CH251153A - Optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von undurchsichtigen Werkstücken und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von undurchsichtigen Werkstücken und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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CH251153A
CH251153A CH251153DA CH251153A CH 251153 A CH251153 A CH 251153A CH 251153D A CH251153D A CH 251153DA CH 251153 A CH251153 A CH 251153A
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Erfindunge Mechanisch-Optische
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Mechanisch Optische Erfindunge
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Description


  



  Optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von undurchsichtigen   Werk-    stücken und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von   undurchsichtigen Werk-    stücken und eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.



   Wenn man in einem Mikroskop mit zwei Objektiven und einem gemeinsamen Okular zwei mit weissem Licht beleuchtete Werkstücke betrachtet, so erscheinen die   Einzel-    bilder dieser Werkstücke gleichfarbig (grau bis schwarz) und mit schwachem Kontrast.



  Bringt man diese Einzelbilder zur Deckung, so sind nur die sich deckenden Bildteile klar.



  Die Abweichungen der Werkstücke   vonein-      ander,    also die sich nicht deckenden gleichfarbigen Bildteile, sind, besonders wenn sie klein sind, nur   schwer untersoheidbar, und es    ist fast   unmöglieh,    festzustellen, zu welchem der beiden   VergleichswerkstüekeCdie Abwei-    chungen gehören. Es wÏre also unmöglich,   Massenkontrollen    vorzunehmen, bei welchen rasch und genau selbst kleinste Abweichungen der zu   prüfenden W+erkstücke    vom Muster festgestellt werden müssen.



   Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung behebt diese Nachteile. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass man die zu vergleichenden undurchsichtigen Werkstücke in   ungleichfarbige    Strahlengänge, setzt und jedem der Bilder,   welcheineinemgemeinsamen    Okularfeld erscheinen, die Farbe eines das abgebildete Werkstück nicht beleuchtenden Strahlenganges überlagert, derart,   dassimge-      meinsamen    Okularfeld die Einzelbilder der Werkstücke in der Farbe des sie nicht beleuchtenden Strahlenganges erscheinen und das Bildfeld die Mischfarbe der   Einzelfarben    der Strahlengänge hat, und dass man ferner die Einzelbilder so gut wie   möglich ztlr    Deckung bringt,

   worauf die Abweichungen der Werkstücke von ihren   übereinstimmen-    den Teilen als farbige Ränder am gemeinsamen schwarzen Bildteil erscheinen und alle Abweichungen desselben Werkstückes gleichgefärbt sind.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalbewegliche Platte je eines der   Objekttische    auf einem vertikal verstellbaren Tubus gelagert ist, in welchem Beleuchtungslinse, Farbfilter und   Aperturblende    in unveränderlichem Abstande voneinander untergebracht sind.



     Beiliegende    Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrich  tung,    als Mikroskop ausgebildet, zur beispielsweisen Ausübung des Verfahrens.



   Fig.   1    zeigt einen Teil des optischen Sche  mas    dieses   Mikroskopes.   



   Fig. 2 bis und mit Fig, 5 zeigen Einzel  heiten    zu diesem Schema.



   Fig. 6 ist eine Vorderansicht des Mikro  skopes.   



   Fig. 7 ist eine Seitenansicht dazu und
Fig.   S    ein   Asialschnitt durch einen    Ob  jekttisch    des   Mikroskopes.    



   Es soll zuerst   dasoptischeSchema,'des      Mikroskopes    besprochen werden.



     1,    2 in Fig.   1    seien   künstliche Licht-    quellen, z. B. elektrische Birnen. Diese senden   Strahlenbüschel    3, 4 aus, welche Far  benfiMter    5, 6 durchdringen, wovon der eine, 5, z. B. grün, der andere, 6, rot sei. Grüne Strahlen sind strichliert und rote Strahlen   als Strichdoppelpunktlinien    gezeichnet. Es können auch andere Farben verwendet werden, z.   B.    orange anstatt rot und blau anstatt grün. Es sollen einfach Farben sein, die voneinander und von ihrer Mischfarbe kontrastreich abstechen. Nach den Filtern treten das nunmehr grüne und rote   Strahlenbüschel    durch Aperturblenden 7, 8.

