Zeiehemhilfsgerät. Um parallele Linien zu zeichnen, bedient man sich normalerweise einer geführten Reiss schiene oder einer Reissschiene mit Equerre. Die zu zeichnenden parallelen Linien müssen stets mittels Massstäben oder Stechinstrumen ten angezeichnet respektive angerissen werden. Diese Arbeiten sind relativ zeitraubend. Bei Entwürfen, wo vielfach keine Reissschiene zur Führung der Equerre zur Verfügung steht, macht man die parallelen Linien einfach durch gefühlsmässiges Verschieben der letz teren, was natürlich zu Ungenauigkeiten führt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Zeichenhilfsgerät, das aus einem durchsichtigen Material besteht und mit einem Netz von Linien versehen ist, wobei wenigstens teilweise Linien parallel zu den Randseiten des Hilfsgerätes und zueinander verlaufen, das Ganze derart, dass beim Zeich nen durch Decken der Linien des Hilfsgerätes mit Linien, die auf dem Papier gezogen sind, das Ziehen von parallelen Linien erleichtert werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in, zwei beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, und es zeigt: Fig. l eine Ansicht von unten einer 45'- Equerre in einem ersten Ausführungsbeispiel und Fig. 2 eine Ansicht einer 60'-Equerre in einem zweiten Ausführungsbeispiel.
Das beispielsweise Zeichenhilfsgerät 1 be steht aus durchsichtigem. Kunststoff, wie Zelluloid, und hat gemäss Fig.l die Form einer 45'- Equerre. An der Unterseite ist die Equerre 1 mit einem durch Einritzungen ge bildeten Liniennetz versehen. Das Liniennetz besteht aus in Abständen von 4 mm zueinan der angeordneten parallelen Linien 2, 3, 4, welche sich kreuzen.
Diese parallelen Linien 9, 3, 4 verlaufen in Richtung der Randseiten 5, 6, 7 der Equerre. Ferner sind senkrecht zur Randseite 7 stehende Nebenlinien 8 vor gesehen, welche die parallelen Linien 2, 3, 4 kreuzen und zum Abtragen von 90'-Winkeln dienen können. Mit den Randseiten 5 und 6 bilden diese Nebenlinien Winkel von 45 und 135 . Das Liniennetz reicht nicht ganz bis an die Längsseite 7 ; an letzterer ist an der Unterseite eine Zentimeter-Masseinteilung 10 angebracht.
Das Hilfsgerät 1 ist gemäss Fig. 2 eine 60'-Equerre. In beiden Figuren haben die mit gleichen Bezugszeichen belegten Teile den gleichen Sinn. Neben den parallelen Linien 2, 3, 4. sind Nebenlinien 8, 9 vorgesehen. Die Nebenlinien 8 stehen wiederum senkrecht zur Längsseite 7, zur Randseite 5 in einem Win kel von 30 und 150' und zur Randseite 6 in einem solchen von 60 bis 120'. Die Neben linien 9 verlaufen dagegen im schrägen Win kel zur Längsseite 7 (75 und 105') und zu den Randseiten 5 und 6 (45 und 135').
Hat man z. B. parallele Geraden in 4 mm Abstand zueinander zu ziehen, so zieht man längs einer der Randseiten 5, 6 oder 7 eine Linie, alsdann schiebt man den Zeichen kör-Per über diese hinaus und bringt sie z. B. mit der zweiten Linie 2 von der Randseite 5 in Deckung. Alsdann zieht man längs der Randseite 5 wiederum eine neue Linie auf dem Papier, welche nun zu der ersten Ge raden parallel ist. In analoger Weise wird fortgefahren, wobei man die Abstände gleich halten oder ändern kann. Um genaue Ab stände beibehalten zu können, ist auf den Nebenlinien 8 eine Millimeterteilung 11 an gebracht. Das Zeichnen ist sehr übersichtlich, da alle auf dem Papier gezogenen Linien sichtbar sind.
Das Abtragen von Winkeln ist ebenfalls ausführbar. Man bringt zu die sem Zweck z. B. eine der auf dem Papier ge zogenen Linien mit einer der Nebenlinien 8 in Deckung und zieht längs der Randkante 7 eine die erstere kreuzende Linie, wobei man einen Winkel von 90 erhält. Das gleiche erhält man mit den Hauptlinien 2 und den Randkanten 6 zusammen. Um einen Winkel von 45 zu erhalten, bringt man bei der 45 - Equerre eine der Linien 8 oder 3 mit der ge zogenen Linie auf dem Papier in Deckung und zieht z. B. eine neue Linie längs der Randseite 5 bezw. 7.
Mit beiden Equerren kann man unter Ver wendung der Nebenlinien 8, 9 Winkel von 90, 75, 60, 45 und 30 abtragen sowie die entsprechenden Supplementwinkel.
