CH251501A - Verfahren und Einrichtung zur Abwärmeverwertung. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Abwärmeverwertung.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Abwärmeverwertung. In einer Reihe von technischen Anlagen (Hütten, Verbrennungsturbinen oder Moto ren u. a.) entstehen grosse Mengen von hei ssen Gasen, deren Wärme durch einen Ab wärmekessel verwertet werden kann. Solche Ibwärmekessel sind jedoch wenig verbrei tet, weil sie in den meisten Fällen im Ver hältnis zu den Bau- und Betriebskosten einen zu kleinen Gewinn versprechen.
Die Arbeits= verhältnisse einer Anlage zur Abwärmever- wertung sind nämlich wesentlich schlechter als die Verhältnisse bei einer normalen Dampfkraftanlage, wie weiter unten näher angeführt ist.
Zum Vergleich und zur Verdeutlichung der Vorteile des erfindungsgemässen Verfah rens ist in Abb.1 der beiliegenden Zeich nung der Temperaturverlauf in einer nor malen Dampfkraftanlage dargestellt. Wie er sichtlich, besteht der kleinste Temperatur unterschied zwischen Rauchgasen und Was ser immer zwischen dem Kaltwasser und den kalten Rauchgasen Eiwischen den Punkten 1, 6), ohne Rücksicht darauf, ob man dabei einen niedrigen. oder einen hohen Dampf druck wählt.
Eine normale Dampfkraft anlage kann demnach sowohl mit einer nied rigen Abgastemperatur als auch mit dem günstigsten Dampfdruck, also mit einem guten Wirkungsgrad, arbeiten.
In Abb. 2 ist der Temperaturverlauf bei einem Abwärmekessel bekannter Ausfüh rung veranschaulicht. Hier besteht der klein ste Temperaturunterschied zwischen dem- 'Wasser und den Rauchgasen am Anfang der Verdampfungsfläche (zwischen den Punkten 2 und 6).
Der Temperaturunterschied zwi schen dem Kaltwasser und den kalten Rauch gasen (zwischen den Punkten 1 und 7) ist hier wesentlich grösser als der erwähnte kleinste Temperaturunterschied und bedeu tend grösser als der entsprechende Unter schied zwischen dem Kaltwasser und den kalten Rauchgasen bei einer normalen Dampfkraftanlage nach Abb. 1.
Das übliche Verfahren zur Abwärmeverwertung weist also einen schlechten Wirkungsgrad auf, denn die ins Freie abgeführten Abgase haben eine zu hohe Temperatur, und weil es mit Rücksicht auf den kleinsten Temperatur unterschied am Anfange der Verdampfungs- fläche nicht möglich ist, einen genügend hohen Dampfdruck zu wählen, wie es zur Erreichung eines günstigen Dampfverbrau ches der angeschlossenen Dampfturbine oder Dampfmaschine nötig wäre.
Die erwähnten Nachteile werden durch das erfindungsgemässe Verfahren zur Ab wärmeverwertung vermieden, deren Tempera turverlauf beispielsweise in Abb. 3 der bei liegenden Zeichnung dargestellt ist.
Erfindungsgemäss wird bei diesem Ver fahren im Abwärmekessel der Dampf nicht bei einem Drucke, sondern bei zwei oder mehreren verschiedenen Drücken (in Abb. 3 sind drei Druckstufen eingezeichnet), also bei zwei oder mehreren entsprechenden Siede temperaturen erzeugt. Durch eine geeignete Wahl des niedrigsten Druckes (bei Verwen dung von Kondensationsturbinen auch unter 1 atü) ist es dann möglich, eine niedrige Abgastemperatur zu erreichen.
Der höchste Druck, bei welchem die grösste Dampfmenge erzeugt wird, kann dabei genügend hoch ge wählt werden, um einen günstigen Dampf verbrauch der angeschlossenen Turbine er reichen zu können.
Das erfindungsgemässe Verfahren mit mehreren Druckstufen des erzeugten Damp fes ermöglicht also eine viel vollkommenere Wärmeverwertung als das bisherige Verfah ren mit nur einer Druckstufe. Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens sind desto grösser, je höher die Druckstufenzahl ge wählt wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens besitzt einen Abwärmekessel, in welchem Dampf bei ver schiedenen. Drücken erzeugt wird, und eine 1Vlehrdruckdampfturbine, welcher der bei verschiedenen Drücken erzeugte Dampf in Stufen zugeführt wird, die die entsprechen den Drücke aufweisen.