   Diese liegen in den Brennebenen der Beleuchtungslinsen 9, 10 und erzeugen mindestens angenähert par  alleles Dicht. Nach    den   Beleuchtungslinsen      9.    10 durchdringen die Strahlen die Objektebenen 11, 12 der   Objekttische,    auf welchen die miteinander zu vergleichenden undurch  sichtigen    Gegenstände   1fi3, 14, z.    B.   Uhren-    bestandteile, liegen (in Draufsicht neben den als Strich angedeuteten   Objektebenen    gezeigt). Hierauf durchsetzen die Strahlen die Objektive 15, 16 und treffen hernach auf die   Reflexionsfläohen    17, 18 bezw. 19, 20 auf und werden so vereinigt. Die Bilder der Gegenstände werden im gleichen Okular betrachtet.

   Die ReflexionsflÏche 18 ist halbdurchlässig. Es entsteht nun im gleichen Okularfeld ein   grünbeleuchtetes    Bildfeld 21 mit dem Bild XIII des Gegenstandes   13    und ein rotes Bildfeld 22 mit dem Bild XIV des Gegenstandes 14. Schaltet man nur die Lichtquelle   1    ein, so sieht man im grünen Bildfeld 21 ein schwarzes Bild XIII des Gegenstandes 13, oder schaltet man nur die Lichtquelle 2 ein, so sieht man im roten Bildfeld 22 ein schwarzes Bild XIV des Gegenstandes 14.



   Schaltet man beide Lichtquellen gleichzeitig ein, so erscheint ein Bildfeld 23 in einer Mischfarbe (Fig. 4 und 5). Da rot und d grün sog. KomplementÏrfarben sind, so ist diese   Mischfarbe    weiB bei weissem Licht (Tageslicht) oder hellgelb bis gelb bei   künst-      Hellem (elektrischem) Licht. Es wird.    nun angenommen, die Bilder XIII und XIV auf dem mischfarbenen, gelben Bildfeld 23 dekken sich noch nicht (Fig. 4). Ber cksichtigt man nun, dass z. B. der Gegenstand 13 kein Licht durchlässt, so würde sein Bild XIII auch auf dem   mischfarbenen    Bildfeld 23 schwarz erscheinen, wenn es nicht durch die rote Farbe 22 des andern   Strahlenbüschels      iiberlagert würde (Fig.    2, das Bild ist körperlich gedacht und von der Seite gesehen).



  So kommt es, da¯ im Mischfeld 23 das Bild XIII   (Fig.    4) des im grünen Strahlen  biischel    liegenden Gegenstandes 13 rot erscheint. Für das Bild XIV des im roten   Licht Regenden Gegenstandes    14 gilt sinngemäss, da¯ es im   mischfarbenen    Bildfeld 23 grün erscheint, weil das schwarze Bild vom grünen Licht 21 überlagert wird (Fig. 3).



  Die Farben der Einzelbilder der Gegenstände im   mischfarbenen    Feld sind also gerade vertauscht (Fig. 4). Diese beiden Bilder erscheinen nun im   mischfarbenen    Feld sowohl gegenüber diesem als s auch gegeneinander sehr kontrastreich.



   Bringt man nun die beiden in Fig. 4 gezeigten Bilder miteinander zur Deckung, so erscheinen die übereinanderliegenden Teile dieser Bilder schwarz   (Fig.    5), da die in Fig. 2 und 3 gezeigten Überlagerungen 22 und 21 über dem gemeinsamen Bild nicht stattfinden, wÏhrend die nicht zur Deckung gelangenden Teile weiterhin in den Farben rot und grün der Einzelbilder in Fig. 4 erscheinen. Sind also die beiden zu vergleichenden Gegenstände nicht genau gleich, so erscheinen die Abweichungen in Fig. 5 in roten und grünen   Saumen R bezw. G um    das schwarze vereinigte Bild B.