Das beschriebene Zeichenhilfsgerät ist be sonders für rasch auszufertigende Entwurfs zeichnungen vorteilhaft und eignet sich für Berufs- und Amateurzeichner in gleicher Weise.
Das Zeichenhilfsgerät kann selbstredend mit andern geeigneten Hilfsmitteln, wie Scha blonen für Ellipse, Parabel, Hyperbel, Trans porteur, kombiniert sein. Kurvenlineale, Reiss schienen usw. lassen sich in analoger Weise mit einem Liniennetz versehen, welche durch Abdecken in rascher Folge das Ziehen von parallelen Linien in bestimmten Abständen ohne Massstäbe ermöglichen.
Wenn das Liniennetz durch Einritzungen oder Einpressungen gebildet ist, tritt keine Abnützung ein; die Anbringung an der Unter- respektive der Anliegeseite begünstigt beim Zeichnen das genaue Abdecken und sichert damit ein präzises Zeichnen.
Drawing aid. To draw parallel lines, one usually uses a guided drawing bar or a drawing bar with equerre. The parallel lines to be drawn must always be drawn or torn using rulers or lancing instruments. This work is relatively time consuming. In drafts where there is often no tearing rail available to guide the equerre, the parallel lines are simply made by moving the latter emotionally, which of course leads to inaccuracies.
The present invention is a drawing auxiliary device, which consists of a transparent material and is provided with a network of lines, at least partially lines running parallel to the edges of the auxiliary device and to each other, the whole thing in such a way that when drawing by covering the lines of the Auxiliary device with lines drawn on the paper, the drawing of parallel lines can be facilitated.
In the accompanying drawing, the subject matter of the invention is shown in two exemplary embodiments, and it shows: FIG. 1 a view from below of a 45'-Equerre in a first embodiment and FIG. 2 a view of a 60'-Equerre in a second embodiment.
The example drawing auxiliary device 1 be available from transparent. Plastic, such as celluloid, and, according to FIG. 1, has the shape of a 45'-Equerre. At the bottom of the Equerre 1 is provided with a network of lines formed by incisions. The network of lines consists of parallel lines 2, 3, 4 which are arranged at intervals of 4 mm and which cross each other.
These parallel lines 9, 3, 4 run in the direction of the edge sides 5, 6, 7 of the Equerre. Furthermore, secondary lines 8 standing perpendicular to the edge side 7 are seen, which cross the parallel lines 2, 3, 4 and can serve for the removal of 90 'angles. With the edge sides 5 and 6, these secondary lines form angles of 45 and 135. The network of lines does not quite extend to the long side 7; a centimeter graduation 10 is attached to the latter on the underside.
The auxiliary device 1 is a 60'-Equerre according to FIG. In both figures, the parts given the same reference symbols have the same meaning. In addition to the parallel lines 2, 3, 4, secondary lines 8, 9 are provided. The secondary lines 8 are in turn perpendicular to the longitudinal side 7, to the edge side 5 in an angle of 30 and 150 'and to the edge side 6 in such from 60 to 120'. The secondary lines 9, however, run at an inclined angle to the long side 7 (75 and 105 ') and to the edge sides 5 and 6 (45 and 135').
Has one z. B. to draw parallel straight lines at a distance of 4 mm from each other, one draws a line along one of the marginal pages 5, 6 or 7, then pushes the characters kör-Per over this and brings them z. B. with the second line 2 from the edge side 5 in cover. Then draw a new line on the paper along the edge side 5, which is now parallel to the first straight line. The procedure is analogous, although the distances can be kept the same or changed. In order to be able to maintain exact distances, a millimeter graduation 11 is placed on the secondary lines 8. The drawing is very clear, as all the lines drawn on the paper are visible.
The removal of angles is also possible. One brings to this purpose z. B. one of the lines drawn on the paper ge with one of the secondary lines 8 in congruence and draws a line crossing the former along the edge 7, an angle of 90 being obtained. The same is obtained with the main lines 2 and the marginal edges 6 together. To get an angle of 45, one brings one of the lines 8 or 3 with the drawn line on the paper in the 45 - Equerre and draws z. B. a new line along the edge side 5 respectively. 7th
With both equers, using the secondary lines 8, 9, angles of 90, 75, 60, 45 and 30 can be plotted as well as the corresponding supplement angles.
The drawing aid described is particularly advantageous for draft drawings to be made quickly and is suitable for professional and amateur draftsmen in the same way.
The drawing aid can, of course, be combined with other suitable aids, such as templates for ellipses, parabolas, hyperbolas, and transporters. Curved rulers, tear rails, etc. can be provided in an analogous manner with a network of lines which, by covering them in quick succession, enable parallel lines to be drawn at certain intervals without any scales.
If the line network is formed by incisions or impressions, there is no wear; the attachment to the underside or the adjacent side facilitates precise covering when drawing and thus ensures precise drawing.