In Dampfüberhitzern kann entweder der Dampf aller Druckstufen überhitzt werden, wie in Abb.3 veranschaulicht ist, oder es kann aus den niedrigeren Druckstufen der Saudampf unmittelbar in die Turbine ein geführt werden.
Nach der zur Verfügung stehenden Rauchgastemperatur kann in dem Abwärme kessel Wasserdampf oder der Dampf eines, andern geeigneten Stoffes erzeugt werden.
Bei kleinen Anlagen wird der Abwärme kessel als eine einzige bauliche Einheit aus geführt. Bei grossen Anlagen können die ein zelnen Kesseldruckstufen als selbständige Einheiten ausgeführt werden.
Die Leistungsregelung der angescUlos- senen Dampfturbine kann auf verschiedene Weise erfolgen: In Anlagen, in denen man beispielsweise die Abwärme von Gasturbinenabgasen ver wertet, leistet die Gasturbine den Hauptteil (etwa 65 %) und die Dampfturbine den Res der Arbeit_ Wenn keine grossen Ansprüche an die Geschwindigkeit des Regelvorganges im Normalbetrieb gestellt werden (z.
B. bei dem Gasturbinenschiffsantrieb), regelt man nur die Leistung der Gasturbine, und die Dampf turbine wird ohne Regelventile unmittelbar an den Kessel angeschlossen. Die Drücke in den einzelnen Kesselteilen ändern sich in die sem-Falle je nach der Belastung der Anlage. In den Dampfleitungen zur Turbine werden nur Schnellschlussventile und am Kessel Sicherheitsventile angeordnet.
Werden grosse Ansprüche an, die Regel geschwindigkeit gestellt (z. B. beim Antrieb eines elektrischen Generators durch eine Gasturbine), werden sowohl die Leistung der Gasturbine als auch die Leistung der Dampf turbine geregelt, und zwar entweder der Einfachheit halber nur die Dampfmenge der obersten Druckstufe, oder auch die Dampf mengen der niedrigeren Druckstufen.
Wenn nur die Dampfmenge der obersten Druck stufe geregelt wird, besteht bei plötzlichem Schliessen des Regelorganes die Gefahr, dass die niedrigeren Druckstufen des Kessels in folge der Drucksenkung in der Turbine eine zu grosse Dampfmenge liefern und dabei übersieden werden, so dass die Turbine durch eine grosse, aus dem Kessel mitgerissene Wassermenge beschädigt werden könnte.
Aus diesem Grunde werden die Schnell schlussventile an der Turbine vorteilhafter weise als Diffueorventile mit annähernd Schallgeschwindigkeit im engsten Quer schnitt ausgeführt; solche Ventile erlauben keine bedeutende Vergrösserung der Dampf menge.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Verwertung von Ab wärme, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abwärmekessel Dampf bei mehreren Drücken erzeugt wird. Il.Einrichtung zur Ausführung des Ver- fah@ens nach Patentanspruch I, dadurch ge- keanzeichnet, dass ein Abwärmekessel, in z ekliem der Dampf bei mehreren Drücken agmugt wird und eine 1Vlehrdruckdampf- tizrbine vorhanden sind,welcher der bei ver- echiedenen Drücken erzeugte Dampf bei ent sprechenden Druckstufen zugeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampftur bine keine Leistungsregelung besitzt. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungs- regelung der Dampfturbine nur durch Re gelung der Dampfmenge der obersten Druck stufe erfolgt. 3.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungs regelung der Dampfturbine durch die Rege lung der Dampfmenge sowohl der obersten Druckstufe als auch einer oder mehrerer der niedrigeren Druckstufen erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH251501T | 1946-06-04 |
Publications (1)
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| CH251501A true CH251501A (de) | 1947-10-31 |
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ID=4468846
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH251501D CH251501A (de) | 1946-06-04 | 1946-06-04 | Verfahren und Einrichtung zur Abwärmeverwertung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH251501A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0007850A1 (de) * | 1978-07-13 | 1980-02-06 | Creusot-Loire | Anlage zur Energierückgewinnung |
-
1946
- 1946-06-04 CH CH251501D patent/CH251501A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0007850A1 (de) * | 1978-07-13 | 1980-02-06 | Creusot-Loire | Anlage zur Energierückgewinnung |
| FR2431025A1 (fr) * | 1978-07-13 | 1980-02-08 | Creusot Loire | Installation de recuperation d'energie |
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