Sprechmaschine mit Einrichtung zum selbsttätigen Spielen einer Anzahl von Platten. Die Erfindung betrifft eine Sprech maschine mit Einrichtung zum selbsttätigen Spielen einer Anzahl von Platten, mit einem unbeweglich auf die P'lattentellerachse auf gesetzten Stufenstift zum Abstützen eines Stapels von zu spielenden Platten und mit einer Abstosseinrichtung zum seitlichen Ver schieben der Platten, um sie nacheinander auf den Plattenteller zu bringen.
Die ge nannte Einrichtung weist ein mit .einem Kit zel auf der Motorachse ein- und ausschalt bares Antriebsrad und eine auf der gleichen Achse oberhalb des Antriebsrades sitzende Kurvenscheibe auf, welch letztere während einer Umdrehung alle Tonabnehmerbewegun- gen und die P'lattenabstossvorrichtung steuert.
Die beiliegende Zeichnung veranschau licht ein Ausführungsbeispiel des Erfin- dungsgegenstandes, und zwar zeigen: Fig.1 die Draufsicht der Sprechmaschine, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung der Plattenabstossvorrichtung und der Tonabneh- mersteuervorrichtung der Sprechmaschine, Fig. 3 eine Seitenansicht der Platten abstossvorrichtung,
Fig.4 bis 15 Details des Mechanismus der Fig. 2, Fig. 16 eine Einrichtung, welche den Plattenstapel in waagrechter Lage hält.
Die dargestellte Sprechmaschine weist eine Grundplatte Pi, unterhalb welcher sich der Motor befindet, und eine Deckplatte Ps auf, die in Fig. 2 abgebrochen gezeigt ist, um den darunter liegenden Mechanismus zu zei gen.
Mit M und M (Fig. 1 und 7) sind Schalt knöpfe bezeichnet, die auf der Deckplatte ge führt sind. Der Schaltknopf M betätigt über eine Stange 101 und eine Verbindungsplatte 102; die an der Grundplatte Pi drehbar ge lagert ist, einen Steuerhebel 103. Dieser be sitzt einen obern Stift 103A (F'ig. 6), einen untern Stift 103ss, der in einen Schlitz eines Schalthebels 106 hineinreicht, und eine: oben herausstehende Zunge 103C.
Das eine Ende des Steuerhebels 103 weist eine Zunge 134 sowie eine Senkung auf, an welcher das eine Ende eines Führungshebels 99 angelenkt ist, der anderends an der Grundplatte angelenkt ist.
Der Schaltknopf m betätigt über die Stange 105 den Schalthebel 106, indem diese Stange mit einem nach unten ragenden Zap fen in das hakenförmige Ende dieses Schalt hebels 106 eingreift. Der .Schalthebel 106 ist in einem seitlichen Gestell beweglich gelagert und steht unter Federwirkung; er betätigt den Schalter 104 des Motors (siehe Fig. 14).
Ein auf der Deckplatte Ps drehbar ge lagerter Winkelhebel 107 (siehe Fig. 8) mit Gummiknopf 107A dient zum Abbremsen des Plattentellers, indem dieser Hebel unter der Wirkung einer Feder 108 steht, die ihn mit dem Gummiknopf von innen gegen den nach unten ragenden Rand des Plattentellers 2 zu drücken sucht. Die Feder 108 ist mit dem einen Ende an einem Aufsatz auf der Grundplatte Pi und mit dem andern Ende am Hebel 107 befestigt.
Ein auf demselben Aufsatz auf der Grundplatte angelenkter, in vertikaler Ebene schwenkbarer Zahn 109 dient dazu, den Hebel 107 in der Freigabe stellung zu halten. Der Bremshebel 107 wird in die Freigabestellung gebracht durch den Steuerhebel 103, der mit seinem Stift 103A den einen Arm des Winkelhebels so weit nach rechts schiebt, bis der Zahn 109 mit seinem rechten Teil hochschnappt (da dessen linker Teil schwerer ist) und dadurch den Hebel 107 in einer Stellung hält,
in der der Gummiknopf 147A am andern Arm des He bels 107 den Tellerrand nicht berührt. Die Rückkehr des Bremshebels 107 in die Brems stellung wird durch den Schalthebel 1.06 aus gelöst, der beim Ausschalten des Motors den untern senkrechten Teil des Zahnes 109 nach links verschiebt, worauf der Hebel 107 unter der Wirkung der Feder 108 in die Bremsstel lung zurückgeführt wird.
