Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 242379. Elektrische Rechenmaschine. Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung der im Patentanspruch des Haupt patentes gekennzeichneten elektrischen Re chenmaschine, bei welcher ein Impulsgäbe vorgesehen ist, dessen Impulse durch Bedie nung einer Einstellvorrichtung, wodurch Kon takte von Stromkreisen geschlossen werden, zu einem das Resultat ermittelnden Teil ge leitet wenden, welcher Zähler für diese Im pulse und Zehnerübertragungsvorrichtungen aufweist.
Erfindungsgemäss ist die Rechenmaschine zur Durchführung sämtlicher vier Grund- eperationen ausgebildet, und ihr Resultat werk, enthält Zehnerübutragungsvorrichtun- gen mit je einem Relais, das durch seinen er regten Zustand anzeigt, wann ein Zehner über tragen werden muss, und anschliessend an,
die Ziffernimpulse des Impulsgebers einen nach träglichen Impuls von demselben zum zuge hörigen Zähler des Resultatwerkes leitet.
Im folgenden sind Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes an Hand der beilie genden Zeichnungen näher erläutert. Es zei gen: Fig. ja und 1b den Impulsgeber, F'ig. 2 Schaltungen für Addition und Sub traktion, Fig. 3 das Schaltbild der Tastatur in Ver bindung mit dem Resultatwerk, Fig. 4 Zähler mit Zehnerübertragungsvor- richtungen, Fig. 5 die Schaltung für automatische 1'Iultiplikation,
Fig. 6 die Schaltung für automatische Division und Fig. 7 die Schaltung für automatische Stellenverschiebung bei Multiplikation und Division.
Impulsgeber. Im folgenden werden wir sehen, dass, um eine Rechenoperation auszuführen, auf das Resultatwerk Impulsfolgen von 1 bis 9 elek trischen Impulsen gegeben werden müssen. Diese werden durch einen Impulsgeber JG erzeugt, der unter Bezugnahme auf Fig. la und 1b wie folgt ausgebildet ist: Auf dem Mantel eines aus Isoliermaterial bestehenden Zylinders sind, wie die Abwick lung in Fig. la zeigt, Metallstreifen eingelegt, die auf .der Zylinderstirnseite mit einem Me tallring festgehalten und gleichzeitig elek trisch verbunden sind.
Verbindet man die bei den äussern der Reihe Schleifkontakte, wie ein einzelner in F'ig. 1b gezeigt ist, mit dem Minuspol einer Stromquelle, so erhalten wir bei einer Umdrehung des Zylinders je nach der Anzahl Streifen, an denen der Kontakt vorüberschleift, 1 bis 9 Impulse. Daneben haben wir noch die Anordnung für die Im pulse Z bis Z"', deren Verwendung wir später noch erfahren werden.
An der Maschine sollen nun zwei Anlass tasten angebracht werden, die mit A (Addi tion) respektive .S (Subtraktion) bezeichnet werden. Jede dieser Tasten betätigt ein Re lais, das im erregten Zustand die Impulse vom Impulsgeber weiterleitet. Fig. 2 zeigt diese Schaltung, wo, gegenüber Relais < -11, das Relais S'1 die Impulsfolgen von den Kontakt federn umleitet, so dass immer von einer ge wünschten Anzahl Impulse die Ergänzungs zahl auf 9 entsteht, was, wie wir später sehen werden, für die Subtraktion notwendig ist.
Wie in der gleichen Figur noch ersichtlich ist, erhalten wir in der Subtraktion noch eine wei tere Folge von neun Impulsen an der Klemme 89, deren Verwendung ebenfalls später noch erklärt wird. Die Schaltung der beiden Relais .-11 und S'1 ist so ausgeführt, dass gleichzeitig mit kurzem Drücken auf die Anlasstaste A oder S der Impulsgeber eine ganze Umdre hung ausführt und während dieser Zeit das eine oder andere Relais erregt bleibt.
Wird die Anlasstaste A oder S längere Zeit gedrückt, so soll sich der Impulsgeber andauernd drehen, bis die Taste losgelassen wird und -dann erst nach vollendeter ganzer Umdrehung stillstehen. Diese Bemerkung ist wichtig für die Ausführung von Multiplika tionen und Divisionen einer nicht vollautoma tischen Maschine. Die Drehung des Impuls gebers wird durch einen Motor vermittelt, der so geschaltet ist, dass bei kurzem Druck auf eine Anlasstaste dieser sofort anläuft und über eine Kupplung genau eine ganze Umdrehung für den Impulsgeber veranlasst.
Resultatwerk. Es besteht aus einstelligen Zählern und den unten noch beschriebenen Zehnerübertra- gungsvorrichtungen. Dem Ziffernrad jedes Zählers ist ein Fenster zugeordnet, durch wel ches jeweils die richtige Ziffer sichtbar ist und die übrigen Ziffern verdeckt werden. Jeder dieser Zähler hat die Eigenschaft, dass er sich um eine Einheit im positiven Sinne weiterschaltet, wenn ein elektrischer Impuls auf seine Wicklung gelangt.
Alle Zähler sol len im weiteren noch drei Kontaktpaare auf weisen, die durch Nockenscheiben, .die auf der Achse des Ziffernrades festsitzen, im ge gebenen Moment geschlossen werden. Diese Kontakte sind mit<I>a, b</I> und c bezeichnet. Die Kontakte a und b dienen zur Zehnerübertra gung, wovon a geschlossen ist, wenn der Zäh- ler auf 9 steht 'und b für einen kurzen Mo ment geschlossen wird, wenn .der Zähler von 9 auf 0 schaltet.
An den Zähler der höchsten Stelle können weitere angeschlossen werden, zwischen denen die Zehnerübertragung auf mechanischem Wege erfolgen kann, wodurch die Stellen kapazität des Resultatwerkes gegenüber der Tastatur vergrössert wird.
Als Löschvorrichtung für die Zähler die nen zwei Relais, die so zusammen geschaltet sind, dass beim Drücken auf eine neben der Tastatur angebrachte Taste L7 die Relais sich gegenseitig erregen und wieder zum Abfallen bringen, so dass durch einen Kontakt des einen Relais Impulse geformt werden, die über den an allen Zählern angebrachten Kontakt e, der nur in der Nullstellung offen und sonst immer geschlossen ist, auf die Zä.hlerwicklungen kommen. Damit erreichen wir also, dass der Zähler von jeder beliebigen Stellung aus beim Drücken auf Taste LZ sofort auf Null schaltet und dann stehen bleibt.
