CH252631A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre.Info
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Description
Elektrisehe Entladungsröhre. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf eine elektrische Entladungsröhre zur Verwendung für kurze und sehr kurze Wellen.
Es ist üblich, die leitenden Röhrenteile aus Nickel, Eisen, vernickeltem Eisen und ähnlichen Werkstoffen herzustellen. Sollen nun auf diese Weise gebaute Elektroden in Entladungsröhren für kurze und sehr kurze Wellen, z. B. kleiner als 3 m, verwendet wer den, so treten Schwierigkeiten auf, indem die Verluste infolge der Hautwirkung ("skin- effect'') zu gross werden, weil die Oberflä- eliensehicht aus einem Metall besteht,
das einen verhältnismässig grossen spezifischen Widerstand und gute magnetische Permea- bilität besitzt. Der durch die Hautwirkung bedingte Widerstand wird zum Beispiel für einen runden Draht durch die Formel
EMI0001.0016
wiedergegeben, in der s den spezifischen Wi- derstand, ,/c. die Permeabilität, <I>f</I> die Frequenz und K eine Konstante bezeichnen.
Um die Verluste bei hohen Frequenzen niedrig zu Balten, muss man eine Oberflächenschicht aus einem Werkstoff mit möglichst geringer Per- nieabilität und geringem spezifischem Wi- dcräta.nd, das heisst einen diamagnetischen Werkstoff mit guter Leitfähigkeit, anwen- den. Man verwendete in diesen Fällen daher eine 0i)erfläehensclaicht aus Kupfer oder Sil ber.
Dabei ist es für die Herabsetzung der Verluste vorteilhaft, diese Schicht möglichst dick zu wählen. Die Elektroden können aber nicht ganz aus Kupfer oder Silber hergestellt werden, weil diese Metalle mechanisch un genügend widerstandsfähig sind. Dicke, gut leitende Schichten aus diamagnetischem Ma terial haben aber den Nachteil, dass sie auch für die zur Entgasung der Elektroden anzu- zvendenden Hochfrequenzströme geringe Ver luste geben, so dass die Hochfrequenzerhit- zung dieser Elektroden sehr schwierig sein wird.
Für diese Hochfrequenzheizung haben Metalle wie Nickel und Eisen gerade einen sehr günstigen elektrischen Widerstand, und auch sind bei diesen Metallen die magneti schen Verluste hoch. Infolge dieser verschie den gerichteten Eigenschaften müssten mit Rücksicht auf die eine Eigenschaft Metalle wie Kupfer und Silber verwendet werden, und nicht Nickel, Eisen oder dergleichen; mit Rücksicht auf andere Eigenschaften aber müsste gerade das Umgekehrte getan werden.
Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zu Grunde, dass besondere Vorteile erhalten werden können, wenn bei einem aus Eisen, Nickeleisen usw. bestehenden Leiter, der eine Oberflächenschicht aus diamagnetischem Me tall mit grösserer spezifischer Leitfähigkeit als Nickel aufweist, diese Schicht besonders dünn ausgebildet ist;
diese ' Vorteile liegen darin, dass für sehr hohe Frequenzen ein ge- ringer Widerstand auftritt, weil diese Fre quenzen sich hauptsächlich durch die Ober flächenschicht fortpflanzen, während Ströme mit niedrigeren Frequenzen einem höheren Widerstand begegnen, weil diese für einen grossen Teil auch noch im Kernmetall laufen.
Die elektrische Entladungsröhre weist da her wenigstens einen metallenen Teil auf, be stehend aus einem Kernkörper und einer Oberflächenschicht aus diamagnetischem Me- tall mit grösserer spezifischer Leitfähigkeit als Nickel, wobei gemäss der Erfindung die Schichtstärke zwischen 1 und 30 Mikron liegt.
Bei einer erfindungsgemässen Entladungs röhre ist der Unterschied hinsichtlich der Eindringtiefe des elektrischen Stromes bei grösseren und bei kleineren Wellenlängen ausgenutzt.