Mit<B>111</B> (Fig:12) ist ein Winkelhebel bezeichnet, der auf einem Aufsatz auf der Grundplatte Pi drehbar gelagert .ist, unter der Wirkung der Feder steht und dessen Arm 111B die Stange 133, welche die Plat- tenabstosseinrichtung betätigt, anzieht, indem ein nach oben stehender, abgeflachter Stift am Ende des Armes 111B das hakenförmige Ende der Stange 133 erfasst (siehe Fig.2).
Der Arm 111A des Hebels 111 wird von der untern Nocke 110B einer Kurvenscheibe 110 betätigt, die noch eine obere gurvenfüh- rung 110A zur Steuerung des Tonabneh- mersteuerhebels 112 sowie eine obere Rand führung 110C zur Steuerung eines Plätt chens 114 am Steuerhebel 112 aufweist. Die Führung 110C erstreckt sich auf einen Teil des Umfanges der Kurvenscheibe, der ca. 180 . beträgt.
Die Kurvenscheibe 110 sitzt auf der Achse eines Zahnrades 119 (Fig.14), welches von einem auf der den Plattenteller tragenden Motorwelle angeordneten Rad 123 angetrieben wird.
Der Steuerhebel 112 ist bei 112" drehbar gelagert und steht unter der Wirkung einer Schraubenfeder 112' (Fig. 2), die ihn gegen die Kurvenscheibe drückt. In der Ruhestel lung des Apparates (Fig. 12) liegt der He bel 112 an der Kurvenführung <B>110,1</B> in einer Lage an, in der der Hebel 112 sich in der äussersten Lage befindet.
An seinem freien Ende trägt der Hebel 112 ein Plättchen, das mit seinem einen Ende mittels eines Zapfens 115 am Ende des Hebels 112 drehbar gelagert ist, am andern Ende einen :Stift 115A trägt. und in der Mitte mit einer Einbuohtung ver sehen ist, in welcher ein auf dem Hebelende 112 vorgesehener Stift 115C liegt. Das Plätt chen steht unter der Wirkung einer auf dem Zapfen 115 vorgesehenen Schraubenfeder, die es gegen den Stift 115C auf dem Hebel 112 drückt; unterhalb dieses Stiftes 115C befin det sich auf dem Hebelende 112 ein Stift 116.
Der Hebel 112 trägt ferner an seiner Unterseite das um einen horizontalen Zapfen leicht drehbare Plättchen 114, dessen eines Ende 114a (Fig. 12) als Zahn seitlich hoch steht, und dessen anderes Ende von der Randführung 110C beeinflusst wird.
Das Zahnrad 119 (Fig. 15) besitzt einen Ausschnitt 119A, in welchen ein an einem Hebel 120 befestigter gezahnter Sektor ein greift, der an der Unterseite des Rades 119 bei 120' drehbar gelagert ist und unter der Wirkung einer Zugfeder steht, die an der Unterseite des Rades befestigt ist.
Das eine Ende des Hebels 120 trägt einen Stift 121, der sich nach oben durch nicht gezeichnete Schlitze im Rad 119 und in der Scheibe 110 hindurch oberhalb dieser Scheibe 110 erstreckt und dort einPlättchen 122 drehbar trägt. Auf derAchse des Rades 119 ist oberhalb der Scheibe 110 ein Hebel 11\T gelagert (Fig. 2), an dem ein durch eine Feder<B>117,1</B> beeinflusster Teil 117' drehbar angeordnet ist.
Unterhalb des Hebels 117 ist an diesem ein federndes Plätt chen 118 (Fig. 15) befestigt, welches gegen das Plättchen 122 drückt und dieses gegen den Stift 1212' hält.