Tastatur. Sie dient dazu, den Zählern des Resultat- werk-es die dem Problem entsprechende Zahl von Impulsen vom Impulsgeber her zuzu leiten. Die Tasten werden also je einen Kon takt schliessen müssen, und zwar so lange, bis die Impulsgebung beendet ist. Dies kann durch eine Arretierungsvorrichtung bekannter Art erreicht werden.
Ferner kann diese Arre- tierungsvorrichtung mit dem Impulsgeber so gekoppelt werden, dass die Tasten nach einer Umdrehung der Impulsgeberwelle automatisch durch den am Schleifkontakt Z"' abgenom menen Impuls wieder ausgelöst werden und in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.
Zur Ausführung. von Multiplikationen und Divi sionen ist es aber, wie wir später sehen wer den, notwendig, die Arretierung der Tasten aufrechtzuerhalten, auch wenn die Impuls geberwelle mehrere Umdrehungen hinterein- ander ausführt. Dies kann wieder auf be kannte Weise durch eine spezielle Taste, die -wir mit H bezeichnen, geschehen. Ist also die Taste H gedrückt, so bleibt jede gedrückte Zifferntaste .in .dieser Stellufg, gleichgültig, wieviele Umdrehungen die Impulsgeberwelle macht.
Um aber die arretierten Tasten auch in :diesem Falle wieder lösen zu können, brau , chen wir eine weitere Taste, die, mit<I>LT</I> be zeichnet, zum Löschen der Tastatur dient. Gleichzeitig kann diese Taste auch zum Lö schen einer falsch getippten Zahl verwendet werden, insofern es nicht vorgezogen wird, nur die richtige Zahl zu drücken, da ohne bin beim Drücken einer zweiten Zahl in der gleichen Tastenkolonne die zuerst gedrückte Taste ausgelöst wird.
Die Wirkungsweise der Tastatur wird durch das in Fig. 3 dargestellte Prinzipschema einer Ausführung der Maschine mit vierstelliger Tastatur und vierstelligem Resultatwerk gezeigt. Die vier Kolonnen mit je neun Zifferntasten sind darin durch Kon takte mit angedeutetem Drücker dargestellt. In der Kolonne zu äusserst links befinden sich die Ausgängskontakte des Impulsgebers .IG, wo :dann zwischenhinein die schon oben erwähnten Relais A1 und<B>8</B>1 geschalten werden.
Das Resultatwerk mit den Zehnerübertra- gungsvorrichtungen ist dargestellt .durch die vier Rechtecke mit der Bezeichnung Z1, Z2, Z3 und Z4 (Z1 - niedrigste Stelle und Z4 - höchste Stelle) und den entsprechenden Anschlüssen <I>A, B, C, D, E, F</I> und G, die wie aus der Fig. 3 ersichtlich anzuschliessen sind. Eine Detaildarstellung der Zähler mit den Zehnerübertragungsvorrichtungen ist in Fig. 4 ersichtlich.
Vorläufig interessiert uns aber nur folgendes: Drückt man in der zu irgend- einer Stelle gehörigen Tastenkolonne die zu einer beliebigen Ziffer i gehörige Taste, so wird der zugehörige Zähler mit der Kontakt feder i des Impulsgebers in Serie geschaltet. Führt die Impulsgeberwelle eine Umdrehung aus, so erhält der entsprechende Zähler i Im pulse, *insofern :durch Taste A das Relais A1 erregt wurde, und somit geht das Ziffernracl um i-Einheiten vorwärts.
Bis auf die Über tragung der Zehner zwischen den verschie denen Stellen des Resultatwerkes wird also durch diesen Vorgang die in die Tastatur ge gebene Zahl zu -der bereits im Resultatwerk registrierten addiert. Zehnerübertragungsvorrichtungen (F'ig. 4). Sie haben die Aufgabe, jedesmal wenn ein Ziffernrad :des Resultatwerkes von der Ziffer 9 auf 0 übergeht, die Addition einer Einheit beim Ziffernrad der nächst höheren Stelle zu veranlassen.
Sie erfüllen diese Auf gabe durch Markieren dieser Stelle, .damit nach beendigter Ziffernimpulsfolge vom Impulsgeber der Impuls Z' über diese Mar kierung in den betreffenden Zähler gelangen kann und diesen um eine Einheit vorwärts- schaltet. _ Steht beispielsweise Zähler Z1 auf 8, und erhält er vom Impulsgeber drei weitere Im pulse, so steht er auf 1. Beim Schritt von 9 auf 0 wurde aber Kontakt b für einen Mo ment geschlossen, und an Hand von Fig. 4 ist deutlich ersichtlich, wie die Zehnerüber tragung vor sich geht.
Durch Kontakt b wurde der Stromkreis: -I-, Kontakt b, Wick lung, Relais B2, Ruhekontakt I von Relais BI gegen - geschlossen. Somit ist also Re lais Zig erregt, und seine beiden Kontakte 1 und II sind geschlossen. Kontakt II bringt ein + auf die eigene Relaiswicklung und bewirkt, dass Relais B2 aufgezogen bleibt, auch wenn sich Kontakt b des Zählers Z1 wieder öffnet.
Nach den Ziffernimpulsen sendet der Impulsgeber den Impuls Z', der auf Punkt C kommt und über den Kontakt 1 von Relais R2 in den Zähler Z2 gelangt und diesen um eine Einheit vorwärtsschaRet.
Direkt anschliessend erhalten wir vom Im pulsgeber den Impuls Z", der über Punkt F in das Relais B1 kommt und dieses für die Impulslänge erregt. Für diese Zeit wird durch Kontakt I des Relais<B>BI</B> der Stromkreis, mit dem sich Relais R2 haltet, unterbrochen, so dass Relais R2 in die Ruhelage zurückfällt. So haben wir also nach dem Impuls Z" die ganze Zehnerübertragungsvorrichtung wieder in Ruhelage.
Es kann nun aber der Fall eintreten, dass, wie im vorhergehenden Falle, Zähler ZI auf 8 steht, hingegen Zähler Z2 noch auf 9, das bedeutet, mit der Zehnerübertragung auf Z2, wenn Z1 noch drei Impulse erhält, muss Zäh- i ler Z3 ebenfalls noch eine Zehnerübertragung erhalten. Dies geschieht auf folgende Weise: Zähler Z2 steht auf 9, also ist sein Kontakt a geschlossen.
