CH251883A - Verfahren zur Überführung von mindestens einen thermoplastischen Stoff enthaltenden Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse. - Google Patents
Verfahren zur Überführung von mindestens einen thermoplastischen Stoff enthaltenden Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse.Info
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Description
Verfahren zur Überführung von mindestens einen thermoplastischen Stoff enthaltenden Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse.
Nach bekannten Verfahren werden thermoplastische Stoffe, wie Cellulosederi- vate, Polymerisationsprodukte, Polykondensationsprodukte usw., dadurch in k¯rnige oder pulverige Erzeugnisse, wie z. B. Presspulver oder SpritzguBpulver, bergef hrt, da¯ man die thermoplastischen Ausgangsstoffe gege- benenfalls in Gegenwart von Zusatzstoffen, wie Weichmachungsmitteln, F llstoffen und dergleichen,. in R hrvorrichtungen mit L¯sungsmitteln oder Quellungsmitteln behandelt, die in der Wärme ein Losevermogen für diese Stoffe besitzen, in der KÏlte bezw. bei Raumtemperatur dagegen nicht.
Man erhält auf diese Weise in der Wärme homogene Mas sen, z. B. hochkonzentrierte Lösungen, die beim Abkühlen zu gelatinösen Massen erstarren. Aus diesen gelatin¯sen Massen m ssen nun die Lösungsmittel bezw. Quellungsmittel entfernt werden, was z. B. durch Behand- lung derselben mit heissen Walzen oder durch Ausspritzen derselben durch D sen unter Druck geschehen kann. Bei Durchführung dieser Verfahren empfiehlt es sich, eine ausreichende Menge von Lösungsmitteln bezw.
Quellungsmitteln zu verwenden, in welchen auch die anwesenden Weichmachungsmittel und gegebenenfalls noch sonstige Zusatzstoffe in der Wärme gut löslich sind, damit m¯glichst homogene Massen erhalten werden, in denen die vorhandenen Ausgangsstoffe in gleichmässiger Verteilung vorhanden sind. Die Anwendung grösserer Mengen von Lösungs- mitteln bezw. Quellungsmitteln bietet aber wieder den Nachteil, da¯ die Entfernung derselben aus dem erkalteten Zwischenprodukt mit grösstenSchwierigkeitenverbunden ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Uberführung von minde- stens einen thermoplastischen Stoff enthalten- den Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse durch Behandeln mit einer organischen Flüssigkeit, die nur in der Warme ein gutes Losevermo.
gen besitzen, unter Durohmischen in der WÏrme, Befreiung der so erhaltenen homogenen Masse von der organischen Flüssigkeit und Überführung in körnige bis pulverige Form, das dadurch ge kennzeiehnet ist, dass man die homogene Masse durch Wegtrocknen unter Durchmischen von einer Teilmenge der verwendeten organi schen Flüssigkeit befreit, die Masse alsdann einer raschen Abkühlung unter Durchmischen unterwirft und das so erhaltene kornige bis pulverige Gut von dem Rest der organischenFlüssigkeitbefreit.Dieorgani- sche Flüssigkeit kann sowohl ein Tjösungs- oder ein Quellungsmittel als auch ein Gemisch dieser beiden umfassen.
Durch das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung lässt sich die Überführung thermoplastischer Stoffe, wie z. B. Cellulosederivate, Polymerisations-oder Polykonden- sationsprodukte oder Mischungen solcher mit Zusatzstoffen, wie Weichmacher, Füllstoffen und dergleichen, in kornige bezw. pulverige Form m ausserordentlich einfacher Weise zu erzielen. In Ausübung der Erfindung verfährt man z. B. wie folgt :
Der thermoplastische Ausgangsstoff bezw. die in feinzerbeilten Zustand berzuf hrenden Ausgangsstoffe werden in an n sich bekannter Weiswe mit Hilfe von Lösungsmitteln oder/und Quellungsmitteln in der Wärme und unter Bewegung des Gutes, z.
B. durch Behandlung in Knetmaschinen oder Rührvor- richtungen in eine homogene Masse überge- führt. Hierauf wird ein Teil des vorhandenen Lösungs-und/oder Quellungsmittels ebenfalls unter Durchmisohung des Gutes, z. B. in Knetern oder Rührvorrichtungen, abdestilliert. Die Teilmenge des abzudestillierenden Lösungsmittels und/oder Quellungsmittels, die u. a. abhängt von der Art der Ausgangs- stoffe, wird im allgemeinen so bemessen, dass der Destillations ! vorgang so lange fortgeführt wird, bis die Masse eine sehr dicke, zähe. aber noch zusammenhängende Beschaffen- heit angenommen hat.