Mit 12'7 (Fig. 9 und 10) ist ein Einstell- bebel bezeichnet, der auf der Grundplatte P drehbar gelagert ist und an dem bei 135 der Hebel 126 drehbar verbunden ist. Der Hebel 126 steht unter der Wirkung einer auf sei nem Drehzapfen 135 angebrachten Schrau benfeder, die bestrebt ist, den, Hebel 126 mit seinem einen Ende gegen die Kurvenführung 110B der Scheibe 110 zu drücken.
Das an dere Ende des Hebels 126 ist etwas erhöht; an diesem Ende ist ein Plättchen 128 be festigt, das eine Einkerbung aufweist, mit der es sich auf der brückenförmigen Zunge 134 am Ende des Hebels 103 einhaken kann. Das eine Ende des Hebels 127 ist mit der Stange 130- verbunden, die einen Schlitz <B>130,1</B> aufweist, in den sich der mit dem Arm 132 fest verbundene Arm 131 einhaken kann. Der Hebel 127 steht unter der Wir kung einer Zugfeder 129 und trägt einen Anschlag 136.
Die Kurvenführung 110B steuert beim Umlauf der Scheibe 110 mit ihrem einen Teil den Winkelhebel 111 und mit dem andern Teil den Einstellhebel 127. An der Grundplatte Pi ist ein zweiarmi ger Hebel 140 drehbar gelagert (Fig. 2), der am einen Ende eine Rolle trägt, die an dem Umfang der Kurvenscheibe 110 anliegt und ,in diesem Umfang abrollt, während das an dere Ende des Hebels 140 mit dem Hebel 139 gelenkig verbunden ist.
Der Hebel 139 weist einen Schlitz auf, durch welchen ein Stift 6" geführt ist, der an der Drehachse 6' des Ton abnehmers befestigt ist und eine Verlänge rung nach unten dieser Achse darstellt.
Die Drehachse 6' und der Tonabnehmer arm 6 stehen in rechtem Winkel zueinander. Bei waagrechter Lage des Tonabnehmer armes 6 steht also die Achse 6' und damit auch der Stift 6" senkrecht. Der Tonabneh- merarm 6 ist um eine horizontale Achse schwenkbar und nimmt in gehobener Lage eine leicht geneigte Stellung ein, in welcher er durch sein Gewicht bewirkt, dass der Stift 6" den Hebel 139 anzieht und die Rolle des Hebels 140 an dem Umfange der Kurven scheibe anliegt und an diesem abrollt.
Durch die Kurvenscheibe 110 wird das Heben und Senken des Tonabnehmeraxmes gesteuert (siehe Fig.12). Auf einem Aufsatz auf der Grundplatte, Pi ist ferner ein Plättchen 137 mit Stift 137a drehbar angeordnet, an welchem Plätt chen eine Schiene 138 mit Klinke 138-. (Fig. 2) aasgelenkt ist, die vom Tonabnehmer über den Hebel 113 nach innen verschoben werden kann und, wenn der Tonabnehmer am Ende der Tonspuren angelangt ist, das Ingangsetzen des Antriebsrades 119 verur sacht.
Zum Stützen eines Stapels von zu spie lenden Platten 56 in der Mitte dient der zen trisch zum Plattenteller 2 angeordnete, auf der Tellerachse abgestützte, jedoch an der Drehung derselben nicht teilnehmende Stu- fenstift 57 (Fig. 4). Zum- Festhalten der Platten des Stapels auf dem Stufenstift dient ein an einem seitlichen Gestell aasge lenkter Arm 141, der eine Federzunge 144 und an seinem freien Ende eine Gummirolle 145 trägt;
die Rolle 145 und das eine Ende der Federzunge 144 liegen an einander ent gegengesetzten Seiten des Stufenstiftes auf dem Plattenstapel auf. Die Federzunge 144 hat im erwähnten seitlichen Gestell ein Wi- derlager und drückt die Platten gegen, die im genannten Gestell gelagerten Vorsprünge 41 bezw. 41" (Fig. 16).
