Elektroinduktives LängenmeEgerät.
Es sind Vorrichtungen, sogenannte elek troinduktive Messköpfe zur Messung einer linearen Erstreckung oder zum Überwachen der Änderung einer solchen, a. uf elektromagnetischer Grundlage bekannt, bei welcher ein im Luftspalt eines Wechselstrom- magneten vorgesehener Anker zwangsläufig durch einen Messtaster verstellt wird.
Die induktive Widerstandsänderung, welehe durch die Verstellung des Ankers eintritt, dient zum Messen der Verstellung des Messtasters.
Es sind nun elektrische Messkopfe be kannt, bei denen die Messdrücke einen festen Wert besitzen, der für feinste Messungen zu gross, d. h. über der für die XEContaktsichet- heit notwendigen Grösse liegt. Ausserdem ge- stattet der Gesamtaufbau dieser Messinstrumente keine variable Messdruckeinstellung.
Für sehr genaue Messungen, z. B. von der Grössenordnung 0,0001-0,00001 mm (0,1-0,01, cl), ist der auf den Taststift wir kende Messdruek zu berücksiehtigen, wenn das Messresultat einwandfrei sein soll. Die iibliehen lfessdrüeke von Mikrotastern liegen zwischen ca. 150-350 g. Sie konnen an gewissen Instrumenten durch Auswechseln der Messdruckfeder oder Anklemmen einer zusätzlichen Federanordnung gelegentlich für einen andern Messdruck verwendet werden.
Jede Messung muss theoretisch auf den Messdrueli 0 bezogen sein ; es soll bei fein sten Messungen die Abplattung durch elasti- sehe Formveränderung von dem zu messenden Wörpcr und dem Taststiftende in Berück sichtigung gezogen werden, oder aber, was vorteilhafter ist, der Messdruck soll so klein sein, dass er eben noch fur die Kontaktsicher- heit genügt.
Beim erfindungsgemässen Messgerät ist der Me, ssdruck einstellbar und kann B. zwischen 0 und 400 g verändert werden, wodurch es möglich wird, den Messkopf ausser für reine Längenmessungen auch für Mikro härteprüfungen zu verwenden, da. die Be lastungen für Prüfungen dieser Art im Bereich dieser Drücke liegen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes schematisch dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen Messkopf.
Fig. 2 zeigt schematisch den Messkopf in verschiedenenLagen.
Fig. 3 ist eine Ansieht von oben.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
Das dargestellte Messgerät weist zwei Wechselstromtopfmagnete 1 auf, in denen die Wechselstromspulen 2 angeordnet und die. nach aussen durch einen Aluminiumzylinder 19 abgeschirmt sind. Zwischen den Magneten l ist ein Luftspalt 3, in welchem ein Messanker 5 beweglich angeordnet ist.
Mit letzberem ist ein Taststift 8 zwangsläufig durch ein an sich. bekanntes Gestänge ver bunden, derart, da. ss die Bewegungen des an das Werkstück angelegten Taststiftes auf den Anker 5 übertragen werden. Auf den Anker wirkt eine Feder 7, die dazu dient, die auf den Anker 5 und die damit ver bundenen Teile wirkende Schwerkraft vollständig auszugleiehen, wenn sich der Messkopf in vertikaler Stellung befindet. Wird derselbe, wie Fig. 2 zeigt, aus einer vertikalen Lage in eine horizontale Lage bewegt, so ka. nn vermittels der einstellbaren Feder 9 für jede beliebige Neigung des Gerätes die Wirkung der Schwerkraft kompensiert wer- den.
Die Feder 9 kann mittels eines Knopfes 12 und eines Gewindebolzens 13 mehr oder weniger stark gespannt werden, so dass der auf dem Anker 5 lastende Federdruck ver schieden gewählt werden kann. Diese Einstellung wird durch Skalen 10 und 11 ermöglicht, über welche der Knopf 12 einstellbar ist.
Die in Fig. 3 dargestellte Skala ist fest mit dem Messkopfgehäuse verbunden und trägt zwei Teilungen. Die Teilung 10 ge stattet die Einstellung eines zwischen 0 und 400 g liegenden Messdruekes bei vertikaler Stellung des Messkopfes. Die Teilung 11 ge s-httet, bei verschiedenen Stellungen des Mess köpf es einen konstanten Mess druck (im gezeichneten Bei, spiel 400 g) einzustellen.
Will man beieinem, beliebigen Neigungs- winkel el einen vorgeschriebenen Messdruck einstellen, so sind die auf den Teilungen ange gebenen Zahlen natürlich nicht mehr gültig.
Man ka. nn dann an Eand einer Tabelle die jeweils notwendige Einstellung des Knopfes 12 ablesen. Will man beispielsweise bpi 40 Neigung einen Messdruck von 200 gs so müsste der Knopf auf 310 g eingestellt werden.
Die auf der Zeichnung ersichtliche Feder 14 drückt gegen den Bolzen 15, der im Schlitz 16 geführt ist, wodurch der Tastbolzen 17 fixiert wird. Eine nicht dargestellte Einrichtung ermöglicht es, den Bolzen 17 und den daran angeordneten Stift 8 entgegen der Wirkung der Feder 14 abzuheben.
Die Feder 18 schliesslich drückt das ganze Magnetsystem gegen den Gehäuseboden und fixiert dasselbe im Gehäuse des Magnetkopfes.
Genaue und insbesondere vergleichende Messungen verlangen Messresultate, die auf gleichbleibenden Mess druck basieren. Bei elektroinduktiven Messköpfen, die ausser in Tastern mit Vertikalanordnung auch an In nenmessgerä. ten in horizontaler Lage oder an Werkzeugmaschinenwieauch in Messgeräten unter beliebigem Neigungswinkel in Messstel- lung zu liegen kommen, ist es zur Erreichung hoher Messgenauigkeit und Sicherheit von grosser Bedeutung, dass der Messdruck sehnell und sicher jederzeit auf konstanten Wert eingestellt werden kann. Bei dem beschriebe- nen Gerät kann das auf neuartige,einfache Weise durch.
Drehen des ausserhalb der hochempfindlichen Teile des Messkopfes angeord- neben Enopfes 12 erfolgen. Irgendein Wech- sel von Federn oder die Anbringung von besonderen Ausgleiehsteilen ist nieht not vendig.