CH251352A - Verfahren und Einrichtung zum Weben mit grossen Webbreiten und Unterteilung des Gewebes in mehrere Bahnen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Weben mit grossen Webbreiten und Unterteilung des Gewebes in mehrere Bahnen.

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CH251352A
CH251352A CH251352DA CH251352A CH 251352 A CH251352 A CH 251352A CH 251352D A CH251352D A CH 251352DA CH 251352 A CH251352 A CH 251352A
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CH
Switzerland
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fabric
weaving
cut
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webs
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Inventor
Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Auxiliary Weaving Apparatuses, Weavers' Tools, And Shuttles (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zum Weben mit grossen Webbreiten und Unterteilung  des Gewebes     in    mehrere Bahnen.    Je grösser die Webbreite eines Webstuhls  ist, desto grösser werden im Stoff die in Rich  tung der Breite verlaufenden     Spannungen,     welche durch die     Breithalter    aufgenommen  werden müssen. In dichten Geweben, welche  mit hohen Spannungen verwoben werden  müssen, sind die durch die Breithalter aufge  nommenen Kräfte derart gross, dass die     Web-          breite    dadurch begrenzt wird, weil eine     Riss-          oder        Streifenbildung    durch die Breithalter  in vielen Fällen nicht vermeidbar ist.  



  Webstühle mit grosser Webbreite, bei  spielsweise über 250 cm, haben den Vorteil  einer grösseren     Wirtschaftlichkeit,    Spesen  und Reparaturkosten werden kleiner, wäh  rend die Stoffproduktion grösser wird. Trotz  dem werden diese Stühle nur in begrenztem  Mass verwendet, und zwar hauptsächlich  wegen den obenerwähnten Schwierigkeiten.  



  Es ist bekannt, mehrere Gewebebahnen  nebeneinander auf einem Webstuhl zu weben.  In solchen Fällen werden aber die Bahnen  erst beim Brustbaum, wo die Querspannun  gen stark herabgesetzt sind, voneinander ge  trennt. Die vom Breithalter aufzunehmenden  Kräfte sind bei diesem Webverfahren gleich  wie beim Weben eines einbahnigen Gewebes  von gleicher     Gesamtbreite.     



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt, die  erwähnten Mängel bei Webstühlen mit gzosser  Webbreite zu vermeiden. Sie bezieht sieh auf  ein Verfahren zum Weben mit grossen Web  breiten und Unterteilung des Gewebes in    mehrere Bahnen und besteht darin, dass der  Schussfaden zwischen den verschiedenen Ge  webebahnen frühestens dort, wo das gebildete  Gewebe die der Rohware     entsprechende          Dichte        erreicht    hat, spätestens aber dort, wo  das Gewebe die Breithalterwalzen verlässt,  durchschnitten wird.

   Die ebenfalls Gegen  stand der     Erfindung    bildende Einrichtung  zur     Durchführung    dieses Verfahrens weist  Abschneidevorrichtungen auf, die im Web  stuhl so eingebaut sind, dass der Schussfaden  zwischen den verschiedenen Gewebebahnen  frühestens dort, wo das     gebildete    Gewebe die  der Rohware entsprechende Dichte erreicht  hat, spätestens aber dort, wo das Gewebe die  Breithalterwalzen verlässt, durchschnitten  wird. Der Schussfaden kann zwischen den  verschiedenen Gewebebahnen dort, wo die  Breithalter im Webstuhl eingebaut sind.  durchschnitten werden.

   Das erfindungs  gemässe Verfahren kann so ausgeführt wer  den, dass der     Sohussfaden    jeweils     zwischen          mindestens    zwei Paar     Bindefäden,        welche     eine kontinuierlich in der     gleichen        Richtung     oder eine abwechslungsweise in -der einen und  andern Richtung     .drehende        Bindung    ausfüh  ren, durchschnitten wird.