Der Arm 141 trägt fer ner einen nach unten gerichteten Zahn 142, der auf einen Hebel 143 wirkt, der seiner seits entgegen der Wirkung einer Feder den längsverschiebbar gelagerten Betätigungs hebel 106 des Schalter 104 (Fig. 14) ver- i schiebt.
Als seitliche Auflage für grosse Platten dienen die beiden nach dem Plattenteller zu gerichteten Vorsprünge 41' des Gestelles, und als Auflage für die kleinen Platten die : am Gestell aasgelenkten Konsole 41. In der Auflage 41 ist der Zahn 39 zum Abstossen der kleinen Platten horizontal beweglich ge führt und entgegen einer Federwirkung um eine Plattendicke senkbar geführt. Die Auf lage 41 kann mittels des Hebelsatzes 43, 44, 132 heruntergeklappt werden (wie in Fig. 4 mit punktierten Linien gezeichnet ist), um die grossen Platten zum Fallen freizugeben.
Dieses Herunterklappen der Auflage 41 ge- schieht durch den Einstellhebel 126-127 über den Hebel 130. Der Einstellhebel 126-127 ist als Doppelhebel ausgebildet, wobei der Teil 126 auf dem Teil 127 an gelenkt ist.
Mit dem Zahn 39 ist ein nach unten gerichtetes Plättchen 34 verbunden, an dem eine nach oben gerichtete, am Hebel 131 befestigte Lamelle 35 anliegt. 33 ist eine verschiebbare, durch die Zugstange 133 be tätigte Abstossschiene, welche oben eine Nase hat, die entweder den Zahn 39 ver schiebt oder, wenn dieser mit der Auflage 41 heruntergeklappt ist, unmittelbar eine grosse Platte abstösst.
36 isst eine obere Füh rung für die Abstossschiene 33, welch letz tere unten auf einem Zapfen 37 geführt ist, der durch einen auf der Grundplatte Pi be festigten Befestigungsblock hindurchgeht. Die Schiene 33 ist auf dem Zapfen 37 mit tels zwei seitlichen Lappen 33u, 33b geführt.
Zwischen dem Lappen 33a und dem Block 38 ist eine Feder vorgesehen, welche die Ab stossschiene 33- nach jeder Verschiebung in die Normalstellung zurückbringt. 12 (Fig. 4) ist ein an der Unterseite des Plattentellers, nahe an dessen Drehachse, befestigter Stift, der zum Auslösen der Plattenwechselein- richtung nach Beendigung des Spiels einer Platte dient.
Die einzelnen selbsttätigen Vorgänge, un ter der Voraussetzung, dass kleine Platten zu spielen sind, gehen wie folgt vor sich: 1. Zur Inbetriebsetzung der Sprech maschine dreht man den Schaltknopf M nach rechts. Der über die Stange 101 und Platte 102 nach rechts (gemäss Fig. 7) bewegte Steuerhebel 103 betätigt dabei mit seinem Stift 103B- über die, Stange 106 den Schalter 104 des Motors und schaltet diesen ein.
Der Stift 103A zieht den Hebel 107 an, der dar auf vom Zahn 109 in der neuen Lage gehal ten wird. Damit ist der Plattenteller frei gegeben und beginnt sich zu drehen. Die Zunge 103C des ,Steuerhebels 103 dreht gleichzeitig den: Hebel 117 nach rechts, so dass dessen federndes Plättchen 118 das Plättchen 122 freigibt, so dass der Hebel 120 von seiner Feder angezogen werden kann und den Sektor 119A mit dem Ritzel 123 auf der Motorwelle in Eingriff bringt.
Da- ; mit beginnt sich auch das Rad 119 zu dre hen und mit ihm die Kurvenscheibe 110. Die Kurve 110B verschwenkt nach einiger Zeit den Hebel 111 (F'ig.12), so dass der Arm 111B dieses Hebels die Zugstange 133 und, mit ihr die Schiene 33 anzieht, welche wie derum den Zahn 39 vorwärts bewegt, der die unterste kleine Platte aus dem Stapel vor schiebt. Diese fällt also auf den Plattenteller.
