. Hierdurch wird ein Wasserverschluss gebildet, der wirk sam verhindert, dass der Dampf durch die Fallrohre nach dem Dampfabscheider rück wärts strömt, und der ihn statt dessen zwingt, sieh gegen die Sammelkästen zu bewegen, um von dort durch die Steigrohre in den Dampfabscheider auszuströmen.
Bei der Rohrschlangenanordnung in einem waagrechten Rauchgaszug gemäss Fig. 3-7 zeigt Fig. 3 einen waagrechten Schnitt un mittelbar unter der Decke des Rauchgaszuges nach der Linie III-III der Fig. 4. Das heisse Rauchgas tritt beim Pfeil 12 ein und tritt in abgekühltem Zustande beim Pfeil 13 aus.
In dieser Figur zeichnen sich die in waagrechten Ebenen befindlichen Teile der Schlangen 6 ab, die von dem senkrechten Ver- teilerka.sten 3 ausgehen und in dem oberhalb der Papierebene befindlichen Sammelkasten 10 gesammelt werden. Die Fig. 4 und 5 sind senkrechte Schnitte nach den Linien IV-IV und V-V der Fig. 3.
Das Wasser wird dem Dampfabscheider 1 entnommen und von dort durch das Fallrohr 2 zu dem senkrechten Verteilerkasten 3 geführt, von wo die Schlau gen ausgehen. Wie ersichtlich, liegt der Dampfabscheider nur unbedeutend höher als der obere Rand des Rauchgaszuges. Die Schlangen sind mittels senkrechter Schlan genteile 9 an den waagrechten Sammelkasten 10 anges-chlos en,
von wo das Dampfwaeser- gemisch durch. das Steigrohr 11 zu dem. .Uampfabscheider 1 geführt wird. Das ganze bchlangenpaket und infolgedessen der ganze 1-,ohrsatz ruht auf den Rauchgassclurmen i. Diese gehen sowohl quer als auch längs zu dem .Liauchgaszug,
so dass@ einerseits das P'auchgas unten gegen eventuelle Asohe- taschen abgesperrt und daran verhindert wird, einen kürzeren Weg an der Berührungs- heizfläche vorbei zu nehmen, und dass ande rerseits für das Schlangenpaket genügende l:nterstützung erzielt wird.
Wird die Teilung zwischen den waag rechten Schlangenebenen in der senkrechten Richtung ungefähr gleich dem äussern Rohr durchmesser ausgeführt, so werden die Schlan gen einander in einfachster Weise tragen.
Da die waagrechten Schlangenteile im Verhält nis zueinander versetzt liegen, so werden sie nämlich mittels der am Ende der waagrech ten Schlangenteile befindlichen Rohrkrüm mer in 180 Winkel aufeinander ruhen (siehe Fig. <B>7).</B> Der unterste der waagrechten Schlan- genteile ruht auf den vorher erwähnten Rauchgasschirmen 7 und die darüber befind lichen Schlangenteile ruhen der Reihe nach aufeinander,
und damit also auf dem unter sten Schlangenteil und infolgedessen auf den Rauchgasschirmen. Darüber hinaus sind nur kleinere Abstandeisen oder dergleichen erfor derlich, um die Ordnung zwischen den ein zelnen Schlangen und Schlangenteilen auf rechtzuerhalten. Diese Anordnung geht in ihrem Ganzen aus Fig. 7 am deutlichsten hervor, die einem Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 4 entspricht.
Wie jede einzelne Rohrschlange ausgebil det ist, kann am besten dem Schaubild der Fig. 6 entnommen werden. Von dem senk rechten Verteilerkasten 3 erstreckt sich die Rohrschlange in der waagrechten Richtung und hält sich zunächst in der zu der Strö mungsrichtung des. Rauchgases parallelen waagrechten Ebene, die durch den Einwalz- Punkt im Verteilerkasten gelegt werden kann.