Werden nun derart erhaltene Massen unter ständigem Durchmischen rasch abgek hlt, sozerfallensieunter Bildung eines s k¯rnigen bezw. pulverigen Gutes, das noch den restlichen Teil des Lo sungs-bezw. Quellungsmittels enthält. Das feinzerteilte Gut kann nunmehr leioht von den noch vorhandenen Losungsmitteln bezw. Quellungsmitteln befreit werden. Dies kann in einfachster Weise z. B. dadurch geschehen, da-B man das Gut einem nochmaligen Anwärmen unter weiterem Rühren unterwirft. Hierbei gelingt es, wie gefunden wurde, leicht, in einem einzigen Arbeits- gang das noch vorhandene Losungsmittel bezw. Quellungsmittel vollstÏndig oder praktisch vollständig zu entfernen.
Das Abdestillieren einer Teilmenge des Lösungsmittels und/oder Quellungsmittels aus der zunächst erhaltenen homogenen Masse und ebenso das Austreiben des restlichen Losungs-und/oder Quellungsmittels aust dem zerkleinerten Gut kann durch übliche MaBnahmen, wie Evakuieren, unterstützt werden. Das L¯sungsmittel und/oder Quellungsmittel kann in an sich bekannter Weise z. B. durch Kondensation oder durch Adsorption wiedergewonnen und erneut verwendet werden. Dais Verfa. hren bietet den Vorteil, da¯ man in ausserordentlich einfacher Weise das Ausgangsmateria. l bezw. die Ausgangsmischung in die gewünschten feinkornigen oder pulverigen Erzeugnisse überführen kann.
Die Korngrösse der erhaltenen Erzeug- nisse kann durch MassnahmenwieWahl des angewendeten Lösungs-und Quellungs- mittels oder Losungsmittelgemisches, MengenverhÏltnisse, mehr oder weniger intensives R hren und dergleichen beeinflusst werden. Die erhaltenen Produkte können so wie sie anfallen als PreBpulver oder als Pulver für die Durchführung von SpritzguBverfah- ren verwendet werden. Das körnige bezw. pulverige Gut kann aber auch auf gröBere Feinheitsgrade gebracht werden, indem man es Mahlvorgängen, z. B. mit einer Schlagkreuzmühle, Kugelmühle oder dergleichen, unberwirft.
Es ist zwar bekannt, PreBmassen dadurch herzustellen, da¯ Stoffgemische, welche Cellulosev, erbindungen, flüchtige organische Flüssigkeiten, Weiehhaltungsmittel. und Füllstoffe entha. lten, durch Erhitzen mit Fällungsmitteln auf Temperaturen gebracht werden, bei denen die flüchtigen organischen ATerbindungen unter Auflockerung der Masse entweichen. Durch die Einwirkung von Fällungsmitteln, z. B. Wasser oder Wasserdampf, triE eine weitgehende Ver änderung der Beschaffenheit der thermoplastischen Stoffe ein. Diese werden, z. B. durch Wasser aus der L¯sung ausgefÏllt. getr bt und undurchsichtig.
Bei dem Verfahren des vorliegenden Patentes werden aber zur Entfernung des L¯sungsmittels aus den thermoplastischen Stoffen keine Fül lungsmittel oder deren DÏmpfe verwendet, vielmehr werden Losungsmittet durch einfaches Wegtrocknen, z. B. durch thermische Destillation, gegebenenfalls unter Druckverminderung, entfernt. Diese Art der Entfernung des Losungsmittels hat den Vor teil, da¯ klare und durchsichtige Massen entsbehen und da¯ auch keine Gefahr besteht, da¯ mit dem siedenden L¯sungsmittel oder auch durch die Einwirkung von Wasser dampf Weichhaltungsmittel entfernt werden.
Beispiele :
1. 100 Gewichtsteile acetonlöseliches Celluloseacetat mit einem EssigsÏuregehalt von 54, 5% werden in einer Knetmaschine mit 30-50 Teilen eines hierfür geeigneten Weichmachungsmiirtels, gegebenenfalls unter Zugabe von Füllstoffen und/oder Farbstof- fen, mit 100-200 Gewichtsteilen reinen Essigesters 1-2 Stunden bei etwa, 50-70 durchgeknetet, bis eine gleichmässige Masse entstanden ist. Hierauf werden unter weite- rem Kneten und Steigerung der Temperatur auf etwa 80-100 , gegebenenfalls im Va- kuum, etwa 50-100 Gewichtsteile Essigester abdestilliert.