Die obere Kurve 110A hält während dieses Vorganges den Hebel 112, der den Tonabneh- merarm steuert, in der in Fig. 12 gezeigten Ruhelage, ausserhalb des Plattentellers.
Gleich darauf kann jedoch der Hebel 112 unter dem Druck seiner Feder 112' nach innen schwingen. Dabei wird der abge schrägte Zahn 114A zuerst von dem Ende des Armes<B>113,1</B> des Hebels 113, der mit der Tonarmachse fest -verbunden, niedergedrückt, geht dann hinter demselben wieder hoch (siehe Fig. 2), da sein anderes Ende schwe rer ist. Im weiteren Verlauf der Drehung -der Scheibe 110 geht der Hebel 112 weiter nach innen und nimmt dabei mit dem Stift 1.15A den, Hebelarm 113A mit, der den Ton abnehmerarm nach innen bringt.
Diese Be wegung nach innen wird aufgehalten, wenn der Hebel 112 mit seinem Stift 116 gegen den Anschlag 136 des Einstellhebels 127 an schlägt, wobei der Tonabnehmer mit seiner Nadel über die äusserste Tonspur der auf dem Teller liegenden Platte angelangt ist. In diesem Augenblick ist die Rolle des Hebels 140 zum Beginn des nockenförmigen Teils des Umfanges der Scheibe 110 gekommen.
Da der Stift 6" der Drehachse des Tonabneh- Lnerarmes am Ende des .Schlitzes des Hebels 1.39 liegt, ist das Gewicht des leicht geneig ten Tonabnehmerarmes bestrebt, diesen He bel 139 nach rückwärts (in Fig. 2 nach oben) zu ziehen, was nunmehr von der absteigenden Kurve der Umfangsführung der Scheibe 110 ermöglicht wird, wodurch sich der Ton abnehmerarm ,senken und seine Nadel auf den Plattenrand aufsetzen kann.
Mit der Achse 6', 6" neigt sich auch der Hebelarm 1.13,4, und sein Ende zwängt sich nun zwi schen den, Zahn 114A und den Stift 1.15A, und infolge der Abschrägung des Zahnes 114A wird der Stift 115A etwas zurück gedrängt und die Achsfeder des Stiftes 115 gespannt. Jetzt ist die obere Randführung 7.10C am innern Ende des Plättchens 114 an gelangt und hebt dieses an, wodurch der Zahn 114A gesenkt wird.
Der .Stift 115A des jetzt unter leichtem Federdruck stehen den Plättchens gibt nun dem Hebelarm 113A noch einen kleinen Ruck, wodurch der Ton abnehmerarm eine letzte kleine Verschiebung nach innen erhält, bis, seine Nadel in die äusserste Tonspur der Platte in Eingriff kommt.
Kaum ist dies geschehen, wird das Plättchen 122 vom Plättchen 118 des Hebels 117 und vom Stift 122' angehalten, so dass der Sektor 119A ausser Eingriff mit dem Ritzel 123 kommt. Das Rad 119 wird durch einen Hebel 124 angehalten, der unter der Wirkung seiner Zugfeder 125 steht und eine Rast 124a aufweist, in welche eine Ecke der Führung 110B zu liegen kommt. Die Plat tenwechsel- und Tonabnehmersteuerungsein- richtung stehen jetzt still,
und es dreht sich nur noch der Plattenteller.
2. Selbsttätiger Plattenwechsel. Wenn der Tonabnehmer am Ende der Tonspuren ange langt ist und in die Auslaufrille einläuft, wirkt der Arm 113B auf den Stift 137a des Plättchens 137 und dreht dieses, so dass die Schiene 13,8 mit der Klinke 138A ganz nahe an die Drehachse des Plattentellers heran kommt.
Wenn dann der an der Unterseite nahe der Drehachse des Tellers 2 vorgesehene Stift 12 (Fig.4) an dieser Stelle vorüber kommt, drückt er diese Schiene 138 wieder etwas nach auswärts, und die Klinke 138A drückt mit ihrem abgeschrägten Zahn auf einen senkrechten Zahn des Plättchens 122 (Fig. 2) und befreit letzteres vom Plättchen 118.