Sie besteht zunächst aus einer Anzahl ge rader waagrechter Teile 14, die zu der Strö mungsrichtung des Rauchgases senfrecht ste- hen und miteinander mittels 180 Rohrkrüm- mern verbunden sind. Dann nimmt die Schlange eine senkrechte Richtung mittels eines darin enthaltenen'senkrechten Teils 8 an, der sie in eine höher gelegene waagrechte Ebene hinaufführt;
wo sie, wiederum aus einer Anzahl waagrechter Teile besteht, die mit einander mittels Rohrkümmern verbunden sind, die genau so liegen, wie die untern waagrechten Teile. Schliesslich wird die Schlange mittels des senkrechten Teils 9 an den waagrechten Sammelkasten 10 ange schlossen.
Die gestrichelten Rohrschlangen können gegen die in ausgezogenen Linien dargestell ten Rohrschlangen so verschoben sein, dass sowohl die senkrechten als auch die waag rechten Rohrteile der einen Art gerade vor die Zwischenräume der entsprechendere Rohr teile der andern Art zu liegen kommen. Hier durch erhält man einen durchgehend versetz ten Rohrsatz, was im Hinblick auf die gute Wärmeübertragung, die sich aus einer sol chen Anordnung ergibt, eiwünseht ist.
Die Vorteile, die im übrigen durch eine solche Anordnung erzielt werden können sind folgende. Der Hauptteil der Rohrschlan gen ist in zu der Strömungsrichtung des Rauchgases parallelen Ebenen verlegt. Ausser dem sind sie ungefähr gleich Ion,-" weshalb sie ungefähr dieselbe Wärmemenge von dem Rauchgas erhalten.
Die Antriebskraft für den Umlauf rührt im wesentlichen von den senkrechten, geraden Teilen der Schlangen her, nicht von dem Steigrohr des Sammelkastens. Da der Höhen unterschied zwischen den Endpunkten der obersten Schlange grösser ist als die Hälfte des entsprechenden Höhenunterschiedes für die unterste Sehlange, so ergeben sieh für die verschiedenen Schlangen Unterschiede in der Umlaufszahl; es überschreitet aber die höch ste Um!laufszahl die niedrigste nicht um mehr als etwa<B>50%,</B> was ein Resultat ist, das im Vergleich mit Wasserrohrkesseln üblicher Art für natürlichen Umlauf als sehr annehm bar betrachtet werden muss.
Pig. $ bis 10 zeigen einen Dampferzeuger, der beispielsweise mit Kettenrost ausgerüstet ist, wo der Feuerraum selbst parallelepipe- disch ausgebildet ist und wo die Rauchgase die Feuerung durch eine im obern Teil der Rückwand gelegene Öffnung verlassen. Die Gase gehen dann in der waagrechten Rich tung durch einen waagrechten Rauchgaszug, wo sie in einer Berührungsheizfläche abge kühlt werden.
Dann gelangen sie durch einen senkrecht abwärtsgehenden Rauch gaszug ab wärts, der gegebenenfalls auch Wärme- übertrabgungsflä.chen von derselben oder an derer Art enthalten kann, wodurch das Rauchgas weiter abgekühlt wird.
Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt durch den Dampferzeuger in der Bewegungsrichtung des Kettenrostes. Man sieht hier, wie die in der Figur ersichtliche Feuerungswand mit sehr nahe aneinander liegenden Siederohren in Form von Rohrschlangen bekleidet ist. Diese sind in zwei Systeme von untereinander parallel geschalteten Schlangen verteilt. Das eine System geht von dem Verteilerkasten 3 aus, zu welchem das Wasser von dem Dampf abscheider 1 durch das wärmeisolierte Fall rohr 2 geführt wird.
Die Schlangen geben ein Gemisch von Dampf und Wasser an. den Sammelkasten 4 ab, von wo dieses Gemisch durch das wärmeisolierte Steigrohr 5 weiter zu dem Dampfabscheider geführt wird. Das zweite System wird durch das Fallrohr 6 mit Wasser vergehen, und seine Schlangen 8 gehen von dem damit verbundenen Verteilerkasten 7 aus. Diese Schlangen erstrecken sich in ihrem letzteren Teil auch in den waagrechten Rauchgaszug 9, wo sie die Berührungsheiz fläche 10 bilden.