   Da diese Säume sich sowohl gegen das schwarze vereinigte Bild B als auch gegen das mischfarbene Bildfeld 23 (gelb bei elektrischem Licht)    sehrkontrastreichabgeben,'lassensichauch    kleinste Abweichungen genau und rasch   feststellen,wasbei    der Kontrolle von Massenfabrikaten sehr wichtig ist. Wären die Bilder nicht gefärbt, so wäre es äusserst   schwie-    rig, sowohl die   A bweiehungen selbst    als auch den Gegenstand, zu welchem die einzelnen Abweichungen geh¯ren, genau und sicher festzustellen. Mit der oben beschriebenen Färbung ist dies aber sehr leicht und genau m¯glich, einmal wegen des Kontrastreich  tums und anderseits weil die gleiche    Farbe immer zum m gleichen Gegenstand geh¯rt.



   An Stelle von künstlichem Licht könnte man auch Tageslicht verwenden. Dann ist man aber mehr oder weniger vom Standort des   Mikroskopes abhängig. An Stelle    von zwei Objektiven vor den die beiden Strahlenb schel vereinigenden ReflexionsflÏchen, k¯nnte man auch ein einziges Objektiv naeh diesen   Reflexionsflächen    vorsehen. Für den    Fall, dass mehr als zwei Gegenstände gleich-      zeitig    miteinander verglichen werden sollen,   sind mehr'als zwei Strah'lengänge    mit dazugehörigen Filtern vorzusehen, nämlich so viele als   gleiohzeitig zu vergleiehende Gegenstände.   



   Das in der Zeiehnung in den Fig. 6,   7 und    8 dargestellte Mikroskop, dessen optische Ausrüstung gemäss oben beschriebenem
Schema gebaut ist, hat auf einer Fu¯platte 24 zwei Objekttische 25, 26. Diese unter   scheiden sich von den Objekttischen bisher    bekannter   Mikroskope    wesentlich dadurch, dass ihre Objektplatten 27 und 28 sowohl in horizontaler und vertikaler Richtung versohiebbar und zudem noch verdrehbar sind.



  Die konstruktive Ausbildung wird   w@   weiter   un. ten beschrieben.    Da also die   Scharfeinstel-      lung der Bilder durch Verschieben    des   Gegen-    standes erfolgt, so sind die Objektive 29, 30 fest t am PrismengehÏuse 31 montiert. Die   bauliehe Anordnung    der Objektive und der ReflexionsflÏchen im Gehäuse 31 und des gemeinsamen Okulars   3)    bietet keine Schwierigkeiten und braucht darum   nicht gezeich-    net und beschrieben zu werden.

   Wichtig ist   lediglioh,    zu bemerken, dass die das   Prisme'n-    gehäuse 31 tragende Säule 33 und die    Objekttische    25, 26 so auf der Fussplatte montiert sind, dal3 sämtliche   Bedienungs-    schrauben des Mikroskopes f r ihre Handhabung leicht zugÏnglich sind. Die SÏule 33 wird vorteilhafterweise hinter den Objekttischen angeordnet.



   Die Tischplatte 27 (28) ist auf eines    zweiteiligenTräger34verdrehbargelagert.   



  Dieser letztere ist gleitend auf einem Ring 35 angeordnet, der am Tubus 36 festgemacht i, st, In zwei   zueinandem    um einenbestimmten Winkel, z.   B.    um 90¯, versetzten B chsen 37 (in   Fig. S ist nur    eine sichtbar) des TrÏgers 34 sind   Stellsohrauben 38, 39'. eingeschraubt.   



  Diametral zu diesen Stellschrauben sind    Federn 40 angebracht, die den Stellschrau-    ben entgegenwirken. Mittels dieser Stell  schraubenundFedernist    es möglich, die Tischplatte in zwei zueinander   beispietls'weise    senkrechten Richtungen horizontal zu verschieben. Der Tubus 316 ist in einer Büchse 41 vertikal verschiebbar gelagert. Die mit einem Absatz 42 versehene Büchse 41 wird mittels einer   Motter    43 an der Fussplatte 24 befestigt. Die Vertikalverstellung des Tubus wird folgendermassen ermöglicht : In den Tubus 36 ist ein Fiihrungsstift 44 eingeschraubt, welcher durch einen Schlitz 45 der Büchse 41 hindurchtritt und in ein   Innen-    gewinde   46    der Stellb chse 47 eingreift.   