(Beim Vorwärtsgehen wurde die in der Schiene angelenkte Klinke 138 mit ihrem ab geschrägten Zahn von diesem Zahn des Plätt chens 122 angehoben und fiel dahinter wie der herunter.) Dadurch wird der Hebel 120 frei und bringt unter der Wirkung seiner Feder den Sektor 119A in Eingriff mit dem Ritzel 123, so dass sich das Antriebsrad 119 zu drehen. beginnt. Die Scheibe 110 befindet sich jetzt am Beginn ihrer Drehung in der in den Fig. 2 und 15 gezeigten Lage.
Es kommt also zunächst die Umfangsführung der Scheibe zur Wirkung, die jetzt infolge der ansteigenden Kurve über die Rolle und Hebel 140 den Hebel 139 nach vorwärts (in F'ig:2 nach unten) zieht und dadurch auch den Stift 6" und die Tonabnehmerachse 6' anzieht, wodurch sich der Tonabnehmer arm 6 von der Platte abhebt.
Gleich darauf schiebt die Führung 110A den Hebel 112 nach aussen und bringt dadurch den Tonabnehmer ausserhalb des, Tellerrandes, In der Zwischen- zeit kommt die Führung 110B zum Hebel 7.11A und verursacht das Fallen der nächsten Platte. Nun erlaubt die Führung 110A wie der die Bewegung des Hebels 112 nach innen.
Die weiteren Vorgänge, das heisst das Aufsetzen des Tonabnehmers auf den Plat tenrand, der Beginn des Spielens und das Anhalten des Antriebsrades 119 erfolgen in der schon beschriebenen Weise.
3. Plattenwechsel vor dem Fertigspielen. Will man das Spielen einer Platte in einem beliebigen Augenblick unterbrechen und mit dem Spiel einer andern Platte beginnen, dann dreht man den .Schalterknopf 1V1 wie der nach rechts. Dadurch wird, wie beim Einschalten, der Hebel<B>117</B> von der Zunge 103C des Steuerhebels 10'S (der nach dem Einschalten vom gefederten Hebel 117 wie der in die Ausgangsstellung zurückgebracht worden ist) verschoben und augenblicklich das Rad 119 in Gang gesetzt, so dass in der beschriebenen Weise der selbsttätige Platten wechsel vor sich geht.
4. Wiederholung des Spiels einer Platte. Will man eine Platte nochmals abspielen, dann dreht man den .Schaltknopf M in einem beliebigen Zeitpunkt des Spielens derselben nach links. .Dadurch wird der Steuerhebel 103 nach links gezogen, so dass die Zunge 7.03C mit ihrem Rücken den Hebel 133 an hebt und ausser Eingriff mit dem Arm 111B des Hebels 111 bringt.
Wenn nun am Ende des Abspielens der Platte das Antriebsrad 119 in Gang gesetzt wird, dann wird die Abstosseinrichtung nicht betätigt, weil der Hebel 133 angehoben ist, sondern es wird nur der Tonabnehmer gesteuert, der die bereits auf dem Teller liegende Platte nochmals spielt.
Der Steuerhebel 103 bleibt in der Wie derholungsstellung, weil er durch einen Stift 147 in einer Rast eines unter Federwirkung stehenden Hebels 146 gehalten wird, bis er durch Rückdrehen des Schaltknopfes M von Hand in die Normallage zurückgebracht wird. 5. Ausschalten des Apparates. Damit der Apparat in einem beliebigen Zeitpunkt aus geschaltet werden kann, ist der Schaltknopf m vorgesehen, der mittels der Stange 105 den Hebel 106 betätigen und durch letzteren den Motorschalter 10,4 ausschalten kann.