Wie aus der Figur hervor geht, besteht ihr in der Feuerung gelegener Teil aus einem mit dem Verteilerkasten ver bundenen, senkrechten Teil 11, der dann oben mittels eines kleinen Rohrkrümmers mit einem waagrechten Teil 12 verbunden ist, der bis an den einen Rand der Mündung 13 des waag- rechten Rauchgaszuges geht.
Wie die Schlan gen dann innerhalb der Berührungsheiz fläche verlaufen, geht am besten aus Fig. 9 hervor die einen Schnitt durch den Dampf- erztuger nach der Linie IX-IX zeigt. Sie bestehen, wie aus dieser Figur hervorgeht, . aus einer Reihe von waagrechten, aber ge raden Rohrteilen 14, die in waagrechten Ebe nen, also in zu der Strömungsrichtung des Rauchgases parallelen Ebenen verlegt und miteinander mittels kleiner Rohrkrümmer in 180 Biegungswinkel verbunden sind.
Diese waagrechten Teile gehen, wie ersichtlich., nur bis in die Mitte 15 .des Rauehgas zuges; seine andere Hälfte 16 ist in einer hiermit ganz symmetrischen Weise durch eine Berührungs- heizfläche ausgefüllt, die aus Rohrschlangen besteht, die von der entgegengesetzten Seiten wand der Feuerung 17 ausgehen.
Ixi dieser Weise werden also Rohrsehlangen von beiden Seitenwänden der Feuerung mit Schlangen teilen je eines: Teils des waagrechten Ra.uch- gaszuges vereinigt.
Aus Fig. 9 und auch aus Fig. 8 geht hervor, dass die Schlangen derart angeordnet sind, dass die waagrechten Teile benachbarter Schlangen gegeneinander in senkrechter Richtung um annähernd die Hälfte der Windungsbreite der Schlange ver setzt sind, wodurch der Rohrsatz einen Zick- zackcharakter erhält, der für die Wärmeüber tragung günstig ist.
Die Schlangen sind hinten im Rohrsatz mit aufwärtsgehenden senkrechten Teilen 18 und 19 (Fig. 8) verbunden, die an den Dampf abscheid:er 1 direkt ,angeschlossen sind. Wie diese im übrigen angeordnet sind, geht aus Fig. 10 hervor, die einen Schnitt nach der Linie X-X darstellt. Hieraus geht hervor, dass die senkrechten Teile, die mit den waag rechten mittels kleiner Rohrkrümmer ver einigt sind, derart verlegt sind, d:ass die Tei lung zwischen ihnen ungefähr die gleiche ist wie zwischen den waagrechten Teilen.
Ferner ist auch hier jeder zweite- Teil, der zu den in der Figur gestrichelten Rohrschlangen gehört, um eine halbe Teilung sowohl längs als auch senkrecht zur Papierebene versetzt, wodurch der Zickzackcharakter des Rohrsatzes auch an dieser Stelle beibehalten wird. Aus diesem Grunde werden sowohl die Rauch geschwindigkeit als auch die Wärmeübertra gung für die Zonen mit senkrecht stehenden Pbohren vollkommen die gleichen wie für die Zonen mit waagrecht verlaufenden Rohren.
Der Vorteil der in Fig. 8-10 gezeigten Anordnung besteht darin, dass die Antriebs kraft für den Umlauf, die in den in der Feuerung befindlichen senkrechten Schlan genteilen 8 auf Grund des grossen Höhen unterschiedes entsteht, so gross wird, dass sie auch den in den waagrechten Rauchgaszug befindlichen Schlangenteilen zur Überwin dung des dortigen Reibungswiderstandes zu gute kommt. Die Schlangen können wesent lich kürzer sein, als es sonst möglich wäre.