  Durch'Verdrehendieserz'wischendem < Flansch    48 der B chse 41 und der Fussplatte 24 gehaltenen Stellbiichse 47 wird der Tubus 36 in vertikaler Richtung verschoben. In die  sem Tubus 36 sind    die Apertu 7 rblende 7   (8'),    der in diese Blende eingesetzte Farbfilter 5 (6) und die Beleuchtungslinse 9 (10) eingebaut, wÏhrend die Lichtquelle 1 (2) unterhalb des Tubus im Innern der Fussplatte   24    sitzt. Die Lichtquellen k¯nnen mittels der Druckschalter 49, 50 ein- und ausgeschaltet werden.

   Die Filter   könnenirgendwo im      Strah-      lengang angeordnet    sein, aus   baulachen Grün-    den bringt man sie aber vorteilhafterweise in die Nähe der Lichtquelle, d. h. in   d'en    Tubus des   Objekttischea.   



   Zur   Vergleichsmessung zweier Gegen-    stÏnde legt   mandiesenunaufdiePlatten37,    28 der   Objekttische    und schaltet die Beleuchtung ein. Im Okular sieht man nun die Bilder dieser   Gegens. tände    in zwei   verschie-    denen Farben auf dem mischfarbenen Bild  fjeld    Man dreht an der   Stellfbüehse      47,    bis. die Bilder scharf sind.

   Hierauf verschwenkt man die Platten 27 und 28 und dreht man an den Stellschrauben 38, 39 so lange, bis sich die Bilder   weitmog'lichst      deeken.      Teile der Ge-      genstände, die voneinander abweichen, werden    dann durch farbige Ränder am schwarzen gemeinsamen Bild   erkenntlich sein,    wobei man an der Art der Farbe sofort erkennt, welcher Gegenstand  ber den andern hervorstehende Teile hat (Fig. 5).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von undurchsichtigen Werk stücken, dadurch gekennzeichnet, daB man die undurchsichtigen Werkstücke in ungleich- farbige StrahlengÏnge setzt und jedem der Bilder, welche in einem gemeinsamen Okular- feld erscheinen, die Farbe eines das abgebil- dete Werkstück nicht beleuchtenden Strahlenganges überlagert, derart, dass im gemeinsamen Okularfeld die EinzelbilderderWerk- stücke in der Farbe des sie nicht beleuchtenden Strahlenganges erscheinen und das Bildfeld die Mischfarbe der Einzelfarben der StrahlengÏnge hat, und da¯ man ferner dieEinzelbilderso'gutwiemöglich zur Deckung bringt,
    worauf die Abweichungen der Werkstücke von ihren übereinstimmen- den Teilen als farbige RÏnder am gemeinsamen schwarzen Bildteil erscheinen und alle Abweiohungen desselben Werkst ckes gleich gefÏrbt sind.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah- rens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalbewegliche Platte je eines der Objekttisohe auf einem vertikal verstellbaren Tuhus gelagert ist, in welchem Beleuchtungslinse, Farbfilter und Aperturblende in unveränderlichem Abstand, voneinander untergebracht sind.
CH251153D 1940-07-16 1940-07-16 Optisches Verfahren zur vergleichenden Untersuchung von undurchsichtigen Werkstücken und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. CH251153A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928125C (de) * 1953-05-08 1955-05-23 Wenczler & Heidenhain Optische Anordnung zum fluchtenden und anschliessenden Zusammenfuegen von Massstaeben
DE1170661B (de) * 1955-02-18 1964-05-21 Walter Hesse Dipl Ing Dr Einrichtung zur UEberpruefung des Umrisses von grossen Werkstuecken, wie z. B. von Eisenbahn-Radsatzlaufkranzprofilen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE928125C (de) * 1953-05-08 1955-05-23 Wenczler & Heidenhain Optische Anordnung zum fluchtenden und anschliessenden Zusammenfuegen von Massstaeben
DE1170661B (de) * 1955-02-18 1964-05-21 Walter Hesse Dipl Ing Dr Einrichtung zur UEberpruefung des Umrisses von grossen Werkstuecken, wie z. B. von Eisenbahn-Radsatzlaufkranzprofilen

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