Schaltet nun Zähler Z1 von 9 auf 0 und schliesst vorübergehend den Kon takt b, ,so kann + nicht nur, wie oben be schrieben, zur Wicklung .des Relais R2 ge langen, sondern über Kontakt a des Zählers Z 2 auch zur Wicklung des Relais R3. Somit sind Relais .B2 und R3 erregt, und der Impuls Z' kann bei beiden Relais über die Kontakte I zu dem entsprechenden Zähler gelangen und dadurch Zähler Z2 und Z3 um eine Einheit vorwärtsschalten. Impuls Z' kommt nach jeder Umdrehung des Impulsgebers;
wenn aber kein Zehner übertragen werden muss, so ist ja kein Relais da, welches markiert, es kann also nichts passieren.
Addition. Mit dem bis jetzt Beschriebenen ist es klar, wie eine Zahl zu einer bereits bestehen den im Resultatwerk addiert wird, und wir wiederholen die einzelnen Manipulationen, die gemacht werden müssen.
a) Tippen des Summanden in die Tastatur, b) kurzer Druck auf Taste A. Subtraktion.
Die Subtraktion wird so ausgeführt, dass, statt den Subtrahenden abzuziehen, die Zahl addiert wird, die aus ihm dadurch hervorgeht. dass man jede Ziffer durch ihr Komplement zu 9 ersetzt und ausserdem in der letzten Stelle noch eine 1 hinzufügt.
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Für die Subtraktion betätigen wir die Taste S, folglich wird das Relais S1 erregt; und wir erhalten, wie eingangs schon er wähnt, bei einer Umdrehung der Impuls geberwelle für eine gedrückte Ziffer die ihrem Ziffernwert bezüglich 9 komplemen täre Anzahl Impulse.
Es muss also nach der vorstehenden Subtraktionsregel nur noch da- für gesorgt werden, dass in der letzten Stelle ein Impuls und in allen der ersten Stelle des Subtrahenden vorangehenden Stellen neun Impulse addiert werden. Diese Vorgänge kön nen auf folgende Art erreicht werden.
Sofort nach den Ziffernimpulsen vom Im pulsgeber erhalten wir den Impuls Z, der in der Subtraktion über den letzten Kontakt des Relais 81, das ja erregt ist, über Punkt G entsprechend der Fig. 3 direkt in den letzten Zähler (Z1) gelangt.
Kontakt 9 des Relais<B>81</B> leitet die neun Impulse auf Klemme S9, von wo sie nach Fig. 3 auf das mit<B>82</B> bezeichnete Relais ge langen und dieses zwingen, .die neun Impulse aufzunehmen, das heisst Relais S2 zieht mit jedem Impulse auf und fällt in der Impuls pause wieder ab. Somit formen die Kontakte I, 1I, 11I, IV des Relais 82 neue Impulse und geben sie weiter über die entsprechende Ta stenkolonne, in jeder Taste über den dazu bestimmten Ruhekontakt zum entsprechenden Zähler.
Ist nun aber eine Taste der Tasten kolonne gedrückt, so wird der dieser Tasten kolonne entsprechende, über einen Kontakt des Relais 82 verlaufende Stromkreis von dieser Taste unterbrochen, und es kann vom Impulsgeber über Relais S1 nur die der ge drückten Taste der Tastenkolonne zugeord nete, zu 9 komplementäre. Anzahl von Impul sen zum Zähler gelangen.
Auf .diese Art sind auch diese letzten bei den Bedingungen für die Subtraktion erfüllt, und die Subtraktion geschieht auf der Ma schine mit folgenden Manipulationen.
Subtraktion eines Subtrahenden von einer im Resultatwerk bereits registrierten Zahl: a) Tippen des Subtrahenden in .die Tastatur. b) Kurzer Druck auf Taste S.
3@ultiplikation <I>und Division.</I>
Wie nach dem Vorhergehenden diese bei den Operationen ausgeführt werden könnten, dürfte klar sein. Um z. B. die beiden Zahlen <B>67</B> und 1285 zu multiplizieren, hätte man wie folgt vorzugehen: a) Resultatwerk auf Null stellen (Druck auf LA b) 1285 in die Tastatur drücken; c) Arretierung sichern (Taste H.drücken) ; d.) So lange auf Taste A .drücken, bis Im- pulsgeberwelle sieben. Umdrehungen gemacht hat; e) Tastatur auslösen (Druck auf Taste <I>LT);</I> f) 12850 in die Tastatur drücken;.
g) Arretierung sichern (Taste H drücken) ; h) So lange auf Taste<I>A</I> drücken, bis Im pulsgeberwelle sechs Umdrehungen ge macht hat; i) Produkt im Resultatwerk ablesen. Dabei würden sich nun zwei besonders spür bare Unannehmlichkeiten ergeben: Einmal müsste man zuerst einen der beiden Faktoren tippen, dann sein 10-,<B>100-</B> usw. -faches, je nach der Stellenzahl des andern Faktors. Es wäre angenehm mit dem einmaligen Tippen ,des Fak tors auszukommen. Zweitens müsste man die Umdrehungen der Impulsgeberwelle zählen. Dieselben Unzulänglichkeiten ergeben sich bei der Division. Diese beiden Mängel sind nun wie folgt behoben.
<I>Beweglicher</I> Schlitten <I>bzw. Stufenschalter</I> <I>zur</I> Stellenverschiebung.
Wenn man von einem Faktor das Zehn fache in die Tastatur tippt, so bedeutet das gewissermassen eine Verschiebung des Faktors um eine Stelle nach links. Statt dessen liesse sich das Resultatwerk um eine Stelle nach rechts verschieben. Bei der vorliegenden Re chenmaschine ist das sehr gut zu realisieren. Wir montieren das Resultatwerk auf einen seitlich verschiebbaren Schlitten. Um die Ver bindung mit .den übrigen Teilender Maschine aufrechtzuerhalten, unterbricht man die Lei tungen an den Stellen, die in Fig. 3 mit x bezeichnet sind und bringt dort z. B. Schleif kontakte an.
Wenn dann der Schlitten um eine Stelle seitlich verschoben wird, haben wir wiederum die notwendigen Verbindungen; aber jede Tastenkolonne ist jetzt mit einem zu ihrem eigenen, benachbarten Zähler ver bunden. Dasselbe gilt, wenn der Schlitten um zwei oder mehrere Stellen verschoben wird. Die Schlittenverschiebung um eine oder meh rere Stellen nach rechts oder nach links ge schieht am besten mit zwei besonderen Tasten, die mit Pfeilen entsprechend .der Verschie bungsrichtung bezeichnet werden können. Die Konstruktion eines solchen Verschiebung.3- mechanismus ist bekannt und beispielsweise bei jeder Schreibmaschine zu finden.