   Die     Einrichtung     nach der Erfindung kann zusätzliche Breit  halter aufweisen, die jede einzelne Gewebe  bahn an der Stelle, wo der     Schussfaden    durch  schnitten wird,     breithalten,    um die     zwischen          den        Gewebebahnen    noch nicht     durchschnitte-          nen        Schussfäden    zu entlasten.      Ein     Ausführungsbeispiel    des Verfahrens  nach der Erfindung wird im folgenden an  Hand der Zeichnung erläutert.  



  Fig. 1 zeigt schematisch den Verlauf der  Stoffhahn auf dem Webstuhl und Fig. 2 in  grösserem Massstab das Gewebe bei den Breit  haltern, wobei ersichtlich ist, wie die Quer  kräfte der Stoffbahnen, welche vom Breit  halter     aufzunehmen    sind, gebildet werden.  



  Die in Fig. 1 voll ausgezogenen Linien 1  stellen die Kanten eines einbahnigen, breiten  Gewebes und die     gestrichelten    Linien 2 die  Kanten eines im gesamten gleich     breiten,     jedoch mehrbahnigen Gewebes, dar. Die     Kett-          und    Schussfäden im Gewebe sind einfach  heitshalber nicht eingezeichnet. Dagegen sind  die Schussfäden 3, bevor sie durch die Ab  schneidevorrichtungen 8 durchschnitten wer  den, zwischen den Gewebebahnen eingezeich  net.

   Die Schussfäden werden dort, wo die  Breithalterwalzen 5 und 6 eingebaut sind,       durchschnitten,    und zwar     befinden        sieh    die  Abschneidestellen 8' bei dem in Fig. 1 ange  gebenen Beispiel zwischen den zwei strich  punktierten Linien 10 und 11.  



  Die Linie 10 stellt denjenigen Sohussfaden  dar, welcher von den Breithalterwalzen 5, 6  gerade gefasst wird, und die Linie 11 den  Schussfaden, welcher die Breithalter verlässt.  Alle zwischen diesen Linien 10 und 11 sich  befindenden Schussfäden stehen unter dem  direkten Einfluss der Breithalter.  



  Die Schussfäden 3 werden spannungslos  oder mit ganz geringer Spannung in die  Kettfäden 4 durch einen einfachheitshalber  nicht eingezeichneten Schützen eingetragen.  Die nach dem Einweben eintretenden Span  nungen im Schussfaden 3 rühren von der  Kettspannung her und sind abhängig von  der Kett- und Schuss dichte. Diese so gespann  ten Schussfäden ziehen die Kettfäden 4  (Fig. 2) im Gewebe 7 näher zueinander, wo  durch das Gewebe 7 von den Breithaltern 5,  6 weg mehr oder weniger einschrumpfen  wird. Die Spannungen im Schussfaden 3 kön  nen wie folgt bestimmt werden: Die Kett  fadenspannung ist für jeden Faden die glei-    ehe. Das Gewebe 7 ist durch die Breithalter  5 und 6 breitgehalten.

   Hinter den Breit  haltern 5 und 6 schrumpft das Gewebe 7 ein  und jeder Bettfaden 4 verläuft mit einer be  stimmten     Richtungsänderung    an, welche bei  den Kantenkettfäden 1 bezw. 2 am grössten  ist (a1) und gegen die Mitte des Gewebes 7 bis  auf Null sinkt. Diese Richtungsänderung  kann nur durch das Heranziehen von Kräf  ten kn, welche durch die Schussfäden 3 über  tragen werden, erzeugt werden. Diese Kräfte  kn werden schliesslich von den Breithaltern  5 und 6 aufgenommen. Die Grösse der Breit  halterkraft B ist also gleich der Summe der  duroh die Richtungsänderung der unter Span  nung gehaltenen Kettfäden gegebenen Kräfte  Kn, welche durch die Schussfäden auf genom  men sind, gebildet, wobei n von 1 bis auf die  Hälfte der gesamten Kettfadenzahl steigt;  also B =     #Kn    (Fig. 2).  



  Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die Rich  tungsänderung a' der     äussersten        Keafäden     beim     Trennen    der Gewebebahnen auf der  Höhe der Breithalter kleiner ist, als wenn  das Gewebe nicht getrennt würde (a").  Damit wird erreicht, dass die Schussfäden 3,  die sieh zwischen den Abschneidstellen 8'       und    der Fachspitze 9 befinden, eine dem  kleineren Winkel a' entsprechende Breit  halterkraft aufzunehmen haben. Die Summe  der Querkräfte in den nicht durchschnittenen  Schussfäden 3 entspricht der Reaktionskraft  der Breithalter 5 und 6.

   Ferner     isallen    die       Schussfäden    3 erst     durchschnitten    werden,  wenn das Gewebe     fertig    gebildet ist,     d.    h.  wenn die der Rohware entsprechende Dichte       erreicht    ist, da sonst die Bindung     dort,    wo  die     Schussfäden    keine     Einspannungen    mehr  besitzen, sieh lösen     würde.    Je     nach    Art der  Gewebe, insbesondere bei schweren Stoffen.  sind die     Kettfadenspannungen    im Ober- und       UnteTfaeh    ungleich.

   Dieser     Spannungsunter-          .schied        gleicht    sich erst     allmählich    im Ge  webe aus, und es kann     siehdadurch    das Ge  webe erst in grösserem Abstand von der  Fachspitze 9 die der Rohware     entsprechende     Dichte erreichen. Die     Durchsehneidestellen     8' sind     dann        entsprechend    zurückzuverlegen.

        Je nach der Durchschneidestelle und nach  der Gewebeart werden vorteilhafterweise zu  sätzliche Breithalter zum Halten der Gewebe  mittelkanten 2' eingebaut, denn es kann  vorkommen, dass die     Zerreissfestigkeit    des  Schussgarnes immer noch geringer ist als die  durch das Querspannen der Kettfäden her  vorgerufenen Kräfte. Durch das Reissen von  Schussfäden entstünden Gewebefehler undun  saubere Kanten. Durch Einbau von zusätz  lichen Breithaltern 12, die in Fig. 1 punk  tiert dargestellt sind, können von den Breit  haltern 5, 6 erfasste Schussfäden derart ent  lastet werden, dass derartige Fehler vermie  den werden können. Solche zusätzliche Breit  halter 12 sind auf alle Fälle dann vorzu  sehen, wenn die Schussfäden durchschnitten  werden, bevor das Gewebe von den Breit  halterwalzen 5, 6 erfasst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Weben mit grossen Webbreiten und Unterteilung des Gewebes in mehrere Bahnen, dadurch gekennzeichnet. dass der Schussfaden zwischen den verschie denen Gewebebahnen frühestens dort, wo das gebildete Gewebe die der Rohware entspre chende Dichte erreicht hat, spätestens aber dort, wo das Gewebe die Breithalterwälzen verlässt, durchschnitten wird. II.
    Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Abschneidevorrichtungen, die im Webstuhl so eingebaut sind, dass der Schussfaden zwischen den verschiedenen Gewebebahnen frühestens dort, wo das ge bildete Gewebe die der Rohware entspre chende Dichte erreicht hat, spätestens aber dort, wo das Gewebe die Breisshalterwalzen verlässt, durchschnitten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Webverfahren nach Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet, dass der Sehussfaden zwischen den verschiedenen Gewebebahnen dort, wo die Breithalter im Webstuhl einge baut sind, durchschnitten wird. 2. Webverfahren nach Patentanspruch I.
    dadurch gekennzeichnet, dass.der Schussfaden je zwischen zwei Paar Bindefäden durch- schnitten wird.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch zusätzliche Breit halter (12), die jede einzelne Gewebebahn an :der Stelle, wo der Schussfaden durch schnitten wird, breithalten, um die zwischen den noch nicht durchschnitte- nen Schussfäden zu entlasten.
CH251352D 1943-07-09 1943-07-09 Verfahren und Einrichtung zum Weben mit grossen Webbreiten und Unterteilung des Gewebes in mehrere Bahnen. CH251352A (de)

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