Die verbleibende Masse zeigt noch eine gleichmässige Beschaffenheit.
Sie ist nur etwas zäher und fester geworden.
Die Masse wird innerhalb eines Zeitraumes von etwa li2 Stunde auf etwa 10-20 abgekühlt, wobei sie in feine K¯rnchen zerfÏllt.
Durch nochmaliges Anheizen auf etwa 80 bis 100 unber andauerndem Rühren wird der Rest des Essigesters ausgetrieben und durch gondensation wiedergewonnen. Die Masse behält dabei ihre körnige Besehaffen heit. Durch nochmaliges Abkühlen auf z. B.
10-20 undweiteresRühren in der Knetmachine kann der Feinheitsgrad der Körnchen gesteigert werden. Ebenso kann das anfallende feinkörnige Gut durch Mahlen, z. B. mit Hilfe einer Schlagkreuzmühle oder Kugelmühle, amf gewünschte Feinheitsgrade gebracht werden.
2. 100 Gewichtsteile Polyvinylacetalde- hydac. etal werden in einer Knetmaschine mit 20 Teilen Weichmacher und 100-200 Teilen Benzol einige Stunden bei 50-70 durchgeknetet. Hierauf werden unter Steigerung der Temperatur auf etwa 80-100¯, gegebenenfaills im Vakuum 50-100 Ge wichtafeile Benzol abdestilliert. Nach Abkühlung der Masse auf 0-10 zerfällt sie in feine Körnchen und wird, wie im Beispiel 1 angegeben ist, weiterverarbeitet.
3. 50 Gewichtsteile acetonl¯sliches Celluloseacetat und 50 Gewichtsteile Polyvinylacetaldehydacetal werden mit 50 Gewichts- teilen Weichmacher und 150 Gewichtsteilen Essigester wie in Beispiel 1 behandelt. Man erhält ein Pulver, aus dem sich nach dem Spritzgu¯- oder Pre¯verfahren Produkte von besonders guter ElastizitÏt und Weichheit herstellen lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 : Verfahren zur Uberführung von mindesbens einen thermoplastischen Stoff enthal- tenden Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse durch Behandeln mit einer organischen Flüssigkeit, die nur in der Wärme ein gutes Lösevermogen besitzt, unter Durchmischen in der Wärme, Be freiung der so erhaltenen homogenen Masse von der organischen Flüssigkeit und Uber- führung in körnige bis pulverige Form, dadurch gekennzeichnet, dass man die homogene Masse durch Wegtrocknen unter Durchmischen von einer Teilmenge der verwendeten organischen Flüssigkeit befreit,dite Masse aIsdann einer raschen Abk hlung unter Durchmischen unterwirft und das so erhal tene körnige bis pulverige Gut von dem Rest der organischen Flüssigkeit befreit.UNTEHANSPRUOHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die homogene Maase durch thermisches Abdestillieren von einerTeilimengederorganischenFlüssigkeit befreit wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als organische Flüssigkeit ein Lösungsmittel verwendet wird.S. Verfahren niach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als organische Flüssigkeit ein Quellungsmittel verwendet wird.4. VerfahTen nach-Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ als organische Flüssigkeit ein Gemisch aus einem Lösungs- mittel und einem Quellungsmittel verwendet wird.PATENTANSPRUCH II : Feinzerteiltes, zum Pressen geeignetes Erzeugnis, dadurch gekennzeichnet, da¯ es n, m'h dem Verfahren gemäB Patentanspruch 1 hergestellt ist
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|---|---|---|---|
| DE251883X | 1942-07-21 |
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| CH251883D CH251883A (de) | 1942-07-21 | 1943-06-29 | Verfahren zur Überführung von mindestens einen thermoplastischen Stoff enthaltenden Substanzen in feinzerteilte, zum Pressen geeignete Erzeugnisse. |
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| CH (1) | CH251883A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1273182B (de) * | 1961-08-05 | 1968-07-18 | Dynamit Nobel Ag | Verfahren zur Herstellung pulverfoermiger Nitrocellulose |
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1943
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