An Stelle des soeben beschriebenen, ver schiebbaren Schlittens ist es möglich, die "Verschiebung" mit einem Mehrfachschalter vorzunehmen, was sogar die technisch vorzu- ziehendere Lösung ist. Die Verschiebung würde dann -durch Drehen des Schalters vor genommen werden und könnte über einen spe ziellen Kontaktkreis mit einer Lampe ange zeigt werden, so dass es möglich ist, jederzeit während -der Rechnung zu kontrollieren, in welcher Stellung sich der Schalter befindet, respektive mit .der wievielten Potenz von 10 der in der Maschine gedrückte Faktor multi pliziert ist.
In .den folgenden Beschreibungen nehmen wir nun an, dass für die Verschie: bung ein solcher Stufenschalter verwendet wird.
Die zweite oben erwähnte Unvollkommen heit bildet das Zählen der Umdrehungen. welche die Impulsgeberwelle macht. Dieser Nachteil lässt sich sehr gut durch ein die Um drehungen der Impulsgeberwelle zählendes Hilfszählwerk beheben.
<I>Hilfszählwerk.</I> Dieses kann wie das Resultatwerk aus einer Anzahl (entsprechend der gewünschten Stellenzahl, beispielsweise die Hälfte vom Pesultatwerk) einstelliger Zähler bestehen. Ebenfalls kann die Löschvorrichtung vom Re sultatwerk verwendet werden, so dass beide Zählwerke miteinander auf Null gestellt wer den. Um auf dem Hilfszählwerk die Umdre hungen der Impulsgeberwelle ablesen zu kön nen, brauchen wir also pro Umdrehung einen Impuls.
Nun kann es aber passieren, dass wir bei der Multiplikation einmal zu viel addiert haben, das heisst wir haben zu lange auf die Taste A gedrückt. Um diesen Fehler zu korri- gieren, drücken wir ganz kurz auf Taste <B>8</B>; wir subtrahieren also den in der Tastatur ge drückten Faktor einmal. Natürlich soll jetzt das Hilfszählwerk ebenfalls eine Einheit zu rückgehen.
Umgekehrt ist es bei der Division. Hier muss für jedes Mal, wo der Divisor vom Divi- denden abgezogen wird, das Hilfszählwerk um eine Einheit vorwärtsschalten. Wird hier einmal zu viel subtrahiert, so kann mit der Addition korrigiert werden, und dann muss das Hilfszählwerk eine Stelle zurückschalten.
Wir haben also folgende vier Möglichkeiten
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so <SEP> geht <SEP> das <SEP> Hilfszählwerk
<tb> Wird <SEP> bei <SEP> einer <SEP> um <SEP> eine <SEP> Einheit
<tb> Multiplikation <SEP> addiert <SEP> vorwärts
<tb> Multiplikation <SEP> subtrahiert <SEP> rückwärts
<tb> Division <SEP> subtrahiert <SEP> vorwärts
<tb> Division <SEP> addiert <SEP> rückwärts Diese vier Schaltungsmöglichkeiten können wir durch folgende Einrichtung erhalten. Wir bringen neben der Tastatur einen Hebel an, den wir mit M (Multiplikation) und D (Divi sion) bezeichnen. Zusätzlich hat er noch eine Mittelstellung, die als Ruhelage dient.
Für die Multiplikation legen wir diesen Hebel nun auf M. Über zwei verschiedene Kon takte, die sich durch das Umlegen des Hebels geschlossen haben, leiten wir vom einen über den Arbeitskontakt 1 des Relais A1 einen Impuls pro Wellenumdrehung und vom an dern über den Arbeitskontakt 9 des Relais S1 neun Impulse pro Wellenumdrehung vom Impulsgeber zum Hilfszählwerk.
Solange wir nun multiplizieren, erhält das Hilfszählwerk pro Wellenumdrehung über Relais<B>11</B> einen Impuls. Bei der Korrektur, also Druck auf Taste S, erhält der entspre chende Hilfszähler über Relais 81 neun Im pulse.
Für diese Ausführung der Maschine erhält das Hilfszählwerk keine Zehnerüber- tragungsvorrichtungen, so dass mit den neun Impulsen; der Zähler in der betreffenden Stelle des Hilfszählwerkes eine Einheit weniger zeigt als vor der Korrektur.
Das gleiche, nur mit vertauschten Impul sen, machen wir in .der Division. Vom auf D gestellten Hebel erhält das Hilfszählwerk bei Korrektur über das Relais A1 neun Impulse pro Wellenumdrehung und bei Subtraktion (normale Arbeitsweise für Division) über das Relais<B>81</B> einen Impuls pro Wellenumdrehung.
Inder Stellenverschiebung mit dem schon beschriebenen Stufenschalter erhält das Hilfs zählwerk ebenfalls einen Kontaktkranz mit einer Bürste. Normalerweise zählt das Hilfs zählwerk in der letzten Stelle. Verschieben wir nun um eine Stelle nach links, so wird im zweitletzten Zähler .des Hilfszählwerkes gezählt; also gleich wie beim Resultatwerlr bedeutet dies auch hier eine Multiplikation mit zehn oder entsprechend der Verschiebung mit einer Potenz von zehn.
Wird aus irgendeinem Grunde das Mit arbeiten des Hilfszählwerkes nicht gewünscht, so kann vor Beginn .der Rechenoperation nur der Hebel M-D in der Ruhelage gelassen u.-erden.
In der Addition und Subtraktion kann das Hilfszählwerk als Postenzähler verwendet werden, indem in der Addition der Hebel aui i11 und in der Subtraktion auf D gestellt wird.
Erinnern wir uns daran, dass in der nor malen Addition und Subtraktion .die Tastatur- auslösung nicht gesichert sein soll, also Aus lösung nach jeder Umdrehung des Impuls gebers, wogegen die Tastaturauslösung für Multiplikation und Division gesichert sein muss, so können wir gut diese Fünktion noch dem Hebel M-D überbinden, indem wir für seine beiden Stellungen M und D einen Ruhe kontakt anbringen und den Stromkreis für den Impuls Z"', der nach jeder Wellenumdre hung die Tastaturauslösung bewirkt, über diese Kontakte leiten.
Wenn nun multipliziert: oder -dividiert wird, so ist durch Öffnen dieser Kontakte die Auslösung automatisch gesperrt. Zusammenstellung <I>der Hilfstasten</I> und <I>Hebel</I> <I>einer nicht vollautomatischen Maschine:</I> a) Taste<I>A:</I> Addition; b) Taste ,f : Subtraktion; c). Taste H: Sicherung der Tastaturaus lösung (Halten -der Tasten).