Diese Eindringtiefe ist zum Bei , spiel für Kupfer bei einer Wellenlänge von 3-m etwa 6,5 Mikron; wird nun eine Schicht von 10 bis 30 Mikron verwendet, so haben solche Elektroden ,sehr gute Hautwirkungs- eigenschaften zum Gebrauch auch auf sehr kurzen. Wellen von Dezimeter- und Zenti meterlänge;
auch haben sie sehr gute Eigen schaften für die Hochfrequenzentgasung, da auf den dabei verwendeten Wellenlängen von beispielsweise 50 bis 1000 m die Eindring- o tiefe bedeutend grösser ist, so dass auch eine sehr gute Entgasung der Elektroden statt findet. Eine erfindungsgemässe Röhre eignet sich demnach in. erster Linie gut zum Ge brauch auf kurzen und sehr kurzen Wellen.
Es ist natürlich grundsätzlich möglich, sowohl für den Grundwerkstoff als auch für die Aussenschicht ganz verschiedene Stoffe zu verwenden. Sehr günstige Eigenschaften hat zum Beispiel eine Kombination eines o Nickelkernes mit einer dünnen Kupferaussen schiebt.
Es ist jedoch auch möglich, andere bekannte Elektrodenstoffe zu verwenden, wie Eisen, Nickeleisen oder dergleichen, und diese mit einer dünnen .Schicht aus Kupfer oder einem sonstigen diamagnetischen Metall zu überziehen, dessen Leitfähigkeit von etwa der gleichen Grössenordnung ist wie die des Kupfers. Die Erfindung ist nun an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert, in denen die Herstellung eines leitenden Teils einer erfindungsgemässen Entladungsröhre erläutert ist.
Ein als Anode zu verwendendes, platten- förmiges Element aus Eisen, dessen Stärke 125 Mikron beträgt, wird vor dem Einbauen in die Röhre mit einer Kupferschicht von 10 bis 15 Mikron Stärke überzogen. Diese Über ziehung kann in bekannter Weise erfolgen, z. B. auf elektrolytischem oder auch kata- phoretischem Wege.
Die so erhaltene Elek trode wird dann in der üblichen Weise mit den andern Röhrenteilen zusammengebaut, und die Röhre wird dann fertiggestellt.
Gemäss einer andern Ausführungsform wird ein Eisendraht mit einer Stärke von 250 Mikron, der sich gut dazu eignet, als Z''erbindungselement zwischen einer Elek trode und einem Stromzuführungsleiter zu dienen, mit einer Silberschicht von 10 bis 15 Mikron überzogen. Dieser Silberüberzug wird vorzugsweise bei denjenigen Elementen ver wendet, die der Oxydation ausgesetzt sein können, z.
B. in der Nähe einer Einschmelz- stelle angeordnet sind, anderseits aber bei Hochfrequenzheizung oder auch im Betrieb der Röhre nicht zu warm werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre zur Verwen dung für kurze und sehr kurze Wellen, die wenigstens einen metallenen Teil aufweist, bestehend aus einem Kernkörper und einer Oberflächenschicht aus einem diamagneti schen Metall mit grösserer spezifischer Leit fähigkeit als Nickel, dadurch gekennzeich net, dass die Schichtstärke zwischen 1 und 30 Mikron liegt.UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Röhre eine Elektrode enthält, die aus einem eisernen Kernkörper, der mit einer Kupferschicht von 10 bis 15 Mikron über zogen ist, besteht. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der metallene Teil einen gern aus Nickel besitzt. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der metallene Teil einen gern aus Eisen be- äitzt. 4.Elektrische Entladungsröhre nach Pa- @tenta.nspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der metallene Teil einen gern aus Nickel eisen besitzt. 5. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht des metallenen Teils aus Kupfer besteht. 6. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht des metallenen Teils aus Silber besteht.
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| CH252631D CH252631A (de) | 1943-08-27 | 1944-08-25 | Elektrische Entladungsröhre. |
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1944
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