6. Selbsttätiges Ausschalten des Appara tes am Ende der letzten Platte. Nachdem die letzte Platte aus dem Stapel auf den Teller gefallen ist, drückt der Zahn 142 desi Armes 141 auf den Hebel 143, der seinerseits den Hebel 106 nach vorwärts schiebt (Fig.14) -und das rechte Ende desselben unter den Rand des Rades 119 bringt.
Nachdem nun das Rad 119 in üblicher Weise am Ende des Spiels in Gang gesetzt worden ist und zuerst den Tonabnehmer ausserhalb des Plattentel lers gebracht hat, trifft ein Stift 148, der an der Unterseite des Randes des Rades 119 vorgesehen ist, auf das Hebelende 106 und schaltet den Motor aus. Der Hebel 106 ver- chiebt dabei gleichzeitig das untere Ende s \ des Zahnes 109, wodurch der Zahn selbst, der den Hebel 107 gehalten hat, so.
ver- schwenkt wird, dass er den Hebel 107 frei gibt, der unter der Wirkung seiner Feder 108 seinen Gummiknopf von innen gegen den Plattentellerrand drückt und dadurch diesen bremst. Bei den vorstehend beschriebenen Vor gängen ist durchwegs von der Annahme aus gegangen worden, dass jeweils eine kleine Platte in Fallstellung war und der Einstell- hebet 126/127 daher in der Normalstellung verblieben ist.
Es sei nun angenommen, dass auf eine kleine Platte eine grosse folgt. Diese Platte drückt auf den Abstosszahn 39 für die klei nen Platten und senkt ihn; dadurch wird das Plättchen 34 (Fig. 5) etwas nach hinten ge schwenkt; der Waagehebel- 131 beW. dessen Plättchen 35 wird frei, so dass also das hin tcre .schwerere Ende des Waagehebels 131 den Haken aus dem Schlitz 130A des He bels 130 heraushebt, sobald die Kurve 110B den Hebel 126 und damit den Hebel 127 leicht verschwenkt, wodurch die Stange 130 leicht vorgeschoben wird.
Der Doppelhebel 126-127 kann jetzt durch die Feder 129 nach innen gezogen werden, wodurch auch der Hebel 130 angezogen wird, der über die Stangen 132 und 44, 43 die Senkung der seitlichen Auflage 41 mit dem Abstosszahn 39 für die kleinen Platten bewirkt (siehe Fig.4). Dabei kommt die grosse Platte auf die Vorsprünge 41' zu liegen und wird dann unmittelbar von der Schiene 33 abgestossen.
Die Steuerung des Tonabnehmers erfolgt in gleicher Weise wie vorher, nur ist jetzt der am Hebel 127 befestigte Anschlag 136 durch die Verschiebung des letzteren in eine neue Lage gebracht worden., so dass der Tonabneh mer bei seiner Bewegung nach innen entspre chend dem Rande der grossen Platte angehal ten wird, da die Verschiebung des Hebels 130 und damit des Hebels 127 genau dem Unter schied zwischen einer kleinen und einer gro ssen Platte entspricht.
Beim nächsten Auslösen der Plattenwech- selvorriehtungschiebt die Führung 110B zu nächst die Hebel 126-127 wieder auswärts, so dass also die Auflage 41 wieder hoch geschwenkt wird; je nachdem sich aber nun eine grosse oder eine kleine Platte in Fall stellung befindet, wird sich der Haken des Waagehebels 131 im Hebel 130 einhaken oder nicht, so dass also, nachdem die Füh rung 110B am Hebel 126 vorbei ist, derselbe nach innen gezogen werden kann oder nicht und die Auflage 41 daher heruntergeklappt wird oder nicht.
Im Falle der Wiederholung einer Platte gibt der nach links gezogene Steuerhebel 103 mit seinem Ende 134 das Plättchen 128 frei, so dass der Hebel 126 frei wird und sich um den Zapfen 135 drehen kann. Dadurch kann die Kurve 110B zu Beginn der Drehung der Scheibe 110 nur den Hebel 126 etwas ver schieben, der keinerlei Wirkung hat, wäh rend der Hebel 127 in seiner Lage verbleibt, welche der auf dem Teller liegenden Platte entspricht.