Diese Taste kann auch wegfallen, da ihre Funktion auch dem Hebel DYl-D überbunden ist.
<I>d)</I> Taste LT: Tastaturauslösung (Löschen der Tasten); e) Taste LZ: Nullstellung der Zähler (Löschen der Zähler) f) Hebel 1VI-D: Einschaltung des Hilfs zählwerkes und Sicherung der Tastaturaus lösung in Multiplikation und Division; g) Tasten zur Verschiebung des Stufen schalters nach links oder rechts.
Kurze <I>Beschreibung der</I> verschiedenen Rechenoperationen <I>im</I> nichtautomatischen <I>Modell:</I> <I>Addition</I> eines weiteren Summanden zu einer im Resultatwerk bereits registrierten Zahl cc) Tippen des.Summanden in die Tastatur; b) Kurz auf Taste A drücken. Subtraktion eines Subtrahenden von einer im Resultatwerk registrierten Zahl: a) TippendesSubtrahendenindieTastatur; b) Kurz auf die Taste S drücken.
<I>Multiplikation</I> zweier Zahlen: a) Tippen des ersten Faktors in die Tasta tur nach Nullstellen der Zähler; b) Hebel M -D auf M stellen; c) So lange auf Tasten A drücken, bis in der niedrigsten Stelle :des Hilfszählwerkes die letzte Stelle des zweiten Faktors erscheint; d) Drehen: des Stufenschalters um eine Stelle nach rechts (entspricht einer Multipli kation des getippten Faktors mit 10); e) So lange auf Taste A drücken, bis in der zweitniedrigsten Stelle des Hilfszähl werkes die zweitletzte Stelle des zweiten Fak tors erscheint; f) Drehen des Stufenschalters um eine Stelle nach rechts usw., bis alle Stellen vom zweiten Faktor im Hilfszählwerk sind;
g) Hat man einmal zu lange auf Taste :4 gedrückt, so kann dies durch kurzen Druck auf Taste S korrigiert werden; h) Ablesen des Produktes im Resultat werk.
Division: a) Tippen des Dividenden in die Tastatur nach Nullstellen der Zähler; b) Kurz auf Taste A drücken; c) Tippen des Divisors in die Tastatur; <I>d)</I> Hebel M-D auf<I>D</I> stellen; e) Stufenschalter um die richtige Anzahl Stellen - nach rechts verschieben (um einen Schritt weniger als der Quotient Stellen haben wird) ; f) So lange auf Taste S drücken, bis ge rade noch etwas Positives im Resultatwerk übrig bleibt; g) Stufenschalter eine Stelle nach links drehen;
h) So lange auf Taste S drücken, bis ge rade noch etwas Positives im Resultatwerk übrig bleibt; i) Stufenschalter eine Stelle nach links drehen usw., bis Division aufgeht, oder die ganze Kapazität der Maschine ausgenützt ist; k) Hat man einmal zu lange auf Taste S gedrückt, so kann dies mit kurzem Druck auf Taste A korrigiert werden;
l) Ablesen des Resultates im Hilfszähl werk Ausbau <I>zu einer</I> vollautomatischen <I>Maschine.</I> Sind auch Multiplikation und Division auf dem soeben besprochenen Wege verhältnis- mässg einfach auszuführen, so kann doch durch weitere Einrichtungen die Rechen maschine zu einer "Vollautomatischen" aus gebaut werden.
Nach dem Vorhergehenden ist dazu nur nötig, dass im richtigen Moment jeweils der Schlitten respektive der Stufenschalter ver schoben wird. Wir müssen also zuerst für Multiplikation und Division unabhängig von einander je eine Schaltung-konstruieren, die imstande ist, den Moment der Stufenschalter- oder der Schlittenverschiebung automatisch festzustellen.
Schaltung <I>für Multiplikation.</I>
Wir wollen hier als "ersten Faktor" den in die Tastatur einzutippenden Faktor nen nen, also denjenigen, durch dessen wiederholte Addition das Produkt entsteht. Den andern Faktor, der am Schluss der Rechnung im Hilfszählwerk steht, nennen wir "zweiten Faktor".
Wenn aber die Multiplikation automatisch durchgeführt werden soll, so muss vor Beginn der Operation auch der zweite Faktor der Ma schine irgendwie mitgeteilt werden. Wir kön nen das beispielsweise durch eine zweite Tastatur machen. Zur Unterscheidung nennen wir diese neue Tastatur "Nebentastatur", wo gegen die bisher schon vorhandene mit "Haupttastatur" getauft wird.
Die Tasten der Nebentastatur müssen denselben Arretie- rungsvorschriften genügen wie diejenigen der Haupttastatur und sollen wie dieselben beim Drücken einfach einen Kontakt schliessen. Diese Nebentastatur kann so ausgebildet sein, dass sie zusammen mit .der Haupttastatur bei Addition, Subtraktion und Division zur Er höhung der Stellenkapazität der Maschine gleichwertig verwendet werden kann.
Wann muss nun :der Schlitten bzw. der Stufenschal ter verschoben werden? Dann, wenn die An zahl Umdrehungen der Impulsgeberwelle gleich der gedrückten Ziffer in der betreffen den Tastenkolonne der Nebentastatur ist. Mit dem gleichen Impulse, den wir zur Vorwärts schaltung des Zählers im Hilfszählwerk be nutzen, können wir einen zweiten kleineren Stufenschalter St. <I>M.</I> auf elektromagnetischem Wege vorwärtsschalten,
so dass dieser pro L' mdrehung der Impulsgeberwelle um eine Einheit vorwärtssahaltet.
Aus Fig. 5 ist zu entnehmen, dass die Stellenverschiebung von links nach rechts ge- schiebt. In der Multiplikation ist .dies ja gleichgültig, von welcher Seite her multipli ziert wird, hingegen ist für die Division diese Richtung bedingt, und so haben wir dann für beide Operationen die gleichseitige Ver schiebung.
In Fig. 5 ist alles in der Ausgangsstel lung und in der Nebentastatur nur die den Ziffern 0 bis 4 entsprechenden Tasten .ge zeichnet; ebenso sind die beiden Stufenschal ter St,. <I>M.</I> und St., Stv. nur teilweise ge zeichnet, aber der Zusammenhang, wie die Verschiebung zust%ndekommt, ist ohne wei teres daraus ersichtlich.
Nicht gezeichnet sind auch die Kontakte des Stufenschalters St. Stv., die in. Fig. 3 die Verschiebung der Tasten kolonnen der Haupttastatur relativ zu den Zählern des Resultatwerkes durchführen.
Der Weg von Klemme X zu Klemme Y wäre nun geschlossen, wenn in der Tasten kolonne a der Nebentastatur die Taste 0 ge drückt ist.
<I>Beispiel:</I> Stufenschalter für Stellenverschiebung St. Stv. steht auf Stelle c, und in Tasten kolonne c ist Taste n geschlossen. Da der kleinere Stufenschalter für Multiplikation 81.M. pro Umdrehung der Impulsgeberwelle einen Schritt vorwärts macht, so ist der Weg von Klemme X zu Klemme Y erst nach zwei Umdrehungen geschlossen.
Sobald also die Verbindung von X zu Y hergestellt ist, muss um eine Stelle verschoben werden. Ebenfalls ist ersichtlich, dass bei einer Stellenverschie bung der Stufenschalter für Multiplikation St. <I>M.</I> auf die nächste Tastenkolonne ver schoben wird. Durch eine einfache Vorrich- tung ist es möglich, dass während dieser Ver schiebung der Stufenschalter St. <I>M.</I> wieder in die Ausgangsstellung zurückfällt und somit auf der neuen Tastenkolonne für die gleiche Arbeit wieder bereit ist.
Schaltung <I>für die Division.</I>
Für die automatische Division setzt sich das rechnerische 'Problem wie folgt zusam men: Der Dividend wird ganz links in die Haupttastatur getippt und durch kurzes Drük- ken auf die Taste A in das Resultatwerk gegeben. Darauf wird der Divisor ebenfalls ganz links in die Haupttastatur getippt.
Die Maschine subtrahiert den Divisor so oft von Dividenden, bis im Resultatwerk ein negativer Wert entsteht, was sich dadurch zeigt, dass vor den benutzten Stellen keine 0 sondern alles 9 stehen. Gleichzeitig mit den aufeinanderfolgenden Subtraktionen schaltet das nun nur bei Division benötigte Hilfszähl werk (Quotientenwerk), das in dieser Aus führung Zehnerübertragungsvorrichtungen be sitzt, pro Subtraktion in dem entsprechend der Verschiebung eingeschalteten Zähler um eine Einheit vorwärts. Sobald ein negativer Wert im Resultatwerk ist, soll die Maschine im Resultat- und Quotientenwerk verschieben.
um eine Stelle nach rechts und gleichzeitig von Subtraktion auf Addition umschalten. Jetzt kann die Maschine addieren, bis der Wert im Resultatwerk wieder positiv wird, das heisst die 9 vor den benutzten Stellen wieder in 0 übergehen. Das Quotientenwerk hingegen soll nun in der betreffenden Stelle pro Addition eine Einheit abzählen, was mit der enthaltenen Zehnerübertragung sehr leicht zu machen ist, indem einfach auf den ent sprechend der Verschiebung eingeschalteten Zähler und auf jeden links vor ihm liegenden Zähler neun Impulse pro Wellenumdrehung gegeben werden.
Ist nun der Wert im Re sultatwerk positiv, so muss die Maschine wie der auf Subtraktion umschalten und ebenfalls wieder eine Stelle nach rechts verschieben. Natürlich wird in diesem Moment auch das Quotientenwerk wieder umgeschaltet und arbeitet wieder im positiven Sinne. Dieses abwechselnde Spiel soll nun so weitergehen, bis die Maschine mit ihrer Kapazität ganz ausgenützt ist und dann abstellen wird.
Eine Lösung betreffend der Schaltung im elektrischen Sinne zeigt nun der folgende Teil der Beschreibung, und wir werden sehen, dass die Maschine diesen Anforderungen vollstän dig genügt. Zu Beginn der Division wird subtrahiert. Wir bauen nun im Resultatwerk einen Zähler ganz vorne links noch hinzu, der trotz einer Stellenverschiebung ganz nach links keine Impulse aus der Tastatur mehr erhält, son dern lediglich zur Aufnahme der noch zu übertragenden Zehner vom vorhergehenden Zähler @da ist. In einer Subtraktion wird er natürlich doch neun Impulse erhalten.
Sub trahieren wir nun den Divisor vom Dividen den, der noch grösser als ersterer ist, so er hält dieser Zähler, den wir mit Zn bezeich nen, nach den neun Impulsen, die für die Subtraktion notwendig sind, noch den Impuls der Zehnerübertragung vom vorhergehenden Zähler, der in Fig. 6 mit Zn_, bezeichnet ist, somit steht er wieder auf 0.
Auf dem Markierungsrelais Rn der Zeh- nerübertragnug im Zähler Zn bringen wir noch zwei Kontakte, einen Arbeits- und einen Ruhekontakt an, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist (Relais Rn Kontakt I und II). Solange wir nun eine Zehnerübertragung in den Zäh ler Zn erhalten, ist nach Beendigung der Zif fernimpulse Kontakt I des Relais Rn geschlos sen, die Verbindung von LT zu<I>W</I> ist aber bei Relais D3 Kontakt II unterbrochen,
die Ma schine arbeitet also gleich weiter wie bis jetzt. Es wird nun der Fall kommen, da der Sub trahend (Divisor) grösser ist als der Minuend: jetzt erhalten wir nach der nächsten Subtrak tion keine Zehnerübertragung mehr; somit bleibt unser vorderster Zähler ZI, auf 9 stehen, und Relais Rn bleibt in Ruhelage. Die Klemme U ist über einen Kontakt I des Re lais D, (Fig. 7) mit :der Kontaktbürste Z' des Impulsgebers verbunden.
Ist Relais Rn in Ruhelage, so besteht von Kontaktbürste Z' ein Durchgang über Kontakt II des Relais Ria, Kontakt III des Relais D3 auf die Wicklung von Relais D$ und gleichzeitig über Kontakt IV von Relais D3 zu Klemme W. Relais D3 wird erregt und kann sich über den eigenen Kontakt I und über Kontakt I des Relais D6 mit der zwei ten Wicklung selber halten, bleibt also er regt.
Mit Hilfe weiterer nicht mehr auf der Zeichnung gezeigter Kontakte des Relais D3 kann die Umschaltung von Subtraktion auf Addition vorgenommen werden, da das Re lais D3 stets dann erregt ist, wenn etwas Negatives im Resultatwerk steht.
Die Maschine arbeitet nun mit Addition weiter, das heisst das Quotientenwerk, das gleichzeitig auch ausgesteuert wurde, zählt nun pro Addition in der betreffenden Stelle eine Einheit ab. Je nach der Rechnung wird nun die Maschine bald so weit sein, dass im Resultatwerk wieder ein positiver Wert ist. So lange hatten wir auf den Zähler Z" keine Zehnerübertragung mehr, und ein Impuls Z' konnte somit an Klemme W nicht auftreten.
Mit dem positiven Wert erhalten wir jetzt die erste Zehnerübertragung. Nun ist auch für Z' der Weg wieder gangbar über Kontakt i von Relais Rn, über Kontakt II von Relais D3 auf Wieklung von Relais D6 und über Kontakt IV von Relais D3 auf Klemme W (Verschiebung). Für die Impulslänge wird Relais D6 erregt und bringt Relais D3 somit zum Abfallen. Damit haben wir wieder die Umschaltung auf Subtraktion und ebenfalls die -Umschaltung des Quotientenwerkes auf positive Zählung und die Verschiebung um eine Stelle nach rechts.
Wird die Zahl im Resultatwerk wieder negativ, so schaltet die Maschine auf gleiche Weise wieder auf Addition und verschiebt. um eine Stelle nach rechts. In diesem Sinne arbei tet die Maschine, bis die ganze Stellenkapazi tät ausgenutzt ist, und stellt dann ab. Die Schaltung ,des Stufenschalters für die Stellen verschiebung kann so ausgeführt werden, dass nach dem Abstellen der Maschine der Stufen schalter in die Ausgangsstellung weiterschal tet, um für die nächste Rechnung, ohne eine separate Einstellung vornehmen zu müssen, bereit zu sein.
<I>Aufbau der</I> automatischen <I>Maschine.</I> Grundsätzlich gilt für Multiplikation und Division: Wenn der Weg von X zu Y, respek tive von U zu W, geschlossen ist, so muss der Stufenschalter für die Stellenverschiebung einen Schritt nach rechts weiterschalten. Wie bereits oben bemerkt, geschieht dies mit dem Impulse Z'. Fig. 7 zeigt uns nun deutlich, wie die Verschiebung vor sich geht.
Auf dem Tastaturfeld sind für Multipli kation und Division ebenfalls je eine Taste 111 und<I>D</I> angeordnet. Wird Taste M bzw. D gedrückt, so wird ein Relais Ml bzw. D1 erregt, dessen einer Arbeitskontakt den Wick lungsstromkreis des Relais Al bzw.<B>81</B> schliesst, so dass dieses Relais Al bzw.<B>81</B> er regt wird. Das Relais D3 bewirkt bei der Di vision die Umschaltung von Subtraktion auf Addition dadurch, dass es im erregten Zustand das Relais S'1 aberregt und dafür das Relais Al erregt.
Die beiden Relais<I>Ml, Dl</I> werden über den Stufenschalter, der die Stellenver schiebung besorgt, so gesteuert, dass sie erst wieder auslösen, wenn nach beendigter Opera tion die Maschine abstellt und der Stufen schalter in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Zusätzlich haben .die beiden Relais 1'V111 und Dl noch einen Kontakt für die Verschiebung und in Fig. 7 ist nur dieser gezeichnet und mit I beschriftet. Muss nun in der Multiplika tion eine Verschiebung stattfinden, so kann Impuls Z' vom Impulsgeber über den Kontakt I von Relais M1., das ja während der ganzen Operation in Arbeitsstellung bleibt, auf Klemme X. Entsprechend Fig. 5 kommt der Impuls hierauf auf Klemme Y und erregt dann Relais Y1, welches die beiden Kontakte I und II schliesst.
Mit Kontakt I wird auf dem Relais eine zweite Wicklung kurzge schlossen, was eine kleine Abfallverzögerung des Relais bewirkt. Dies kann verglichen wer den mit einer Verlängerung des Impulses, was notwendig ist, um den grossen Magneten des Stufenschalters genügend erregen zu kön nen. Kontakt II leitet ein Minus in die Spule .St des Stufenschalters St.Stv., so dass dieser aufzieht und beim Abfallen einen Schritt schalten kann.
In der Division verhält es sich genau gleich. Impuls Z' kommt über Kontakt I von Relais Dl auf Klemme Ü, von wo er, wenn eine Verschiebung notwendig ist, über Klemme W ebenfalls zu Relais V1 gelangt. Um das Aus lösen der Tasten nach der ersten Umdrehung der Impulsgeberwelle zu verhindern und doch nach Ende der Rechnung eine automatische Auslösung zu erhalten, können wir auf den beiden Relais Ml und Dl noch einen Ruhe kontakt anbringen, der die Auslösung in der Arbeitsstellung der Relais unterbricht. Vom Stufenschalter für die Stellenverschiebung können wir dann,
nachdem alle Stellen durch gerechnet sind, einen Impuls. direkt in die T astaturauslösespule geben, somit erhalten wir die automatische Auslösung ,auch für Multiplikation und Division.
Als Stufenschalter für :die Stellenverschie bung kann sehr vorteilhaft ein Sucher mit zwölf Schritten von der Telephonie verwendet werden. Für eine Maschine mit 16stelliger. Kapazität im Resultatwerk und je 8stelliger Kapazität in Haupt- und Nebentastatur wür den für die Verschiebung acht Schritte ge braucht werden. Mit Schritt 9 könnten die Impulse zum Abstellen der Maschine und für die Tastaturauslösung gegeben werden und ebenfalls die Schaltung des Suchers. so ge ändert werden, dass er sich selber auf die Ausgangsstellung schaltet und dann zu neuen Rechnungen bereit ist.
Die automatische Schaltung auf die Ausgangsstellung ist be sonders wichtig, um, falls anschliessend Addi tionen oder Subtraktionen gemacht werden, der Stufenschalter die richtige Stellung hat und die Impulse wirklich in den der betreffenden Tastenkolonne zugehörigen Zähler leitet. Da mit vermeiden wir auch ein zeitraubendes Ein stellen des Stufenschalters in automatischen Operationen.
In der Multiplikation können die beiden Faktoren ohne weiteres gedrückt werden. gleichgültig, ob dabei links oder rechts von der Tastatur begonnen wird; es kann in den Maschine höchstens eine Verschiebung -des Re- sultates nach rechts oder links geben; die-ein- zelnen Ziffern stimmen trotzdem, und zum Abschätzen der Stellenzahl entstehen daraus auch keine Schwierigkeiten.
In der Division bedingt unsere Schaltung, dass wir den Dividenden ganz links in die Tastatur tippen und nachher ebenfalls den Divisor direkt. unter dem Dividenden auch ganz links tippen; das weitere übernimmt dann schon die Maschine, auch wenn die erste Ziffer des Divisors grösser ist, als die des Dividenden.
In der automatischen Multiplikation haben wir noch einen kleinen Stufenschalter St. M., der den Verschiebungsimpuls Z' in die Neben tastatur leitet. Dieser ist durch einen Re gisterschalter ebenfalls aus der Telephonie sehr gut zu ersetzen. Im Registerschalter ist bereits eine Spule eingebaut, und nur wenn diese im Arbeitszustande ist, das heisst erregt ist, kann sich der Registerschalter in andern als der Ruhestellung halten.
Es ist - nun leicht, die Schaltung der Stellenverschiebung in der Multiplikation so zu kombinieren, da.ss diese Spule immer unter Strom ist und nur bei der Verschiebung selber für kurze Zeit der Strom unterbrochen wird, damit er auf Null zurückfallen kann.
Damit haben wir das Gewünschte; der Re gisterschalter ist nach jeder Verschiebung für die Zählung der Umdrehungen der Impuls geberwelle der neuen Tastenkolonne bereit.
Natürlich fällt in der vollautomatischen Maschine der Hebel M-D, den wir zur Um schaltung der Impulse für das Hilfszählwerk benötigten, weg; denn eine Korrektur in der "Vollautomatischen" ist nicht notwendig, und die Impulse für das t;uotientenwerk können mit den Relais<I>Al,</I> 8l, M1,<I>D1</I> gut gesteuert werden.
Zusammenstellung <I>der</I> Manipulationen <I>an</I> <I>einer</I> vollautomatischen <I>Maschine.</I> Addition: <I>_</I> a) Einstellen des Summanden in der Ta statur; b) Kurz auf Taste A drücken. Subtraktion: a,) Einstellen des Minuenden in der Ta statur; b) Kurz auf Taste A drücken; c) Einstellen des Subtrahenden in der Ta statur; d) Kurz auf Taste<B>8</B> drücken.
<I>Multiplikation:</I> a) Einstellen der beiden Faktoren in der Haupt- und Nebentastatur; b) Kurz auf Taste M drücken; c) Wenn Maschine abstellt, Produkt im Resultatwerk ablesen.
<I>Division:</I> a) Einstellen des Dividenden ganz links in der Tastatur; b) Kurz auf Taste A drücken; c) Einstellen des Divisors ganz links in der Tastatur; d) Kurz auf Taste D drücken: e) Wenn Maschine abstellt, Resultat im Quotientenwerk ablesen.
Automatische Multiplikation finit Lochkarten. In Betrieben, in denen viel mit Werten aus Tabellen gerechnet werden muss (Winkelfunk tionen, Aufzinsungsfaktoren, feste Stunden- löhne usw.), ist es sicher vorteilhaft, wenn diese Werte nicht immer erst in der Tabelle gesucht werden müssen, um sie nachher noc)z (wenn möglich falsch) in die Tastatur zu tip pen.
Zur Vereinfachung dieser Arbeit kann folgende Einrichtung verwendet werden: Die meistgebrauchten Werte aus der Ta belle werden in eine Karte gelocht, in dem Sinne, dass die erste senkrechte Lochungsreihe der Tastenkolonne der achten Stelle, die zweitevon links der Tastenkolonne der siebenten Stelle der Nebentastatur usw. entspricht, bis zur letzten Lochungsreihe ganz rechts, die der Tastenkolonne der ersten Stelle entspre chen soll.
Diese Lochkarte würde also der Neben tastatur entsprechen. Es werden die Löcher in den einzelnen Lochungsreihen nun so an- geordnet, dass die Reihenfolge gleich wie bei der Nebentastatur ist, also von oben nach unten 9 bis 1 und zu unterst noch die 0. Es sollte nun klar sein, wie eine solche Karte entsprechend dem Wert, den sie ersetzen soll. gelocht werden muss.
Zwischen zwei Platten aus Isoliermaterial, die einen Abstand von etwa 1 mm voneinan der haben, werden nun Kontakte angeordnet, so dass jeder Kontakt einem Loche entspricht, das in der Karte für eine Ziffer gemacht wer den kann. Führen wir nun eine Karte mit einem bestimmten Wert in diesen Spalt zwi schen den beiden Platten ein, so werden alle Kontakte von der Karte selber getrennt, bis auf diejenigen, die sich durch die entspre chenden Löcher der Karte schliessen können.
Wir brauchen nun nur noch über eine Um schaltvorrichtung alle Kontakte der Loeh- hartenvorrichtung mit den Kontakten der Nebentastatur, die wir in Fig. 5 finden, par allel zu schalten, und die Maschine kann, ohne die Zahl zu tippen, direkt nach der eingeführ ten Karte rechnen.
Im gleichen Sinne durch Parallelschaltung können mit einer Spezialwerttaste acht. Kon takte geschlossen werden, von denen je einer auf eine Tastenkolonne der Nebentastatur geht und dort einen Kontakt, ohne die Taste in der Nebentastatur drücken zu müssen, kurzschliesst. Wenn nun aus jeder Tasten kolonne eine Ziffer verwendet wird, können wir damit einen bestimmten Wert zusammen setzen, für technische Betriebe z. B. 3,14159 oder \,7182818, für eine Bank die immer ge brauchten Zinsfüsse usw.
Kombiniert mit der Umschaltvorrichtung für die Lochkarten kann auch die Umschal tung auf Werttasten ausgeführt werden. was beispielsweise mit einem Hebel mit drei Stel lungen geschehen kann. Wir bezeichnen die sen Hebel mit K-T-W, wovon die einzelnen Buchstaben folgende Bedeutung haben: K: Rechnen mit Karten, T: Rechnen auf der Tastatur (Normalstel lung des Hebels), W : Rechnen mit Werten, die auf einer Taste enthalten sind (Werttaste). Zusammenfassung <I>der</I> Multiplikationen: <I>1.
Mit der</I> Nebentastatur.: a) Hebel K-T-T47' auf T stellen; b) Einstellen der beiden Faktoren in der Haupt- und Nebentastatur; c) Kurz auf Taste M drücken; d) Wenn Maschine stillsteht, Ablesen des Produktes im Resultatwerk. <I>?, Mit</I> Lochkarteu: a) Einstellen des einen Faktors in der Haupttastatur; Lochkarte einführen; c) Hebel K-T-W auf K stellen; d) Kurz auf Taste M .drücken; e) Wenn Maschine stillsteht, Ablesen des Produktes im Resultatwerk.
<I>3.</I> .Mit, <I>Werttasten.:</I> a) Einstellen des Faktors in der Haupt tastatur; b) Werttaste drücken; c) Hebel K-T-W auf W stellen; <I>d)</I> Kurz auf Taste 1V1 drücken; e1 Wenn Maschine stillsteht, Ablesen des Produktes im Resultatwerk.